Der Beitrag beschreibt als Erstes das C-Test-Prinzip sowie Verwendungskontexte für C-Tests. Es folgt eine Darstellung aktueller Vorstellungen von Validität und Validierung. Anschließend werden auf der Basis des sozio-kognitiven Rahmenmodells von Weir ausgewählte Aspekte der Validität von C-Tests dargestellt. Der Beitrag schließt mit einer kurzen Diskussion der am C-Test geäußerten Kritik.
In diesem Artikel wird die Qualität aktueller Hörverstehenstests diskutiert. Es wird gezeigt, dass die besprochenen Formate vor allem durch die indirekte Überprüfungsweise in ihrer Aussagekraft eingeschränkt sind. Da die Ergebnisse von High-stakes-Tests dennoch weitreichende Folgen für die Testteilnehmer haben, wird die Forderung nach einem fortlaufenden empirischen Qualitätsmanagement aufgestellt. Anhand einer exemplarischen Konstruktvalidierung, die mithilfe verbaler Selbstberichte von Testteilnehmern durchgeführt wurde, wird anschließend dargestellt, wie die Qualität von Tests untersucht werden kann und welchen Nutzen deren Ergebnisse für die Sprachtestforschung haben.
Ausgehend von einem holistischen Validitätsverständnis und dem nachweisbasierten Validierungsansatz Weirs stellt der Beitrag eine explorative Prozessvalidierungsstudie für den webbasierten Schreibtest des Hochschulsprachtests der Universität Leipzig vor. Unter Einbeziehung des Konzepts der kommunikativen Kompetenz von Bachman sowie von Schreibmodellen und aktuellen Erkenntnissen aus der Schreibprozessforschung wird eine theoriebasierte Konstruktdefinition des L2- Schreibprozesses erarbeitet. Auf dieser Grundlage wird der in der Testsituation gezeigte fremdsprachliche Schreibprozess mit Hilfe von digitalen Ablaufprotokollen, retrospektiven Verbalprotokollen und Interviews untersucht.
Den Ausgangspunkt der Untersuchung bilden Idiome, die in vielen – auch geographisch, genetisch und kulturell einander fernstehenden – Sprachen in einer ähnlichen lexikalischen Struktur und der gleichen figurativen Kernbedeutung existieren. Anhand der 50 am weitesten verbreiteten Idiome werden Fragen diskutiert, ob sich die multilinguale Verbreitung von Idiomen beim Erlernen einer Fremdsprache nutzbar machen lässt, wobei an die muttersprachliche Kompetenz der Lernenden angeknüpft werden könnte, und inwiefern das „Lexicon of Common Figurative Units (Lexikon der gemeinsamen bildlichen Ausdrücke)“ eine Hilfe im Idiomunterricht darstellen könnte.
Der Artikel stellt die Ergebnisse von zwei australischen Studien vor. Die erste untersucht die Motive, die australische Studierende zur Aufnahme eines Deutschstudiums bewegen. Die zweite erforscht, warum viele Studierende, die ihr Sprachstudium auf dem Anfängerniveau beginnen, dieses nach wenigen Semestern wieder abbrechen. Nach der Datenanalyse werden mögliche Lösungsansätze zur Verringerung der hohen Abbrecherquote diskutiert.