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Forschungsbericht
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Fakultät für Geschichte, Kunst- und
Orientwissenschaften |
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Zur
Forschungstätigkeit an der Fakultät
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Berichte der Institute und Einrichtungen
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Forschungstätigkeit an der Fakultät
Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der
Forschung |
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Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der
Forschung
Die Forschungsaktivitäten der Institute der Fakultät sind durch
persönliche Forschungsprojekte der Professoren, durch von ihnen betreute
Promotions- und Habilitationsprojekte und durch interdisziplinäre Kooperation
bestimmt. Die Verbindung von historischen, kunstwissenschaftlichen
und regionalwissenschaftlichen Themenstellungen der Forschung und ihre vielseitige
Vernetzung innerhalb der Fakultät und zu anderen
Bereichen der Universität Leipzig, zu angegliederten Forschungseinrichtungen,
zu Max-Planck-Instituten und anderen Forschungseinrichtungen in
Deutschland und anderen Ländern bestimmt das Forschungsprofil dieser
Fakultät. Traditionell konzentriert sich die Forschung auf historische
Dimensionen gesellschaftlicher Prozesse und Erscheinungen. Dabei wird der
Geschichtsverlauf von der Ur- und Frühgeschichte über den Alten
Orient, das Altertum und das Mittelalter bis zur Neuzeit erfaßt. Regionale
Forschungsschwerpunkte beziehen sich vor allem auf Osteuropa, den
Nahen Osten, Afrika, Süd- und Südostasien. Verschiedene
regionalwissenschaftliche Institute der Fakultät vereinigen in sich sprach-,
literatur-,
rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung.
Im Forschungsbericht wird die Vielfalt der Projekte dargestellt. Einige wichtige
disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte der Fakultät
sind:
- Im SFB 417 „Regionenbezogene
Identifikationsprozesse. Das Beispiel Sachsen" ist das Historische Seminar an den
Teilprojekten A 2 (Prof. Dr.
H. Zwahr), A 3 (Prof. Dr. U. von Hehl, Prof. Dr. G. Heydemann) und A 5 (Prof. Dr. S.
Rieckhoff) beteiligt; kooperierende Fächer sind: Theologie,
Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaften,
Kulturwissenschaften, Soziologie und Geographie.
- In Vorbereitung befindet sich ein SFB zum Thema „Differenz und Integration".
Daran wirken verschiedene Disziplinen (Ägyptologie, Arabistik,
Altorientalistik, Alte Geschichte, Ethnologie, Theologie) der Universität Leipzig
und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Archäologie,
Arabistik, Alte Geschichte, Semitistik, Islamwissenschaft u.a.) mit.
- Unter dem Thema „Herrschaft und Heiligkeit" forschen auf Initiative des
Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte Wissenschaftler der unterschiedlichen
Disziplinen, die in der Fakultät für Geschichte, Kunst- und
Orientwissenschaften zusammengeschlossen sind, sowie aus der
Theologischen Fakultät. Erste Ergebnisse dieses
fakultätsübergreifenden und interdisziplinären Zugriffs auf eine
politikgeschichtlich wie
mentalitätshistorisch bedeutsame Erscheinung werden im SS 2000 in einer
Ringvorlesung und im September 2000 auf dem Aachener
Historikertag vorgetragen.
- In Verantwortung der Professoren Günther Heydemann und Ulrich von
Hehl kooperiert das Historische Seminar im VW-Projekt „Sachsen unter
totalitärer Herrschaft 1933-1961" mit dem Hannah-Arendt-Institut für
Totalitarismusforschung Dresden.
- Zum Thema „Sozial- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas und des
Balkanraumes" mit besonderem Schwerpunkt auf der Geschichte der
Gewalt und der Gewalterfahrung sowie Geschichtskultur, historischer Erinnerung und
nationaler Identität forscht Professor Wolfgang Höpken in
Zusammenarbeit mit dem GWZO sowie mit der Freien Universität Berlin,
Osteuropa-Institut.
- Das Institut für Afrikanistik ist mit seinen Arbeitsbereichen Afrikanische
Sprachen und Literaturen und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
Afrika aktiv beteiligt an einer Initiative zur Einrichtung eines Europäischen
Graduiertenkollegs „Soziale, kulturelle und sprachliche
Identifikationsprozesse im globalen Feld: Die Frankophonie" (zusammen mit Vertretern
der Philologischen Fakultät und der Fakultät für
Sozialwissenschaften und Philosophie).
- Die fakultätsübergreifende Mitwirkung der Afrikanistik am
Graduiertenkolleg „Universalität und Diversität: Sprachliche Strukturen und
Prozesse"
(Philologische Fakultät) wurde beendet.
- Das Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften beteiligt sich an
dem bundesweiten Projekt der Indienwissenschaft „New Orissa
Research Project".
- Das Projekt des Ostasiatischen Instituts und des Zentrums für
Höhere Studien „Zeitfeld 2000 - Jahrhundert(w)enden im Vergleich" unter der
Leitung von Professorin Steffi Richter wurde mit einem Kolloquium abgeschlossen.
