Anerkennung von  Auslandsaufenthalten  

Anerkennung von
Auslandsaufenthalten

Lösungsansatz 2

Flexibilität durch die Einrichtung von Mobilitätsfenstern

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden werden an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften bei Novellierungen der Studienordnungen Studienverlaufspläne so gestaltet, dass ein Auslandssemester in besonderer Weise begünstigt wird. In jedem Bachelor- und Masterstudiengang der Fakultät ist je ein Mobilitätsfenster für ein Auslandssemester und je ein Mobilitätsfenster für ein Auslandspraktikum enthalten.

Die Mobilitätsfenster der Studienfächer der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät liegen vorrangig im fünften oder sechsten Semester. Außerdem wird empfohlen, über das einsemestrige Auslandsstudium  hinaus auch das Praxissemester im Ausland zu absolvieren, so dass insgesamt Aufenthalte von bis zu 12 Monaten möglich sind.

Die Mobilitätsfenster wurden wie folgt strukturiert:

  1. Die wichtigsten Pflichtmodule sind im sechsten Fachsemester bereits absolviert. Die Fächer im sechsten Semester (einschließlich Pflichtmodule) sind durch Absprachen mit den Partnerhochschulen in der Regel leicht ersetzbar, ohne die Lernziele zu gefährden. In diesem Zusammenhang wird deutlich, welchen Stellenwert die Qualität der Partnerschaft mit den Gasthochschulen einnimmt.

  2. Ergänzungsmodule gehören zum Wahlpflichtbereich und dienen der individuellen Profilierung der Studierenden. Sie ermöglichen eine fachspezifische Vertiefung. Zwei der insgesamt drei Ergänzungsmodule wurden in das sechste Semester gelegt.

  3. Vertiefungsmodule gehören ebenfalls zum Wahlpflichtbereich. Voraussetzung für eine Anerkennung ist es, dass das Fach an der Partnerhochschule angeboten wird. Ist dies nicht der Fall, kann das Modul im siebten Fachsemester nachgeholt werden.

Zwar haben die Einrichtung von Mobilitätsfenstern und die Festlegung der im Ausland zu erbringenden Module einen höheren Grad an Standardisierung zur Folge, der die Spielräume für Einzelfalllösungen eingrenzt. Auf der anderen Seite reduziert sich aber der Aufwand des zuständigen Hochschulpersonals durch vereinfachte Absprachen mit den Partnerhochschulen erheblich. Durch eine Standardisierung im Verfahren und das geringere Aufkommen an Einzelfalllösungen lassen sich bei gleichzeitiger Entlastung der Anerkennungszuständigen Mobilitätsraten erhöhen.


letzte Änderung: 02.03.2017 
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