Dozenten | Ehemalige Gastdozenten

Ehemalige Gastdozenten

Ulrich Peltzer, geboren 1956 in Krefeld, lebt in Berlin.

Ab 1975 Studium der Psychologie und Philosophie in Berlin, FU und TU, Diplomarbeit 1981 über „Einige Aspekte der Formierung bürgerlicher Individualität in der höfischen Gesellschaft“.

Arbeit in der forensischen Psychiatrie, 1983/4 in Neapel und Sizilien, verschiedene Tätigkeiten und Jobs, ab Mitte der 90er Jahre längere Aufenthalte in New York, Filmkritik, Lektüren.

Die Sünden der Faulheit, Roman, Zürich 1987; Peccati di pigrizia, Rom, 1991
Stefan Martinez, Roman, Zürich 1995
Alle oder keiner, Roman, Zürich 1999
Bryant Park, Erzählung, Zürich 2002; Ljubljana, 2007
Teil der Lösung, Roman, Zürich 2007 (Übersetzungen ins Englische, Italienische, Spanische und Portugiesische)
Unter dir die Stadt, 2008 (Drehbuch zum gleichnamigen Spielfilm, gemeinsam mit Christoph
Hochhäusler, Premiere bei den Filmfestspielen Cannes 2010)
Angefangen wird mittendrin, Frankfurter Poetikvorlesungen, Frankfurt 2011



Jan Kuhlbrodt studierte politische Ökonomie an der Universität Leipzig sowie Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main. Von 1997 bis 2001 absolvierte er außerdem ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er war als Lehrer in einem Projekt für straffällig gewordene Jugendliche und als Antiquar tätig. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Leipzig.

Lexikon der Statussymbole. Leipzig 2001.
Platon und die Spülmaschine. Leipzig 2002 (zusammen mit Ernst Kahl).
Verzeichnis. Gedichte. München 2006.
Wagnis Warteschleife. Gedichte. München 2007.
Schneckenparadies. Roman. Plöttner Verlag Leipzig 2008
Zentralantiquariat. Gedicht. parasitenpresse, Köln 2010.
Vor der Schrift.Roman. Plöttner Verlag, Leipzig 2010.



Jens Groß, nach dem Abitur Buchhandelslehre und Schauspielausbildung. 1982 bis 1985 erstes Festengagement als Schauspieler, Regie- und Dramaturgieassistent am Schauspielhaus Wien. 1985 bis 1988 Schauspieler, Dramaturg und Leitungsmitglied des Beinhardt-Ensembles in Wien. 1988 bis 1992 Studium der Germanistik und Philosophie in Regensburg. 1992 bis 1996 Dramaturg am Staatstheater Braunschweig, 1996 bis 1999 Dramaturg am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, 1999 bis 2001 Dramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel München, 2001 bis 2009 Chefdramaturg am Schauspiel Frankfurt. Seit der Spielzeit 2009.2010 Dramaturg am Staatsschauspiel Dresden. Diverse Lehraufträge an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Bereich Dramaturgie) und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt a. Main (Bereich Regie). Gastprofessur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (2006/2007) für szenisches Schreiben. Jens Groß ist Verfasser von einigen eigenen Theaterstücken, hat sich aber in den letzten Jahren vor allem auch als Bearbeiter von großen Romanstoffen für die Bühne einen Namen gemacht, z.B. „Gertrud“ von Einar Schleef, „Der Fremde“ von Albert Camus, „Stiller“ von Max Frisch, „Adam und Evelyn“ von Ingo Schulze u.v.m. Für das Staatsschauspiel Dresden bereitet er momentan die Bühnenfassung von „Der Turm“ von Uwe Tellkamp vor.



Norbert Hummelt, geboren 1962 in Neuss am Rhein, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in BErlin. Von ihm erscheinen u.a. die Gedichtbände "Zeichen im Schnee" (2001), "Stille Quellen" (2004) und "Totentanz" (2007, alle Luchterhand Literaturverlag). Als Herausgeber u.a.: "W.B. Yeats: Die Gedichte" (Luchterhand 2005, auch Übers.), "Jahrbuch der Lyrik" (mit C. Buchwald, S. Fischer 2005) und "Thomas Kling: schädelmagie. Ausgewählte Gedichte" (Reclam 2008). Zuletzt erschienen die Neuübersetzung "T.S. Eliot: The Waste Land/Das öde Land" (Suhrkamp Verlag 2008) sowie der Essayband "Wie Gedichte entstehen" (Mit Klaus Siblewski, Luchterhand 2009).



Antje Rávic Strubel, Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Amerikanischen, lebt in Potsdam.
Wichtigste Romanveröffentlichungen: Fremd Gehen. Ein Nachtstück, Mare 2002;  Tupolew 134, C.H. Beck 2004; Kältere Schichten der Luft, S.Fischer 2007. 
Sie schreibt Hörspiele und verfaßte eine Gebrauchsanweisung für Schweden, Piper 2008. 
Ausgezeichnet u.a. mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis und dem Hermann-Hesse-Preis.



