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Veterinärmedizinische Fakultät
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Kontakt
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Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät
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Berichte der Institute und Einrichtungen

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Forschungstätigkeit an den Fakultäten

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Innerhalb der an der Fakultät bearbeiteten Thematiken
zeichnen sich folgende Schwerpunkte in der Forschung ab:
- Gesundheitlicher Verbraucherschutz durch Sicherheit der vom Tier
stammenden Produkte
- Präventive Veterinärmedizin
- Klinische Veterinärmedizin
- Umweltgerechte Tierhaltung
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Graduiertenkolleg
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Hinsichtlich des Gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch
Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte" ist vor allen
Dingen das Graduiertenkolleg Schlachttierbelastung und Produktsicherheit"
(Sprecher: Prof. Dr. Fehlhaber, Institut für Lebensmittelhygiene)
hervorzuheben.
Das Graduiertenkolleg befand sich im Jahre 2000 in der zweiten Förderungsphase.
Insgesamt 10 Doktoranden aus 6 Instituten sind an dem Projekt beteiligt.
Im Einzelnen wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:
- Einfluß von Belastungsstreß auf die klinische Manifestation
persistenter Salmonella-Infektionen und Charakterisierung der Infektionsmechanismen
[Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
- Aufbau eines Salmonella-Infektionsmodelles zur Untersuchung von
Belastungsfaktoren [Institut für Immunologie],
- Belastungsbedingte Schädigung der Darmbarriere [Veterinär-Physiologisches
Institut],
- Der Darm als Detoxifikationsorgan [Veterinär-Physiologisches
Institut],
- Belastungseinflüsse auf die Virustranslokation und Reaktivierung
klinisch inapparenter Virusinfektionen [Institut für Virologie],
- Ethologische Untersuchungen von Verhaltensunterschieden belasteter
und nichtbelasteter Tiere [AG Ethologie, Institut für Lebensmittelhygiene],
- Nachweis von Campylobacter-Spezies bei sächsischen Schweinen
vor und nach dem Transport [Institut für Lebensmittelhygiene],
- Funktionelle Morphologie antigenassoziierter Reaktionen der gastrointestinalen
Barriere beim Schwein [Institut für Pathologie],
- Translokation von Antigenen an biologischen Grenzflächen und
damit verbundene Schadwirkungen auf zellulärer Ebene - in vitro
Untersuchungen [Institut für Pathologie].
Es konnte bislang eine Reihe interessanter Ergebnisse erzielt werden.
Seit Beginn im Jahre 1995 hat das Graduiertenkolleg viel zur Doktorandenförderung
und zur interdisziplinären Zusammenarbeit an der Fakultät
beigetragen. Die Förderung wird bis Mai 2001 fortgesetzt.
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Gesundheitlicher Verbraucherschutz
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Außer dem Graduiertenkolleg sind gleichfalls auf den Gesundheitlichen
Verbraucherschutz" folgende Schwerpunkte orientiert:
- Einfluß von Streß auf die mikrobielle Translokation
bei Schlachtschweinen [Institut für Lebensmittelhygiene],
- Modelle zur Vorhersage der Lebensmittelhaltbarkeit [Institut für
Lebensmittelhygiene],
- Nachweis von spezifiziertem Risikomaterial bzgl. BSE in Lebensmitteln
[Institut für Lebensmittelhygiene],
- Neue Strategien zur Zoonosebekämpfung durch orale Antikörpergabe
an lebensmittelliefernde Tiere [Institut für Lebensmittelhygiene],
- Alternative Leistungsförderer (Kräuter und Gewürze)
unter besonderer Berücksichtigung tiergesundheitlicher Aspekte
[Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden
und Diätetik],
- H-Antigene von Salmonellen zum Nachweis von Salmonellen-Antikörpern
[Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit Labordiagnostik
Leipzig GmbH]
- Translokation zoonotischer Bakterien (Salmonella, Yersinia, Campylobacter)
aus dem porcinen Gastrointestinaltrakt in die inneren Organe während
des Schlachtungsprozesses [Institut für Tierhygiene und Öffentliches
Veterinärwesen].
