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Vorwort |
Mit diesem Forschungsbericht für das Jahr 1998, der wie im Vorjahr aus einer Broschüre und einer CD-ROM besteht, gibt die Universität Leipzig einen Überblick über die breit gefächerte, sehr lebendige und sich zu größeren Forschungsverbünden verdichtende Forschungstätigkeit auf Gebieten der Grundlagenforschung wie auch auf anwendungsorientierten Gebieten. Die Broschüre enthält eine Kurzdarstellung der Forschungstätigkeit der Fakultäten und der geförderten, meist fakultätsübergreifenden kooperativen Forschungsvorhaben. Damit werden sowohl Fachkollegen als auch die interessierte Öffentlichkeit angesprochen. Mit diesem Bericht wird auch der Transfer von Wissenschaft zur Wirtschaft verbessert. Vertiefend kann die CD-ROM mit ihren zusätzlichen Recherchemöglichkeiten herangezogen werden, die über jedes einzelne Forschungsprojekt detaillierte Auskunft gibt und Informationen über alle anderen Forschungsaktivitäten enthält. Wichtigstes Ereignis im Jahr 1998 war die Bewilligung eines neuen Sonderforschungsbereiches im Bereich der Geisteswissenschaften. Der SFB 417 „Regionenbezogene Identifikationsprozesse. Das Beispiel Sachsen" hat zum 1. Januar 1999 die Arbeit aufgenommen. Der SFB 294 „Moleküle in Wechselwirkung mit Grenzflächen" hat seine Arbeit fortgesetzt, ebenso wie das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung Leipzig. Beide an der Universität Leipzig eingerichteten Innovationskollegs wurden für die zweite und letzte Förderperiode begutachtet und bewilligt. Das Graduiertenkolleg „Molekular- und Zellbiologie des Bindegewebes" lief zum 31. Januar 1998 aus. Neben den sechs laufenden Graduiertenkollegs wurde ein weiteres Graduiertenkolleg „Wissensrepräsentation" am 1. Oktober 1998 eingerichtet. Beide laufenden Promotionskollegs setzten 1998 ihre Arbeit fort. Ein wichtiger Meilenstein war die Bewilligung des „Koordinierungszentrums für Klinische Studien Leipzig"an der Medizinischen Fakultät, das zum 1. Oktober 1999 die Arbeit aufgenommen hat. Im Forschungsverbund „Public Health Sachsen" ist die Universität Leipzig mit fünf Teilprojekten beteiligt; drei Themen werden im Reha-Forschungsverbund Berlin-Brandenburg-Sachsen bearbeitet. Neben der laufenden Forschergruppe „Kommunikatives Verstehen" wurde 1998 eine neue Forschergruppe „Arbeitsgedächtnis" eingerichtet. An der Universität Leipzig wurden 49 Teilprojekte aus 40 DFG-Schwerpunktprogrammen bearbeitet, 366 DFG-Normalverfahren waren 1998 aktiv, es wurden 20 EU-Forschungsprojekte bearbeitet. Die Zunahme der Drittmitteleinwerbung gegenüber 1997 um etwa 10 % spiegelt die verstärkten und erfolgreichen Bemühungen um die Förderung von aktuellen Forschungsprojekten wider. Sehr erfreulich ist die Zunahme der Drittmitteleinwerbungen in fast allen geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Auch die Medizinische Fakultät, die Fakultät für Mathematik und Informatik sowie die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen. Die DFG und der Bund sind weiterhin Spitzenreiter bei den Drittmittelgebern. Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der Promotionen und Habilitationen deutlich zugenommen. Das zeigt, daß der wissenschaftliche Nachwuchs hochmotiviert ist und gute Zukunftsperspektiven sieht. Die Publikationstätigkeit an der Universität Leipzig hat zugenommen. Die Zahl der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen erhöhte sich gegenüber 1997 kräftig. Diese insgesamt positive Entwicklung weist die Alma mater Lipsiensis als leistungsfähige, sehr lebendige und vielseitige Universität aus, die trotz mancher Widrigkeiten wie Stellenkürzungen, knapperen Budgets sowie Umzügen (das Universitätshochhaus mußte 1998 geräumt werden) und Baumaßnahmen bei vollem Lehr- und Forschungsbetrieb beste Voraussetzungen für den langen Weg besitzt, in der deutschen und internationalen Hochschullandschaft wieder vordere Plätze zu erringen.
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Forschungsbericht 1998 | ||