Sibylle Lewitscharoff wurde 1954 in Stuttgart geboren. Seit 1974 in Berlin. Studium der Religionswissenschaften in Berlin. Lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

Ausgewählte Veröffentlichungen:
Pong, Erzählung, Berlin Verlag, Berlin.
Der höfliche Harald, Kinderbuch mit eigenen Illustrationen, Berlin Verlag, Berlin. Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst.
Montgomery, Roman, Deutsche Verlags-Anstalt, München.
81, Hörspiel, Koproduktion DeutschlandRadio Berlin und Radio Bremen.
Consummatus, Roman, Deutsche Verlags-Anstalt, München
Apostoloff, Roman Suhrkamp Verlag, Frankfurt

Ausgewählte Preise:
Ingeborg Bachmann-Preis
Kranichsteiner Literaturpreis
Preis der Literaturhäuser
Marie Luise Kaschnitz-Preis
Preis der Leipziger Buchmesse
Berliner Literaturpreis

Sabine Scholl promovierte in Wien mit einer Arbeit über Unica Zürn. Danach langjährige Auslandsaufenthalte, Lehre an diversen Universitäten in Aveiro (P), Chicago, New York (USA), Nagoya (J), Klagenfurt (Ö)  und an der Wiener Schule für Dichtung. Seit 1990 Veröffentlichungen von Poesie, Prosa, Romanen, Essays, literarischen Reiseführern, zum Beispiel, Fette Rosen 1991, Die Welt als Ausland 1999, Die geheimen Aufzeichnungen Marinas 2000, Sehnsucht Manhattan 2004, Sprachlos in Japan 2006. Zusammenarbeit mit Komponisten, Sängerinnen, Bildenden Künstlern. 2007 Gründung von Tinternational Textunternehmen mit Lydia Mischkulnig: Zurzeit Arbeit an der auf fünf Bände angelegten Böhmischen Bibel (Buch 1: Fiona, Buch 2: Libuse, Buch 3: Herminator, bereits erschienen) sowie anderen gemeinsamen Projekten. Preise und Stipendien, zwei Kinder, lebt seit September 2001 in Berlin.

Moritz Rinke wurde 1967 in Worpswede geboren. Lebt in Berlin. Studium „Drama, Theater, Medien“ in Gießen. Einige seiner preisgekrönten Reportagen, Geschichten und Essays erschienen unter dem Titel „Der Blauwal im Kirschgarten" sowie „Das große Stolpern“. Sein Stück „Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte" wurde 1997 mit dem Literaturpreis des PEN-Club ausgezeichnet und für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, ebenso wie „Republik Vineta", das zum besten deutschsprachigen Stück 2001 gewählt wurde und 2008 als Film in die Kinos kam. Im Sommer 2002 fand in Worms die Uraufführung von „Die Nibelungen" (Rowohlt Taschenbuch) statt, ein Auftrag der Nibelungen-Festspiele, dem die Stücke „Siegfrieds Frauen“ und „Die letzten Tage von Burgund“ folgten, die mit über einer Million Zuschauer zu den mit Abstand erfolgreichsten Stücken der Bundesrepublik zählen. Rinkes erste Arbeit für den Film („September", Regie: Max Färberböck), in dem er auch als Schauspieler debütierte, wurde 2003 zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen, seine Stücke „Die Optimisten“ und  „Café Umberto“ 2003 sowie 2005 zu den Mülheimer Theatertagen. Im selben Jahr war er Gastdozent für zwei Semester am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. ZDF/ARTE drehten einen Film mit und über Moritz Rinke („Mein Leben - Moritz Rinke“, Erstausstrahlung 13. 1. 2008). Im Herbst 2009 erscheint der Roman „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“.



Jan Peter Bremer, geboren 1965, verbrachte Kindheit und Jugend auf dem Lande, im damals noch sehr rückständigen und einsamen, so genannten Zonenrandgebiet Lüchow-Dannenberg. Nach dem Erringen des Abiturs, ging er 1985 nach Westberlin, wo er sich sogleich dem Schreiben widmete. 1988 erschien sein erstes Buch ‚In die Weite, 17 Kurztexte’ in der Edition Mariannenpresse. Es folgten die Romane ‚Einer der einzog das Leben zu ordnen’ Gatza Verlag 1992, ‚Der Palast im Koffer’ Gatza Verlag 1993, ‚Der Fürst spricht’ (mit dem Ingeborg Bachmann Preis ausgezeichnet) Eichborn Verlag 1996, ‚Feuersalamander’ Berlin Verlag 2000, ‚Still Leben’ Berlin Verlag 2006. Im Frühjahr dieses Jahr erscheint sein erstes Kinderbuch ‚Mit spitzen Ohren’. Außerdem schrieb Jan Peter Bremer mehrere Hörspiele. Heute lebt er mit seiner Frau, zwei Kindern und der Hündin Helga in Berlin.



Terézia Mora ist freischaffende Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen.

Wichtigste Werke:
Seltsame Materie, Erzählungen, Rowohlt 1999;
Alle Tage, Roman, Luchterhand 2004;
Der einzige Mann auf dem Kontinent, Luchterhand 2009.



