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UNIVERSITÄT LEIPZIG

 Forschungsbericht

 

Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften

Dekan Professor Dr. Holger Preißler
Sitz

Telefon
Telefax
E-Mail
URL

Klostergasse 3, 04109 Leipzig

(03 41) 97 37 000
(03 41) 97 37 049
dekgko@rz.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/fak/gesch.htm


Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät


Forschungstätigkeit an der Fakultät

Habilitationen und Promotionen / Vorjahre

Berichte der Institute und Einrichtungen


Berichte der Institute und Einrichtungen


Historisches Seminar

  • Sammlung zur Ur- und Frühgeschichte

  • Ägyptologisches Institut

  • Ägyptisches Museum
  • Altorientalisches Institut

    Institut für Afrikanistik

    Institut für Ethnologie

    Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

    Orientalisches Institut

    Ostasiatisches Institut

    Religionswissenschaftliches Institut

    Institut für Klassische Archäologie

  • Antikenmuseum
  • Institut für Kunstgeschichte

    Institut für Kunstpädagogik

    Institut für Musikwissenschaft

  • Musikinstrumenten-Museum
  • Institut für Musikpädagogik

    Institut für Theaterwissenschaft

     
    Über die Einrichtung von gemeinsamen Professuren ist die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften in Forschung und Lehre mit dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) und dem Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. verbunden.


    Forschungstätigkeit an der Fakultät


    Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der Forschung


    Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der Forschung

    Die Forschungsaktivitäten der Institute der Fakultät sind durch persönliche Forschungsprojekte der Professoren, durch von ihnen betreute Promotions- und Habilitationsprojekte und durch interdisziplinäre Kooperation bestimmt. Die Verbindung von historischen, kunstwissenschaftlichen und regionalwissenschaftlichen Themenstellungen der Forschung und ihre vielseitige Vernetzung innerhalb der Fakultät und zu anderen Bereichen der Universität Leipzig, zu angegliederten Forschungseinrichtungen, zu Max-Planck-Instituten und anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland und anderen Ländern bestimmt das Forschungsprofil dieser Fakultät. Traditionell konzentriert sich die Forschung auf historische Dimensionen gesellschaftlicher Prozesse und Erscheinungen. Dabei wird der Geschichtsverlauf von der Ur- und Frühgeschichte über den Alten Orient, das Altertum und das Mittelalter bis zur Neuzeit erfaßt. Regionale Forschungsschwerpunkte beziehen sich vor allem auf Osteuropa, den Nahen Osten, Afrika, Süd- und Südostasien. Verschiedene regionalwissenschaftliche Institute der Fakultät vereinigen in sich sprach-, literatur-, rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung.

    Im Forschungsbericht wird die Vielfalt der Projekte dargestellt. Einige wichtige disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der Fakultät sind:

    • Im SFB 417 „Regionenbezogene Identifikationsprozesse. Das Beispiel Sachsen" ist das Historische Seminar an den Teilprojekten A 2 (Prof. Dr. H. Zwahr), A 3 (Prof. Dr. U. von Hehl, Prof. Dr. G. Heydemann) und A 5 (Prof. Dr. S. Rieckhoff) beteiligt; kooperierende Fächer sind: Theologie, Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaften, Kulturwissenschaften, Soziologie und Geographie.
    • In Vorbereitung befindet sich ein SFB zum Thema „Differenz und Integration". Daran wirken verschiedene Disziplinen (Ägyptologie, Arabistik, Altorientalistik, Alte Geschichte, Ethnologie, Theologie) der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Archäologie, Arabistik, Alte Geschichte, Semitistik, Islamwissenschaft u.a.) mit.
    • Unter dem Thema „Herrschaft und Heiligkeit" forschen auf Initiative des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte Wissenschaftler der unterschiedlichen Disziplinen, die in der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften zusammengeschlossen sind, sowie aus der Theologischen Fakultät. Erste Ergebnisse dieses fakultätsübergreifenden und interdisziplinären Zugriffs auf eine politikgeschichtlich wie mentalitätshistorisch bedeutsame Erscheinung werden im SS 2000 in einer Ringvorlesung und im September 2000 auf dem Aachener Historikertag vorgetragen.
    • In Verantwortung der Professoren Günther Heydemann und Ulrich von Hehl kooperiert das Historische Seminar im VW-Projekt „Sachsen unter totalitärer Herrschaft 1933-1961" mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden.
    • Zum Thema „Sozial- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas und des Balkanraumes" mit besonderem Schwerpunkt auf der Geschichte der Gewalt und der Gewalterfahrung sowie Geschichtskultur, historischer Erinnerung und nationaler Identität forscht Professor Wolfgang Höpken in Zusammenarbeit mit dem GWZO sowie mit der Freien Universität Berlin, Osteuropa-Institut.
    • Das Institut für Afrikanistik ist mit seinen Arbeitsbereichen Afrikanische Sprachen und Literaturen und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika aktiv beteiligt an einer Initiative zur Einrichtung eines Europäischen Graduiertenkollegs „Soziale, kulturelle und sprachliche Identifikationsprozesse im globalen Feld: Die Frankophonie" (zusammen mit Vertretern der Philologischen Fakultät und der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie).
    • Die fakultätsübergreifende Mitwirkung der Afrikanistik am Graduiertenkolleg „Universalität und Diversität: Sprachliche Strukturen und Prozesse" (Philologische Fakultät) wurde beendet.
    • Das Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften beteiligt sich an dem bundesweiten Projekt der Indienwissenschaft „New Orissa Research Project".
    • Das Projekt des Ostasiatischen Instituts und des Zentrums für Höhere Studien „Zeitfeld 2000 - Jahrhundert(w)enden im Vergleich" unter der Leitung von Professorin Steffi Richter wurde mit einem Kolloquium abgeschlossen.
    • Das Ostasiatische Institut und die HNO-Klinik / Selbständige Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie (Prof. Dr. Wolfram Behrendt) arbeiten gemeinsam an dem Projekt „Die kindliche Stimme im Kulturvergleich (China - Deutschland)".
    • In Vorbereitung befindet sich ein fakultätsübergreifendes Projekt „Alltagsorte. Kulturgeschichte des modernen Japans" (Prof. Dr. Steffi Richter).
    • Zum Thema „Grundlagen zum Verständnis und zur Vermittlung von historischer und moderner Kunst im kunstpädagogischen Kontext" forschen Wissenschaftler des Instituts für Kunstpädagogik gemeinsam mit J. Kirschenmann (Gymnasium Bad Homburg) und B. Uhlig (Universität zu Köln).


