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Forschungsbericht 2000
 
 
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Department of Neurology

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Direktor Professor Dr. Armin Wagner
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Überblick

 

 
Forschungsprojekte
Research Projects

Veröffentlichungen
Publications

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Forschungsprojekte / Research Projects

Multizentrische, parallele, gruppensequentielle, randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von innerhalb von 6 Stunden nach Auftreten eines akuten ischämischen Schlaganfalls intravenös verabreichten Ancrod (Arvin) - ESTAT
Multicenter, parallel, group sequential, randomized, double-blind, placebo- controlled study of efficacy and safety of IV Ancrod (Arvin) given within 6 hours after the onset of acute, ischemic stroke (ESTAT)

Prof. Dr. Dietmar Schneider, Dr. Jörg Berrouschot, Daniel Clark, Johannes Köster, Annegret Rössler, Dr. Henryk Barthel (Klinik für Nuklearmedizin), Prof.Dr. Jürgen Dietrich (Klinik für Diagnostische Radiologie)

In dieser prospektiven Studie wird das Gift der malayischen Grubenviper an insgesamt 1600 Patienten mit Mediainfarkt innerhalb der ersten 6 Stunden über einen Zeitraum von 5 Tagen angewandt. Die ersten Ergebnisse im Mai 1999 führten dazu, daß die ursprünlich für 800 Patienten geplante Studie auf 1600 Patienten erweitert wurde. Der Grund war ein sich abzeichnender positiver Behandlungseffekt. Im März 2000 kam es zu einer dramatischen Studienwende: Die Interimsauswertung zwang zum Abbruch (Placebo besser
als Verum). Warum dieser Widerspruch zur positiven Ancrod-Studie im 3-Stunden-Fenster jetzt auftrat, wurde bislang nicht publiziert (Stand 31.12.00).

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)


Eine multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit adaptivem Design zur Bestimmung des Dosis-Wirkungsverhältnisses, der Sicherheit und der Verträglichkeit von UK-279, 276 bei akutem Schlaganfall (ASTIN)
A double blind placebo controlled multi-centre adaptive design study to assess the dose-response relationship, safety and toleration of UK-279,276 in acute stroke (ASTIN)

Prof. Dr. Dietmar Schneider, Dr. Andreas Schulz, Dr. Anne Rössler, Manuela Reinohs, Almuth Desselberger, Dr. Albrecht Günther

Verminderung der ischämischen Schädigungskaskade durch antagonistische Wirkung gegenüber dem Adhäsionsmolekül CD 11b (Mac-1), d.h. Verminderung der neuronalen Schädigung durch einen neutrophilen Hemmfaktor (UK-279, 276). Es werden bis maximal 2000 Patienten in einer kompetitiven Rekrutierung eingeschlossen, die im November 2000 begann.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)


Randomisierte Parallelgruppenstudie zur Wirksamkeit einer kombinierten Standard- und hyperbaren Sauerstoffbehandlung im Vergleich zu einer alleinigen Standardbehandlung bei Patienten mit ischämischen Schlaganfall innerhalb von drei Stunden nach Einsetzen der Schlaganfallsymptomatik (HBO-Studie)
Randomized, parallel-group study of efficacy of a combined standard- and hyperbaric oxygen therapy versus standard treatment alone in patients with acute ischemic stroke within 3 hours following the onset of symptoms (HBO-Study)

Prof. Dr. Dietmar Schneider, PD Dr. Jörg Berrouschot, Dr. Andreas Schulz, Dr. Peter Günther, Dr. Albrecht Günther, Dr. Daniel Clark

Es sollen 80 Patienten eingeschlossen werden, die innerhalb der ersten 3 Stunden nach Symptombeginn auf die Intensivtherapiestation aufgenommen wurden. Alle Patienten erhalten eine systemische Thrombolyse, jeder 2. Patient zusätzlich insgesamt 8 HBO-Behandlungen von je 90 Minuten Dauer, davon 4 x am ersten Behandlungstag. Mit ersten Ergebnissen ist nicht vor Mitte 2001 zu rechnen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Doppelblinde, placebokontrollierte Sicherheits-, Wirksamkeits- und Dosis-Antwort-Studie von zwei intravenös verabreichten Dosierungen von BMS-204352 bei Patienten mit akutem Schlaganfall (POST)
A double-blind, placebo-controlled, safety, efficacy and dose response trial of two intravenous doses of BMS-204352 in patients with acute stroke (POST)

