23. DGFF-Kongress in Leipzig • 30. September bis 3. Oktober 2009
 
     
 
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Logo Der 23. DGFF-Kongress wird durchgeführt mit Unterstützung des Cornelsen Verlags.

Kompetenzen

Zeit: Mittwoch, 12:30 bis 14:00 Uhr

Moderation: Claudia Harsch, Warwick (C.Harsch@warwick.ac.uk)

Raum: Hörsaal 16

Zeitlicher Ablauf

Mittwoch, 30. September 2009:

12:30 – 13:00
Anke Stöver-Blahak: Die Entwicklung von Sprech- und Vortragskompetenzen durch die Arbeit mit Gedichten im DaF-Unterricht
13:00 – 13:30
Ivo Steininger: Modellierung literarischer Kompetenz im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe I
13:30 – 14:00
Hannah Ruhm: Empirische Zugänge zur Untersuchung narrativer Kompetenz
   

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Anke Stöver-Blahak (Hannover)

Die Entwicklung von Sprech- und Vortragskompetenzen durch die Arbeit mit Gedichten im DaF-Unterricht

Mittwoch, 30. September 2009, 12:30 – 13:00 Uhr

In der Forschungsarbeit geht es vor allem um folgende Komplexe:

Wie ist der Weg der TeilnehmerInnen/ProbandInnen zu einer gestalteten Vortragsfassung?

Welche Veränderungen werden von Sprechern selbst wahrgenommen?

Welche Veränderungen sind von außen beobachtbar?

Dazu wurden folgende Daten erhoben:

a) Video: Aufzeichnungen des gesamten Unterrichtsgeschehens

b) drei Fragebögen: Anfang (biographische Daten, Selbsteinschätzung, Motivation); Mitte (Gedicht-Verstehensprozess); Ende (Selbsteinschätzung, genauere Beurteilung des Kurses)

c) Lernertagebücher: erhoben jeweils am Ende der Stunde, persönliche Einschätzungen der eigenen Aktivität, des Kursgeschehens

d) „Kriterienkatalog“: Beurteilung einer Sprechleistung durch die anderen Kursteilnehmer

e) Evaluationsbögen des Fachsprachenzentrums: allgemeine Einschätzung und Bewertung des Kurses

f) Skype-Interview: Schwerpunkte: Verstehensprozess des Gedichtes, nachträgliche Wertung des Kurses, allgemeines Verhältnis zur deutschen Kultur/Sprache

g) Diagnosebögen: standardisierte Einschätzungen

Externe ExpertInnen: unabhängige Einschätzung

ProbandInnen: eigene Einschätzung

Forscherin: erweiterte Einschätzung, evtl. Begründungen

Methoden der Auswertung: Elemente der Grounded Theory

Kodieren: offenes, axiales, selektives Kodieren // Perspektivenvergleich

Bei der Auswertung der von den TeilnehmerInnen selbst gegebenen Daten geht es um die Beantwortung der Frage: Wie vollzieht sich die Aneignung von Vortragskompetenz anhand lyrischer Texte im Kontext einer exemplarischen DaF-Lernsituation aus der Perspektive der Lernenden . Am Ende wird durch die ExpertInnen-Diagnosebögen der Ansatz der Innenperspektive aufgebrochen und erweitert um die Forschungsfrage: Was wird von ZuhörerInnen wahrgenommen? Erste Auswertungsergebnisse sollen vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

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Ivo Steininger (Gießen)

Modellierung literarischer Kompetenz im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe I

Mittwoch, 30. September 2009, 13:00 – 13:30 Uhr

Referenzrahmen und Bildungsstandards konfrontieren die fremdsprachlichen Fachdidaktiken mit drastischen Veränderungen des Bildungswesens. Besonders die Literaturdidaktiken sehen sich angesichts der in den bildungspolitischen Dokumenten dominierenden Auffassung von sprachlichen Kompetenzen einer Problemstellung gegenüber: ihre originären Lerninhalte finden keinen Platz in den Kompetenzbeschreibungen des GeR und der Bildungsstandards. Gelingt es den literarisch unterrichtenden Fächern nicht, diesen ‚weißen Fleck‘ mit eigenen Ansätzen zu füllen, so scheint sich nach der bildungstheoretischen auch die drohende praktische Marginalisierung nicht abwenden zu lassen. Das Forschungsprojekt soll einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten, indem es empirisch ein Kompetenzstrukturmodell entwickelt, das die unterrichtlichen Prozesse beim Umgang mit Literatur beschreibt. Im Vordergrund steht dabei die induktive Modellierung literarischer Kompetenz. Das Design der Studie verbindet mehrere qualitative Zugangsweisen: die teilnehmende Beobachtung und die ethnographisch „dichte Beschreibung“ bieten Einblicke in die Planung und den Ablauf von Unterricht und ermöglichen eine Rekonstruktion der sozialen und kulturellen Prozesse. Die Grounded Theory als Forschungsstil arbeitet einer hinreichend systematischen und analytischen Modellierung der im Unterricht auszumachenden Teiloperationen zu. Diese qualitativen Methoden werden dann in der Auswertung quantitativ ergänzt, was die Studie um Elemente eines mixed-methods Designs erweitert.

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Hannah Ruhm (Hannover)

Empirische Zugänge zur Untersuchung narrativer Kompetenz

Mittwoch, 30. September 2009, 13:30 – 14:00 Uhr

In der Erstsprache und in alltäglichen Gesprächskontexten bereitet es Schülerinnen und Schülern in der Regel selten Probleme, spannend, anschaulich oder witzig über persönliche Erlebnisse zu erzählen. Im Kontext des Fremdsprachenunterrichts ist spontanes mündliches Erzählen hingegen bei vielen Lernenden mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. In der Fremdsprachendidaktik wird daher zunehmend gefordert, der Entwicklung mündlicher Erzählfertigkeiten einen höheren Stellenwert einzuräumen und den „langen Katalog von Lernzielen“ explizit um das Lernziel „narrative Kompetenz“ (Nünning & Nünning 2003: 7) zu erweitern. Im Beitrag soll ein Forschungsprojekt vorgestellt werden, das darauf abzielt, die Ausprägung mündlicher Erzählfertigkeiten im Englischen bei Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe empirisch zu überprüfen. Im Rahmen der Untersuchung wurden mündliche Erzählungen von über 100 Schülerinnen und Schülern erhoben. Der Beitrag gibt einen Überblick zu den Methoden der Datenerhebung und skizziert, wie durch die Anwendung eines Kategoriensystems und unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Methoden der Erzählerwerbs- und Gesprächsforschung die differenzierte qualitative Auswertung der Erzähltexte ermöglicht wird. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen dazu beitragen, die Teilfertigkeitsbereiche des mündlichen Erzählens genauer beschreiben und erzählanalytische bzw. erzählerwerbstheoretische Erkenntnisse für die Fremdsprachendidaktik nutzbar machen zu können.

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