    Herausragende Forschungsleistungen, Preise

    Herausragende Forschungsleistungen und Preise

    Wahl von Professor Claus Wilcke zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.



    Internationale Forschungskooperation

    Internationale Forschungskooperation

    Die Fakultät pflegt wissenschaftlich und regional weit gefächerte internationale Kontakte sowohl zwischen einzelnen Wissenschaftlern als auch im Rahmen von Fakultäts- und Universitätsvereinbarungen. Daran sind alle Institute beteiligt. Beispielhaft sollen folgende projektbezogene Forschungskontakte genannt werden:

    Historisches Seminar

    • Förderprogramm: Centre Archéologique Européen; SAEMN Mont Beuvray
      Teilprojekt: Raumstrukturen der spätkeltischen Zeit im 2.-1. Jh. v. Chr. Die Ausgrabungen auf der Pâture du Couvent im Oppidum Bibracte-Mont Beuvray (Frankreich) - Professur für Ur- und Frühgeschichte, Prof. Dr. Sabine Rieckhoff.
    • Förderprogramm: Centre Archéologique Européen; SAEMN Mont Beuvray
      • Teilprojekt: Tradition und Innovation. Die Entwicklung des Alltagsgerätes im Oppidum Bibracte-Mont Beuvray (Frankreich) unter besonderer Berücksichtigung des Metallhandwerks.
      • Teilprojekt: Die italischen Fibeln im National Museum of National History, Smithonian Institution, Washington D.C., U.S.A.
      • Professur für Ur- und Frühgeschichte, Prof. Dr. Sabine Rieckhoff.

    • Projekt: Revolutionen in der Weltgeschichte: Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut in London (leitend: Prof. Dr. P. Wende) - Professur für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Prof. Dr. Hartmut Zwahr.

    Altorientalisches Institut

    • Grenzen des Menschseins. Projekt des Instituts für Historische Anthropologie (Freiburg) mit internationaler Beteiligung - Prof. Dr. Claus Wilcke.
    • Sumerian Grammar Discussion Group (Oxford/GB) - PD Dr. Walther Sallaberger, Prof. Dr. Claus Wilcke und Vertreter der Niederlande, Großbritanniens und Japans.
    • Ausgrabungen in Tell Beydar (Syrien) - PD Dr. Walther Sallaberger gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Belgien und Syrien.
    • Geburt der Geschichte. Projekt am ZiF unter der Federführung von Jan Assmann und Jörn Rusen; internationale Arbeitsgruppe - Prof. Dr. Claus Wilcke.

