Die Aktiengesellschaft 2004, Heft 10, Seite R426
Bei dieser Homepage kann man nicht wirklich von einem eigenen Webangebot sprechen. Auf den Seiten der juristischen Fakultät der HU Berlin wird auch das Institut für Bank- und Kapitalmarktrecht vorgestellt. Insofern sind die Informationen überschaubar. Sie beschränken sich auf Ausführungen zum Institut (Organisation, Aufgaben, Ziele), zu den Institutsveranstaltungen und zum Personal.
Noch etwas dürftiger ist das Informationsangebot auf der Homepage des Bochumer Instituts. Bei der Internetseite handelt es sich letztlich nur um einen Auszug aus dem Forschungsbericht der Ruhr-Universität. Man erhält daher nur sehr allgemeine Angaben zu den Forschungsschwerpunkten und Kooperationen. Bank- und kapitalmarktrechtliche Informationen sind also Fehlanzeige.
Die Seite des Frankfurter Instituts für Bankrecht kommt nicht gerade modern daher, aber darauf kommt es ja auch nicht an. Neben den üblichen Informationen zum Personal und den Lehrveranstaltungen finden sich hier auch einige nützliche Inhalte. Gemeint sind die zahlreichen Arbeitspapiere, die keineswegs nur für Studenten von Interesse sind. Zur Verfügung stehen insgesamt 119 Papiere, darunter viele Zeitschriftenbeiträge und sonstige Veröffentlichungen des Institutsdirektors (Baums). Allein deshalb lohnt sich hier ein Besuch.
Das Institute for Law and Finance, das der Universität Frankfurt angeschlossen ist, gibt sich auch im Internet seiner Zielsetzung entsprechend international. So stehen alle Inhalte ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Die Inhalte richten sich vor allem an die interessierten Studenten, die hier umfassend informiert werden. Dazu gibt es aber auch einige hochwertige Dokumente, deren Lektüre auch Praktikern zu empfehlen ist. Die Beiträge finden sich in der Rubrik "Research" und dort unter "Publications".
Das - ebenfalls der Universität Frankfurt angegliederte - CFS (früher Institut für Kapitalmarktforschung) bietet den Besuchern ein großes Informationspaket. Besonders hervorzuheben ist auch hier die Rubrik "Veröffentlichungen". In den sechs Unterrubriken finden sich zahlreiche Expertenbeiträge, die als PDF heruntergeladen werden können. Zur Verfügung gestellt werden CFS-Arbeitspapiere, Kolloquienbeiträge, Beiträge zur Theorie der Finanzmärkte, Informationsschriften und Monographien. Aus dem reichhaltigen Angebot seien zudem auch noch der Newsletter, der Veranstaltungskalender und die übersichtliche Linkliste erwähnt.
Das Kölner Institut überzeugt zunächst mit einem sehr übersichtlichen und professionellen Webdesign. Und auch die Inhalte können sich sehen lassen, auch wenn sich der ganz überwiegende Teil ausschließlich an Studenten richtet. In insgesamt sieben Rubriken informiert das Institut über sich und seine Aktivitäten. In der Rubrik "Forschung" werden einige Veröffentlichungen angekündigt, jedoch verbirgt sich hinter dem Link lediglich eine Auflistung der Publikationen des Institutsdirektors (Berger). Gleiches gilt für die Rubrik "Bibliothek", wo Volltexte ebenfalls Fehlanzeige sind. Zu erwähnen bleibt letztlich noch die Linkliste, die auf einige interessante Seiten verweist.
Das Leipziger Institut überzeugt mit einem ganz hervorragenden Webangebot. Erwähnenswert sind zunächst die zahlreichen Publikationen, die in gleichlautender Rubrik zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich zumeist um Seminararbeiten, aber auch die Institutsdirektoren (Häuser, Welter) sind hier gelegentlich mit Texten vertreten. Herzstück ist aus unserer Sicht jedoch ganz klar die Rubrik Service, die mit unzähligen nützlichen Dokumenten aufwartet. Hervorgehoben seien hier die systematische Sortierung von EU-Recht mit Volltexten, die Arbeitshilfen zu Gesetzgebungsverfahren und - natürlich - der Dokumentenserver. Hier sind die einschlägigen Dokumente sicher abgelegt und können über eine Suchmaske gut recherchiert werden. Von den sonstigen Inhalten sei schließlich noch die gut sortierte Linkliste und hier vor allem der Bereich "Rechtsentwicklung" erwähnt.
An dieser aufgeräumten Seite gefällt zunächst die gute Übersichtlichkeit. Inhaltlich überwiegen die Informationen zur Einrichtung selbst. Die ganze linke Navigationsleiste widmet das Institut sich selbst. Ergiebiger sind die Bereiche am oberen Seitenrand. Hier können z.B. die Programme der Instituts-Veranstaltungen eingesehen werden. Unter Veröffentlichungen wird die Schriftenreihe des Instituts vorgestellt, die Bestellung beim Verlag ist über einen Link möglich. Unter der "Gelben Reihe" sollten dann eigentlich Veröffentlichungen des Instituts zur Verfügung stehen, allerdings war dieser Bereich bei unserem letzten Besuch noch leer.
Auch das Rostocker Institut beschränkt sich auf seinen Internetseiten im Wesentlichen auf kurze Informationen zum Institut. Daran ist überhaupt nichts auszusetzen, hat aber zur Folge, dass wir den interessierten Bank- und Kapitalmarktrechtlern den Besuch nicht zwingend empfehlen. Die einzig nennenswerten Inhalte sind die Berichte zum Rostocker Bankentag, der seit 1995 jährlich in der Hansestadt stattfindet. Die Referate finden sich hingegen nicht im Netz, sondern werden in den Rostocker Schriften zum Bankrecht veröffentlicht.