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Forschungsbericht
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Veterinärmedizinische Fakultät |
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Zur
Forschungstätigkeit an der Fakultät
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Berichte der Institute und Einrichtungen
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Forschungstätigkeit an der Fakultät
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Innerhalb der an der Fakultät bearbeiteten Thematiken zeichnen sich folgende
Schwerpunkte in der Forschung ab:
1. Gesundheitlicher Verbraucherschutz durch Sicherheit
der vom
Tier stammenden Produkte
2. Präventive Veterinärmedizin
3. Klinische Veterinärmedizin
4. Umweltgerechte Tierhaltung
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Graduiertenkolleg „Schlachttierbelastung und Produktsicherheit"
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Hinsichtlich des „Gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch
Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte" ist vor allen Dingen das
Graduiertenkolleg
„Schlachttierbelastung und Produktsicherheit" (Sprecher:
Prof. Dr. Fehlhaber, Institut für Lebensmittelhygiene) hervorzuheben.
Das Graduiertenkolleg befand sich im Jahre 1999 in der zweiten
Förderungsphase. Es konnten alle Teilthemen mit Doktoranden bzw. einem
Postdoktoranden
besetzt werden. Im Einzelnen wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:
- Beeinträchtigung von Detoxifikations- und Kompensationsmechanismen
durch Belastung [Institut für Bakteriologie und Mykologie],
- Einfluß von Belastungsstreß auf die klinische Manifestation
persistenter Salmonella-Infektionen und Charakterisierung der Infektionsmechanismen
[Institut für
Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
- Aufbau eines Salmonella-Infektionsmodelles zur Untersuchung von
Belastungsfaktoren [Institut für Immunologie],
- Belastungsbedingte Schädigung der Darmbarriere
[Veterinär-Physiologisches Institut],
- Der Darm als Detoxifikationsorgan [Veterinär-Physiologisches Institut],
- Belastungseinflüsse auf die Virustranslokation und Reaktivierung klinisch
inapparenter Virusinfektionen [Institut für Virologie],
- Ethologische Untersuchungen von Verhaltensunterschieden belasteter und
nichtbelasteter Tiere [AG Ethologie, Institut für Lebensmittelhygiene],
- Charakterisierung der antibakteriellen Eigenschaften des Fleisches von
Schweinen und ihrer Beeinflussung durch prämortale Belastungen [Institut
für
Lebensmittelhygiene],
- Funktionelle Morphologie antigenassoziierter Reaktionen der gastrointestinalen
Barriere beim Schwein [Institut für Pathologie],
- Translokation von Antigenen an biologischen Grenzflächen und damit
verbundene Schadwirkungen auf zellulärer Ebene - in vitro Untersuchungen
[Institut für
Pathologie].
Es konnte bislang eine Reihe interessanter Ergebnisse erzielt werden, die
anläßlich des Dies academicus im Dezember 1999 auf einem
öffentlichen Kolloquium
vorgestellt wurden. Seit Beginn im Jahre 1995 hat das Graduiertenkolleg viel zur
Doktorandenförderung und zur interdisziplinären Zusammenarbeit an der
Fakultät beigetragen. Deshalb wurde ein Fortsetzungsantrag für die dritte
und abschließende Förderperiode an die DFG gestellt.
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Gesundheitlicher Verbraucherschutz
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Außer dem Graduiertenkolleg sind gleichfalls auf den
„Gesundheitlichen Verbraucherschutz" folgende
Schwerpunkte orientiert:
- Serologische und molekularbiologische Charakterisierung der durch
kontaminiertes Schweinefleisch oder Futtermittel bedingten Salmonella- und
Yersinia-Infektionen [Institut für Tierhygiene und Öffentliches
Veterinärwesen],
- Untersuchungen zur Zurückdrängung von Salmonellen in der Kette
der Schweinefleischerzeugung in Sachsen [Institut für
Lebensmittelhygiene],
- Modell zur Abschätzung und Vorhersage von Verderbnisprozessen bei
Lebensmitteln [Institut für Lebensmittelhygiene: EU-Projekt in Kooperation mit
School
of Health and Sports Science (University of North London) und mit Sezione di Chimica
e Tecnologia degli Alimenti (Universita degli Studi di Bologna)],
- Entwicklung metabolisch kompetenter In-vitro-Modelle zur Untersuchung der
Unbedenklichkeit von Lebensmitteln tierischen Ursprungs [Institut für
Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie].