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Präventive Veterinärmedizin
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Im Rahmen der Forschungsarbeit zur Präventiven Veterinärmedizin"
stehen nicht nur paraklinische, sondern auch grundlagenorientierte Studien
im Mittelpunkt des Interesses. Im Einzelnen werden folgende Projekte
bearbeitet:
- N-reduzierte Futtermischungen für Schweine [Institut für
Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik],
- Strukturelle Untersuchungen zum Resorptionsverhalten von Huminsäuren
im Duodenum von Schweinen [Veterinär-Anatomisches Institut in
Zusammenarbeit mit Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden
und Diätetik],
- Charakterisierung der immunstimulierenden Aktivität der p40-Untereinheit
von Interleukin-12 [Institut für Immunologie in Zusammenarbeit
mit veterinär- und humanmedizinischen Instituten und Kliniken
der Universität Leipzig, Centre for Veterinary Science (University
of Cambridge - UK), Institut für Pathologie und Institut für
Virologie (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Forschungszentrum
Borstel, University of Cape Town (Südafrika)],
- Zusammenhänge zwischen Wachstum, Leistung und Gesundheit bei
Haustieren [Veterinär-Anatomisches Institut],
- Die Rolle von Fettsäuren und Antioxidantien, Prophylaxe und
Therapie von Erkrankungen der Haustiere [Veterinär-Physiologisch-Chemisches
Institut],
- Adaptation der Transportprozesse im Vormagen auf funktioneller und
molekularer Ebene [Veterinär-Physiologisches Institut in Zusammenarbeit
mit Institut für Veterinär-Physiologie der Tierärztlichen
Hochschule Hannover, Zentrum für Physiologie (Universität
Göttingen), Forskningscentre Foulum (Dänemark) und Universität
Hisar (Indien)],
- Physiologie und Pathophysiologie des Enterischen Nervensystems [Veterinär-Physiologisches
Institut in Zusammenarbeit mit Veterinär-Anatomischen Institut,
Institut für Virologie der Justus-Liebig-Universität Gießen,
Physiologisches Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover],
- Bedeutung von endogenen und exogenen Mediatoren für das Durchfallgeschehen
des Schweines [Veterinär-Physiologisches Institut],
- Bedeutung der Magen-Darm-Flora für die Aufrechterhaltung der
mikrobiellen und immunologischen Homöostase bei Tieren und Möglichkeiten
ihrer Regulierung [Institut für Bakteriologie und Mykologie],
- Hygiene der Ablauf aus Kompostieranlagen und Biofiltern [Institut
für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen].
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Klinische Veterinärmedizin
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Der Forschungsschwerpunkt zur Klinischen Veterinärmedizin"
ist an verschiedenen Einrichtungen der Fakultät etabliert, um einerseits
humanmedizinisch getestete Diagnose- und Therapieverfahren auf das Tier
zu übertragen und andererseits bei spezifischen in der Tiermedizin
auftretenden Krankheiten Fortschritte in Diagnostik und Therapie zu
erreichen. Dieser Zielstellung wird durch folgende Einzelprojekte Rechnung
getragen:
- Digitale bildgebende Verfahren in der Diagnostik neurologischer,
kardialer und vaskulärer Erkrankungen [Klinik für Kleintiere],
- Pathomorphologie und Pathophysiologie der Borna-Disease-Virus (BDV)-induzierten
Netzhautdegeneration [Veterinär-Anatomisches Institut in Kooperation
mit Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (Universität
Leipzig), Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Universität
Leipzig) und Institut für Virologie (Fachbereich Veterinärmedizin,
Universität Gießen)]
- Neuronendefizit im myenterischen Plexus und Hypertrophie der Längs-
und Ringmuskulatur im Zäkum von Pferden mit chronisch rekurrierender
Blinddarmverstopfung [Medizinische Tierklinik]
- Stabilisation der Gesundheit und Leistung von Kühen im Peripartum
mit besonderer Berücksichtigung des Energiehaushalts und des
antioxidativen Status [Medizinische Tierklinik].
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Umweltgerechten Tierhaltung
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Dem Tierarzt fällt nicht nur die Aufgabe zu, für die Gesunderhaltung
des Tieres zu sorgen, sondern er ist vom Gesetzgeber auch dazu verpflichtet,
sich mit den Folgen der Tierhaltung auseinanderzusetzen. Dieser Aufgabe
wird an der Fakultät dadurch Rechnung getragen, daß ein besonderer
Forschungsschwerpunkt in Studien zur Umweltgerechten Tierhaltung"
besteht. So setzen sich verschiedene Arbeitsgruppen mit folgenden Einzelproblematiken
auseinander:
- Untersuchungen über den Einsatz des Musca-domestica-Antagonisten
Ophyra aenescens zur biologischen Fliegenbekämpfung als Alternative
der chemischen Fliegenbekämpfung [Institut für Parasitologie],
- Reduktion der N-Ausscheidung von Ferkeln und Mastschweinen [Institut
für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik].
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Weitere Thematiken
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Neben diesen auf die Tiermedizin ausgerichteten Problematiken
werden auch Thematiken behandelt, die in die Humanmedizin ausstrahlen.
So wird an dem Veterinär-Anatomischen Institut in Kooperation mit
dem IZKF und anderer Einrichtungen der Universität Leipzig die Modifikation
der Glia-Neuron-Interaktion in der Säugetiernetzhaut bearbeitet. |
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Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle,
12.11.2001
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