Valeri Scherstjanoi wurde 1950 in der Sowjetunion geboren. Freiberuflicher Lautdichter, Performer und Hörspielautor. 1976 Abschluss des Germanistikstudiums an der Staatlichen Universität in Krasnodar, Russland. Lebt in Deutschland seit 1979, in Berlin/Ost seit 1981. Seit 1968
öffentliche Lesungen. Stipendien und Preise.

www.lautland.de

Valeri Scherstjanoi bei Wikipedia



Alexander Osang wurde 1962 in Berlin geboren, Journalistikstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig, 10 Jahre Reporter und Kolumnist bei der Berliner Zeitung, bis er im Herbst 1999 für sieben Jahren New Yorker Korrespondent des SPIEGEL wurde. Seine Reportagen, Porträts und Kolumnen sind in zahlreichen Büchern erschienen. Zuletzt „89 – Heldengeschichten“ und „Berlin-New York“ (S. Fischer). 2000 erschien der Roman „Die Nachrichten“, 2007 der Roman „Lennon ist tot“, 2003 der Erzählungsband „Lunkebergs Fest“ (alles bei S.Fischer). Osang erhielt zahlreiche Preise, darunter dreimal den Egon Erwin Kisch Preis für die beste deutschsprachige Reportage und den Grimme Preis für sein Drehbuch zu „Die Nachrichten“.
Demnächst erscheint der Roman „Königstorkinder“.



Monika Rinck lebt in Berlin. Studium der Religionswissenschaft, Germanistik, Geschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Bochum, Berlin und Yale.

Im Frühjahr 2009 erscheint der Doppelband HELLE VERWIRRUNG / RINCKS DING- und TIERLEBEN bei kookbooks, Idstein, Berlin. Im Herbst 2008 erschien das Hörbuch: Pass auf, Pony, in der edition sutstein, Berlin. 2007: ZUM FERNBLEIBEN DER UMARMUNG. Gedichte. kookbooks, Idstein, Berlin 2007. 2004: VERZÜCKTE DISTANZEN Gedichte im zu Klampen! Verlag. 2001: BEGRIFFSSTUDIO 1996-2001, edition sutstein (www.begriffsstudio.de). Zuletzt: Ernst Meister Preis 2008; Förderpreis zum Heimrad Bäcker Preis 2008.



Yvonne Fiedler, Historikerin, M.A., Diplom-Kulturmanagerin, geboren 1976 in Zschopau/Erzgebirge. Von 1994 bis 2000 feste freie Mitarbeiterin der Chemnitzer Tageszeitung
„Freie Presse“. Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Journalistik an der Universität Leipzig. Studium Kulturmanagement in Dresden. 2000 bis 2008 war sie Mitarbeiterin des Museums in der „Runden Ecke“ in Leipzig und hier zuständig für Projekt- und Veranstaltungsplanung,
Öffentlichkeitsarbeit sowie historische Forschung. Publikationen zum Museumsmanagement und zur DDR-Aufarbeitung in Fachzeitschriften und Tagungsbänden. Yvonne Fiedler promoviert derzeit zur staatlichen Einflussnahme auf die Privatgalerien in der DDR.



Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, aufgewachsen in Nairobi, studierte Jura, Ethnologie und Havarie in München. 1989 Gründung des Marino Verlags für Bücher über Afrika. Übersetzer, Autor und Publizist, vor allem für FAZ, NZZ und die taz. Lebte von 1998-2003 in Bombay, von 2003-2006 in Kapstadt. Seit 2007 in Wien zuhause.

Veröffentlichungen: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall, Roman, 1996. Hundezeiten. Heimkehr in ein fremdes Land, 1999/2006; An den inneren Ufern Indiens. 2003; Zu den heiligen Quellen des Islam, 2004; Der Weltensammler, 2006; Nomade auf vier Kontinenten, 2007; Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen, 2007. Bertelsmann Literaturpreis 1995. Marburger Literaturpreis 1996. Adalbert-von-Chamisso-Preis 2001, Preis der Leipziger Buchmesse 2006. Berliner Literaturpreis 2007. Mainzer Stadtschreiber 2007. Übersetzungen in 19 Sprachen.



Michael Wildenhain, geb. 1958, lebt in Berlin.
1985 Aufnahme eines Informatik-Studiums an der TU Berlin. Seit 1983 freischaffender Schriftsteller.
Publikationen u.a.: Die kalte Haut der Stadt. Roman (1991), Rotbuch Berlin; Heimlich, still und leise. Erzählungen (1994), S.Fischer Verlag Frankfurt/Main; Die Zeit als Wolf. Gedichte (1995), Landpresse Weilersist; Der Augenblick des Absprungs. Jugendroman (2001), Dtv München; Der Bruder. Roman (2005), Klett-Cotta Stuttgart.
Theaterstücke u.a.: Hungrige Herzen (UA 1995), Theater Heilbronn; Ins Offene (UA 1996), Theater am Halleschen Ufer Berlin (Co-Regie); Der Deutsche Zwilling (UA 1999), Staatstheater Saarbrücken; Minna. Musical (Libretto), (UA 2000), Theater Heilbronn.
Drehbücher: Gefühl und Härte (2003/04); Afrika (2003/04).
Preise und Auszeichnungen u.a.: Ernst-Willner-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (1988); Alfred-Döblin-Preis (1997); Villa-Massimo-Stipendium Rom (1998); Tankred-Dorst-Drehbuchpreis (2003). 



Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen. Er arbeitete zunächst als freier Journalist und Autor in Istanbul, bevor er 1990 ein Regiestudium an der Otto-Falkenberg-Schule in München begann. Nach dem Abschluss wurde er Regieassistent und später Mitarbeiter der künstlerischen Leitung an den Münchner Kammerspielen.

