Genderperspektiven in der Universitätsmedizin Leipzig - Neues Projekt gestartet

 

Männer und Frauen unterscheiden sich – auch in Fragen der Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens. Das belegen mehrere Studien der vergangenen Jahre. Forscher der Universitätsmedizin Leipzig befassen sich im Rahmen des kürzlich gestarteten Projektes „Genderperspektiven in der Medizin (GPmed)“ damit, wie dieses Wissen künftig auch in die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen einfließen kann. Ein Jahr lang werden geschlechterspezifische Themen in der Medizin aufgegriffen und mit etablierten Forschern, dem wissenschaftlichen Nachwuchs und Studierenden sowie in der medizinischen Versorgung tätigen Fachkräften diskutiert. Ziel ist es, für geschlechtergerechtes Handeln und Behandeln in der Medizin zu sensibilisieren.

 

Das Projekt GPmed wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als 200.000 Euro gefördert. Sprecherin ist Prof. Dr. Katarina Stengler, Leiterin der AG Geschlechterforschung in der Medizin und Gleichstellungsbeauftragte der Universitätsmedizin Leipzig. Es gelte nun, das Potenzial der wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema zu nutzen, erklärt Prof. Stengler. „Wir möchten durch unsere Arbeit einen nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch anregen und damit Impulse für Veränderungen in der Therapie, Lehre und Forschung in der Medizin geben“, sagt die Projektleiterin von GPmed.

 

In Zusammenarbeit mit dem Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) werden Forscher des Projektes GPmed Untersuchungen aus der LIFE Erwachsenenstudie mit 10.000 Leipzigern auswerten. Zudem sollen drei Fachveranstaltungen mit dem Fokus auf geschlechterspezifische Themen in der Forschung, Lehre und Versorgung stattfinden. Ziel der Veranstaltungen ist es, Kooperationen und Netzwerke zu fördern, Empfehlungen und Strategien für Bildung und Forschung zu entwickeln und den Wissenschafts-Praxis-Dialog – fokussiert auf geschlechterspezifische Themen – zu unterstützen.

 

 „Wir nutzen für die Veranstaltungen ganz unterschiedliche Formate. Es werden einerseits übergreifende gendermedizinische Themen referiert, andererseits aber auch vertiefende Seminare und bilaterale Gespräche und Diskussionen genutzt“, erläutert Stengler.

 

Der Auftakt für die Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Genderperspektiven in der Medizin – eine Bestandsaufnahme“ findet am 16. und 17. Juni 2016 statt. Einerseits liegt der thematische Fokus der Veranstaltung auf der Vorstellung des Projekts. Andererseits werden Wissenschaftler der Universität Leipzig als auch Externe ihre Forschungsergebnisse hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede präsentieren und diskutieren. Dadurch soll eine möglichst breite Einführung des Themas in den Bereichen Forschung, Versorgung und Lehre gegeben werden. Ab 01. Mai ist die Anmeldung offen.

Das Sommermeeting „Genderperspektiven in der Medizin – eine Zwischenbilanz“ findet am 15. und 16. September 2016 statt. Die Veranstaltung hebt ausgewählte Themen hervor, wie die Geschlechterunterschiede bei psychischen Erkrankungen.

Beim Abschlusssymposium „Genderperspektiven in der Medizin – Fazit und Zukunftsaussichten“ am 26. und 27. Januar 2017 werden Ergebnisse vorgestellt und Bilanz gezogen. Dazu wird ein gender- und projektspezifischer Tagungs- und Projektband vorgestellt. Abgerundet wird das Symposium mit Workshops, die den Blick auf zukünftige Themen und bislang wenig berücksichtigte Genderfelder lenken.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite unter:

gender.medizin.uni-leipzig.de

E-Mail: gleichstellung@medizin.uni-leipzig.de

 

 


KONFERENZ "Gender und Diversity in die Lehre - Strategien, Praxen, Widerstände"

 
Termin: 24.–26.11.2016

Ort: Freie Universität Berlin, Seminarzentrum Otto von Simson Str. 26, 14195 Berlin

Gute Lehre gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Innerhalb der Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre nehmen Aktivitäten, die sich mit Diversität, Antidiskriminierung und Heterogenität der Hochschulmitglieder auseinandersetzen, einen besonderen Raum ein. Immer mehr Hochschulen entwickeln Strategien, die die Implementierung von Gender und Diversity in die Lehre unterstützen und die Handlungskompetenzen von Lehrenden und Studierenden erweitern sollen.