Prof. Dr. Dietmar Schneider, PD Dr. Jörg Berrouschot, Dr. Andreas Schulz, Dr. Daniel Clark, Prof. Dr. Jürgen Dietrich (Klinik für Diagnostische Radiologie)

Geprüft wurde eine neuroprotektive Substanz (Kaliumkanalöffner) an Schlaganfallpatienten, die innerhalb der ersten 6 Stunden nach Symptombeginn zur stationären Aufnahme kamen. Die Studie wurde in mehr als 100 Kliniken durchgeführt und abgeschlossen. Als Ergebnis fand sich keine statistische Differenz in der Verträglichkeit und Sicherheit zwischen Verum und Placebo. Die endgültigen Resultate werden publiziert.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft


Blockade des Thrombozyten-GP-IIB/IIIA Rezeptors zur Verhinderung vaskulärer Rezidivereignisse (BRAVO)
Blockade of the GP IIB/IIIA Receptor to Avoid Vascular Occlusion (BRAVO)

Prof. Dr. Dietmar Schneider (schneid@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Jörg Berrouschot, Dr. Georgia Fischer

Der Thrombozyten-GB-IIB/IIIA-Rezeptor-Antagonist Lotrafiban wurde als Langzeitrezidivprophylaxe zur Verhinderung vaskulärer Rezidivereignisse bei Patienten mit ischämischen Insult / TIA geprüft, an anderen Kliniken auch an Patienten nach akuten Myokardinfarkt, instabiler Angina pectoris und peripherer arterieller Verschlußkrankheit. Die Studie wurde Anfang Dezember 2000 abgebrochen. Geplant war eine 5jährige Laufzeit. Der Abbruch erfolgte wegen höherer Letalität in der Verumgruppe (2,7 % Lotrafiban vs. 2,0 % Placebo)

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)


Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) bei fokaler zerebraler Ischämie.
Hyperbaric oxygen therapy in focal cerebral ischemia.

PD Dr. Jörg Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), Dr. A. Günther, cand.med. P. M. Schneider, cand.med. I. Kunert, Dr. S. Roßner, Prof. Dr. V.Bigl (Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung)

Am Tiermodell (permanenter Verschluß der A.cerebri media, spontan-hypertensive Ratte) sollen die Wirkungen einer einmaligen vs. mehrmaligen HBO-Behandlung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne HBO-Behandlung auf das neurologische Outcome und die Infarktgröße untersucht werden. Von den geplanten 120 Ratten wurden bisher 60 Ratten in die Studie eingeschlossen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Auswirkungen von hyperbarem Sauerstoff auf den Energiestoffwechsel hypoxischer neuronaler Zellen.
Influence of hyperbaric oxygen on energy metabolism in hypoxic neurons.

Dr. Albrecht Günther, PD Dr. J. Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. Wagner, Dr. R. Reinhardt, Prof. Dr. P. Illes (beide Institut für Pharmakologie und Toxikologie)

An kortikalen Neuronen sollen die Veränderungen des Stoffwechsels der energiereichen Phosphate unter verschieden Hypoxiezeiten und die Reoxygenierung mit normobarem und hyperbarem Sauerstoff untersucht werden.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Frühdiagnostik, Therapiemonitoring und Prognose von ischämischen Schlaganfällen mittels 99mTc-ECD-SPECT und diffusions-/perfusionsgewichteter MRT.
Early diagnosis, monitoring and prognosis of acute ischemic stroke by 99mTc-ECD-SPECT and diffusion/perfusion weighted MRI.

