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Prof. Kern

Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

Universität Leipzig, Juristenfakultät
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht
Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

Burgstraße 27
D-04109 Leipzig

Mo. - Fr. in Raum 4.38
Telefon: (0341) 9735140
Fax: (0341) 9735149
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Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

Professor Dr. Bernd-Rüdiger Kern, aus einer Schiffsingenieursfamilie stammend, wurde 1949 in Bremerhaven geboren. Nach seinem Abitur im Jahre 1969 begann er das Jurastudium in Heidelberg, nach seiner Ansicht der damaligen geistigen Hauptstadt Deutschlands. Warum seine Wahl auf die Rechtswissenschaften fiel, kann er nicht mehr genau nachvollziehen, doch hatte er schon immer eine Leidenschaft für die Jurisprudenz und die Geschichte. Da er nicht Lehrer werden wollte, fiel ihm die Wahl nicht schwer.
 
Während des Studiums widmete er sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit der Geschichte, weswegen die Spezialisierung auf den rechtsgeschichtlichen Bereich nur folgerichtig war. Nachdem Prof. Kern im Sommer 1974 sein erstes juristisches Staatsexamen abgelegt hatte, ging er an die Universität Berlin, an der er Assistent bei Prof. Willoweit am Institut für Rechtsgeschichte wurde. Im Winter 1975 wechselte er als Referendar an das Kammergericht Berlin. Sein zweites Staatsexamen legte er im Februar 1978 ab. Danach wurde er Assistent bei Prof. Laufs in Heidelberg, der auch seine Promotion im Jahre 1980 - eine Biographie Georg Beselers - betreute. Dieser war sein geistiger Ziehvater und gleichfalls Betreuer seiner Habilitation in Tübingen zum Kurpfälzer Landrecht.
 
Prof. Kern ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist einer der wenigen Dozenten, die sich für einen Umzug nach Leipzig entschieden haben. Den Ruf an unsere Fakultät hat er angenommen, da er hier gute Bedingungen für seine Arbeit erwartete. Derzeit forscht er in der Wissenschaftsgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert im regionalen - Jena, Halle, Leipzig, Wittenberg - und überregionalen Bereich. Dabei legt er besonderen Wert auf Strukturarbeit mit der Fragestellung, welche Fächer sich in welcher Weise durchgesetzt haben. Im überregionalen Bereich widmet er sich zudem den Persönlichkeiten, ohne deren Existenz er Wissenschaftsgeschichte als nicht möglich ansieht. Eine herausragende juristische Person der Gegenwart sieht er jedoch zur Zeit nicht. Des weiteren behandelt Prof. Kern momentan Fragen des Arztrechtes im allgemeinen, insbesondere Haftungsrecht, Schmerzensgeldansprüche und Transplantationsrecht. Er bezeichnet sich selbst als einen Denker, der die Rechtsgeschichte problematisierend hinterfragt.
 
In seiner knapp bemessenen Freizeit widmet er sich der Kultur, insbesondere der Oper, wobei er vor allem Rossini bevorzugt. Zu diesem verfaßt er auch selbst wissenschaftliche Arbeiten.
 
(Auszüge aus dem Interview des Kleinen Advokaten mit Prof. Dr. Kern im Oktober 1995)