 |
 |
| Homepage
> Forschungsbericht > |
 |
 |
 |
|
|
|
Fakultät für Physik und Geowissenschaften
|
 |
Kontakt
|
|
|
|
|
|
Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät
|
|
|
|
|
|
Berichte der Institute und Einrichtungen

|
|
|
|
|
|
Forschungstätigkeit an den Fakultäten

|
|
Das Jahr 2000, das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung zum Jahr der Physik" erklärt wurde, war
für die Forschung an der Fakultät für Physik und Geowissenschaften
wiederum erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist der fakultätsübergreifende
und stark interdisziplinär orientierte Charakter der Arbeiten, der
in gleichem Maße die komplexen Forschungsschwerpunkte als auch zahlreiche
Einzelprojekte und Forschungsvereinbarungen betrifft. Eine größere
Zahl von Projekten hat eine enge Verbindung zur Region und zu überregionalen
Schwerpunkten im Freistaat Sachsen.
Komplexe Forschungsschwerpunkte der Fakultät sind:
|
|
|
|
Sonderforschungsbereich
|
|
Sonderforschungsbereich SFB 294 Moleküle in Wechselwirkung
mit Grenzflächen"
Sprecher: Prof. Dr. D. Michel (Institut für Experimentelle Physik
II)
Wichtige Prozesse in Natur und Technik, an denen Moleküle oder
molekulare Systeme beteiligt sind, werden durch Grenzflächen kontrolliert.
Grenzflächen beeinflussen Struktur und Dynamik von Einzelmolekülen
und deren Reaktionsverhalten, verändern die kooperativen Eigenschaften
von partiell geordneten Systemen oder grenzen die Funktionsräume
in makromolekularen Systemen ab. Viele Probleme der Mikrostruktur sind
noch nicht erkannt beziehungsweise nicht gelöst. Das Anliegen des
Sonderforschungsbereiches ist die Klärung des Einflusses von Grenzflächen
auf die Eigenschaften von Molekülen und molekularen Systemen. Bei
den festen Grenzflächen steht das Verhalten der Moleküle (Struktur,
lokale Dynamik, Diffusivität, Transporteigenschaften, Reaktivität)
im Vordergrund. Modelle der Dynamik und des Transportverhaltens werden
in Verbindung zwischen experimentellen und theoretischen Untersuchungen
(molekulardynamische und Monte-Carlo-Simulationen) geprüft. Die
Wechselwirkung von Molekülen mit aktiven Zentren an Festkörperoberflächen
ist Grundlage des Verständnisses der Reaktivität von Molekülen
im Zusammenhang mit der heterogenen Katalyse. Bei der Wechselwirkung
von weicher" Materie mit Grenzflächen und bei fluiden
Systemen spielt auch die Rückwirkung der Moleküle auf das
Verhalten der grenzflächennahen Region eine wichtige Rolle. Gegenstand
der Arbeiten ist auch die Synthese von neuen und zukunftsträchtigen
Materialien.
Das Forschungsprogramm ist für die Jahre 2000 bis 2002 in die
Projektbereiche Strukturbildung und strukturelle Charakterisierung,
Reaktivität und Dynamik sowie Theorie und Simulation untergliedert.
Beteiligt sind die Institute für Experimentelle Physik I und II,
das Institut für Theoretische Physik, das Institut für Technische
Chemie (Fakultät für Chemie und Mineralogie) und das Institut
für Medizinische Physik und Biophysik (Medizinische Fakultät).