PD Dr. Jörg Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), Dr. H. Barthel (Klinik für Nuklearmedizin), PD Dr. S.Kösling (Klinik für Diagnostische Radiologie), Prof. Dr. D. Schneider

Die prospektive Studie hat zum Ziel, bei Patienten mit ischämischen Schlaganfällen innerhalb der ersten 6 Stunden nach Symptombeginn mittels 99mTc-ECD-SPECT und diffusions-/perfusionsgewichteter MRT zwischen Patienten mit noch potentiell rettbaren oder schon irreversibel geschädigten fokalen ischämischen Läsionen zu unterscheiden und daraus Prognose- bzw. Behandlungskriterien abzuleiten. Desweiteren soll die Eignung dieser Methoden zum Therapiemonitoring untersucht werden. Bisher wurden 80 Patienten mit beiden Methoden untersucht. Drei Arbeiten und eine Habilitation zu den SPECT-Untersuchungen wurden 1998 publiziert. Eine erste Arbeit zum Therapiemonitoring erschien 1999 (Stroke 1999;30:787-792)

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Prospektive randomisierte Parallelgruppenstudie zur Sicherheit und Wirksamkeit der milden Hypothermie-Behandlung vs. Normothermie-Behandlung nach Hemikraniektomie bei Patienten mit malignem Mediainfarkt.
Prospective randomized parallel group study to test safety and efficacy of mild hypothermia vs. normothermia in patients with malignant MCA infarction after decompressive hemicraniectomy.

PD Dr. Jörg Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), U. Schmeier, Dr. C.Trantakis (Klinik für Neurochirurgie), Prof. Dr. D. Schneider

In dieser neurochirurgisch-intensivneurologischen Therapiestudie zur Wirksamkeit milder Hypothermie (32-33 Grad C) im Vergleich zur Normothermie sollen Patienten unmittelbar nach Dekompressionsoperation wegen sogenanntem malignen Mediainfarkt (Spontanverlauf 80 - 90 % Letalität) untersucht werden. Es wurden 29 Patienten eingeschlossen. Die Pilotstudie ist abgeschlossen. Die Auswertung läuft.

Weiterführung: Nein

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Clopidogrel/aspirin long-time inhibition of platelet aggregation - study (CALTIPAS).

Dr. Georgia Fischer, PD Dr. Jörg Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. A. Wagner, Dr. A. Siegemund (Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie), Dr. S. Uhlemann (Klinikum Altenburg)

Die Mehrzahl der Patienten nach ischämischem Schlaganfall erhält Aspirin zur Sekundärprophylaxe. Ein regelmäßiges Monitoring der aggregationshemmenden Wirkung erfolgt jedoch nicht. Diese prospektive Studie hat zum Ziel bei 300 Patienten zu definierten Zeiten (Tag 1, 3. Monat, 6. Monat. 1 Jahr), die Anzahl der Patienten, die keine ausreichende Aggregationshemmung haben (sog. Aspirin-Non-Responder) zu ermitteln und mögliche Ursachen aufzuklären. Die Screeningphase ist abgeschlossen. Das follow-up läuft.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)


Klinisch-neurophysiologische Studie zu Charakterisierung und Verlauf der verschiedenen diabetischen Polyneuropathie-Manifestationsformen beim langsam progredienten autoimmunen Typ 1 Diabetes mellitus (LADA).
Clinical and neurophysiologic study in order to characterize the various forms of manifestation types of diabetic polyneuropathy in slowly progressive autoimmune type 1 diabetes (LADA).

Dr. Petra Baum, Doz. Dr. F.Grahmann, Prof. Dr. A. Wagner (waga@medizin.uni-leipzig.de)

Die Studie soll untersuchen, ob sich die kürzlich neu entdeckte LADA- Diabetesuntergruppe hinsichtlich ihrer neurologischen Komplikation am peripheren Nervensystem, der Polyneuropathie, von den anderen bekannten Formen unterscheidet und welche Fasertypen in welchem Ausmaß von der Läsion betroffen sind. Durch besseres pathogenetisches Verständnis dieser Sonderform des Diabetes lassen sich u. U. auch therapeutische Konzepte ableiten.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Motorisch evozierte Potentiale (MEP) bei der akuten cerebralen Ischämie.
Motor evoked potentials (MEP) in acute cerebral ischemia.

cand.med. Dana Baumann, PD Dr. J. Berrouschot (berj@medizin.uni-leipzig.de), Doz. Dr. F. Grahmann, Prof. Dr. A. Wagner.