- Das Ostasiatische Institut und die HNO-Klinik / Selbständige Abteilung
für Phoniatrie und Pädaudiologie (Prof. Dr. Wolfram Behrendt) arbeiten
gemeinsam an dem Projekt „Die kindliche Stimme im Kulturvergleich (China -
Deutschland)".
- In Vorbereitung befindet sich ein fakultätsübergreifendes Projekt
„Alltagsorte. Kulturgeschichte des modernen Japans" (Prof. Dr. Steffi Richter).
- Zum Thema „Grundlagen zum Verständnis und
zur Vermittlung von historischer und moderner Kunst im kunstpädagogischen
Kontext" forschen
Wissenschaftler des Instituts für Kunstpädagogik gemeinsam mit J.
Kirschenmann (Gymnasium Bad Homburg) und B. Uhlig (Universität zu
Köln).
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Herausragende Forschungsleistungen, Preise
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Herausragende Forschungsleistungen und Preise
Wahl von Professor Claus Wilcke zum korrespondierenden Mitglied der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
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Internationale Forschungskooperation
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Internationale Forschungskooperation
Die Fakultät pflegt wissenschaftlich und regional weit gefächerte
internationale Kontakte sowohl zwischen einzelnen Wissenschaftlern als auch im
Rahmen von Fakultäts- und Universitätsvereinbarungen. Daran sind alle
Institute beteiligt. Beispielhaft sollen folgende projektbezogene Forschungskontakte
genannt werden:
Historisches Seminar
- Förderprogramm: Centre Archéologique Européen; SAEMN
Mont Beuvray
Teilprojekt: Raumstrukturen der spätkeltischen Zeit im 2.-1. Jh. v. Chr. Die
Ausgrabungen auf der Pâture du Couvent im Oppidum Bibracte-Mont Beuvray
(Frankreich) - Professur für Ur- und Frühgeschichte, Prof. Dr. Sabine
Rieckhoff.
- Förderprogramm: Centre Archéologique Européen; SAEMN
Mont Beuvray
- Teilprojekt: Tradition und Innovation. Die Entwicklung des
Alltagsgerätes im Oppidum Bibracte-Mont Beuvray (Frankreich) unter
besonderer
Berücksichtigung des Metallhandwerks.
- Teilprojekt: Die italischen Fibeln im National Museum of National
History, Smithonian Institution, Washington D.C., U.S.A.
Professur für Ur- und Frühgeschichte, Prof. Dr. Sabine Rieckhoff.
- Projekt: Revolutionen in der Weltgeschichte: Kooperation mit dem Deutschen
Historischen Institut in London (leitend: Prof. Dr. P. Wende) -
Professur für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Prof. Dr. Hartmut Zwahr.
Altorientalisches Institut
- Grenzen des Menschseins. Projekt des Instituts für Historische
Anthropologie (Freiburg) mit internationaler Beteiligung - Prof. Dr. Claus
Wilcke.
- Sumerian Grammar Discussion Group (Oxford/GB) - PD Dr. Walther Sallaberger,
Prof. Dr. Claus Wilcke und Vertreter der Niederlande,
Großbritanniens und Japans.
- Ausgrabungen in Tell Beydar (Syrien) - PD Dr. Walther Sallaberger gemeinsam
mit Wissenschaftlern aus Belgien und Syrien.
- Geburt der Geschichte. Projekt am ZiF unter der Federführung von Jan
Assmann und Jörn Rusen; internationale Arbeitsgruppe - Prof. Dr.
Claus Wilcke.
Institut für Afrikanistik
- Das Institut für Afrikanistik ist auf vielfältige Weise in internationale
Kooperationsnetze eingebunden, nicht nur in Europa (verschiedene
SOKRATES-Programme, AEGIS [Africa-Europe Group of Interdisciplinary Studies]),
sondern in besonderer Weise unter Einbeziehung
afrikanischer Partnerinstitutionen, wobei insbesondere die vertraglichen Beziehungen
zu Universitäten in Äthiopien, Mosambik und Südafrika zu
erwähnen sind. Im Berichtsjahr wurde zudem der Kontakt mit Afrikanisten an der
Universität Prag institutionalisiert.
- Konkrete internationale Forschungskooperation wird betrieben im Bereich der
Computer-gestützten Analyse afrikanischer Tonsprachen (Prof.
Dr. Ekkehard Wolff): Die bilaterale Kooperation mit Partnern der Universität
Helsinki, Finnland, konnte dabei inzwischen erweitert werden um
südafrikanische Partner in Stellenbosch und Pretoria.
- Ein weiteres Feld der internationalen Kooperation betrifft die
Curricular-Entwicklung in dem Bereich „Afrikanische Sprachwissenschaft" unter
SOKRATES, sowohl hinsichtlich grundständiger Magisterstudiengänge
(CDI-Projekt EEquALL: European Equivalencies in African Languages
and Linguistics), als auch eines Postgraduierten-Studienganges mit dem
Abschluß „European Master" (CDA-Projekt CAMEEL: Computer
Applications to Modern Extra-European Languages).
