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Forschungsbericht 2000
 
 
Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Department of Psychotherapy and Psychosomatic Medicine

Kontakt

 

 
Direktor Professor Dr. Katharina Spanel-Borowski
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Liebigstraße 13, 04103 Leipzig

(03 41) 97 22 000
(03 41) 97 22 009
spanelb@medizin.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~anatomie


 

Überblick

 

 
Forschungsprojekte
Research Projects

Veröffentlichungen
Publications

Vorjahre
Previous Years
Mitgliedschaften in Gremien etc.
Membership of Committees

 

Forschungsprojekte / Research Projects

Erbliche Krebserkrankung: Psychologische Betreuung von Risikofamilien im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Familiärer Brust- und Eierstockkrebs"

Prof. Dr. M. Geyer (geyem@medizin.uni-leipzig.de), Dr. B. Schmidt, PD Dr. Th. Voigt; Prof. Dr. U. Froster, Dr. S. Strenge (Institut für Humangenetik, Leipzig)

Die psychoonkologische Diagnostik und Beratung unter Einsatz des bereits beschriebenen strukturierten Interviews und des Fragebogeninventars umfasste 79 Personen. Davon waren 18 selbst erkrankte und 61 nicht erkrankte Ratsuchende. Bei 16 Patienten erfolgte die Befundmitteilung des genetischen Testergebnisses im Rahmen einer interdisziplinären Konferenz. Eine psychodiagnostische Verlaufskontrolle mittels vorgegebenem Testinventar wurde angeschlossen. 3 Patientinnen wurden für insgesamt 40 Stunden psychotherapeutisch weiterbetreut. - Die Ergebnisse des Leipziger Zentrums "Familiäres Mamma- und Ovarialkarzinom" wurden auf dem 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe im Juni 2000 in München sowie auf einer Regionalveranstaltung für onkologisch tätige Ärzte vorgestellt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Schwerpunkt der Deutschen Krebshilfe)


ZBKT-Arbeitsgruppe
CCRT-working group

Kritik und Reformulierung der kategorialen Strukturen der Methode des Zentralen Beziehungs-Konflikt Themas (ZBKT)
Critism and re-formulation of the CCRT-categories

Leipzig: Dr. C. Albani (albc@medizin.uni-leipzig.de), Dr. G. Blaser, Dr. T. Villmann, Prof. Dr. M. Geyer
Ulm: Dr. D. Pokorny, Prof. Dr. H. Kächele

Die Methode des Zentralen Beziehungs-Konflikt-Themas (ZBKT) von L.Luborsky zählt zu den am häufigsten verwendeten Verfahren zur Erfassung von Beziehungsstrukturen auf dem Gebiet der Psychotherapieforschung, was sich an der inzwischen umfangreichen Literatur zu dieser Methode zeigt. Trotz vielfältig geäußerter Kritik an den vorliegenden kategorialen Strukturen der ZBKT-Methode basiert die bisherige Forschung auf den von Barber et al. an einer Stichprobe von 16 amerikanischen Patienten entwickelten Kategorien. Ziel des Projektes ist die Reformulierung der kategorialen Strukturen der ZBKT-Methode. Außerdem wurden verbesserte, computergestützte ZBKT-Auswertungsstrategien entwickelt.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Prognostische Validität von Bindungsstilen und Beziehungsschemata für den psychotherapeutischen Prozeß
Prognostical validity of attachment stiles and relationship schema for the psychotherapeutic process

Dr. C. Albani (albc@medizin.uni-leipzig.de), Dr. G. Blaser, Prof. Dr. M. Geyer

In einer Längsschnittstudie wurden an einer Stichprobe von 30 Psychptherapiepatientinnen der Zusammenhang zwischen Bindungsrepräsentanzen, internalisierten Beziehungsschemata und dem Erfolg psychodynamischer Psychotherapie untersucht werden. Die Untersuchung erfolgt mittels der Methode des "Bindungs-Prototypen-Ratings" (Pilkonis, 1988) und der Methode des "Zentralen Beziehungs-Konflikt Themas" (Luborsky, 1977, Luborsky et al., 1992) anhand semistrukturierter Interviews und mit Hilfe von Fragebogeninstrumenten.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Entwicklung von Methoden zur Analyse nicht-metrischer Daten.
Development of methods for analysis of non-metrical data.

Dr. C. Albani (albc@medizin.uni-leipzig.de), Dr. T. Villmann, Dr. G. Blaser, Prof. Dr. M. Geyer

Das Ziel des vorliegenden Projektes liegt in der Entwicklung von Methoden, die die Analyse nicht-metrischer Daten, die in der Psychotherapieforschung häufig vorliegen, ermöglichen. Es soll eine verbesserte Methode zur Clusterung verbaler Kategorien mittels evolutionärer Algorithmen (unter Verwendung des Maximum-Entropie-Prinzips) entwickelt und validiert werden, die mit der Methode des Active Learning gekoppelt werden soll. Die Methoden- und klinische Validierung der neu zu entwickelnden Methoden erfolgt an einer in der Psychotherapieforschung inzwischen etablierten Methode zur Erfassung von Beziehungsstrukturen (ZBKT-Methode). Im Ergebnis der neu entwickelten Methoden ist eine inhaltliche Revision der kategorialen Strukturen der ZBKT-Methode möglich, die sowohl die Qualität der ZBKT-Methode wie auch deren Anwendungsökonomie deutlich verbessert, so dass diese auch im klinischen Alltag anwendbar wird.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Arbeitsgruppe Computational Intelligence/Informatik

