Transkribieren nach HIAT und der Umgang mit dem EXMARaLDA Partitur-Editor
Mittwoch, 30. September 2009, 14:30-16:00 Uhr
Caterina Mempel, Leipzig (mempel@rz.uni-leipzig.de)
im Hörsaal 19
Transkriptionen dienen der Aufbereitung von audiovisuell aufgezeichneten Daten, d.h. der detaillierten Verschriftung von für die Analyse zentralen Informationen. Unterschiedliche Transkriptionssysteme – HIAT (Ehlich/Rehbein 1976), GAT (Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem nach Selting et al. 1998) und CHAT (MacWhinney 1991) – und zahlreiche Programme - EXMARaLDA (o.J.; vgl. Rehbein et al. 2004; Schmidt o. J.), CLAN (CHILDES o.J.) sowie Transana (Schwab 2006) – erleichtern das Arbeiten mit verbalen Daten und ermöglichen das Verknüpfen und Synchronisieren von Bild-, Audio- und Videodateien.
Im Workshop werden grundlegende Vorgehensweisen bei der Aufbereitung und Präsentation von Videodaten thematisiert. Am Beispiel der Halbinterpretativen Arbeitstranskription (HIAT) mit Hilfe des EXMARaLDA-Partitur-Editors wird gezeigt, wie videographierte Interaktionsdaten mit komplexen sprachlichen und nichtsprachlichen Handlungen, mit Diskursen mehrerer TeilnehmerInnen, mit überlappenden Sprech- und Handlungsanteilen sowie zahlreichen Sprecherwechseln leicht nachvollziehbar und übersichtlich präsentiert werden können.
Der Workshop richtet sich an alle, die eine detaillierte Verschriftung und Analyse einzelner Ereignisse bzw. Sequenzen anstreben. Von den TeilnehmerInnen wird erwartet, dass sie ihren eigenen Computer mitbringen und sich im Vorfeld den kostenlosen EXMARaLDA Partitur-Editor installieren (Download unter: http://www.exmaralda.org/downloads.html ). Informationen zu HIAT erhalten sie bei Rehbein, J.; Schmidt, T.; Meyer, B.; Watzke, F. & Herkenrath, A. (2004): Handbuch für das computergestützte Transkribieren nach HIAT . In: Arbeiten zur Mehrsprachigkeit, Folge B 56, 1 ff. (Download unter: http://www1.uni-hamburg.de/exmaralda/files/azm_56.pdf ).
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