| Forschungsbericht 1997 |
Forschungstätigkeit an der Fakultät
1.
Die Struktur der Philologischen Fakultät mit ihrer Segmentierung nach
Sprachen,
Literaturen und Kulturen und mit weitgehend autonomen Instituten sowie
fachspezifische Traditionen und Formen der Forschung, in der insbesondere in den
Literaturwissenschaften die individuelle Arbeit auch in Zukunft einen unverzichtbaren
Anteil
haben wird (z.B. die Forschungsaufgabe ,Textinterpretation'), erlaubt es nur
eingeschränkt, von der Fakultät insgesamt als Subjekt von
Forschungstätigkeit zu
sprechen. Diese Feststellung gilt auch für die Struktur der
Forschungstätigkeit an den
einzelnen Instituten.
Aus diesem Sachverhalt ergibt sich, daß ein erheblicher Teil der
tatsächlich geleisteten
Forschungsarbeit nur schwer unter den Titel eines Forschungsprojekts subsumiert
werden kann. Bei der Lektüre des Forschungsberichts der Fakultät ist
deshalb zu
berücksichtigen, daß sich die geleistete Arbeit erst zusammen mit den
Einzeltiteln der
Publikationsverzeichnisse erschließen läßt. Naturgemäß
entzieht sich die dort
erkennbare Vielfalt der Einzelforschung einer zusammenfassenden Darstellung.
2.
In bestimmten Bereichen zeichnet sich im Berichtszeitraum die Herausbildung von
Kooperationen in längerfristigen, profilgebenden und drittmittelgeförderten
Projekten
ab, die entweder fakultätsübergreifend angelegt sind, oder in
Zusammenarbeit mit
deutschen und/oder ausländischen Universitäten bzw.
Forschungsinstituten
vorangetrieben werden. Ohne damit die Leistungen der individuellen Forschungsarbeit
abwerten zu wollen, soll auf diese Projekte im Folgenden besonders hingewiesen
werden:
2.1.
In der Sprachwissenschaft lassen sich folgende Schwerpunkte
der
drittmittelgeförderten Forschungskooperation erkennen:
2.2.
In den Literatur- und Kulturwissenschaften zeichnen sich
folgende
Schwerpunkte
drittmittelgeförderter Forschungskooperation ab:
3.
Trotz der unter 1 genannten fachstrukturellen Grenzen ist in der Philologischen
Fakultät die Notwendigkeit einer Verstärkung des Anteils projektbezogener
und kooperativer Forschung und einer intensiveren Einwerbung von Drittmitteln
erkannt
worden. Besondere Chancen einer zukunftsträchtigen Kooperation lassen sich
derzeit
für die Sprachwissenschaften im Hinblick auf die am Standort Leipzig errichteten
Max-Planck-Institute absehen. Die hierfür im Berichtszeitraum bereits geleisteten
Vorarbeiten werden aber erst für den Zeitraum des nächsten
Forschungsberichts einen
dokumentationsfähigen Status erreichen.