Roland Schimmelpfennig war in der Spielzeit 1999/2000 an der Berliner Schaubühne als Dramaturg und Autor engagiert und danach Hausautor am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Von 2001-2006 lehrte er als Professor für Dramaturgie an der Hochschule für Gestaltung in Berlin-Weißensee. Er schrieb seit Mitte der neunziger Jahre zahlreiche Theaterstücke. Zuletzt wurden uraufgeführt: „Angebot und Nachfrage“ (UA: Schauspielhaus Hamburg, Spielzeit 2003/2004); „Für eine bessere Welt“ (UA: Schauspielhaus Zürich, Spielzeit 2003/2004); „Canto Minor“ (UA Mülheimer Theatertage, 2004); „Die Frau von früher“ (UA Burgtheater Wien, 2004); „Ambrosia“ sowie „Auf der Greifswalder Straße“ (UA Deutsches Theater Berlin 2006).

Preise und Auszeichnungen: Else-Lasker-Schüler-Preis für „Fisch um Fisch“ (1997); Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises von Baden-Württemberg (1998); Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2000, 2001 und 2002; Nestroy-Preis 2002 als bester Nachwuchsautor; Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2003 mit dem Stück „Vorher/Nachher“; Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2005 mit dem Stück „Die Frau von früher“.



Jens Sparschuh, geboren 1955 in Karl-Marx-Stadt. Studium der Philosophie/Logik in Leningrad. 1983 Dr. phil., seither freiberuflich.

Veröffentlichung von Romanen, Kinderbüchern, Lyrik und Essays, u. a: „Waldwärts“, 1985; „Der große Coup“, 1987; „KopfSprung“, 1989; „Der Schneemensch“, 1993; „Parzival Pechvogel“, 1994; „Der Zimmerspringbrunnen“, 1995; „Ich dachte, sie finden uns nicht“, 1997; „Die schöne Belinda und ihr Erfinder“, 1997; „“Lavaters Maske“, 1999; „Stinkstiefel“, 2000; „Eins zu eins“, 2003; „Silberblick“, 2004; „Perpetuum mobile“, 2004; „Ich glaube, sie haben uns nicht gesucht“, 2005; „Mit Lieschen Müller muß man rechnen“, 2006; „Schwarze Dame“, 2007.

Daneben eine Vielzahl von Hörspielen. 1989 Hörspielpreis der Kriegsblinden.



Michael Speier, geboren 1950, lebt in Berlin als Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Veröffentlichte bisher acht Gedichtbände, mehrere Lyrik-Anthologien (bei Reclam) sowie Übertragungen zeitgenössischer Poesie aus dem Französischen, Englischen und Italienischen.
Michael Speier ist in über 40 Anthologien vertreten. Lehrte als Literaturwissenschaftler an verschiedenen Universitäten in Deutschland und USA sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 1997 Professur an der University of Cincinnati (Ohio).
Gründer und Herausgeber der Literaturzeitschrift Park und des Paul-Celan-Jahrbuchs. Leiter des Poesiefestivals Mailand (2007), Redaktionsmitglied der Zeitschrift PO&SIE (Paris).

Teilnahme an internationalen Lyrikfestivals in Medellín, Buenos Aires, Belgrad, Zürich, Malmö, Luxemburg. Mitglied im PEN, Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin, Hermann-Hesse-Stipendium (Calw), Writer-in-residence in den USA. Für sein literarisches Werk erhielt er den Schiller-Preis der Deutschen Schillerstiftung Weimar.

Gedichtbände zuletzt u.a.: die akribie der zärtlichkeit (1995), scherbenschnitte (1999), welt/raum/reisen (2007).



Uli Winters, geboren 1965. Kunststudium an der "Hochschule für Bildende Künste" in Hamburg, Abschluss mit Auszeichnung 1999. Einzel- und Gruppenausstellungen mechanischer und elektronischer Kunstwerke ("Schamanomatics") in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Schweden, Norwegen, Irland und den USA. 2000-2004 Creative Director und Geschäftsführer einer GmbH für interaktive Werbung. Zur Zeit tätig als Objektkünstler, Performer, Bühnenbildner, Kolumnist, Drehbuchautor und Exponatentwickler für Kinder- und Technikmuseen. 2006/2007 war Uli Winters für zwei Semester Gastprofessor für Neue Medien am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und 2008 Gastprofessor für Design an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Lebt in Köln.



Florian Thalhofer, 1972 in Burglengenfeld geboren, lebt in Berlin.
Spezialist für computerbasiertes Erzählen und Erfinder des Korsakow-Systems.
Er studierte Visuelle Kommunikation und Experimentelle Mediengestaltung an der Universität der Künste in Berlin (UdK). Gast-Dozent am Studiengang Experimentelle Mediengestaltung an der UdK von 2001 - 2004. Gast-Professor am DLL 2005 und 2006.
www.thalhofer.com



You-Il Kang, geb. 1953 in Seoul/Südkorea.
Studium am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig im Fach Prosa. 1975 Debüt mit dem Roman "Weiße Fahne" (dafür Yowon Literaturpreis). 1976 Kyunghyang Literaturpreis mit dem Roman "Schauspielunterricht". Seit 1975 freie Schriftstellerin. 1980-82 Moderatorin der KBS-TV Kultursendung "Übertragung vom Gästezimmer". Feste Kolumnistin und Zeitungsromane in den Zeitungen Cho-Sun, Donga, Chungang. Zahlreiche Vorträge an Universitäten und Instituten sowie beim KBS-TV und Radiosendungen. Weltreise als Reporterin im Auftrag von zwei Tageszeitungen und KBS-TV (ca. 20 Länder). Publikationen (18 Romane, 9 Essay-Sammlungen). Roman: Baum des Armen (1979); Vogel des Propheten (1981); Einsamkeit des Feldes (1987); Für Pluto (1992). Essays: Unter dem Ginsterstrauch (1989); Aah, wenn der Tag anbricht, werde ich ein Nest bauen (1989); Für die Auferstehung der einsamen Seele (1990) usw. Seit 1995 Aufenthalt in Deutschland.



