Anerkennung von  Auslandsaufenthalten  

Anerkennung von
Auslandsaufenthalten

Lösungsansatz 2

Kombination mehrerer Informationskanäle

Komplexere Informations- und Beratungsmodelle integrieren zusätzliche Informationskanäle. Sie zeichnen sich nicht nur durch die Vielzahl, sondern insbesondere durch die Verknüpfung der Kanäle aus. Der im Folgenden dargestellte Beratungsprozess lässt sich in zwei Phasen unterteilen, die in puncto Detailliertheit graduell an die Stufe der Entscheidungsfindung der Studierenden angepasst werden können.  

In der ersten Phase werden Informationen aufbereitet, die für alle interessierten Studierenden relevant sind, wie etwa Fristen und Ansprechpartner. Die Homepage des Studiengangs oder der Fakultät und Informationsveranstaltungen eignen sich in besonderer Weise dafür. Außerdem empfiehlt es sich, bereits frühzeitig Bedenken Studierender gegenüber der Anerkennung auszuräumen, Mobilitätsfenster zu kennzeichnen und Kriterien der Anerkennung kurz auf der Homepage darzulegen. Am Institut für Geographie der Universität Leipzig werden auf der Homepage die wesentlichsten Informationen zu den Themen ECTS-Studienvertrag / Learning Agreement und ECTS-Datenabschrift / Transcript of Records bereitgehalten.

Ziel sollte es sein, Studierende in die Lage zu versetzen, die Wahrscheinlichkeit einer Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen abschätzen zu können und bereits frühzeitig ihr Studium so zu strukturieren, dass ein Auslandsaufenthalt eingeplant werden kann (bspw. durch „Aufsparen“ von Modulen im Wahlpflichtfach oder Schlüsselqualifikationsmodulen). Gleichzeitig sollen Studierende nicht zu viele Informationen auf einmal erhalten, da dies auch abschreckend wirken kann.

In der zweiten Phase des Informationsprozesses werden die bereits nominierten Studierenden angesprochen. Informationen werden detaillierter aufbereitet und ihnen in verbindlicher Form nahegelegt. Eine elektronische Plattform wie bspw. Moodle kann dazu dienen, die relevanten Themen (s. o.) ausführlich darzustellen und bietet Studierenden außerdem die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten. So können sich interessierte Studierende mit Kommilitonen austauschen, die bereits Erfahrungen zum Auslandsaufenthalt und zur Anerkennung erworben haben. Des Weiteren können Erinnerungsmails an die Gruppe der bereits Nominierten verschickt werden, um bspw. an Fristen zu erinnern. Denkbar wäre es auch, eine Kategorie einzurichten, die häufig gestellte Fragen aufgreift und beantwortet, um den Einzelberatungsaufwand zu minimieren. In einer verpflichtenden Informationsveranstaltung sollten allgemeine Themen im Zentrum stehen, die für alle Nominierten von Belang sind (z. B. Regelungen zu Prüfungsleistungsanrechnung am Institut). Das Einzelgespräch ist einerseits vor dem Auslandsaufenthalt für individuelle Absprachen von Bedeutung. Es dient aber auch dazu, nach dem Auslandsaufenthalt die weiterführende Organisation des Studiums und die Anrechnung der Leistungen zu besprechen und die weiteren Verfahrensabläufe bis zur Verbuchung der Note zu klären. Gerade letzteres sollte automatisch zu einer Beratungs- und Informationspolitik am Fach gehören.


letzte Änderung: 02.03.2017 
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