Der Wert der MEP für die Einschätzung der Prognose und des Outcomes von Schlaganfallpatienten ist noch nicht ausreichend geklärt. Es handelt sich um eine Untersuchung, die eine Korrelation zwischem initialem MEP in der Perakutphase in den ersten 6 Stunden nach Auftreten der klinischen Symptomatik und im mittleren und längerem Verlauf beschreibt. Bisher wurden es keine solchen Studien publiziert. Das Krankengut stammt aus der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) und der Allgemeinstation der Neurologischen Universitätsklinik Leipzig bzw. der Neurologischen Rehabilitationsklinik Bennewitz.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Mechanismen räumlicher Orientierung und visueller Skotome mittels transkranieller Magnetstimulation.
Mechanisms of spatial orientation and visual scotomas by transcranial magnetic stimulation.

Doz. Dr. Friedrich Grahmann, PD Dr. S. Pollmann (Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung Leipzig), Prof. Dr. D.Y. v. Cramon (Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung Leipzig).

Hierbei wird in Erweiterung eines Modells der bilateralen rechtshemisphärischen Dominanz ein Modell asymmetrischer hemisphärischer Aufmerksamkeitsgradienten mittels singulärer und hochfrequenter repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS) im Magnetstimulationslabor der Neurologischen Universitätsklinik Leipzig untersucht und weiterentwickelt, nachdem zuerst der Zeitverlauf der TMS-induzierten visuellen Reizextinktion/Inhibition ermittelt wurde. Ein weiteres Experiment besteht in Erzeugung und Charakterisierung von visuellen Phänomenen (Skotomen/Mikropsien) bei rTMS-Stimulation des visuellen Cortex.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Kontrollierte, prospektive Studie zur therapeutischen Wirksamkeit der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation bei Patienten mit Morbus Parkinson.
Controlled prospective study investigating the therapeutic efficacy of repetitive transcranial magnetic stimulation in patients suffering from Parkinson's disease.

Doz. Dr. Friedrich Grahmann, Dr. W. Hermann, Dr. M. de Groot, Prof. Dr. A. Wagner

Hierbei wird als Zielparameter die Verbesserung der Hypokinese mittels Bewegungsanalyse mit dem V-Scope (VS-300, Firma Phywe) nach zweimaligen rTMS-Stimulationsserien des contalateralen Handareals des primären motorischen Cortex untersucht.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Klinisch-neurophysiologischen, prospektiven Studie über komplexe isometrisch-dynamographisch-elektromyographische Untersuchungen bei Guillain-Barré-Syndrom, Vorderhornerkrankungen (ALS) und Myopathien.
Clinical, neurophysiologic, prospective study of complexe isometric, dynamographic, and electromyographic investigations in Guillain-Barré-syndrome, motor neuron disease (ALS) and myopathies.

Doz. Dr. Friedrich Grahmann, Dr. H. Rühl, C. Müller, Dr. P. Baum, Dr. M. de Groot, Prof. Dr. A. Wagner

Das 3-kanalige Meß- und Belastungssystems "Biodex" wird zur Paresenquantifizierung, isometrisch-isokinetischem Krafttraining und zur Verlaufsbeurteilung der Kraftentwicklung von paretischen Patienten eingesetzt mit dem Ziel neben einer Charakterisierung des Krankheitsverlaufs auch zur Therapieevaluierung beizutragen

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Internationale Multicenter European ALS Health Profile Study der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM).

Doz. Dr. Friedrich Grahmann, Prof. Dr. A. Wagner.

Epidemiologische Studie zur Evaluation der Belastungen von ALS-Kranken, Pflegenden und Angehörigen im Alltag.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Assoziation von Autoantikörpern gegen das Protein res4-22 sowie gegen weitere Autoantigene mit neurologischen Erkrankungen.
Association of autoantibodies against an unknown protein encoded by a RES4-22 homologous gene with neurologic diseases.

Prof. Dr. Thomas Mothes, M. Amin, J. Karbe, H. Uhlig, M. Kamprad, Prof. Dr. H. Hummelsheim, Doz. Dr. F. Grahmann

Klinische Betreuung einer Studie des Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Universität Leipzig (Prof. Dr. T. Mothes) zur Assoziation von Autoantikörpern gegen das Protein res4-22 sowie gegen weitere Autoantigene mit diversen neurologischen Erkrankungen mit dem Ziel der Isolierung, Charakterisierung und der Frage des diagnostischen Einsatzes dieser Autoantigene.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Feinmotorische Diagnostik von Patienten mit einem Morbus Wilson mit dem V-SCOPE-System.
Diagnosis of movement disorders in Wilson´s Disease using V-SCOPE- System.

