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Forschungsbericht 2000
 
Veterinärmedizinische Fakultät

Kontakt

 

 
Dekan

Professor Dr. Jürgen Gropp

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URL

An den Tierkliniken 19, 04103 Leipzig

(03 41) 97 38 000
(03 41) 97 38 099
dekanat@vetmed.uni-leipzig.de
http://www.vmf.uni-leipzig.de/


 

Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät

 
Forschungstätigkeit an der Fakultät
Habilitationen und Promotionen / Vorjahre

 

Berichte der Institute und Einrichtungen

 

Veterinär-Anatomisches Institut

Veterinär-Physiologisches Institut
Veterinär-Physiologisch-Chemisches Institut
Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie
Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik
Institut für Virologie
Institut für Immunologie
Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen
Institut für Parasitologie
Institut für Bakteriologie und Mykologie
Institut für Lebensmittelhygiene
Institut für Veterinar-Pathologie
Klinik für Kleintiere
Medizinische Tierklinik
Chirurgische Tierklinik
Ambulatorische und Geburtshilfliche Klinik
Lehr- und Versuchsgut Oberholz

 

Forschungstätigkeit an den Fakultäten

  Innerhalb der an der Fakultät bearbeiteten Thematiken zeichnen sich folgende Schwerpunkte in der Forschung ab:
  1. Gesundheitlicher Verbraucherschutz durch Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte
  2. Präventive Veterinärmedizin
  3. Klinische Veterinärmedizin
  4. Umweltgerechte Tierhaltung

 

Graduiertenkolleg

 

Hinsichtlich des „Gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte" ist vor allen Dingen das Graduiertenkolleg „Schlachttierbelastung und Produktsicherheit" (Sprecher: Prof. Dr. Fehlhaber, Institut für Lebensmittelhygiene) hervorzuheben.

Das Graduiertenkolleg befand sich im Jahre 2000 in der zweiten Förderungsphase. Insgesamt 10 Doktoranden aus 6 Instituten sind an dem Projekt beteiligt. Im Einzelnen wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Einfluß von Belastungsstreß auf die klinische Manifestation persistenter Salmonella-Infektionen und Charakterisierung der Infektionsmechanismen [Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
  • Aufbau eines Salmonella-Infektionsmodelles zur Untersuchung von Belastungsfaktoren [Institut für Immunologie],
  • Belastungsbedingte Schädigung der Darmbarriere [Veterinär-Physiologisches Institut],
  • Der Darm als Detoxifikationsorgan [Veterinär-Physiologisches Institut],
  • Belastungseinflüsse auf die Virustranslokation und Reaktivierung klinisch inapparenter Virusinfektionen [Institut für Virologie],
  • Ethologische Untersuchungen von Verhaltensunterschieden belasteter und nichtbelasteter Tiere [AG Ethologie, Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Nachweis von Campylobacter-Spezies bei sächsischen Schweinen vor und nach dem Transport [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Funktionelle Morphologie antigenassoziierter Reaktionen der gastrointestinalen Barriere beim Schwein [Institut für Pathologie],
  • Translokation von Antigenen an biologischen Grenzflächen und damit verbundene Schadwirkungen auf zellulärer Ebene - in vitro Untersuchungen [Institut für Pathologie].

Es konnte bislang eine Reihe interessanter Ergebnisse erzielt werden. Seit Beginn im Jahre 1995 hat das Graduiertenkolleg viel zur Doktorandenförderung und zur interdisziplinären Zusammenarbeit an der Fakultät beigetragen. Die Förderung wird bis Mai 2001 fortgesetzt.


 

Gesundheitlicher Verbraucherschutz

 


Außer dem Graduiertenkolleg sind gleichfalls auf den „Gesundheitlichen Verbraucherschutz" folgende Schwerpunkte orientiert:

  • Einfluß von Streß auf die mikrobielle Translokation bei Schlachtschweinen [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Modelle zur Vorhersage der Lebensmittelhaltbarkeit [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Nachweis von spezifiziertem Risikomaterial bzgl. BSE in Lebensmitteln [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Neue Strategien zur Zoonosebekämpfung durch orale Antikörpergabe an lebensmittelliefernde Tiere [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Alternative Leistungsförderer (Kräuter und Gewürze) unter besonderer Berücksichtigung tiergesundheitlicher Aspekte [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik],
  • H-Antigene von Salmonellen zum Nachweis von Salmonellen-Antikörpern [Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit Labordiagnostik Leipzig GmbH]
  • Translokation zoonotischer Bakterien (Salmonella, Yersinia, Campylobacter) aus dem porcinen Gastrointestinaltrakt in die inneren Organe während des Schlachtungsprozesses [Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen].