|
|
|
|
Innovationskolleg
|
|
Innovationskolleg INK 24/A1-1 Phänomene an den Miniaturisierungsgrenzen"
Sprecher: Prof. Dr. W. Grill (Institut f. Experimentelle Physik I)
Das Innovationskolleg umfaßt Beiträge aus den Instituten
für Experimentelle Physik II und I, der Fakultät für
Chemie und Mineralogie (Institute für Physikalische und Theoretische
Chemie und für Anorganische Chemie), der Medizinischen Fakultät
(Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung) und dem Institut für
Oberflächenmodifizierung e.V. Leipzig. Forschungsgegenstand ist
die fachübergreifende Aufklärung und Nutzung von Veränderungen
wesentlicher Eigenschaften beim Übergang zu Strukturen im Grenzbereich
der Miniaturisierung. Ausgehend von der Festkörperphysik mit wechselseitig
unterstützenden Bezügen zu den Materialwissenschaften, der
Chemie, Biologie und Medizin, werden miniaturisierungsbedingte Änderungen
der Eigenschaften im Bereich der Mechanik, der Optik, des Ladungstransports
sowie des ferroelektrischen und magnetischen Verhaltens untersucht.
Die grundlagenorientierte Aufklärung von Effekten, die durch Materialstrukturierungen
bis hin zu atomaren Dimensionen hervorgerufen werden, wird in Verbindung
mit der Verbesserung präparativer, analytischer und meßtechnischer
Methoden im Grenzbereich der Miniaturisierung für anwendungsorientierte
Entwicklungen genutzt. Dazu gehören optoelektronische Halbleiterstrukturen,
mikromechanische Stellelemente und Sensoren, molekulare Filme und Dünnschichten
für spezielle Funktionen sowie mikroskopische Verfahren im biologisch-medizinischen
Bereich.
|
|
|
|
Graduiertenkollegs
|
|
Graduiertenkolleg Quantenfeldtheorie: Mathematische Struktur
und Anwendungen in der Elementarteilchen- und Festkörperphysik"
Sprecher: Prof. Dr. B. Geyer (Institut für Theoretische Physik)
Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs ist in die Themenkomplexe
Mathematische Struktur der Quantenfeldtheorie, Quantenfeldtheorie der
Elementarteilchen und Quantenfeldtheorie des Festkörpers untergliedert
und umfaßt 9 Teilprojekte. An der Arbeit beteiligt sich neben
dem Institut für Theoretische Physik (federführend) die Fakultät
für Mathematik und Informatik. Es besteht eine enge Kooperation
mit dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften
Leipzig. Diese Arbeiten sind in das Naturwissenschaftlich-Theoretische
Zentrum im Rahmen des Zentrums für Höhere Studien der Universität
eingebunden, an dessen Arbeit das Institut für Theoretische Physik
sehr maßgeblich beteiligt ist.
Graduiertenkolleg Physikalische Chemie der Grenzflächen"
Sprecher: Prof. Dr. R. Szargan (Fakultät für Chemie und Mineralogie,
Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie)
Die Institute für Experimentelle Physik I und II sind an den Arbeiten
dieses Graduiertenkollegs beteiligt, das federführend an der Fakultät
für Chemie und Mineralogie bearbeitet wird. Das Ziel des Kollegs
besteht darin, ein interdisziplinär angelegtes Qualifizierungsvorhaben
zu verwirklichen, das einer größeren Zahl von Doktoranden
auf der Grundlage eines komplexen Forschungsprogrammes die Promotion
ermöglicht. Bearbeitungsschwerpunkte sind Grenzflächen poröser
Festkörper, Halbleitergrenzflächen und Fluidgrenzflächen.
|
|
|
|
Institut für Meteorologie
|
|
Das Institut für Meteorologie engagiert sich in den Forschungsschwerpunkten
Klima der Städte, Wasserhaushalt in Einzugsgebieten von regionaler
Skala im großräumigen Umfeld, Wolken- und Niederschlagsmodelle
in Regionalmodellen, natürliche Klimavariabilität unter Einschluß
der Rolle des Ozeans und Anregung und Ausbreitung großskaliger
Strömungssysteme in Ozean und Atmosphäre. Dabei kommen Fernerkundungsverfahren
vom Boden und von Satelliten aus, in-situ-Experimente, konzeptionelle
und Simulationsmodelle zum Einsatz. Eine enge Zusammenarbeit erfolgt
mit dem Institut für Informatik der Universität Leipzig, dem
Institut für Troposphärenforschung Leipzig und dem Geoforschungszentrum
Potsdam.