Alfred Behrens, Prof., geb. 1944. Lebt in Berlin.
Studium an der Meisterschule für Grafik, Druck und Werbung Berlin. Seit 1971 tätig als Autor und Regisseur in Berlin, seit 1987 auch tätig im Bereich Dramaturgie und Übernahme von verschiedenen Lehrtätigkeiten. (Berliner Drehbuchwerkstatt, HDK Berlin, Filmhaus Frankfurt). Seit 2004 Professur an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg. Veröffentlichte Prosa und Hörspiele und hat seit 1975 für zahlreiche Kurz-, Kompilations-, Dokumentar- und Spielfilme die Drehbücher geschrieben und meistens auch Regie geführt. In Vorbereitung: "Kein Wort von Liebe - Never Talk of Love" (Produktion Journal Film Berlin/Portman Entertainment London) Preis und Auszeichnungen u.a.: Hörspielpreis der Kriegsblinden 1973, Adolf-Grimme-Preis 1979 und 1983, Interna-tional Premio Ondas 1994, Drehbuchpreis des Innenministeriums 1995.
Word Silver Medal 2001 bei den New York Festivals für das Hörspiel RIVERSIDE DRIVE in der Kategorie "Best Radio Drama Special. Gründungsmitglied des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren.



Heiner Boehncke, Prof. Dr. phil., geb. 1944, lebt in Ortenberg.
1964-68 Studium der Germanistik, Romanistik, Pädagogik und Publizistik in Göttingen, Tübingen und Hamburg. 1975-86 Hochschullehrer an der Universität Bremen für Literatur- und Medienwissenschaft innerhalb der Lehrerausbildung. 1990 Habilitation in Literaturwissenschaft an der Universität Bremen. 1997 Ernennung zum apl. Professor an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit 1998 Leiter Literatur beim Hessischen Rundfunk/Hörfunk.
Wissenschaftliche Veröffentlichungen u.a.: Schreiben im Studium. Vom Referat bis zur Examensarbeit (2000), Niedernhausen; Wer hat Angst vor Alexander Kluge? In: Christian Schulte (Hg.): Die Schrift an der Wand. Alexander Kluge: Rohstoff und Materialien, Osnabrück (2001), S. 239-241; Katzenkrimis, Krimikatzen, in: Franz Josef Görtz und Hans Sarkowicz (Hg.): Katzenbuch, München (2003), S. 89-101; Lago Maggiore: Der erzählte See; in: Reisen, Erkunden, Erzählen. Bilde aus der europäischen Ethnologie und Literatur, Bremen (2004), S. 25-35; Wie schreibt man einen Krimi? Butzbach (2004).
Eigene Hörbücher: Die Heimat der Romantik. Literarische Streifzüge durch den Rheingau (2003); Ein Haus für die Literatur. 30 Jahre Stadtschreiber von Bergen (2004). Zahlreiche literaturdidaktische und schreibdidaktische Publikationen.
Ständige Literaturkritik: Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, DIE ZEIT, Radio Bremen, Hessischer Rundfunk.



Antje Strubel, geb. 1974, lebt als freie Autorin in Potsdam und Berlin. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Amerikanistik, Psychologie und Literaturwissenschaften an der Universität Potsdam und der New York University und arbeitete eine Zeitlang als Beleuchterin am Wings-Theatre, New York. Journalistische Arbeiten u.a. für den Deutschlandfunk, Kolumnistin für Die Zeit, EMMA:
Buchveröffentlichungen: “Offene Blende", Roman, dtv-Premium (2001); “Unter Schnee", Episoden-roman, dtv-Premium (2001); “Fremd Gehen. Ein Nachtstück.", Mare-Buchverlag (2002); “Tupolew 134", Roman, C.H.Beck-Verlag (2004).
Preise und Auszeichnungen u.a.: Ernst-Willner-Preis (2001); Kritikerpreis für Literatur (2003); Roswitha-von-Gandersheim-Medaille Der Stadt Bad Gandersheim (2003).



Regine Porsch, geb.1957, lebt bei Grimma.
1976-80 Studium der Sprechwissenschaft und Germanistik in Halle/Saale, danach dort auch Assistentin für das Fach Rhetorik, seit 1983 künstlerische Mitarbeiterin an der Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig, ab 1992 an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig Sprecherzieherin für Schauspielstudenten. Sprecherzieherische Betreuung zahlreicher Inszenierungen Leipzig, Dresden, Chemnitz und Berlin. Verschiedene Vorträge und Workshops zu Aspekten des Körper-Stimm-Trainings für Studierende der Sprechwissenschaft, für Kollegen und für Schauspielstudenten.