Theorie selbstorganisierender neuronaler Karten und ihre Anwendung
Theory and application of self-organizing maps

Dr. Thomas Villmann (villmann@informatik.uni-leipzig.de) in Zusammenarbeit mit Dr. M. Herrmann (Max-Planck-Institut für Strömungsforschung Göttingen), Dr.-Ing. K. Haese (Deutsches Institut für Luft- und Raumfahrt Braunschweig), Dr. B. Hammer (Universität Osnabrück)

Die mathematische Analyse von Modellen sensorischer Karten der Hirnrinde, sogenannte Self-Organizing-Feature-Maps, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei wird der Aspekt der topologieerhaltenden Abbildung von hochdimensionalen Daten auf niederdimensionalen Strukturen als zentrales Problem untersucht. Es werden entsprechende Modelle analysiert und erweitert. Andererseits wird die Anwendung dieser Modelle als topologieerhaltende Vektroquantisierer und als Methode der nichtlinearen Hauptkomponentenanalyse auf verschiedene technische (sowohl theoretische als auch real world) Datensätze erforscht. Eine mögliche Anwendung, die Gegenstand aktueller Untersuchungen ist, ist der Einsatz zur Zeitreihenanalyse in hochdimensionalen Datenräumen, hier bei der Qualitätssicherung des therapeutischen Prozesses.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Evolutionäre Algorithmen - Theorie und Anwendung
Evolutionary Algorithms - Theory and application

Dr. Thomas Villmann (villmann@informatik.uni-leipzig.de) in Zusammenarbeit mit Dr. K. Hering (Technische Universität Chemnitz, Institut für Informatik), Dr. B. Hammer (Universität Osnabrück)

Evolutionäre Algorithmen als stochastische Optimierungsalgorithmen basierend auf dem Paradigma der biologischen Evolution werden betrachtet. Dabei steht die Anwendung zur Clusteranalyse in Datensätzen der ZBKT-Forschung im Mittelpunkt. Das erfordert die Weiterentwicklung bestehender Algorithmen und Modelle und eine entsprechende mathematische Analyse. Schwerpunkt bilden dabei die Verbindungen von Dynamiken Evolutionärer Algorithmen mit solchen von Hirnmodellen der Neuroinformatik. Als Ergebnis entstehen adaptive Modelle, die in der Lage sind, explizites Expertenwissen (hier Therapeutenwissen), zur Optimierung heranzuziehen, die sich durch eine hohe Variabilität und Konvergenzrate auszeichnen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Visualisierung sowie Modellierung von während Therapiesitzungen abgeleiteter physiologischer Parameter für eine einfache Therapeutenbeurteilung
Visualization and modelbuilding of psychophysiological parameters collected during therapy sessions for easy therapist assessment

Dr. Thomas Villmann (villmann@informatik.uni-leipzig.de), Dr. C. Machold, Dr. L. Friedel, Prof. Dr. Günter Plöttner

Die Analyse physiologischer Parameter wie z.B. Herzfrequenz, Hautleitfähigkeit, Muskelspannung, etc. während der Therapiestunde steht im engen Zusammenhang mit der Befindlichkeit des Patienten. In dem Projekt wird versucht, eine adäquate, parallele
Darstellung der Parameter zu erreichen, so dass eine einfache Beurteilung der Situation möglich ist. Dazu werden die Daten in Farben kodiert, so dass ähnliche Farben ähnlichen Parameterzuständen entsprechen und umgekehrt. Als mathematisches Verfahren zur Kodierung werden dabei künstliche neuronale Netze eingesetzt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Precise Mining of Large Spectral Data Volumes for Rapid Identification of Planetory Resources

Dr. Thomas Villmann (villmann@informatik.uni-leipzig.de) in Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. E. Merenyi (Rice University Houston, Texas, USA), Prof. R. Brown, Prof. A. McEwen, P. Smith (Lunar and Planetory Lab (University of Arizona, USA), W. Farrand Space Science - Institute Boulder (USA), Prof. C. Fyfe (University Paisley, Scotland)

Die Analyse von hochdimensionalen Hyperspektralaufnahmen von Planeten und der Erde steht im Mittelpunkt der Arbeit. Es soll versucht werden durch Dimensions- und Datenreduktion eine Visualisierung der Spektralaufnahmen in einer Falschfarbendarstellung zu erreichen, um eine Analyse der Oberfläche vornehmen zu können. Als Projektionsmethode sind dabei strukturadaptierende neuronale Merkmalskarten im Einsatz, die hinsichtlich informationstheoretischer Kriterien (Transinformation) optimiert werden, um eine möglichst präzise Darstellung zu gewinnen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (NASA-Projekt: Precise Mining of Large Spectral Data Volumes for Rapid Identification of Planetory Resources)

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