|
|
|
|
Institut für Geophysik und Geologie
|
|
Die Forschung am Institut für Geophysik und Geologie konzentriert
sich auf die drei Themenkreise Physik der Erde, der sich mit globalen
geophysikalischen Feldern und dem Aufbau des Erdkörpers befaßt
und Beiträge zur Prognose von Erdbeben und Vulkanausbrüchen
liefert, Ingenieur- und Umweltgeophysik, in dem Baugrund, Bergbaufolgen
und Altlasten untersucht werden, sowie Geologie und Paläontologie
des Quartärs und Tertiärs, der sich der in den jüngsten
Erdzeitaltern manifestierten Strukturen und deren Auswirkung auf die
Jetztzeit widmet. Eine enge Zusammenarbeit findet regional mit dem Umweltforschungszentrum
Leipzig-Halle und überregional mit dem Geoforschungszentrum Potsdam,
der Bergakademie Freiberg, dem Sächsischen Landesamt für Geologie
und der Universität Halle statt.
|
|
|
|
Institut für Geographie
|
|
Gegenstand der Forschung des Instituts für Geographie sind
raumbezogene Strukturen und Prozesse im Lebensmilieu des Menschen. Mit
gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Methoden werden unter integrativen
Gesichtspunkten die durch natürliche Prozesse und die Tätigkeit
des Menschen verursachten räumlichen Veränderungen erforscht,
bewertet und prognostiziert. Die Arbeitsgebiete sind die Physische Geographie
/ Geoökologie, die Anthropogeographie, die Regionale Geographie
und die Raumplanung sowie die Geoinformatik und Geofernerkundung. Von
besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit dem Institut für
Länderkunde Leipzig und dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle.
|
|
|
|
Forschungsförderung und Kooperation
|
|
Zahlreiche Forschungsvorhaben der Fakultät werden im Rahmen verschiedener
Förderprogramme unterstützt, wie Projekte der Europäischen
Union, Schwerpunktprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Programme
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Programme
des Freistaates Sachsen. Unter Berücksichtigung von zahlreichen
Projekten im Normalverfahren der DFG wurden in der Fakultät im
Jahre 2000 insgesamt 178 Forschungsprojekte bearbeitet. In dieser Zahl
sind auch viele Projekte enthalten, die auf Verträgen mit Städten
und anderen kommunalen Verwaltungen im Freistaat Sachsen und darüber
hinaus mit Industriebetrieben beruhen.
Die wichtigsten Kooperationspartner im Bereich außeruniversitärer
Forschungseinrichtungen sind (in Klammern die kooperierenden Institute):
- Institut für Länderkunde (Institut für Geographie),
- Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig (Institute
für Experimentelle Physik I und II),
- Institut für Troposphärenforschung Leipzig (Institut für
Meteorologie),
- Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften
Leipzig (vorrangig Institut für Theoretische Physik),
- Max-Planck-Institut für Neuropsychologische Forschung (Institute
für Experimentelle Physik I und II) und
- Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (Institute für Experimentelle
Physik I und II, Institut für Meteorologie, Institut für
Geophysik und Geologie und Institut für Geographie).
|
|
|
|
Experimentelle Grundausstattung
|
|
Der Fakultät ist es gelungen, durch erfolgreiche Anträge
im Rahmen des HBFG-Verfahrens die experimentelle Grundausstattung
weiterhin zu verbessern. Dabei sei die große Unterstützung
durch die Universität Leipzig (Dezernat 5) und durch das Sächsische
Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit Dank hervorgehoben.
