Ökonomisierung der Wissensgesellschaft

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Aus Tradition Grenzen Überschreiten:
Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften

 

Die Leipziger Wirtschaftswissenschaften entstanden an der Schnittstelle zweier Geschichten: Die Stadt Leipzig entwickelte sich früh zu einem Handels- und Messezentrum und die Universität Leipzig ist mit ihrer Gründung im Jahr 1409 eine der ältesten Hochschulen Deutschlands.

Vor dem Hintergrund dieser beiden Entwicklungen wurde 1764 der erste wirtschaftswissenschaftliche Lehrstuhl für „Oeconomic und Cameralwissenschaften“ an der Universität eingerichtet. Heute – fast ein Viertel Jahrtausend später – umfasst die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mehr als 30 Professuren verschiedenster Teilbereiche. Diese fachliche und personelle Vielfalt der Fakultät prägt den inter­disziplinären Charakter der Leipziger Wirtschaftswissenschaften in Lehre und Forschung.

 

   
  Leibniz mit Blick auf Fakultätsgebäude
Quelle: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Fotograf: Claudia Müller
 

 

Die Tradition der Wirtschaftswissenschaften in Leipzig reicht zurück bis in das Jahr 1764, in dem der erste Lehrstuhl für „Oeconomic und Cameralwissenschaften“ eingerichtet wurde. Nach dem Beitritt der neuen Bundesländer zur Bundesrepublik Deutschland wurde die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät grundlegend neu organisiert und strukturiert. Dieser Prozess fand mit der Neugründung 1993 seinen Abschluss; als Gründungsdekane fungierten Prof. Dr. Gernot Gutmann und Prof. Dr. Bert Rürup. Seitdem umfasst die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit steigender Tendenz ca. 30 Professuren, die die Fächer Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftspädagogik vertreten.

In den neunziger Jahren etablierte sich die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit ca. 3.000 Studierenden als eine der großen Fakultäten der Universität Leipzig, wozu insbesondere die rege Nachfrage nach den Diplomstudiengängen Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftspädagogik beigetragen hat. Von 1995 bis 2003 wurde das Angebot durch Diplomstudiengänge zum Bau- und Wirtschaftsingenieurwesen ergänzt. Mit der Umsetzung der Vereinbarung zwischen den Sächsischen Hochschulen und dem Freistaat Sachsen aus dem Jahr 2003 wurde die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung an den Technischen Universitäten des Freistaates konzentriert.

   
  Eingangshalle der Fakultät
Quelle: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
Fotograf: Claudia Müller
 

 

Die Fakultät hat sich bereits frühzeitig mit der Studienreform beschäftigt. Seit dem WS 2006/07 laufen die akkreditierten Bachelorstudiengänge Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik, in die ebenfalls akkreditierten Masterstudiengänge Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik wird planmäßig erstmals im WS 2009/10 eingeschrieben. Der Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik wird derzeit überarbeitet. Parallel zur Einführung der neuen Studiengänge wurde die Einschreibung in die Diplomstudiengänge eingestellt. Die Fakultät ist auf dem Weiterbildungsmarkt mit einer Reihe von Angeboten präsent, die in den letzten Jahren entwickelt wurden.

Das neue Fakultätsgebäude der Wirtschaftswissenschaften ist Teil des innerstädtischen Campus am Augustusplatz. Von dieser zentralen Lage aus sind alle weiteren universitären Einrichtungen gut erreichbar, ebenso befinden sich kulturelle Häuser, Cafés, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und der Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe.

Quelle: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig