Literaturempfehlungen


Filmhistorisches und filmanalytisches Grundwissen und damit die Basis für Medienkompetenz bieten die Filmwissenschaftler Werner Kamp und Volker Rüsel in ihrem 160-Seiten-Buch„Vom Umgang mit Film“, erschienen 1998 im Verlag Volk und Wissen und inzwischen ein Standardwerk (Preis: 13,80 Euro). Die Autoren erklärenmit „Jurassic Park“,was eine Parallelmontage ist, zeigen mit „JFK“,was Töne im Gehirn bewirken, bringen mit „Falling down“ komplexe Sequenzprotokolle nahe.Grund legende Kategorien und Methoden werden auch für Laien verständlich erklärt – und vor allem für Lehrer. Die bekommen ferner „unterrichtspraktische Hinweise“, sowohl für eine effiziente Analyse als auch für die Arbeit mit der Kamera. Fragen und Instrumente, die für eine Filmanalyse sinnvoll sind, behandelt Helmut Korte auf 245 Seiten in seiner „Einführung in die systematische Filmanalyse“ (Schmidt Verlag 2001; 16,80 Euro). Einige Grundkenntnisse werden aber vorausgesetzt. Direkt für Filmarbeit im Unterricht gedacht ist das 376 Seiten starke Buch „Film: Ratgeber für Lehrer“ von Jens Hildebrand (Aulis Verlag Deubner 2001; 24,50 Euro). Unter anderem ist eine gründliche Beispiel-Analyse des Kubrick-Werks „The Shining“ enthalt en, zusamme n mit zahlreichen Unterrichtsideen. Sogar die Frage, wie man Klausuren zur Filmanalyse zusammenstellt, wird behand elt. „Das Buch sollte eigentlich Pflichtlektüre fürs Lehrerexamen sein, und jedenfalls gehört es in die Handbibliothek aller Lehrenden, die sich und ihre Schülerinnen und Schüler ernsthaft mit AV-Medien befassen wollen“, schrieb die Zeitschrift „Praxis Deutsch“.
Für zwei Euro kann man bei der Bundeszentrale für politische Bildung das 2001 erschienene bestellen. Handbuch Medien: Medienerziehung früh beginnen“ Es ergänzt das Broschürenset „Über Medien reden“ um eine Materialsammlung aus fachwissenschaftlicher Perspektive. Filmerziehung spielt auch eine Rolle in zwei Zeitschriften für Medienpädagogik. Die eine heißt „Medienpraktisch“ und wird vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik herausgegeben (www.medienpraktisch.de). Zum anderen gibt es aus dem Kopaed Verlag die Zeitschrift „merz“, was für „Medien und Erziehung“ steht (www.merz-zeitschrift.de). „Wie die Bilder laufen lernten" ist Band 12 aus Meyers Jugendbibliothek betitelt (Bibliographisches Institut Mannheim, 45 Seiten, rund 15 Euro). Darin geht es um die technischen und künstlerischen Entdeckungen, die dem Kino den Erfolgsweg bereitet haben. Die Sachbuchreihe richtet sich an Kinder ab 10 Jahre. heck

Aus: Frankfurter Rundschau, 29. Juni 2004


Für das aktuelle Semianar:
Pöpperl, Manfred: Gewalt - Ursachen und Erfscheinungsformen, Leipzig 2005