Außerdem wurde über ein DFG-Normalverfahren die Anschaffung
eines 750 MHz-Festkörper-NMR-Spektrometers bewilligt, womit ein
wesentlicher Beitrag zum Aufbau eines Zentrums für Magnetische
Resonanzen an der Universität Leipzig geleistet werden kann.
|
|
|
|
Rekonstruktionsmaßnahmen
|
|
Die langjährigen baulichen Rekonstruktionsmaßnahmen
am Gebäude Linnéstraße 5 (Institute für Experimentelle
Physik I und II) konnten im Jahre 2000 abgeschlossen werden. In den
Instituten für Theoretische Physik, für Meteorologie, für
Geographie und für Geophysik und Geologie gibt es intensive Bemühungen
zur schrittweisen Verbesserung der räumlichen Situation.
|
|
|
|
Publikationen
|
|
Mit 204 im Druck erschienenen Publikationen (darunter eine hohe
Zahl von Originalarbeiten in Zeitschriften mit Gutachter-System bzw.
in international erfaßten Monographien) ist wiederum eine hohe
Zahl an Veröffentlichungen zu verzeichnen, die als Beleg für
die Leistungsfähigkeit der Fakultät dienen kann.
|
|
|
|
Forschungsspektrum der Fakultät
|
|
Forschungsspektrum der Fakultät
Das umfangreiche Forschungsspektrum der Fakultät umfaßt
die im folgenden angegebenen Gebiete, gegliedert nach Instituten und
Abteilungen:
|
|
|
|
Institut für Theoretische Physik
|
|
Institut für Theoretische Physik
(Direktor: Prof. Dr. W. Janke)
- Moleküldynamik/Computersimulation
(Leiter: Prof. Dr. R. Haberlandt)
Strukturelle Daten, thermodynamische Größen, das Phasenverhalten
und die Transportkoeffizienten spezieller Vielteilchensysteme und
ihre Abhängigkeit von inter- und intrakristalliner Wechselwirkung
und der Struktur der Moleküle und Grenzflächen werden
mittels molekularer Methoden der Statistischen Physik sowie der
Perkolationstheorie und der Computersimulation erforscht. Die Theorie
wird hinsichtlich der Berücksichtigung von nichtlinearen Effekten
und des Nichtgleichgewichtsverhaltens weiterentwickelt. Berücksichtigt
wird die Kopplung verschiedener molekularer Vorgänge wie Mischung,
Adsorption, Beweglichkeit, Benetzung, chemische Reaktion, Selbstdiffusion
und Transportdiffusion.
- Quantenfeldtheorie
(Leiter: Prof. Dr. G. Rudolph)
Die Untersuchungen zur relativistischen Quantenfeldtheorie beschäftigen
sich mit den Wechselwirkungen von Teilchen im Rahmen allgemeiner
Eichtheorien und unter äußeren Einflüssen, insbesondere
mit harten hadronischen Prozessen und Renormierungseffekten, sowie
den Grundzustandsenergien und dem Casimir-Effekt. Gegenstand der
Arbeiten der Mathematischen Physik sind die mathematische Struktur
und Dynamik von Modellen der Quantentheorie der Eichfelder und der
Unifizierung der fundamentalen Wechselwirkungen.
- Theorie der Elementarteilchen
(Leiter: Prof. Dr. K. Sibold)
Arbeiten zur Theoretischen Elementarteilchenphysik werden vor
allem auf den Gebieten der Quantenfeldtheorie der Elementarteilchen,
der Renormierung des Standardmodells, zu supersymmetrischen Theorien,
zur Quantenchromodynamik und zur Gittereichtheorie durchgeführt.
Im Zusammenhang mit Experimenten an Großbeschleunigeranlagen
werden theoretische Untersuchungen zu Strukturfunktionen von Hadronen
durchgeführt und Programme zur Simulation hadronischer Streuprozesse
entwickelt.
- Theorie der kondensierten Materie
(Leiter: Prof. Dr. A. Kühnel)
Die Arbeiten auf dem Gebiet der Theorie der kondensierten Materie
erfolgen in zwei Bereichen. Im Teilgebiet Strukturbildung werden
Forschungen zu rauschinduzierten Phänomenen, zur Strukturbildung
in Flüssigkristallen, zur multifraktalen Charakterisierung
ungeordneter Systeme, zur nichtlinearen Dynamik biologischer Systeme
und zum Immunsystem vorgenommen. Innerhalb des Teilgebietes Starke
Elektronenkorrelationen werden die Hochtemperatur-Supraleitung,
Spinkorrelationen, Ladungstransport, Symmetrien der Supraleitung,
Paarbildung und stark gekoppelte Elektron-Phonon-Systeme untersucht.