Norbert Hummelt, geb. 1962 in Neuss am Rhein, lebt bei Köln.
Lyriker und freier Publizist. 1983-1990 Studium der Germanistik und Anglistik in Köln. 1. Staatsexamen mit einer Arbeit über Friederike Mayröckers Prosa der achtziger Jahre. Seit 1988 journalistische Tätigkeit für Zeitungen und Rundfunkanstalten. Literarische Veröffentlichungen seit 1987. Zuletzt erschien der Gedichtband "Zeichen im Schnee" (München: Sammlung Luchterhand 2001). Weitere Gedichtbände: knackige codes (Berlin: Galrev 1993) und singtrieb (Buch + CD. Basel und Weil am Rhein: Urs Engeler 1997). Essays u.a. zur Romantik und Moderne. Übersetzungen (u.a. Gertrude Stein, T.S. Eliot, Inger Christensen). 1988-1992 Leiter der Autorenwerkstatt der Universität Köln (Anthologie "weiter im text 1991"). 1989-1996 Leiter des Kölner Literatur Ateliers und Herausgeber der Edition Kölner Texte (mit Ekkehard Skoruppa). Seit 2000 Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Text + Kritik". Lesungen, Sprechkonzerte, inter-nationale Festivalteilnahmen, u.a. "steirischer herbst 99", "EXPO 2000". 1995-1999 Zusammenarbeit mit dem Musiker Christoph Clöser in der Band "[laut]:". Seit 1987 Zusammenarbeit mit Marcel Beyer. Förderpreis Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen 1995. Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis der Stadt Köln 1996. Stipendiat im Autoren-förderprogramm der Stiftung Niedersachsen 1997. 1. Mondseer Lyrikpreis 1998. Hermann-Lenz-Förderpreis 2000. New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2002/03.



Jürgen Krätzer, Dr. phil., geb. 1959 in Leipzig, lebt in Taucha bei Leipzig.
Studium der Germanistik und Geschichte an der Leipziger Universität, Promotion zu Franz Fühmann, tätig an verschiedenen Kultur-, Hochschul- und Bildungsinstitutionen. Redaktionsmitglied der "Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik die horen", Mitglieder der Freien Akademie der Künste zu Leipzig.
Rezensionen, Essays, Aufsätze zur Literatur nach 1945 und der Literatur der Aufklärung, Schriftstellergespräche u.a. in die horen, Sinn und Form, Arbitrium, Deutschunterricht, Leipziger Volkszeitung, Mitteldeutsche Zeitung, mdr.
Publikationen u.a.: Erfahrung Deutschland-S - SchreibArten & LebensGeschichten (die horen, Band 201/2001); Aufbruch, Abbruch, Umbruch. Das Bild von der DDR in der Nachwendeliteratur. Halle 2002, Peter Härtling: Das andere Ich. Ein Gespräch mit Jürgen Krätzer. Köln 1998, Franz Fühmann: MARSYAS. Mythos und Traum. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Jürgen Krätzer. Leipzig 1993



Werner Fritsch, geb. 1960 in Waldsassen/Oberpfalz, lebt in Hendelmühle und Berlin.
In den Jahren 1980 bis 1984 widmete er sich als Autor, Regisseur und Darsteller dem Aktionstheater/Perfor-mances. 1987 erschien sein Roman CHERUBIM, der mit großer Aufmerksamkeit und Preisen bedacht wird. Seitdem zahlreiche Prosaveröffentlichungen, Theaterstücke, Hörspiele und Filme.



Dagmar Borrmann, Dr. phil., geb. 1955 in Dresden, lebt in Leipzig.
1974-1975 Mitarbeiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Staatstheater Dresden. 1984-1990 Chefdramaturgin am Kinder- und Jugendtheater Halle. 1985 Promotion zum Dr. phil. an der Humboldt-Universität Berlin. 1990-1995 Dramaturgin am Schauspielhaus Leipzig. Seit 1995 Chefdramaturgin und Stellvertreterin des Intendanten für den künstlerischen Geschäftsbereich am Schauspiel Leipzig. Lehrtätigkeit: seit 1995 wiederholt Seminare zu verschiedenen Gegenständen an der Universität Leipzig und an der Fachrichtung Dramaturgie der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy". 1999 Seminare zu Schillers "Räubern" im Rahmen der Internationalen Schiller-Tage in Weimar. Veröffentli-chungen: seit 1982 ca. 50 Theaterkritiken und Artikel für die Fachzeitschriften "Theater der Zeit" und "Deutsche Bühne" sowie die Publikation der Dramaturgischen Gesellschaft "Der Dramaturg".
1984-1990 ständige Theaterkritiken der Satire-Zeitschrift "Eulen-Spiegel". 1991 Ko-Librettistin des Tanzstücks "McMozart's".



Tilman Krause, Dr. phil., geb. 1959 in Kiel, lebt in Berlin.
Studium der Germanistik, Geschichte, Romanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Tübingen, Paris und Berlin. Erstes Staatsexamen in den Fächern Germanistik und Romanistik 1986 in Berlin. 1991 Promotion zum Dr. phil. in Germanistik.
Beschäftigt als Volontär bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 1991 freier Journalist in Berlin. Seit 1992 Übernahme verschiedener Lehrtätigkeiten an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin. 1994 - 1998 Literaturredakteur beim "Tagesspiegel" Berlin. Seit 1998 leitender Literaturredakteur bei der "Welt" Berlin. 