 

Präventive Veterinärmedizin

 

Im Rahmen der Forschungsarbeit zur „Präventiven Veterinärmedizin" stehen nicht nur paraklinische, sondern auch grundlagenorientierte Studien im Mittelpunkt des Interesses. Im Einzelnen werden folgende Projekte bearbeitet:

  • N-reduzierte Futtermischungen für Schweine [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik],
  • Strukturelle Untersuchungen zum Resorptionsverhalten von Huminsäuren im Duodenum von Schweinen [Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik],
  • Charakterisierung der immunstimulierenden Aktivität der p40-Untereinheit von Interleukin-12 [Institut für Immunologie in Zusammenarbeit mit veterinär- und humanmedizinischen Instituten und Kliniken der Universität Leipzig, Centre for Veterinary Science (University of Cambridge - UK), Institut für Pathologie und Institut für Virologie (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Forschungszentrum Borstel, University of Cape Town (Südafrika)],
  • Zusammenhänge zwischen Wachstum, Leistung und Gesundheit bei Haustieren [Veterinär-Anatomisches Institut],
  • Die Rolle von Fettsäuren und Antioxidantien, Prophylaxe und Therapie von Erkrankungen der Haustiere [Veterinär-Physiologisch-Chemisches Institut],
  • Adaptation der Transportprozesse im Vormagen auf funktioneller und molekularer Ebene [Veterinär-Physiologisches Institut in Zusammenarbeit mit Institut für Veterinär-Physiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Zentrum für Physiologie (Universität Göttingen), Forskningscentre Foulum (Dänemark) und Universität Hisar (Indien)],
  • Physiologie und Pathophysiologie des Enterischen Nervensystems [Veterinär-Physiologisches Institut in Zusammenarbeit mit Veterinär-Anatomischen Institut, Institut für Virologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Physiologisches Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover],
  • Bedeutung von endogenen und exogenen Mediatoren für das Durchfallgeschehen des Schweines [Veterinär-Physiologisches Institut],
  • Bedeutung der Magen-Darm-Flora für die Aufrechterhaltung der mikrobiellen und immunologischen Homöostase bei Tieren und Möglichkeiten ihrer Regulierung [Institut für Bakteriologie und Mykologie],
  • Hygiene der Ablauf aus Kompostieranlagen und Biofiltern [Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen].

 

Klinische Veterinärmedizin

 

Der Forschungsschwerpunkt zur „Klinischen Veterinärmedizin" ist an verschiedenen Einrichtungen der Fakultät etabliert, um einerseits humanmedizinisch getestete Diagnose- und Therapieverfahren auf das Tier zu übertragen und andererseits bei spezifischen in der Tiermedizin auftretenden Krankheiten Fortschritte in Diagnostik und Therapie zu erreichen. Dieser Zielstellung wird durch folgende Einzelprojekte Rechnung getragen:

  • Digitale bildgebende Verfahren in der Diagnostik neurologischer, kardialer und vaskulärer Erkrankungen [Klinik für Kleintiere],
  • Pathomorphologie und Pathophysiologie der Borna-Disease-Virus (BDV)-induzierten Netzhautdegeneration [Veterinär-Anatomisches Institut in Kooperation mit Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (Universität Leipzig), Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Universität Leipzig) und Institut für Virologie (Fachbereich Veterinärmedizin, Universität Gießen)]
  • Neuronendefizit im myenterischen Plexus und Hypertrophie der Längs- und Ringmuskulatur im Zäkum von Pferden mit chronisch rekurrierender Blinddarmverstopfung [Medizinische Tierklinik]
  • Stabilisation der Gesundheit und Leistung von Kühen im Peripartum mit besonderer Berücksichtigung des Energiehaushalts und des antioxidativen Status [Medizinische Tierklinik].

 

Umweltgerechten Tierhaltung

 

Dem Tierarzt fällt nicht nur die Aufgabe zu, für die Gesunderhaltung des Tieres zu sorgen, sondern er ist vom Gesetzgeber auch dazu verpflichtet, sich mit den Folgen der Tierhaltung auseinanderzusetzen. Dieser Aufgabe wird an der Fakultät dadurch Rechnung getragen, daß ein besonderer Forschungsschwerpunkt in Studien zur „Umweltgerechten Tierhaltung" besteht. So setzen sich verschiedene Arbeitsgruppen mit folgenden Einzelproblematiken auseinander:

  • Untersuchungen über den Einsatz des Musca-domestica-Antagonisten Ophyra aenescens zur biologischen Fliegenbekämpfung als Alternative der chemischen Fliegenbekämpfung [Institut für Parasitologie],
  • Reduktion der N-Ausscheidung von Ferkeln und Mastschweinen [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik].

 

Weitere Thematiken

  Neben diesen auf die Tiermedizin ausgerichteten Problematiken werden auch Thematiken behandelt, die in die Humanmedizin ausstrahlen. So wird an dem Veterinär-Anatomischen Institut in Kooperation mit dem IZKF und anderer Einrichtungen der Universität Leipzig die Modifikation der Glia-Neuron-Interaktion in der Säugetiernetzhaut bearbeitet.
zum Seitenanfang Homepage Suchen/Sitemap Sprachauswahl   Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 12.11.2001