Universität Leipzig - Lehrstuhl Degenhart

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Vita


Foto: BLM

 

Prof. Dr. Christoph Degenhart stammt aus München und studierte Rechtswissenschaften in München und Lausanne. Seine Staatsexamina legte er 1973 und 1976 ab. Auf seine Promotion 1976 folgte 1980 die Habilitation. Seine Lehrtätigkeit nahm er in Erlangen auf. 1981 folgte er einem Ruf nach Münster.

1991 übernahm er zunächst einen Lehrauftrag an der in Neugründung befindlichen Juristenfakultät in Leipzig, um dann 1992 dem Ruf zum Gründungsprofessor an den hiesigen Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht zu folgen. Von 1993 bis 2000 war er Studiendekan der Juristenfakultät in Leipzig. Prof. Dr. Degenhart ist Direktor des Instituts für Rundfunkrecht und Mitglied des Instituts für Umweltrecht- und Planungsrecht. Er war von 1993-2003 Mitglied des Prüfungsausschusses für die Erste Juristische Staatsprüfung. 1998 wurde er vom Sächsischen Landtag zum sachverständigen Mitglied des Medienrats der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) gewählt und 2004 wiedergewählt. Das Gesetz gestattet nur eine einmalige Wiederwahl. Damit endete seine Mitgliedschaft im Medienrat im Jahr 2010. Prof. Dr. Degenhart wurde 2010 durch den Sächsischen Landtag zum Richter am Sächsischen Verfassungsgerichtshof gewählt, dem er bis dahin als stellvertretendes Mitglied angehört hatte.

Von Prof. Degenhart liegen zahlreiche Veröffentlichungen vor, so u.a. das Lehrbuch Staatsrecht I - Staatsorganisationsrecht mit Bezügen zum Europarecht in 31. Auflage 2015 (auch als ebook), das auch in einer koreanischen Ausgabe erschienen ist, sowie die Fall- und Repetitionsbücher Klausurenkurs im Staatsrecht I, in 3. Auflage 2013 und Klausurenkurs im Staatsrecht II, in 7. Auflage 2015. Prof. Dr. Degenhart ist als Autor beteiligt am Großkommentar zum Bonner Grundgesetz (Bonner Kommentar), dort mit Art. 5 GG (Viertbearbeitung 2004/2005/2006) und Art. 74 I Nr. 27 GG (131. Ergänzungslieferung/September 2007) sowie an dem von Sachs herausgegebenen Kommentar des Beck-Verlags, in 7. Aufl. 2014, dort mit Art. 70-74 GG und mit Art. 101-104, 125a, b GG, sowie am Handbuch des Staatsrechts und am Handbuch der Grundrechte in Deutschland und Europa. Er ist weiterhin Mitherausgeber eines Handbuches des Staats- und Verwaltungsrechts des Freistaats Sachsen und Herausgeber eines Kommentars zur Sächsischen Bauordnung sowie Verfasser von über 300 Monographien und Aufsätzen aus allen Teilbereichen des öffentlichen Rechts mit Schwerpunkten im Staatsorganisationsrecht, im Medienrecht, in Teilbereichen des Umweltrechts, u.a. des Atomrechts. Zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zählt ferner die Tätigkeit als Sachverständiger in Anhörungen verschiedener Landtage und des Bundestags sowie die Mitwirkung als Verfahrensbevollmächtigter in Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, den Verfassungsgerichten verschiedener Länder, dem Bundesverwaltungsgericht, den Oberverwaltungsgerichten und dem Europäischen Gerichtshof. So war er u.a. beteiligt an den Verfahren um die Studiengebühren als Vertreter der antragstellenden Länder, um den Braunkohlentagebau Garzweiler als Vertreter der Bundesregierung, in den Verfassungsbeschwerdeverfahren um den Europäischen Stabilitätsmechanismus und um das Anleihenprogramm der Europäischen Zentralbank als Vertreter der Beschwerdeführer.