|
|
|
|
Institut für Experimentelle Physik I
|
|
Institut für Experimentelle Physik I
(Direktor: Prof. Dr. F. Kremer)
- Physik der Biomembranen
(Leiter: Prof. Dr. M. Lösche)
Gegenstand der Forschungsarbeiten ist die physikochemische Charakterisierung
von biologischen Membranen. Sowohl Grundlagenaspekte der molekularen
Biophysik als auch anwendungsbezogene Fragestellungen (einschließlich
Problemen der Biotechnologie) werden bearbeitet. Die Physik der molekularen
Selbstorganisationsprozesse wird an Modellmembranen untersucht. Im
Mittelpunkt stehen Fragen der Wechselwirkung zwischen den Membranen,
der Membranarchitektur und der molekularen Erkennungsprozesse, die
Biofunktionalisierung von Festkörperoberflächen sowie die
Struktur und Dynamik quasi-zweidimensionaler Gele und Polymer-Multischichten.
Der Probencharakterisierung dienen spektroskopische Verfahren, Streumethoden,
mikroskopische Techniken und die Kalorimetrie.
- Grenzflächenphysik
(Leiter: Prof. Dr. J. Kärger)
Die Erforschung der Wechselwirkung von Molekülen mit Festkörperoberflächen,
insbesondere mit der inneren Oberfläche mikro- und mesoporöser
Festkörper, steht im Mittelpunkt der Arbeiten. Untersucht werden
Anordnung, Struktur, Transportprozesse und Reaktivität von Molekülen
in Abhängigkeit von dem sie umfassenden Festkörper (vor
allem Zeolithe). Als experimentelle Methoden dienen die kernmagnetische
Resonanz, insbesondere die Pulsed-Field-Gradient (PFG)-NMR und die
hochauflösende Festkörper-NMR, die Infrarot-Spektroskopie
und die Interferenzmikroskopie. Die Forschungsarbeiten sind bei einer
Vielzahl technischer Prozesse wie energiesparende und umweltverträgliche
Stofftrennung und -veredlung, der Entwicklung von Funktionsmaterialien
und der Lagerstättenerkundung von unmittelbarer praktischer Bedeutung.
Eigene apparative Arbeiten konzentrierten sich auf den Aufbau eines
weiteren PFG-NMR-Spektrometers.
- Physik anisotroper Fluide
(Leiter: Prof. Dr. F. Kremer)
Ziel der Arbeiten ist die Erforschung der Struktur und Dynamik supramolekularer
Anordnungen, wie sie von Flüssigkristallen, niedermolekularen
und polymeren Verbindungen gebildet werden. Diese Systeme besitzen
einen hohen Grad an Kooperativität, der sich in der Ausbildung
von molekularen Überstrukturen sowie in einer kollektiven Relaxationsdynamik
niederschlägt. Als Untersuchungsmethoden werden die dielektrische
Spektroskopie (im Frequenzbereich von 0,001 Hz bis 10 GHz), die magnetische
Kernresonanzspektroskopie, die Kraftmikroskopie, die Oberflächen-Kraftmessung
und die Polarisationsmikroskopie eingesetzt. An Flüssigkristallen
werden Relaxationsprozesse untersucht. Diese Arbeiten finden u.a.
bei der Displayherstellung technische Anwendung.
- Polymerphysik
(Leiter: Prof. Dr. D. Geschke)
Polymere mit flüssigkristallinen Eigenschaften sowie Block-Coplymere
werden mit dem Ziel der Applikation neuer Polymersysteme untersucht.