Wir möchten diese Strategien mit Hochschulangehörigen und Beteiligten unterschiedlicher Arbeitsgebiete an Hochschulen gemeinsam kritisch und weiterführend diskutieren. Als Lehrende unterschiedlicher Fachrichtungen, als Hochschulmitarbeiter*innen im Bereich Lehrplanung und Studienqualität, als disziplinär oder transdisziplinär Forschende aus den Feldern Intersektionalität, Diversität und Heterogenität, Gender Studies, Frauen- und Geschlechterforschung, als Hochschuldidaktiker*innen, als Gleichstellungsakteur*innen und als Verantwortliche für die hochschuldidaktische und inhaltliche Ausrichtung ihrer Hochschulen laden wir Sie zur Konferenz "Gender und Diversity in die Lehre - Strategien, Praxen, Widerstände" vom 24.–26.11.2016 an die Freie Universität Berlin ein.

Ein detaillierter Call for Papers mit vorläufigem Programm und Informationen zu Key-Note-Speaker*innen sowie zur Teilnahme erfolgt Ende Mai.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Ihre Teilnahme!

 

Kontakt für Konferenzorganisation und Rückfragen:

Melanie Bittner, Pia Garske | kontakt@genderdiversitylehre.fu-berlin.de

Konferenzwebsite: http://www.genderdiversitylehre.fu-berlin.de/konferenz/index.html

 

Toolbox Gender und Diversity in der Lehre

Melanie Bittner (Margherita-von-Brentano-Zentrum)

Pia Garske (Büro der Zentralen Frauenbeauftragten)

 

Freie Universität Berlin

Habelschwertder Allee 45, Raum KL 26/112, 14195 Berlin

Tel.: 030 838-56252 /-72482

 

www.genderdiversitylehre.fu-berlin.de

http://www.mvbz.fu-berlin.de

http://www.fu-berlin.de/sites/frauenbeauftragte

 

 

 


Gender-Kritik 2016

Für Informationen auf das Bild klicken.


Call for Papers

23. Louise-Otto-Peters-Tag am 21./22. Oktober 2016

in der Universitätsbibliothek Leipzig

 

Die Rechte der Frauen 1791 – 1866 – 2016

Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. führt seit 1993 jährlich den Louise-Otto-Peters-Tag durch, dessen Spezifikum es ist, ausgehend von einem für das Leben und Wirken von Louise Otto-Peters relevanten Thema den Blick zu schärfen für die Gegenwart hin zu der Frage: Wo stehen wir heute?

Vor 225 Jahren forderte Olympe de Gouges (1748-1793) in ihrer „Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne“ Bürgerrechte auch für Frauen. Und vor 150 Jahren veröffentlichte Louise Otto (1819-1895) ihre Gedanken zum „Recht der Frauen auf Erwerb“.

Vor diesem Hintergrund erinnert der 23. Louise-Otto-Peters-Tag 2016 an diese bahnbrechenden Schriften, fragt  nach den Rechten von Frauen heute und bezieht Themen und Forderungen ein, die stärkere aktuell-politische Züge haben: Flucht und Vertreibung, Integration und Neubeginn.

Der Gegenstand lässt sich sehr gut mit dem intersektionalen Forschungsansatz verbinden. Und er lässt sich öffnen über die geschichtswissenschaftliche Betrachtung hinaus in andere Disziplinen, wie z. B. Literatur, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Kunst- und Kulturwissenschaft, Philosophie, Theologie, Rechts- und Politikwissenschaft, Soziologie, Pädagogik. Was hat sich im Laufe von 225 Jahren hinsichtlich Frauen*- und Bürger_innenrechten getan? Wo genau enden Menschenrechte und beginnen Rechte, die Differenzen betonen und zugleich schützen wollen?

Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. ruft Forschende und Wissenschaftler_innen auf, einen kritischen Blick auf die Jubiläumsschriften zu werfen und Bilanz zu ziehen. Ideen und/oder Abstracts für Vorträge richten Sie bitte bis zum 15. Juli 2016 an die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V., Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig oder an info@lopleipzig.de.

Telefonische Rückfragen sind unter 0341/58151522 möglich.

 


Auftaktveranstaltung "Vielfalt lehren!"

 

Im Zuge des Kooperationsprojektes "Vielfalt lehren!" an der Universität Leipzig möchten wir alle Interessent*innen herzlich zur Auftaktveranstaltung am

3. Mai 2016, 15.00h - 17.00h in den Vortragssaal der Universitätsbibliothek Albertina

einladen.

 

Ablauf

 

Wir freuen uns, Sie und Euch alle herzliche begrüßen zu können!