Zeitlicher Ablauf
Mittwoch, 30. September 2009: |
| 12:30 – 13:00 |
Julia Putsche: Was denken Grundschüler über die französische Sprache? |
| 13:00 – 13:30 |
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| 13:30 – 14:00 |
Annika Musall: Die Schriftsprache Englisch im frühen Fremdsprachenunterricht Englisch - Lernhindernis oder Voraussetzung zum Erfolg? |
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Julia Putsche (Karlsruhe/Strasbourg)
Was denken Grundschüler über die französische Sprache?
Mittwoch, 30. September 2009, 12:30 – 13:00 Uhr
In meinem laufenden Dissertationsprojekt untersuche ich den Zusammenhang zwischen Sprachkompetenz und Werthaltungen (Sprachattitüden/ Einstellungen) von Grundschülern einer so genannten „paritätischen“ ersten Grundschulklasse. Die Hälfte des Unterrichts findet in dieser Klasse auf Französisch statt. Eine Besonderheit, die erschwerend hinzu kommt, ist die Grenznähe zu Frankreich: die Schule befindet sich in Kehl, einer deutschen Grenzstadt zum elsässischen Straßburg.
Leitfragen der Studie sind folgende: Welches Bild haben sehr junge Lerner (6-7 Jahre) von der französischen Sprache und inwiefern beeinflusst dieses die Sprachkompetenz und umgekehrt? Welche Einstellungen und Werthaltungen gegenüber Frankreich und Franzosen haben die SchülerInnen und welche Rolle spielt hierbei die geografische Nähe zu Frankreich? Welche Rolle spielt der familiäre und soziokulturelle Hintergrund des Kindes; handelt es sich bei dem Kind um ein deutsches, ein aus einer „binationalen“ Familie stammendes oder um ein aus der Immigration stammendes Kind? Und welche Rolle spielen die Einstellungen und Werthaltungen der Lehrkraft gegenüber dem Französischen, Frankreich und Franzosen – inwiefern sind die SchülerInnen davon beeinflusst? Mit Hilfe eines Elternfragebogens und Schülerinterviews liegen erste Ergebnisse vor, zum Zeitpunkt des DGFF-Kongresses in Leipzig wird die Datenerhebung voraussichtlich abgeschlossen sein.
Informationen zum Forschungsdesign (Stichworte):
- qualitative Untersuchung zum Zusammenhang von Werthaltungen und Sprachkompetenz
- Bereich des frühen Fremdsprachenlernens
- bilingualer Unterricht
- Forschungsbereich: Sprachattitüden/Einstellungen/Subjektive Theorien/Représentations sociales
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Jana Winnefeld (Hildesheim)
Englischlernen an Montessori-Grundschulen
Mittwoch, 30. September 2009, 13:00 – 13:30 Uhr
Seit dem Schuljahr 2004/2005 sind Grundschulen in der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, das Lernen einer Fremdsprache in ihren Fächerkanon aufzunehmen. Auch Grundschulen, die auf der Grundlage des reformpädagogischen Ansatzes Maria Montessoris arbeiten, müssen dieser Aufgabe nachkommen, verfügen aber abgesehen von den curricularen Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes über keine Anleitung. Es fehlen sowohl Handreichungen für MontessoriLehrer als auch ein einheitliches Materialangebot, das in der bei Montessori konstitutiven Freiarbeit zum Fremdsprachenlernen eingesetzt werden könnte. Da zudem zum Thema Fremdsprachenlernen in der MontessoriPädagogik kaum Veröffentlichungen oder Forschungsergebnisse vorliegen, stellen sich folgende Fragen: Wie kann Fremdsprachenlernen an einer Montessorischule angeboten werden, so dass MontessoriPrinzipien wie auch fremdsprachendidaktische Prinzipien beachtet werden? Sind Ansätze wie beispielsweise Immersion, bilingualer Unterricht oder task based learning in eine Montessori-Lernumgebung integrierbar? Innerhalb des Forschungsprojektes soll vergleichend untersucht werden, inwieweit Schüler, die bilingual in einer MontessoriUmgebung lernen, von einem zusätzlichen Aufgabenangebot nach dem task based learning-Ansatz bezüglich der Entwicklung ihrer fremdsprachlichen Kompetenz profitieren.
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Annika Musall (Heidelberg)
Die Schriftsprache Englisch im frühen Fremdsprachenunterricht Englisch - Lernhindernis oder Voraussetzung zum Erfolg?
Mittwoch, 30. September 2009, 13:30 – 14:00 Uhr
Im frühen Fremdsprachenunterricht Englisch wird der Schriftsprache in Klasse 1 und 2 bislang wenig bis gar keine Beachtung geschenkt. Dennoch entwickeln Kinder häufig sehr konkrete Vorstellungen des englischen Schriftbildes, auch wenn ihnen das Schriftbild in der Schule vorenthalten wird. Dies hat zur Folge, dass schon Zweitklässler systematische Eigenregeln bilden, d.h. stark an das phonemische System des Deutschen angelehnte Schreibungen, die die Lautform des Englischen widerspiegeln und regelgeleitet gebildet werden. Um eine Fossilierung dieses invented spelling zu verhindern, müsste die Schriftsprache vermutlich früher und systematischer als bisher zum Bestandteil des Englischunterrichts werden. Hierfür bedarf es jedoch empirischer Untersuchungsergebnisse als Grundlage eines methodisch-didaktischen Konzepts. In Baden-Württemberg wurden nun 280 Schüler aus 14 ersten Klassen von Beginn an mit dem englischen Schriftbild konfrontiert. Nach 8 Monaten durchliefen sie ein Einzeltestverfahren in Englisch und Deutsch, in dem es in erster Linie um die Art der verwendeten Lesestrategie (logographisch vs. alphabetisch) sowie die Verbindung zwischen Wortbild und Bedeutung ging. Die quantitativen und qualitativen Ergebnisse dieser Untersuchung sollen vorgestellt werden.
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