Hierzu dienen NMR-Verfahren, die Lichtstreuung, Ellipsometrie, Röntgenstreuung,
die Laser-Intensitäts-Modulations-Methode sowie die Methode der
thermostimulierten Depolarisation. Besonderes Interesse gilt den Ordnungs-
und Orientierungsphänomenen sowie den dynamischen Prozessen in
partiell geordneten und fluiden Systemen, der gezielten Steuerung
der Strukturbildung in dünnen Schichten aus Funktionspolymeren
unter dem Einfluß äußerer mechanischer, elektrischer
und magnetischer Felder, der Untersuchung der Polarisationsverteilung
sowie der Struktur und Dynamik von Makromolekülen in Wechselwirkung
mit Grenzflächen.
|
|
|
|
Institut für Experimentelle Physik II
|
|
Institut für Experimentelle Physik II
(Direktor: Prof. Dr. W. Grill)
- Festkörperoptik
(Leiter: Prof. Dr. W. Grill)
Grundlagenbezogene Untersuchungen werden zu Energietransferprozessen
in Festkörpern durchgeführt, um ein besseres Verständnis
der Wechselwirkung von Licht mit Festkörpern sowie der elementaren
Prozesse beim Wärme- und Ladungstransport zu gewinnen. Die Untersuchung
der Transportphänomene erfolgt in Einkristallen auch im ballistischen
Bereich, in dem die Ausbreitung durch Anisotropie beeinflußt
wird. Anwendungsbezogene Arbeiten erfolgen zur Entwicklung von Dünnschicht-Solarzellen
und optisch aktiven Nanostrukturen. Zur Materialforschung und zur
Charakterisierung von Werkstoffen, Implantaten sowie biologisch-medizinischen
Präparaten werden neuartige rastermikroskopische Verfahren der
Elektronenmikroskopie, der konfokalen Laser-Raman- und Lumineszenzmikroskopie
sowie der Ultraschallmikroskopie mit Phasenkontrast entwickelt und
eingesetzt.
- Halbleiterphysik
(Leiter: Prof. Dr. K. Kreher, ab 15.12.2000: Prof. Dr. M. Grundmann)
Die optischen Eigenschaften von III-V-Halbleitern (wie z.B. GaAs und
ihren Mischkristallen), vor allem von mikro- und nanostrukturierten
Systemen und atomaren Einzelschichten, werden untersucht. Diese Strukturen
weisen zum Teil wesentlich neue, quantenmechanisch bedingte Eigenschaften
auf. Die Erforschung der Wachstums-Struktur-Eigenschaften stellt ein
grundlegendes Anliegen dar. Diese Materialien besitzen in der Optoelektronik,
in der nichtlinearen und der integrierten Optik eine herausragende
Bedeutung. Als Untersuchungsverfahren werden vorwiegend spektroskopische
Methoden, aber auch Röntgenbeugung, Raster- und Rastertunnelmikroskopie
und Neutralteilchen-Massenspektrometrie eingesetzt.
- Nukleare Festkörperphysik
(Leiter: Prof. Dr. T. Butz)
Die Lösung aktueller Probleme auf speziellen Gebieten der Materialwissenschaft
und der medizinisch-biologischen Forschung erfordert den Einsatz moderner
nuklearer Methoden wie der hochauflösenden Ionenstrahlanalytik
sowie nuklearer Sonden. Dieses Anliegen wird vor allem mit der Hochenergie-Ionen-Nanosonde
mit für Deutschland einmaligen Spezifikationen und die Weiterentwicklung
nuklearer Sondenverfahren verfolgt. Die Zielsetzungen der Arbeiten
liegen auf den Gebieten der Halbleiter, der Supraleiter, der reaktions-diffusions-gekoppelten
Systeme, des Einzelionenbeschusses lebender Zellen sowie der Aufklärung
der Struktur und Dynamik makromolekularer Systeme.
- Physik Dielektrischer Festkörper
(Leiter: Prof. Dr. D. Michel)
Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt bei der Erforschung der Struktur
und Dynamik von Festkörpern, insbesondere von Eigenschaften dielektrischer
Festkörper, wie strukturelle Phasenübergänge, glasartiges
Verhalten, Phänomene an den Miniaturisierungsgrenzen und Grenzflächen.
