Forschungsprojekte  am BBZ:  Dr. Ronny Schulz  

Forschungsprojekte
am BBZ:
Dr. Ronny Schulz

MSC-MACT

Verletzungen des artikulären Knorpels stellen eines der größten Probleme der orthopädischen Chirurgie dar. Durch die begrenzten Selbstheilungskapazitäten können osteochondrale Defekte zu schwerwiegenden degenerativen Krankheitsbildern des Knorpels führen. Die ansteigenden Fallzahlen betreffen alle Industriestaaten und sind vornehmlich in großen Gelenken, z.B. dem Knie, anzutreffen.
Neuartige Therapien, wie z.B. die ACT oder besser die MACT (Matrix gestützte Autologe Chondrozyten Transplantation), finden immer größere Anwendung in der Klinik. Nichtsdestotrotz besitzen die MACT-Techniken methodische Schwächen:

  1. Die Notwendigkeit von zwei chirurgischen Eingriffen
  2. Entnahmemorbidität des isolierten Knorpel bei gleichzeitiger geringer Anzahl zur Verfügung stehender Chondrozyten
  3. Dedifferenzierung der Zellen bei der Expansion und eine resultierende qualitativ- und quantitativ-minderwertiger Knorpelmatrix im Transplantat

Die Verwendung von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) als Zellquelle für die Regeneration von artikulärem Knorpel stellt einen vielversprechenden Therapieansatz dar, der auch bisher nicht behandelbare Verletzungen heilen kann.
Unsere Arbeitsgruppe entwickelte einen neuartigen Prozess für die autologe (patienten-eigene) Produktion eines MSC-basierenden MACT, welches bereits erfolgreich in einem orthotropen Tiermodell unter Einhaltung der „Guten-Labor-Praxis“ (GLP), getestet wurde .
Dieses prospektive Arzneimittel für neuartige Therapien macht eine vorhergehende Operation zur Gewinnung von gesundem artikulären Knorpel unnötig und vermeidet somit die Entnahmemorbidität. Es reduziert die Operationszeit und –kosten, bei gleichzeitiger vollständiger Defektheilung mit Hilfe der hochpotenten MSCs.
Aktuell wird die Translation der MSC-MACT Therapie in der Klinik fokussiert.


letzte Änderung: 16.10.2017 

Kontakt

Dr. Ronny M. Schulz
Dipl. Ing. (FH), cand. MSc
Universität Leipzig
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31352
Telefax: +49 341 97-31359
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