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Präventive Veterinärmedizin
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Im Rahmen der Forschungsarbeit zur „Präventiven
Veterinärmedizin" stehen infektionsimmunologische, virologische,
biochemische, morphologische und
parasitologische Studien im Mittelpunkt des Interesses. Im Einzelnen werden folgende
Projekte bearbeitet:
- Entwicklung eines Yersinien-Mutterschutz-Impfstoffs auf Basis rekombinanter
Virulenzfaktoren [Institut für Tierhygiene und Öffentliches
Veterinärwesen],
- Sichere Hygienisierung tierischer Abprodukte im Rahmen der Entwicklung neuer
Kompostierungsverfahren; Emmissionsminderung luftgetragener
Mikroorganismen aus der Abluft von Kompostierungsanlagen [Institut für
Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen]
- Die Rolle von Fettsäuren und Antioxidantien in Prophylaxe und Therapie
von Erkrankungen der Haustiere [Veterinär-Physiologisch-Chemisches
Institut],
- Immunstimulierende Aktivität der p40-Untereinheit von Interleukin-12
[Institut für Immunologie in Kooperation mit dem Centre for Veterinary Science
an der
University of Cambridge, UK, Institut für Pathologie der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Forschungszentrum Borstel, Virologischen
Institut der
Universität Zürich und der University of Cape Town (Südafrika)],
- Wirksamkeit von Selamectin gegenüber Ektoparasiten und Endoparasiten
verschiedener Tierspezies [Institut für Parasitologie],
- Adaptation der Transportprozesse im Vormagen auf funktioneller und
molekularer Ebene [Veterinär-Physiologisches Institut in Kooperation mit dem
Institut
für Veterinär-Physiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover,
Zentrum für Physiologie der Universität Göttingen, dem
Forskningcentre Foulom (Tjele,
Dänemark), Universität Hisar (Indien)],
- Prüfung präventiv wirkender Futterzusatzstoffe an verschiedenen
Tierarten [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und
Diätetik],
- Pathomorphologie und Pathophysiologie der Borna-Disease-Virus-induzierten
Netzhautdegerneration [Veterinär-Anatomisches Institut in Kooperation mit
verschiedenen Einrichtungen der Universität Leipzig und dem Institut für
Virologie, Fachbereich Veterinärmedizin der Universität Gießen]
- Entwicklung und Erprobung moderner Impfstrategien für neuartige
Ansätze zur Bekämpfung von Viruskrankheiten bei Pferden [Institut
für Virologie in
Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg, dem Deutschen
Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg sowie industriellen Partnern].
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Klinische Veterinärmedizin
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Der Forschungsschwerpunkt zur „Klinischen
Veterinärmedizin" ist an verschiedenen Einrichtungen der
Fakultät etabliert, um einerseits humanmedizinisch
getestete Diagnose- und Therapieverfahren auf das Tier zu übertragen und
andererseits bei spezifischen in der Tiermedizin auftretenden Krankheiten Fortschritte
in Diagnostik und Therapie zu erreichen. Dieser Zielstellung wird durch folgende
Einzelprojekte Rechnung getragen:
- Vergleichende Untersuchungen zur Aussagekraft digitaler bildgebender
Verfahren in der Diagnostik von ZNS-Erkrankungen sowie von angeborenen und
erworbenen Gefäßmissbildungen [Klinik für Kleintiere],
- Serologische und molekularbiologische Diagnostik der Protothekose beim Rind
[Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
- Grundlagen- und angewandte Forschung zur Fortpflanzungssteuerung und
-optimierung bei verschiedenen Nutztieren [Ambulatorische und Geburtshilfliche
Tierklinik],
- Entwicklung der Minimal Invasiven Chirurgie (MIC) und Anästhesiologie
[Chirurgische Tierklinik in Kooperation mit Universität Saskatchewan (Kanada)
und
niedergelassenen Ärzten und Tierärzten im gesamtdeutschen Raum],
- Das Wachstum des Hundes im Hinblick auf Erkrankungen seines
Bewegungsapparates [Veterinär-Anatomisches Institut],
- Pathologie, Ätiologie, Pathogenese Diagnose und Prognose,
fertilitätsrelevanter Erkrankungen des männlichen und weiblichen Genitale,
Schwerpunkt: Pferd
[Institut für Veterinär-Pathologie in Zusammenarbeit mit verschiedenen
Institutionen der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Universität
Potsdam, des
Niedersächsischen Landgestüts Celle, der Universität
Cambridge/Newmarket (UK), der Universität Zürich (Schweiz), der
Universität Porto Alegre (Brasilien)],
- Hepatopathien bei Hund und Katze: Pathologie, Ätiologie, Pathogenese,
Diagnose und Prognose [Institut für Veterinär-Pathologie in
Zusammenarbeit mit der
Tierärztlichen Hochschule Hannover],
- Aufklärung der Pathogenese der chronischen Blinddarmverstopfung und
der Magenulcera beim Pferd [Medizinische Tierklinik],
- Gesundheitsstabilisierung bei Hochleistungskühen im peripartalen
Zeitraum [Medizinische Tierklinik in Kooperation mit dem Institut für Pathologie
(Universität Utrecht), dem Physiologischen Institut der Tierärztliche
Hochschule Hannover, und verschiedenen Einrichtungen der Universität sowie
mit
Tierärztlichen Praxen].
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Umweltgerechte Tierhaltung
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Der Tierarzt hat nicht nur die Aufgabe, für die Gesunderhaltung des Tieres
zu sorgen, sondern er ist vom Gesetzgeber auch dazu verpflichtet, sich mit den Folgen
der Tierhaltung auseinanderzusetzen. Dieser Aufgabe wird an der Fakultät
dadurch Rechnung getragen, daß ein besonderer Forschungsschwerpunkt in
Studien zur
„Umweltgerechten Tierhaltung" besteht. So setzen sich
verschiedene Arbeitsgruppen mit folgenden Einzelproblematiken auseinander:
- Nichtchemische Fliegenbekämpfung [Institut für Parasitologie],
- Reduktion der N-Ausscheidung von Ferkeln und Mastschweinen [Institut
für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik].
Neben diesen auf die Tiermedizin ausgerichteten Problematiken werden auch
Thematiken behandelt, die in die Humanmedizin ausstrahlen. So wird an dem
Veterinär-Anatomischen Institut in Kooperation mit dem IZKF und anderer
Einrichtungen der Universität Leipzig die Modifikation der Glia-Neuron-Interaktion
in der Säugetiernetzhaut und die Hypoxie und Neovaskularisierung der Retina
als Modell des ZNS bearbeitet.
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Forschungsbericht 1999 |
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