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Vorwort |
In diesem Forschungsbericht der Universität Leipzig für das Jahr 1999, der aus einer Broschüre und einer CD-ROM besteht, finden Sie alles Wissenswerte über die aktuelle Forschung an der Alma Mater Lipsiensis. Die Broschüre gibt für die interessierte Öffentlichkeit wie auch für die Fachkollegen eine Darstellung der Forschungsaktivitäten der 14 Fakultäten, einen Überblick über die meist fakultätsübergreifenden Forschungsförderungseinrichtungen, sowie über Patentanmeldungen, Beteiligungen an Messen und Ausstellungen sowie Tagungen an der Universität Leipzig. Schließlich wird auszugsweise über Preise, Auszeichnungen und Ehrungen, die an Wissenschaftler der Universität verliehen wurden, berichtet. Der Statistikteil sowie die Grafiken am Ende der Broschüre geben Auskunft über Leistungskenngrößen wie z.B. die Drittmitteleinwerbung, die Drittmittelgeber, die Zahl der bearbeiteten Projekte und die auf Drittmittelstellen angestellten Personen, die Zahl der Promotionen und Habilitationen sowie über die Publikationstätigkeit. Auf der CD-ROM finden Sie detaillierte Informationen über jedes einzelne Forschungsvorhaben mit Recherchemöglichkeiten. Dieses Jahr werden erstmals ausgewählte Teile des Forschungsberichts zusätzlich auf Englisch veröffentlicht, um die internationale Scientific Community zu erreichen. Alle im Jahr 1998 geförderten Einrichtungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) und weiterer Förderer haben ihre Arbeit 1999 fortgesetzt und zum Teil nach Begutachtungen Bewilligungen für weitere Förderperioden erhalten. Ausgenommen ist das Graduiertenkolleg „Molekular- und Zellbiologie des Bindegewebes", das zum 31.1.99 beendet wurde. Das Koordinierungszentrum für klinische Studien Leipzig (KKSL) hat zum 1.10.99 seine Arbeit aufgenommen, ebenso die durch die DFG geförderte Forschergruppe „Sprachtheoretische Grundlagen der Kognitionswissenschaft". Das Jahr 1999 war gekennzeichnet von intensiver Vorarbeit für weitere Forschungsinitiativen, denen zwischenzeitlich Erfolg beschieden ist: die Forschergruppe „Programmgeschichte DDR-Fernsehen - komparatistisch" wurde zur Einrichtung empfohlen; die Universität Leipzig hat sich an dem BMBF-Wettbewerb „BioProfile" über die BioRegion Halle-Leipzig Management GmbH beteiligt, die nun mit Fördermitteln zur Ausarbeitung eines detaillierten Antrags aufgefordert wurde; im Rahmen des DFG-Wettbewerbes „Bioinformatik" war die Universität Leipzig unter den 3-5 Bewerbern in der Endausscheidung erfolgreich; der Sonderforschungsbereich „Bioaktive Liganden kommunikativer Proteine: Sonden zur Strukturerkennung und Funktionsanalytik", an dem die Fakultät für Chemie und Mineralogie, die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie sowie die Medizinische Fakultät beteiligt sind, wurde von den Gutachtern zur Einrichtung empfohlen. In einer gemeinsamen Anstrengung von Universität und Stadt Leipzig sowie drei sächsischen Staatsministerien ist der Startschuß für die Errichtung des Biotechnologie-Biomedizin-Zentrums (BBZ) in der Nähe des Alten Messegeländes gegeben worden, das Wirtschaft und Wissenschaft unter einem Dach beherbergt und für den raschen Transfer von Wissen in die Wirtschaft auf diesem wichtigen Gebiet der Lebenswissenschaften sorgen wird. Wichtige Gebäude wurden 1999 fertiggestellt bzw. zwischenzeitlich übergeben: der Neubau Chemie an der Philipp-Rosenthal-Straße und das Max-Bürger-Zentrum mit Verfügungsflächen für die Forschung in der Medizinischen Fakultät. Inzwischen ist auch die Rekonstruktion der Physikgebäude abgeschlossen worden. Das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen wie unter Baulärm, in Notquartieren und das häufige Umziehen ist nun für die betroffenen Einrichtungen dem „Normalzustand" gewichen, d.h., wir haben nun exzellente Arbeitsbedingungen. Diese - wie auch alle laufenden Aktivitäten - zeigen, daß sich die Universität Leipzig weiterentwickelt und ihre Profile schärft. Diese Erfolge sind nicht zuletzt auch auf die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit den in Leipzig ansässigen drei Max-Planck-Instituten, dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle, den Instituten der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Gesellschaft (vormals „Blaue Liste"), weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit der Stadt Leipzig und Unternehmen in der Region zurückzuführen. Dem Institut für interdisziplinäre Isotopenforschung e.V. wurde der An-Institutsstatus verliehen. An der Universität Leipzig sind zahlreiche ausländische Wissenschaftler tätig. Sie sind uns nicht nur in der Forschung sondern auch zur Pflege und zum weiteren Ausbau der internationalen Beziehungen unersetzlich. Die „Ausländerfreundlichkeit", die an der Alma Mater Lipsiensis zur Normalität gehört, sollte über die Universität hinaus ausstrahlen. In Zeiten knapper werdender Ressourcen und des weiteren Stellenabbaus sind alle diese Anstrengungen doppelt wichtig. Die Alma Mater Lipsiensis ist auf gutem Wege, nicht nur punktuell sondern umfassend in Hochschul-Rankings vordere Plätze einzunehmen.
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Forschungsbericht 1999 | ||