    Institut für Afrikanistik

    • Das Institut für Afrikanistik ist auf vielfältige Weise in internationale Kooperationsnetze eingebunden, nicht nur in Europa (verschiedene SOKRATES-Programme, AEGIS [Africa-Europe Group of Interdisciplinary Studies]), sondern in besonderer Weise unter Einbeziehung afrikanischer Partnerinstitutionen, wobei insbesondere die vertraglichen Beziehungen zu Universitäten in Äthiopien, Mosambik und Südafrika zu erwähnen sind. Im Berichtsjahr wurde zudem der Kontakt mit Afrikanisten an der Universität Prag institutionalisiert.
    • Konkrete internationale Forschungskooperation wird betrieben im Bereich der Computer-gestützten Analyse afrikanischer Tonsprachen (Prof. Dr. Ekkehard Wolff): Die bilaterale Kooperation mit Partnern der Universität Helsinki, Finnland, konnte dabei inzwischen erweitert werden um südafrikanische Partner in Stellenbosch und Pretoria.
    • Ein weiteres Feld der internationalen Kooperation betrifft die Curricular-Entwicklung in dem Bereich „Afrikanische Sprachwissenschaft" unter SOKRATES, sowohl hinsichtlich grundständiger Magisterstudiengänge (CDI-Projekt EEquALL: European Equivalencies in African Languages and Linguistics), als auch eines Postgraduierten-Studienganges mit dem Abschluß „European Master" (CDA-Projekt CAMEEL: Computer Applications to Modern Extra-European Languages).
    • Die Afrikanistik ist mit ihren beiden Arbeitsbereichen „Afrikanische Sprachen und Literaturen" (Prof. Dr. Ekkehard Wolff) und „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika" (Prof. Dr. Robert Kappel) aktiv beteiligt an einer Initiative zur Einrichtung eines Europäischen Graduiertenkollegs „Soziale, kulturelle und sprachliche Identifikationsprozesse im globalen Feld: Die Frankophonie" (zusammen mit Vertretern der Philologischen Fakultät und der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig); Kooperationspartner sind Wissenschaftler der Universität der Provence, Aix-en-Provence/Marseille, Frankreich, sowie der Universität Frankfurt/Main.

    Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften

    • Nepalesische Rechtsdokumente - Projekt mit der Tribhuvan University, Kathmandu.
    • Indische Kunstdichtung - Projekt mit der Universität Prag.

    Orientalisches Institut

    • Food Security of Urban and Peri-Urban Systems in Developing Countries; Nahrungssicherung in Kairo / Food Security in Cairo; Projekt mit Prof. Dr. H.-G. Bohle (Universität Heidelberg), Said Samir (Roxy Research Center, Cairo) - Prof. Dr. J. Gertel.
    • Case Studies on Urban Agriculture ; Städtische Landwirtschaft in Kairo / Urban Agriculture in Cairo; Projekt mit Said Samir (Roxy Research Center, Cairo) - Prof. Dr. J. Gertel.
    • Morphologisch-syntaktische Untersuchungen zum Arabischen auf der Basis digitalisierter Originalquellen, Projekt mit Dr. Avihai Shivtiel (Universität Leeds) - Prof. Dr. E. Schulz.

    Ostasiatisches Institut

    • Projekt „Geschichte des Konfuzianismus" in Zusammenarbeit mit dem Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica Taipei (Prof. Lee Ming-huei, Prof. Liu Shu-hsien) - Prof. Dr. R. Moritz.
    • Vorbereitung eines Projektes „Identitätsbewußtsein und Selbstverständnis - China an der Wende zum 21. Jahrhundert" im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Renmin Universität Peking, Philosophische Fakultät.
    • „Chinese Historiography" - ein internationales Forschungsprojekt unter der Leitung von Professor J. Rüsen u.a., finanziert von der Chiang Ching Kuo Foundation, Taipeh, Taiwan wurde 1999 begonnen.
    • Forschungsprojekt mit japanischen und amerikanischen Wissenschaftlern zum Thema „Post-Colonialism in Japan" (derzeit finanziert vom japanischen Kultusministerium) - Prof. Dr. S. Richter, Dr. T. Kobayashi.
    • Vorbereitung eines interdisziplinären und interkulturellen Forschungsprojektes zum Thema „Deutsch-japanische komperative Studien" über: „Orte des Austausches und der Vertrautheit der Moderne" an der bzw. über die Chiba-Universität (Japan), an dem vier Wissenschaftlerinnen der Universität Leipzig mitarbeiten werden [(Prof. Dr. S. Richter (Japanologie), Prof. Dr. A. Koenen (Amerikanistik), Prof. Dr. B. Lange (Kunstgeschichte), Dr. A. Schad-Seifert (Japanologie)].

    Religionswissenschaftliches Institut

    • „Volksreligiöse Sekten im neuzeitlichen China" - gemeinsames Forschungsprojekt mit Professor Ma Xisha, Institut für Weltreligionen der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaft in Peking, gefördert von der Volkswagen-Stiftung - Prof. Dr. H. Seiwert.
    • „Religiöse Minderheiten in Mittel- und Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert" - internationales Projekt mit der Universität Krakow, der Universität Prag und der Universität Brno - Prof. Dr. H. Seiwert.
    • Dokumentationsstelle zum Thema „Neue Religionen" am Religionswissenschaftlichen Institut im Austausch mit dem Institute for the Study of American Religion (ISAR) (G. Melton). Kontakte zu diesem Thema gibt es u.a. auch mit dem Institute for the Religious Studies der Kokugakuin University in Tokio (Prof. Abe).

    Institut für Kunstpädagogik

    • „Freiheit und Abhängigkeit künstlerischer Sprachen": an diesem internationalen Projekt beteiligen sich Wissenschaftler aus Kuopio/Finnland, Kingston/GB, Perugia/Italien, Aveiro/Portugal, Madrid und Vigo/Spanien, Linköping/Schweden, Koblenz und Leipzig (Dr. I. Seumel).


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