23. DGFF-Kongress in Leipzig • 30. September bis 3. Oktober 2009
 
     
 
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Logo Der 23. DGFF-Kongress wird durchgeführt mit Unterstützung des Cornelsen Verlags.

Professionalisierung

Zeit: Mittwoch, 30. September 2009, 16:30 bis 18:00 Uhr

Moderation: Silvia Demmig, Jena (Silvia.Demmig@uni-jena.de)

Raum: Hörsaal 16

Zeitlicher Ablauf

Mittwoch, 30. September 2009:

16:30 – 17:00
Gesa Meyer: If I can't, we can: Eine Lehrerweiterbildung für kooperatives Lernen im Englischunterricht
17:00 – 17:30
Natalia Savchuk: Muttersprachige Lehrende im Russischunterricht an deutschen Schulen. Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht von Studierenden.
17:30 – 18:00
Judith Walter: Zukunftsfähige Fremdsprachenlehrerausbildung
   

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Gesa Meyer (Braunschweig)

If I can't, we can: Eine Lehrerweiterbildung für kooperatives Lernen im Englischunterricht

Mittwoch, 30. September 2009, 16:30 – 17:00 Uhr

Die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Lehrkräften zur Strukturierung von Unterrichtsprozessen sowie die Vermittlung von fachspezifischen Inhalten stellen aktuelle Schwerpunkte in der Bildungsforschung dar (Helmke, Helmke & Schrader 2007). Für den Englischunterricht zeigt die DESI-Studie, dass ein Bedarf an Lehrerweiterbildungen besteht, die die Lehrkräfte dazu befähigen ihren Unterricht so zu gestalten, dass a) die Schüleraktivität insgesamt gefördert und b) unterschiedliche Lernstände berücksichtigt werden um die Heterogenität der Schülerschaft als Ressource zu nutzen. Im Rahmen des Vortrages wird ein Trainingsansatz zu kooperativem Lernen im Englischunterricht, dessen Evaluation und Teilergebnisse vorgestellt. Ziel des Trainings ist a) die Erhöhung der Bereitschaft zur Verwendung und b) die tatsächliche Verwendung kooperativer Lehr-/Lernformen im Englischunterricht. Der Trainingsansatz wurde in Anlehnung an die Theorie der geplanten Handlung (Ajzen 1985) sowie die theoretischen und methodischen Grundlagen des Kooperation-im-Klassenraum-Trainings von Johnson & Johnson (1998) und des Gruppentrainings sozialer Kompetenzen von Hinsch & Pfingsten (2007) entwickelt. Erste Auswertungen deuten auf positive Auswirkungen des Trainings hin.

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Natalia Savchuk (Stuttgart/Leipzig)

Muttersprachige Lehrende im Russischunterricht an deutschen Schulen. Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht von Studierenden.

Mittwoch, 30. September 2009, 17:00 – 17:30 Uhr

In meiner Arbeit geht es um die Erforschung der subjektiven Sichtweisen und der spezifischen Situation von russischen Muttersprachlern, die Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache gelernt haben, in Deutschland ein Lehramtsstudium absolvieren und an einer deutschen Schule unterrichten möchten. Die Zahl dieser Zielgruppe hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich zugenommen. Viele angehende und unterrichtende Russischlehrer weisen Migrationshintergrund auf. Sie wurden in Russland oder anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion geboren und sozialisiert und sind mit einer bestimmten Lerntradition groß geworden, die im Bereich des Fremdsprachenunterrichts gekennzeichnet ist durch die sog. Grammatik-Übersetzungs-Methode. In Deutschland müssen sie sich jedoch an völlig andere Unterrichtsbedingungen anpassen.

Die Erkenntnisinteressen dieser Arbeit beziehen sich auf folgende Fragen:

•  Welche Vorstellungen haben die Probanden von „gutem“ Fremdsprachenunterricht? Was erwarten sie von sich selbst und ihren Schülern?

•  Inwiefern beeinflussen biografische Merkmale diese Vorstellungen?

•  W elche Rolle spielen Integration und Sozialisation aus der Sicht der Untersuchten für ihre Tätigkeit als Russischlehrer?

In der Präsentation werden das forschungsmethodische Design der Untersuchungsstudie und erste Ergebnisse vorgestellt sowie spezielle Fragen der Daten-, Methoden- und Perspektiventriangulation diskutiert.

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Judith Walter (Augsburg)

Zukunftsfähige Fremdsprachenlehrerausbildung

Mittwoch, 30. September 2009, 17:30 – 18:00 Uhr

Bildungsinstitutionen werden durch gesellschaftliche Veränderungen immer wieder in Reformprozesse gezwungen. Auch die erste Phase der gymnasialen Fremdsprachenlehrerausbildung (FSLA) ist von dieser Dynamik betroffen und sieht sich Reformen ausgesetzt, deren Rahmen von (bildungs)politischen Akteuren vorgegeben wird und je nach politischer Ebene und Akteur unterschiedlich eng gesteckt ist. Die tatsächliche Umsetzung findet schließlich auf der Ebene der Einzeluniversität statt. Neben politischen Akteuren sind auch Institutionen des Bildungssystems von Bedeutung. Hier muss zum einen auf die Universität verwiesen werden, an der die erste Phase der FSLA institutionell verankert ist. Reformprozesse, in die diese Institution eingebunden ist, wirken auf Entwicklungen im Bereich der FSLA. Zum zweiten richtet sich der gymnasiale Fremdsprachenunterricht (FSU) an gesellschaftlichen Veränderungen aus und verlangt daher nach Lehrkräften, die den momentanen und zukünftigen Veränderungen der Gesellschaft gewachsen sind. Universität und FSU stellen also Erwartungen an Struktur, Inhalt und Aufbau der FSLA. Oft werden diese Erwartungen und davon ausgehende Veränderungsbemühungen als einander gegenläufig und von unterschiedlichen Motiven ausgelöst betrachtet. Allein die Tatsache, dass beide Institutionen dabei auf die gleiche gesellschaftliche Herausforderung – die Globalisierung – reagieren, lässt jedoch die Existenz von Parallelen und Berührungspunkten vermuten. Das Forschungsvorhaben geht daher davon aus, dass die Anerkennung und Nutzung der von Universität und gymnasialem FSU ausgehenden Einflüsse eine grundlegende Voraussetzung für eine zukunftsfähige universitäre FSLA darstellen. Dazu müssen die jeweiligen Anforderungen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht und verglichen werden. Durch diese Analyse können Chancen und Risiken für zukünftige Reformbemühungen offen gelegt werden, die rechtzeitig genutzt bzw. denen frühzeitig entgegengewirkt werden muss. Neben den Einflüssen auf die universitäre FSLA muss auch auf deren Rückwirkung auf FSU und Universität eingegangen werden. Nur wenn sich die drei Institutionen in ihren Bemühungen unterstützen und dadurch aneinander wachsen, können durch Reformprozesse bestmögliche Ergebnisse erreicht werden. Die Arbeit ist theoriegeleitet und inhaltsanalytisch aufgebaut. Grundlage für die Inhaltsanalysen stellen unter anderem Dokumente der Europäischen Union, des Bologna-Prozesses, Beschlüsse der Kultusministerkonferenz sowie Lehrpläne und Prüfungsordnungen unterschiedlicher Bundesländer dar.

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