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Forschungsbericht 2000
 
Vorwort

 

 

  Der Forschungsbericht der Universität Leipzig für das Jahr 2000 besteht, wie seit 1996 üblich, aus einer Broschüre, die den allgemeinen Teil dokumentiert, und einer CD-ROM mit den ausführlichen, fakultätsspezifischen Darstellungen. Alles Wissenswerte über die aktuellen Forschungsaktivitäten der 14 Fakultäten unserer Alma Mater Lipsiensis ist somit der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Zusätzlich wird ein Überblick gegeben über die bedeutsamen fakultätsübergreifenden Forschungsprojekte, über Messen und Ausstellungen, Patentanmeldungen, Tagungen sowie über Preise, Auszeichnungen und Ehrungen, die an Wissenschaftler der Universität Leipzig verliehen wurden. Die wichtigsten Teile des Forschungsberichtes sind, wie im Vorjahr, zusätzlich in englischer Sprache verfügbar.

Die von der DFG, dem BMBF, dem SMWK und verschiedenen Stiftungen geförderten, meist fakultätsübergreifenden größeren Forschungsverbunde und -projekte an der Universität haben im Jahr 2000 ihre Arbeit erfolgreich fortgesetzt. Neu durch die DFG genehmigt wurde das Interdisziplinäre Zentrum für Bioinformatik als eines von fünf in Deutschland. Die beiden Innovationskollegs „Phänomene an den Miniaturisierungsgrenzen" und „Chemisches Signal und biologische Antwort" haben die zweite Förderphase am 31.12.2000 erfolgreich beendet, ebenso wie die Promotionskollegs „Ambivalenzen der Okzidentalisierung" und „Kognitionswissenschaften".

Im Jahr 2000 arbeiteten Wissenschaftler der Universität Leipzig an 33 von der EU geförderten Forschungsprojekten, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 22 im Jahr 1999. Zehn dieser Projekte werden von Wissenschaftlern der Universität Leipzig koordiniert. Die Zahl der im DFG-Normalverfahren genehmigten Projekte stieg von 366 im Jahr 1998 über 378 im Jahr 1999 auf 403 im Jahr 2000. Insgesamt ist die eingeworbene Summe an Drittmitteln kontinuierlich von etwa 54 Millionen DM im Jahr 1995 auf 65,5 Millionen DM im Jahr 2000 gestiegen. Das ist besonders auf die Erhöhung der Drittmittel der Medizinischen Fakultät zurückzuführen. Eine ähnlich erfreuliche Tendenz zeigt die Zahl der Publikationen von 2975 im Jahr 1995 auf 4936 im Jahr 2000. Die Hauptdrittmittelgeber waren, wie bereits in den Jahren vorher, die DFG, gefolgt vom BMBF, der Industrie und dem Freistaat Sachsen. Die Zahl der Promotionen und Habilitationen blieb auf einem hohen Niveau.

Im Jahr 2000 flossen im Rahmen der Bio- und Gentechnologieinitiative des Freistaates Sachsen die ersten Mittel für das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum Leipzig (BBZ), die für vorgezogene Investitionen eingesetzt wurden. Mit der Bestätigung des wissenschaftlichen Konzeptes des universitären Teils des BBZ wurde die Voraussetzung für die Ausschreibung von sechs zusätzlichen Professuren und die Einrichtung von sechs wissenschaftlichen Nachwuchsgruppen im Bereich der Biotechnologie geschaffen.

Die in diesem Forschungsbericht dargestellte, vielfach die Grenzen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sowie Medizin überschreitende interdisziplinäre Kompetenz und Exzellenz universitärer Forschung, deren Qualität zwar auch, aber nicht nur nach der Höhe eingeworbener Drittmittel beurteilt werden soll und darf, zeigt, daß die Universität Leipzig eine äußerst vielfältige und leistungsfähige Forschungslandschaft besitzt, die es zu bewahren, besser: auszubauen gilt.

Professor Dr. Helmut Papp
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Professor Dr. Volker Bigl
Rektor

zum Seitenanfang Homepage Suchen/Sitemap Sprachauswahl   Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 30.10.2001