Hauptanliegen ist die Aufklärung der mikroskopischen Natur von
Phasenübergängen in Festkörpern mit kommensurabel und
inkommensurabel modulierten Strukturen und mit ferroelektrischen und
ferroelasti-schen Phasen. Untersucht wird die elektronische und räumliche
Struktur, die Dynamik von Molekülen in Wechselwirkung mit Oberflächen
poröser Festkörper (Zeolithe) sowie Struktureigenschaften
von Systemen mit Nanometerdimensionen. Eingesetzt werden Verfahren
der kernmagnetischen und elektronenparamagnetischen Resonanz sowie
dielektrische Methoden. Eigene apparative Arbeiten konzentrierten
sich auf die Entwicklung eines Impuls-Zusatzes für die ESR-Spektroskopie
im Q-Band.
- Supraleitung und Magnetismus
(Leiter: Prof. Dr. P. Esquinazi)
Die Forschungen zu supraleitenden und magnetischen Materialien
werden insbesondere zu Dünnschichtsystemen und dimensionsbegrenzten
Einkristallen durchgeführt. Gegenstand der Untersuchungen sind
Verlustmechanismen in dynamischen Prozessen, auch bei den technisch
relevanten Flußschläuchen und magnetischen Domänen.
Die Klärung grundlegender Fragestellungen, die den Einsatz
extrem tiefer Temperaturen erfordert, wird durch begleitende technologische
Entwicklungen wie der miniaturisierten Schwingungssensorik unterstützt.
|
|
|
|
Bereich Didaktik der Physik
|
|
Bereich Didaktik der Physik
(Leiter: Prof. Dr. W. Oehme)
Das Forschungsprofil umfaßt schulbezogene Arbeiten zur Vermittlung
traditioneller und moderner Inhalte der Physik einschließlich
empirischer Erprobungen. Lernformen im Physikunterricht, offener und
fachübergreifender Unterricht sowie die Möglichkeiten des
Einsatzes moderner Medien werden verstärkt untersucht.
|
|
|
|
Institut für Meteorologie
|
|
Institut für Meteorologie
(Direktor: Prof. Dr. G. Tetzlaff)
Forschungschwerpunkte sind im Bereich der Mesoskalen-Meteorologie die
Verdunstung und Bodenfeuchte, die Wirkung von Inhomogenitäten der
Oberfläche auf die Strömung, urbane Effekte, die Wolkenbildung
in regionaler Skala und die gegenseitige Beeinflussung unterschiedlicher
Skalen. Hierzu werden Fernerkundungsverfahren vom Boden und vom Satelliten,
in-situ-Experimente, numerische Modellierung und statistische Analysen
verwendet. Die Theoretische Meteorologie untersucht lineare und nichtlineare
dynamische Mechanismen, Wechselwirkungen verschiedener Skalen und die
Interaktion zwischen Ozean und Atmosphäre. Gegenstände der
Forschung sind die natürliche Klimavariabilität unter Einschluß
der Rolle des Ozeans, die Anregung großskaliger Strömungssysteme
und die Rückkopplung synoptischer Störungen auf die planetaren
Skalen, die Ausbreitung von Wellen in Ozean und Atmosphäre und
die Regionalisierung von globalen Klimavorhersagen. Dabei kommen sowohl
konzeptionelle als auch Simulationsmodelle und komplexe statistische
Verfahren zum Einsatz. Bei vielen Untersuchungen ist eine Verknüpfung
mit hydrologischen Prozessen wichtig. In einem weiteren Schwerpunkt
wird daher die Fernerkundung der kondensierten Phase in der Atmosphäre
und der obersten Bodenschicht entwickelt.
|
|
|
|
Institut für Geophysik und Geologie
|
|
Institut für Geophysik und Geologie
(Direktor: Prof. Dr. F. Jacobs)
- Physik der festen Erde
(Leiter: Prof. Dr. F. Jacobs)
Die Forschung setzt die Akzente auf die Gebiete globale geophysikalische
Felder, Aufbau des Erdkörpers, Vulkanologie sowie Struktur und
Prozesse der Lithosphäre. Untersucht werden Lockergesteine, Hohlräume
und geologische Barrieren. Zum Einsatz kommen geoelektrische Tomographie,
Hydrogeophysik, Isotopengeochemie, Georadiometrie, numerische geophysikalische
Modellierung und Geoinformatik.