Dr. Wieland Hermann (hermw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. T. Villmann (Klinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin), Prof. Dr. A. Wagner

Mittels einer Testbatterie werden standardisiert feinmotorische Störungen erfaßt. Das V-SCOPE-System liefert hierfür dreidimensionale Zeit-Positionsdaten und ermöglicht so die exakte quantitative Auswertung einer Bewegungsspur. Durch eine Clusteranalyse können Untergruppen feinmotorischer Bewegungsstörungen erkannt und in Korrelation zu anderen Daten (Klinik, MRT, Nuklearmedizin) gesehen werden.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Nuklearmedizinische Diagnostik basalganglionärer Erkrankungen mit ß-CIT-SPECT, IBZM-SPECT und FDG-PET.
Diagnostic of basalganglionar diseases using ß-CIT-SPECT, IBZM-SPECT and FDG-PET.

Dr. Wieland Hermann (hermw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. H. Barthel, Dr. S. Hesse, PD Dr. R. Kluge (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Prof. Dr. A. Wagner

Aus der Konstellation nuklearmedizinischer Befunde (ß-CIT-, IBZM-SPECT) am nigrostriatalen System sollen differentialdiagnostische Rückschlüsse bei der Diagnostik extrapyramidal-motorischer Erkrankungen gezogen werden. Weiterhin dienen FDG-PET-Untersuchungen zum Nachweis regionaler metabolischer Störungen im extrapyramidalen System. Anhand dieser Befunde ist der differentialdiagnostische Beitrag zu prüfen. Insgesamt können funktionell-anatomische und klinische Zusammenhänge extrapyramidal-motorischer Erkrankungen erkannt werden. Dazu erfolgt eine Korrelation mit den Ergebnissen feinmotorischer Messungen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Kontrollierte, prospektive Studie zur therapeutischen Wirksamkeit der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation bei Patienten mit Morbus Parkinson, Morbus Wilson und essentiellem Tremor.
Controlled prospective study investigating the therapeutic efficacy of repetitive transcranial magnetic stimulation in patients suffering from Parkinson´s disease, Wilson´s disease and essential tremor.

Dr. Wieland Hermann (hermw@medizin.uni-leipzig.de), Doz. Dr. F. Grahmann, Dr. M. de Groot, J. Steffen, Prof. Dr. A. Wagner

Durch die repetitive Applikation eines Magnetfeldes hoher Feldstärke wurde ein positiver Effekt auf motorische Defizite bei Parkinson-Patienten beobachtet. Anhand eines definierten Regimes soll die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode an Parkinson-Patienten überprüft werden. Außerdem wird der Einfluß einer solchen Behandlungsserie auf extrapyramidal-motorische Symptome anderer Krankheitsbilder (M. Wilson, essentieller Tremor) untersucht. Auftretende Symptomänderungen werden sowohl klinisch als auch im Rahmen einer Testbatterie objektiv erfaßt. Insgesamt soll so der klinische Nutzen dieser nebenwirkungsarmen Behandlungsmethode bei extrapyramidal-motorischen Erkrankungen eingeschätzt werden.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Mutationsspektrum des ATP7B-Gens bei M. Wilson in Ostdeutschland.
The spectrum of mutations of the ATP7B-gene in Wilson disease in East Germany.

Dr. Hans-Jürgen Kühn, Dr. Karel Caca (Medizinische Klinik II; caca@medizin.uni-leipzig.de)

Bei 46 Patienten mit gesichertem M. Wilson wurde das ganze Wilson-Gen ATP7B mit insgesamt 21 Exons sequenziert. Die häufigste Mutation H1069Q (Exon 14) wurde bei 89% aller Patienten (19 homozygot, 22 heterozygot) gefunden. Als zweithäufigste Mutation fand sich im Exon 15 die Deletion 3400delC (8 Patienten, 1 homozygot, 7 heterozygot. Im Exon 8 fanden sich 6 verschiedene Mutationen.
Insgesamt konnten 4 neue Mutationen gefunden werden, so daß die Detektionsrate in insgesamt 92 Allelen 86 Mutationen nachgewiesen werden konnten, was einer Detektionsrate von 94% entspricht.
Die Analyse der Exone 8, 14 und 15 ergibt bei einem Auftreten der Mutationen in beiden Allelen bei 35 von 46 Fällen eine Detektionsrate von 76%.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (DFG)


Untersuchungen zur Entkupferung im Verlauf der Wilsonschen Erkrankung.
Investigations on decoppering in the course of Wilson disease.

