Zeit: Mittwoch, 30. September 2009, 12:30 bis 14:00 Uhr
Zeitlicher Ablauf
Mittwoch, 30. September 2009: |
| 12:30 – 13:00 |
Katja Schmidt: Diskursfunktionen im bilingualen Biologieunterricht: Ein Baustein zur Entwicklung fachlicher Diskurskompetenz |
| 13:00 – 13:30 |
Annina Lenz: Crossing the border: Förderung lebenslangen Lernens durch fächerübergreifende Vokabelarbeit im Englischunterricht |
| 13:30 – 14:00 |
Bettina Deutsch: Integriertes Inhalts- und Sprachlernen in Europa (CLIL). Ein Weg der Erziehung zur Mehrsprachigkeit? |
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Katja Schmidt (Rostock)
Diskursfunktionen im bilingualen Biologieunterricht: Ein Baustein zur Entwicklung fachlicher Diskurskompetenz
Mittwoch, 30. September 2009, 12:30 – 13:00 Uhr
Bilingualer Sachfachunterricht hat in den letzten 15 Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. In der Diskussion um diese Form des Unterrichts wurde wiederholt auf die Notwendigkeit der Beschäftigung mit sprachlichen Funktionen bzw. Diskursfunktionen hingewiesen, da diese offensichtlich ein Bindeglied zwischen Fremdsprachenunterricht und Sachfachunterricht darstellen (vgl. u.a. Vollmer 2006; Zydatiß 2007). Das Dissertationsprojekt widmet sich daher der Untersuchung von Diskursfunktionen im bilingualen Biologieunterricht. Im Fokus dieser qualitativen Studie stehen die Diskursfunktionen Definieren, Erklären und Vergleichen sowie die Frage, wie diese Diskursfunktionen sprachlich realisiert werden. Bei der Konzeption des forschungsmethodischen Designs wurde darauf geachtet, den Unterricht in seinem natürlichen Ablauf zu erfassen. Die Datenerhebung umfasste daher folgende Schritte:
Unterrichtsbeobachtungen sowie Unterrichtsaufzeichnungen
Erhebung schriftlicher Lernertexte
Durchführung eines kognitiven Fähigkeitstests
Derzeit erfolgt die Datenaufbereitung (Transkription der Unterrichtsstunden). Für die Analyse der erhobenen Daten werden derzeit verschiedene deskriptiv-interpretative Verfahren geprüft.
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Annina Lenz (Frankfurt/Main)
Crossing the border: Förderung lebenslangen Lernens durch fächerübergreifende Vokabelarbeit im Englischunterricht
Mittwoch, 30. September 2009, 13:00 – 13:30 Uhr
Die Förderung lebenslangen Sprachenlernens durch die europäische Sprachenpolitik einerseits sowie bildungspolitische Neuerungen auf nationaler Ebene andererseits stellen den Fremdsprachenunterricht an deutschen Gymnasien vor neue Aufgaben. Vor allem im Kontext der Schulzeitverkürzung wird immer deutlicher gefordert, effektivere Unterrichts- und Lernformen zu entwickeln bzw. einzusetzen. Ob und wie sich der Englischunterricht in seiner Funktion als überwiegend erstes Fremdsprachenfach an sprachenübergreifenden Konzepten beteiligen sollte, wird zurzeit eingehend diskutiert. Aus diesen Gründen und da ca. die Hälfte des englischen Vokabulars auf lateinische Ursprünge zurückzuführen ist, erscheint eine gemeinsame, kontrastiv-komparativ ausgerichtete Vokabelarbeit der Fächer Englisch und Latein außerordentlich sinnvoll. Vor allem ein vertiefter Wortschatz ist Grundvoraussetzung kommunikativer Kompetenz, das übergeordnete Ziel des Englischunterrichts. Bei der Entwicklung eines solchen Ansatzes spielen im Rahmen der vorzustellenden Studie Forschungserkenntnisse aus der Psycholinguistik und der Spracherwerbsforschung eine wichtige Rolle. Daneben wird der Zusammenarbeit mit Schulen eine äußerst hohe Bedeutung beigemessen: Im Sinne der Aktionsforschung sollen durch einen intensiven Austausch von Forschenden und Lehrenden tragfähige didaktisch-methodische Grundzüge erarbeitet werden. Dementsprechend sollen in regelmäßigen Abständen Unterrichtsbeobachtungen, Befragungen sowie Unterrichtsversuche durchgeführt und evaluiert werden. Im Rahmen der AG 12 "Nachwuchs Fremdsprachenforschung" wird vor allem zu diskutieren sein, ob eine Kontrollgruppe notwendig erscheint und wie sie einzusetzen ist, um die Güte der Forschungsergebnisse zu sichern.
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Bettina Deutsch (Berlin)
Integriertes Inhalts- und Sprachlernen in Europa (CLIL). Ein Weg der Erziehung zur Mehrsprachigkeit?
Mittwoch, 30. September 2009, 13:30 – 14:00 Uhr
„Mehrsprachigkeit“ ist zu einem eigenen Politikbereich der EU geworden wie der seit Januar 2007 bestehende eigenständige Geschäftsbereich „Mehrsprachigkeit“ unter der Leitung des Kommissars Leonard Orban beweist. Um schulische Mehrsprachigkeit zu fördern, empfiehlt die Europäische Kommission neben der Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts auch den Einsatz von Fremdsprachen in verschiedenen Sachfächern (CLIL). Vor diesem Hintergrund und aufgrund unterschiedlicher pädagogischer Traditionen und sprachlicher Kontexte haben sich in Europa verschiedene Realisierungsformen integrierten Inhalts- und Sprachlernens entwickelt. In meiner Dissertation soll untersucht werden, welche schulischen Realisierungsformen von CLIL, die in Deutschland, Frankreich und Spanien existieren, am besten geeignet sind, um Mehrsprachigkeit zu fördern. In meinem Vortrag möchte ich mich auf das zweite Kapitel meiner Dissertation konzentrieren, welches sich mit der Analyse verschiedener CLIL- Realisierungsformen in den genannten Ländern beschäftigt. Dabei geht es mir um die Frage, wie eine solche Analyse aussehen könnte. Entwerfe ich zunächst eine Übersicht der existierenden schulischen Realisierungsformen von CLIL und untersuche anschließend ausgewählte, ihnen zugrunde liegende Konzepte nach Zielen und Ergebnissen? Oder gehe ich besser von den Ergebnissen aus und untersuche dann die Realisierungsformen? Auf welcher Basis kann eine solche Analyse erfolgen? Welche Kriterien werden einer solchen Analyse zu Grunde gelegt? Kurz gesagt: Welches methodische Vorgehen ist für meine Fragestellung funktional?
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