Oleschinski, Brigitte, Dr. phil., geb. 1955 in Köln. Lebt in Berlin. Studium der Politischen Wissenschaft an der Freien Universität Berlin und langjährige Arbeit als Zeithistorikerin.
Seit Mitte der achtziger Jahre Gedichte und Essays zur Poetik von Gedichten, Auftritte bei internationalen Fesivals, Gastdozenturen, Internetprojekte.
Veröffentlichungen (Auswahl): "Reizstrom in Aspik." Wie Gedichte denken, Köln (DuMont Literatur und Kunst Verlag) 2002; "Your Passport is Not Guilty". Gedichte, Reinbek (Rowohlt Verlag) 1997; "Die Schweizer Korrektur", zusammen mit Durs Grünbein und Peter Waterhouse, Basel (Urs Engeler Editor) 1995 (auch als CD "Mehr ein Hören als ein Gebäude"). "Mental Heat Control". Gedichte, Reinbek (Rowohlt Verlag) 1990.
Auszeichnungen (Auswahl): 2001 Ernst-Meister-Preis der Stadt Hagen; 1998 Peter-Huchel-Preis des Südwestfunks; 1998 Bremer Literaturför-derpreis; 1990 Förderpreis zum Berliner Literaturpreis. 



Hans-Volkmar Findeisen, Dr. phil., geb. 1954. Journalist. Lebt in Stuttgart. Studierte Theologie, Philosophie, Geschichte, Verglei-chende Religionswissenschaft und Journalistik in Tübingen, Rom, München, Marburg und Stuttgart-Hohenheim. Promotion in Vergleichen-der Religionswissenschaft über “Krisenkulte". Neun Sprachen gelernt, darunter Russisch und Arabisch.
Seit 1991 Autor, Reportage- Kultur- und Wissenschaftsjournalist, Moderator und freier Redakteur im Kulturprogramm des Südwestrundfunks (Hörfunk) und Trainer in der Personalentwicklung des SWR (Hörfunk und Fernsehen). Arbeitet ständig für die ARD und DIE ZEIT. Essays zur Kultur- und Medienkritik, Lehraufträge, bereits im Wintersemester 2000/01 und im Sommersemester 2001 Gastprofessur am Deutschen Literaturinstitut. CIVIS-Sonderpreis für die vierteilige Hörfunkreihe “Das Eigene und das Fremde" (1999).
Radiopublikationen: über 500 Titel, überwiegend Reportagen, Features und Reihen.
Buchpublikationen: Auf der Spitze des Zauns. Eigenartige Begegnungen. Reportagen 1997; Verlorene Weiten. Streifzüge durch den Wilden Osten. Reportagen 1999; Der Kick und die Ehre. Vom Sinn jugendlicher Gewalt. Sachbuch über internationale Gewaltdiskurse, zusammen mit Joachim Kersten 1999. Recherche als “Geodäsie" des sozialen Raums, in: Netzwerk Recherche (Hg.), Trainingshandbuch Recherche 2003.



Ulrike Draesner, Dr. phil., geb. 1962 in München. Lebt in Berlin.
1981-84 Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und an der Oxford University. 1984-87 Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie an der LMU und der Oxford University. 1993 Promotion mit einer Arbeit, die moderne Texttheorien auf mittelalterliche Epen anwendet. Seit 1994 freie Autorin, Übersetzerin (aus dem Englischen), Literaturkritikerin und Herausgeberin.  
Literarische Bücher u.a.: gedächtnisschleifen, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1995; für die nacht geheuerte zellen, Gedichte, Sammlung Luchterhand 2001; Mitgift, Roman, Luchterhand 2002; Hot Dogs, Erzählungen, Luchterhand 2004. Zahlreiche Veröffentlichungen in deutsch- und fremdsprachigen Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen, Übersetzungen, Hörspiele. Wichtigste literarische Auszeichnungen u.a.: Bayrischer Staatsförderpreis für Literatur 1997; Hölderlin-Förderpreis 2001; Preis der Literaturhäuser 2002.



Ulrich Plenzdorf, geb. 1934 in Berlin-Kreuzberg. Lebt in Berlin und in Ostbrandenburg.
1959-63 Studium an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg; danach Szenarist und Dramaturg bei der DEFA; freischaffender Schriftsteller. 1976 infolge der Biermann-Petition Ausschluß aus dem Vorstand des Schriftstellerverbandes und der SED.
Seit 1994 Mitglied der Akademie der Künste Berlin Brandenburg.
Filme u.a.: Mir nach, Canaillen, 1964; Karla, 1965 (erst 1990 aufgeführt), Reg. H. Zschoche; Die Legende von Paul und Paula, 1973, Reg. H. Carow; Vater Mutter Mörderkind, TV-Film 1992, Reg. H. Carow; Liebling Kreuzberg, TV-Serie, Reg. W. Masten; Der Laden. 3 Teile. TV-Film. UA 1998, Reg. J. Bair; Abgehauen, TV-Film, UA 1998.
Literarische Veröffentlichungen und Theaterstücke, u.a.: Legende vom Glück ohne Ende, Roman, 1975; Freiheitsberaubung, Theaterstück nach Günter de Bruyn, UA 1988; Reform. Revolte. Revü. Politrevue, UA 1994 in Stuttgart.
Preise und Auszeichnungen u.a.: Ingeborg-Bachmann-Preis 1978; DAG-Fernsehpreis in Gold 1995; Adolf-Grimme-Preis 1995; DAG-Fernseh-preis in Silber 1999. 