Dr. Hans-Jürgen Kühn (kuehnh@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. J. Lößner, K. Guthke

Das Krankengut (M. Wilson) unserer Klinik wurde unter Berücksichtigung von Therapieform und -dauer anhand biochemischer Verlaufsparameter und individueller Krankheitsverläufe auf den Zeitpunkt der Entkupferung untersucht. Bei 24 Patienten mit initialer D-Penicillamintherapie erreichten 14 nach 1 Jahr, 4 nach 2 und 1 Patient nach 3 Jahren eine negative Kupferbilanz mit deutlicher klinischer Besserung. Bei allen 6 initial mit Zinksalzen behandelten Patienten wurde innerhalb eines Jahres eine negative Kupferbilanz erreicht, bzw. bei asymptomatischen Patienten beibehalten.

Weiterführung: Nein

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Nachweis von AGE (advanced glycation endproducts) im Liquor.
Detection of AGEs (advanced glycation endproducts) in the cerebrospinal fluid.

Dr. Gerald Münch (mueg@medizin.uni-leipzig.de), Dr. W. Conrad (IZKF), Dr. H.-J. Kühn

Aufbau eines ELISA zum Nachweis von CML (Carboxymethyllysin), einem AGE im Liquor bei Patienten mit dementiellen Erkrankungen

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)


Abhängigkeit der Atmungskoordination von passiven und aktiven Bewegungen bei gesunden Versuchspersonen und Patienten nach einer fokalen cerebralen Ischämie
Influence of passive and active movements on coordination of respiration in controls and patients after focal cerebral ischemia

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de), Fanny Zühlke, Christian Müller, Prof. Dr. Armin Wagner, Dr. Dietrich Ebert (Carl-Ludwig-Institut für Physiologie, Universität Leipzig)

Aktive und passive Bewegungen können die Koordination der Atmung beeinflussen. Abhängig von Frequenz und Amplitude der Bewegung sowie der Lokalisation kommt es wahrscheinlich durch Verbindungen des primären und supplementär-motorischen Kortex mit atmungsrelevanten Arealen der Formatio reticularis im Hirnstamms zu Veränderungen von Atmungsparametern. Unter Verwendung neurophysiologischer Methoden wird dieser Einfluß qualitativ und quantitativ sowohl bei gesunden Versuchspersonen als auch bei Patienten nach einer fokalen cerebralen Ischämie erfaßt. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse hinsichtlich der Atmungssteuerung und können therapeutische Entscheidungen in der Rehabilitation nach cerebralen Ischämien verändern.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Therapeutischer Einsatz neuer Botulinumtoxine und prospektive / retrospektive Untersuchungen bei sekundären Nonrespondern
Therapeutic application of various new types of botulinum toxin and prospective / retrospective examination in secondary non-responder

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de), Dr. Michael deGroot, Dr. Petra Baum, Prof. Dr. Armin Wagner, Prof. Dr. Hans Bigalke (Institut für Toxikologie, Medizinische Hochschule Hannover)

In der Therapie verschiedener Bewegungsstörungen ist momentan nur Botulinumtoxin Typ A offiziell zugelassen. Durch ständige Erweiterung der Indikationen und der zum Teil erforderlichen hohen therapeutischen Dosen, die häufig zum sekundären Therapieversagen durch neutralisierende Antikörper führen, wurde der Einsatz veränderter Formulierungen des Typs A und neuer Toxintypen erforderlich. Dazu werden an gesunden Versuchspersonen und in-vitro entsprechende Dosis-Wirkungs-Untersuchungen und an Patienten mit einem Torticollis spasmodicus Phase-II- und Phase-III-Studien durchgeführt. Ziel des Projektes ist auch die Suche nach Faktoren, die durch Induktion von spezifischen neutralisierenden Antikörpern zum Therapieversagen geführt haben, die Entwicklung von alternativen Therapiestrategien und möglicherweise der Einsatz von veränderten Toxinen zur Vermeidung eines Wirkverlustes.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Ipsen-Pharma, Merz-Pharma)