- Ingenieur- und Umweltgeophysik
(Leiter: Prof. Dr. H. G. Meyer)
Gegenstand der Arbeiten ist die Erforschung der oberen Erdkruste mittels
der Verfahren Seismik, Georadar, Geomagnetik, Gravimetrie, Geothermometrie
und Geo-radiometrie. Untersucht werden Altlasten, Deponien, Grundwasserströme,
Bergbaurelikte, Strahlungsbelastungen und Schadstoffverteilungen und
deren Wirkung im urbanen Umfeld.
- Theoretische Geophysik
(Leiter: Prof. Dr. M. Korn)
Die seismische und elektromagnetische Wellenausbreitung wird erforscht
und die Struktur von Erdkruste und Erdmantel sowie Erdbebenherde und
seismisches Risiko untersucht. Dazu erfolgen methodische und anwendungsorientierte
Arbeiten zur Potentialtheorie, Tomographie und Inversion geophysikalischer
Felder.
|
|
|
|
Institut für Geographie
|
|
Institut für Geographie
(Direktor: Prof. Dr. R. Wießner)
- Anthropogeographie
(Leiterin: Prof. Dr. H. Schmidt)
Gegenstand der Arbeiten sind die wirtschaftlichen und sozialen Transformationsprozesse
in Ostdeutschland und Osteuropa unter besonderer Berücksichtigung
von Zielen einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung. Schwerpunkte
bilden stadt-, sozial- und wirtschaftsgeographische Untersuchungen
über Wohnungs-, Immobilien- und Arbeitsmärkte, spezielle
Fragestellungen zur Entwicklung des Einzelhandels und Prozesse der
mentalen Raumbildung sowie damit zusammenhängende Fragen der
Stadt- und Regionalplanung. In Partnerschaft mit Kommunen, Wirtschaft
und Freistaat Sachsen wird an der Konzeption und der Realisierung
einer regionalen Agenda für eine nachhaltige Raum- und Siedlungsentwicklung
für den Südraum Leipzig gearbeitet.
- Geoinformatik und Geofernerkundung
(Leiter: Prof. Dr. W. Kirstein)
Schwerpunkt der Arbeiten ist die Entwicklung und Anwendung innovativer
Methoden der Geographie. Hierbei werden Datenerfassung und Datenauswertung
für die Untersuchung lokaler, regionaler und globaler geographischer
Fragestellungen eingesetzt. Im Rahmen der Geoinitiative Leipzig"
werden regionale Problemstellungen für Leipzig und Sachsen bearbeitet.
Mit Hilfe ausgewählter Methoden der Fernerkundung sind vergleichende
Untersuchungen zur Bewertung des Flächenverbrauchs und zur nachhaltigen
Entwicklung von Großstadtregionen eingeleitet worden.
- Physische Geographie und Geoökologie
(Leiter: Prof. Dr. H. Neumeister)
Untersucht wird das Funktionieren geoökologischer Prozesse in
räumlich differenzierten Strukturen der Landschaft im Zusammenhang
mit der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben einschließlich
des Schutzes unserer Lebensumwelt. Den Schwerpunkt bildet dabei die
Analyse und Bewertung von Ursachen, Wirkungen, Verbreitungs- und Rückkopplungsmechanismen
von verschiedenen Formen der Bodendegratation mit den ökologischen,
wirtschaftlichen und sozialen Randbedingungen. Hieraus werden Schlußfolgerungen
zur nachhaltigen Entwicklung der Landschaftsnutzung und des Landschaftsschutzes
abgeleitet. In der planungsbezogenen Umweltgeographie wird ein wichtiges
Instrumentarium für die Analyse, Bewertung und das Management
urbaner Landschaften entwickelt.
|
 |
 |
|
|
Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle,
12.11.2001
|
 |