Jo Lendle, geb. 1968 in Osnabrück, lebt in Köln. Studium der Kulturpädagogik und Animation Culturelle in Hildesheim und Montreal. 1995-1997 Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 1996/97 Redakteur und Herausgeber der Literaturzeitschrift Edit.
Seit 1997 Lektor für deutschsprachige Literatur im DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln. 1998/99 Leitung des Münchener Autorenseminars. Seit 2001 Leiter des Kölner Literaturateliers. Lehrtätigkeit u.a. an den Universitäten Hildesheim (Studiengang Kreatives Schreiben) und München (Manuskriptum). Jurorentätigkeit u.a. Open Mike Berlin. Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und Internetprojekten. Buchveröffentlichung: "Unter Mardern" Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1999. Leipziger Förderpreis für Literatur 1997. 



Michael Schneider, geb. 1943 in Königsberg. Lebt in Hünfelden.
Studium der Naturwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und an der Freien Universität Berlin. Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften an der Freien Universität Berlin. 1974 Promotion zum Dr. phil. im Fachbereich Philosophie und Psychoanalyse. 1978-1991 Freier Schriftsteller und Publizist. 1981-89 Mitarbeiter des ZDF-Matinees in der Reihe "Die Stadt-schreiber". Seit 1995 Professur an der FA Baden-Württemberg.
Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Essays, journalistische und literaturkritische Beiträge z.B. für "Konkret", "Literaturmagazin", "FAZ". Novellen und Romane, z.B. "Der Traum der  Vernunft, Roman eines deutschen Jakobiners", Köln 2001.
Zahlreiche Theaterstücke und Fernsehbeiträge.



Christoph Hein, geb. 1944 in Heinzendorf (Schlesien).
1967-71 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin. 1971-79 Dramaturg und Autor an der Volksbühne Berlin; seit 1979 freischaffend. Auszeichnungen u.a.: Heinrich Mann-Preis der Akademie der Künste Berlin 1982. Lessing-Preis, Kamenz 1989. Erich-Fried-Preis, Wien 1990. Chevalier de l'ordre des Arts et des Lettres 2001. Stücke u.a.: Cromwell (UA 1980). Die wahre Geschichte des Ah Q (UA 1983). Die Ritter der Tafelrunde (UA 1989). Randow (UA 1994). Himmel auf Erden (1998). In Acht und Bann (1998). Mutters Tag (2000). Buch-Veröffentlichungen u.a.: Der fremde Freund. Novelle, AufbauVerlag, Berlin 1980; Horns Ende. Roman, AufbauVerlag, Berlin 1985; Der Tangospieler. Erzählung, AufbauVerlag, Berlin 1989; Das Napoleon-Spiel. Roman, AufbauVerlag. Berlin 1993;  Exekution eines Kalbes. Erzählungen. AufbauVerlag 1994; Von allem Anfang an. Roman. AufbauVerlag 1997; Willenbrock. Roman. Suhrkamp Verlag 2000.



Herta Müller, geb. 1953 in Nitzkydorf (Rumänien) als Angehörige der deutschsprachigen Minderheit im Banat.
1972-1976 Studium der Germanistik und Rumänistik in Temeswar. 1977-1980 Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Entlassung wegen der Weigerung, mit dem Geheimdienst "Securitate" zu kooperieren. Danach nur noch zeitweilig als Lehrerin beschäftigt. Das Erscheinen des ersten Buches "Niederungen" wurde jahrelang verhindert. 1982 erschien es nach starken Eingriffen der Zensur und 1984 in der Originalfassung in Deutschland. Ab 1985 Publikationsverbot in Rumänien. 1987 Ausreise  nach Deutschland aus politischen Gründen. Seither lebt sie als Schriftstellerin in Berlin. Von ihren Büchern erschienen bisher Übersetzungen in 20 Sprachen. Seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Bisher sind u.a. folgende Bücher erschienen: Niederungen. Berlin (rotbuch-Verlag) 1984; Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt. Berlin (rotbuch-Verlag) 1986; Der Fuchs war damals schon der Jäger. Roman. Reinbek (Rowohlt-Verlag) 1992; Herztier. Roman. Reinbek (Rowohlt-Verlag) 1994; Heute wär ich mir lieber nicht be-gegnet. Roman. Reinbek (Rowohlt Verlag) 1997; Der Fremde Blick oder Das Leben ist ein Furz in der Laterne. Ein Essay. Göttingen (Wallstein-Verlag) 1999; Im Haarknoten wohnt die Dame. Collagen. Reinbek (Rowohlt-Verlag) 2000. Auszeichnungen u.a.: Aspekte-Literaturpreis 1984; Rauriser Literaturpreis 1985; Kranichsteiner Literaturpreis 1991; Deutscher Kritikerpreis 1992; Kleist-Preis 1994; The International IMPAC Dublin Literary Award 1998; Franz-Kafka-Literaturpreis 1999.