Quantitative neurophysiologische Bewertungskriterien zur Funktionsbeschreibung und Verlaufsbeurteilung neuromuskulärer Erkrankungen als Beitrag zur Klassifizierung und Therapieoptimierung
Quantitative neurophysiological assessment to evalute the stage and to optimize therapeutical decisions in neuromuscular disorders

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de), Christian Müller, Doz. Dr. Friedrich Grahmann, Prof. Dr. Armin Wagner

Bei neuromuskulären Erkrankungen, wie z.B. ALS, Guillain-Barre-Syndrom, kommt es abhängig vom Stadium klinisch meist zu einer Schwäche und verstärkten Ermüdbarkeit der Muskulatur sowie zu Atrophien. Ein gefundener Zusammenhang zwischen neurologischen Defiziten und neurophysiologischen Parametern (Kraft und EMG) führt zu einer verbesserten Beurteilung des Verlaufs und einer Therapieoptimierung. Neue pathophysiologische Aspekte verändern bekannte Klassifikationen und beeinflussen somit therapeutische Entscheidungen. Die Untersuchungen werden zudem therapiebegleitend eingesetzt. Entsprechend angepasste rehabilitative Übungskonzepte helfen Patienten Muskelfunktionen zu erhalten und zu verbessern

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Membranphysiologische Untersuchungen bei Basalganglienerkrankungen
Membrane physiology in basal ganglia disorders

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de) (Dept.of Neurology, University of Michigan)

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (DFG Forschungsstipendium, WO 770/1-1)


Untersuchung von De- und Reinnervationsprozessen bei neuromuskulären Erkrankungen sowie nach Applikation verschiedener Botulinumtoxine mittels automatischer und halbautomatischer EMG-Analyse
Evaluation of denervation and reinnervation processes in neuromuscular disorders and after application of various types of botulinum toxin using automatical and semi-automatical, quantitative electromyography

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de), Dr. Michael deGroot, Dr. Petra Baum, Prof. Dr. Armin Wagner, Dr. Wilhelm Schulte-Mattler (Klinik für Neurologie, Universität Regensburg)

Bei neuromuskulären Erkrankungen, wie der ALS, kommt es abhängig vom Erkrankungsstadium zu De- und Reinnervationen, die u.a. auch das klinische Bild und Therapieentscheidungen wesentlich mitbestimmen. Unter Verwendung neuer quantitativer EMG-Techniken (nach Kopec) werden Veränderungen der motorischen Einheiten erfaßt und mit dem neurologischen Befund und Ergebnissen konventioneller EMG-Methoden verglichen. Ein gut untersuchtes Modell für neurogene Veränderungen in Muskeln stellt die Applikation von Botulinumtoxin dar. Eine Suche nach Parallelen zu entsprechenden Veränderungen bei neuromuskulären Erkrankungen soll neue pathophysiologische Aspekte aufzeigen. Zudem können ergänzende neurophysiologische Daten zur exakten Wirkung von Botulinumtoxinen im Muskel gewonnen werden.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Ipsen-Pharma)


Untersuchung der Wirkung von Botulinumtoxin Typ A (Dysport) auf die Perzeption von Schmerz, Temperatur und Vibration
Effect of botulinum toxin type A (Dysport) on perception of pain, temperature and vibration

Dr. Kai Wohlfarth (wohlfk@uni-leipzig.de), Dr. Michael deGroot, Prof. Dr. Armin Wagner, Dr. Wilhelm Schulte-Mattler (Klinik für Neurologie, Universität Regensburg)

Botulinumtoxin A hat sich bereits in einigen klinischen Studien bei der Therapie von Schmerzsyndromen wie Kopfschmerzen bewährt. Der exakte zugrundeliegende Wirkmechanismus ist jedoch unbekannt. An einer Gruppe gesunder Versuchspersonen sollen die Effekte einer subkutanen Testdosis von Dysport auf die Perzeption von Schmerz, Temperatur und Vibration quantitativ und qualitativ untersucht werden (doppelblindes Studiendesign).

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Ipsen Pharma)

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