- Die Afrikanistik ist mit ihren beiden Arbeitsbereichen „Afrikanische Sprachen und
Literaturen" (Prof. Dr. Ekkehard Wolff) und „Politik, Wirtschaft
und Gesellschaft in Afrika" (Prof. Dr. Robert Kappel) aktiv beteiligt an einer Initiative
zur Einrichtung eines Europäischen Graduiertenkollegs
„Soziale, kulturelle und sprachliche Identifikationsprozesse im globalen Feld: Die
Frankophonie" (zusammen mit Vertretern der Philologischen
Fakultät und der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
der Universität Leipzig); Kooperationspartner sind Wissenschaftler der
Universität der Provence, Aix-en-Provence/Marseille, Frankreich, sowie der
Universität Frankfurt/Main.
Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften
- Nepalesische Rechtsdokumente - Projekt mit der Tribhuvan University,
Kathmandu.
- Indische Kunstdichtung - Projekt mit der Universität Prag.
Orientalisches Institut
- Food Security of Urban and Peri-Urban Systems in Developing Countries;
Nahrungssicherung in Kairo / Food Security in Cairo; Projekt mit Prof.
Dr. H.-G. Bohle (Universität Heidelberg), Said Samir (Roxy Research Center,
Cairo) - Prof. Dr. J. Gertel.
- Case Studies on Urban Agriculture ; Städtische Landwirtschaft in Kairo /
Urban Agriculture in Cairo; Projekt mit Said Samir (Roxy Research
Center, Cairo) - Prof. Dr. J. Gertel.
- Morphologisch-syntaktische Untersuchungen zum Arabischen auf der Basis
digitalisierter Originalquellen, Projekt mit Dr. Avihai Shivtiel
(Universität Leeds) - Prof. Dr. E. Schulz.
Ostasiatisches Institut
- Projekt „Geschichte des Konfuzianismus" in Zusammenarbeit mit dem Institut
für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica
Taipei (Prof. Lee Ming-huei, Prof. Liu Shu-hsien) - Prof. Dr. R. Moritz.
- Vorbereitung eines Projektes „Identitätsbewußtsein und
Selbstverständnis - China an der Wende zum 21. Jahrhundert" im Rahmen eines
Kooperationsvertrages mit der Renmin Universität Peking, Philosophische
Fakultät.
- „Chinese Historiography" - ein internationales Forschungsprojekt unter der
Leitung von Professor J. Rüsen u.a., finanziert von der Chiang Ching
Kuo Foundation, Taipeh, Taiwan wurde 1999 begonnen.
- Forschungsprojekt mit japanischen und amerikanischen Wissenschaftlern zum
Thema „Post-Colonialism in Japan" (derzeit finanziert vom japanischen
Kultusministerium) - Prof. Dr. S. Richter, Dr. T. Kobayashi.
- Vorbereitung eines interdisziplinären und interkulturellen
Forschungsprojektes zum Thema „Deutsch-japanische komperative Studien"
über:
„Orte des Austausches und der Vertrautheit der Moderne" an der bzw. über die
Chiba-Universität (Japan), an dem vier Wissenschaftlerinnen
der Universität Leipzig mitarbeiten werden [(Prof. Dr. S. Richter (Japanologie),
Prof. Dr. A. Koenen (Amerikanistik), Prof. Dr. B. Lange
(Kunstgeschichte), Dr. A. Schad-Seifert (Japanologie)].
Religionswissenschaftliches Institut
- „Volksreligiöse Sekten im neuzeitlichen China" - gemeinsames
Forschungsprojekt mit Professor Ma Xisha, Institut für Weltreligionen der
Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaft in Peking, gefördert von
der Volkswagen-Stiftung - Prof. Dr. H. Seiwert.
- „Religiöse Minderheiten in Mittel- und Ostmitteleuropa im 19. und 20.
Jahrhundert" - internationales Projekt mit der Universität Krakow, der
Universität Prag und der Universität Brno - Prof. Dr. H. Seiwert.
- Dokumentationsstelle zum Thema „Neue Religionen" am
Religionswissenschaftlichen Institut im Austausch mit dem Institute for the Study of
American Religion (ISAR) (G. Melton). Kontakte zu diesem Thema gibt es u.a. auch
mit dem Institute for the Religious Studies der Kokugakuin
University in Tokio (Prof. Abe).
Institut für Kunstpädagogik
- „Freiheit und Abhängigkeit künstlerischer Sprachen": an diesem
internationalen Projekt beteiligen sich Wissenschaftler aus Kuopio/Finnland,
Kingston/GB, Perugia/Italien, Aveiro/Portugal, Madrid und Vigo/Spanien,
Linköping/Schweden, Koblenz und Leipzig (Dr. I. Seumel).
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Forschungsbericht 1999 |
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