Anerkennung von  Auslandsaufenthalten  

Anerkennung von
Auslandsaufenthalten

Curriculare Konditionen und Flexibilisierung

In der zugrundeliegenden Untersuchung wurde deutlich, dass der Zeitplan mancher Studiengänge kaum Spielräume für eine Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen lässt. Insbesondere das wissenschaftliche Personal der MINT-Fächer verwies häufig darauf, dass die Studienverlaufspläne bisweilen so engmaschig strukturiert sind.

Außerdem äußerten Befragte, dass die Wahl der Modultitel sowie die Beschreibung der Ziele und Inhalte eine Anerkennung häufig erschwerten, weil sie Anerkennungsspielräume eingrenzten. Bei sehr detaillierten und konkret formulierten Beschreibungen, die auf spezifische Gegebenheiten am Fach abzielten, würden inhaltliche Abweichungen wahrscheinlicher und es könne demgemäß eher die Einschätzung getroffen werden, dass ein wesentlicher Unterschied vorliegt. Zudem wurde problematisiert, dass an ausländischen Hochschulen angebotene Pflichtmodule aus eben diesem Grund oft nicht anerkannt werden können.

Die Lösungsvorschläge der Anerkennungszuständigen für diese Problematik beziehen sich erstens auf den Bereich der curricularen Planung und zweitens darauf, wie Spielräume im Umgang mit bestehenden curricularen Bedingungen genutzt werden können.

Lösungsansätze in der Praxis

Die Lösungsansätze zeigen, dass in unterschiedlich ausgerichteten und strukturierten Studiengängen durch eine Anpassung der Strategien an die vorliegenden Bedingungen dennoch eine Anerkennungserleichterung möglich ist.

Lösungsansatz 1 – Flexibilität durch Modulbetitelung und Inhaltsbeschreibung

Dieses Beispiel guter Praxis stammt aus einem Fach der Geistes- und Sozialwissenschaften und ist vorrangig auf Studiengänge übertragbar, die eher nicht-konsekutiv strukturiert sind.

Lösungsansatz 2 – Flexibilität durch die Einrichtung von Mobilitätsfenstern

Dieser Lösungsansatz zeigt, wie auch bei Fächern, die sich durch die Existenz zahlreicher schwer anrechenbarer Pflichtmodule auszeichnen, anerkennungserleichternde Bedingungen geschaffen wurden.

Lösungsansatz 3 – Flexibilisierung durch fakultätsübergreifende Schlüsselqualifikationen (SQ 32 a und SQ 32 b)

Hier wird dargelegt, wie an der Universität Leipzig fakultätsübergreifende Schlüsselqualifikationen als fester Bestandteil in Studienordnungen aufgenommen wurden.


letzte Änderung: 02.03.2017 
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