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Veterinärmedizinische Fakultät

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Forschungstätigkeit an den Fakultäten

Innerhalb der an der Fakultät bearbeiteten Thematiken zeichnen sich folgende Schwerpunkte in der Forschung ab:

  1. Gesundheitlicher Verbraucherschutz durch Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte
  2. Präventive Veterinärmedizin
  3. Klinische Veterinärmedizin
  4. Umweltgerechte Tierhaltung

Hinsichtlich des "Gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch Sicherheit der vom Tier stammenden Produkte" werden im Bereich "Vorbeugender Verbraucherschutz" bearbeitet:

  • Zoonosen und deren Übertragung über Lebensmittel, Bekämpfung von Zoonoseerregern in der Nahrungskette [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Nachweis von im Hinblick auf Transmissible Spongiforme Enzephalopathien (TSE) spezifizierte Risikomaterialien in Fleischerzeugnissen [Institut für Lebensmittelhygiene, Veterinär-Anatomisches Institut]
  • Humanes BSE-Expositionsrisiko - Nachweis von spezifiziertem Risikomaterial und PrPSc in Lebensmitteln [Institut für Lebensmittelhygiene in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen und der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen],
  • Translokation zoonotischer Bakterien (Salmonella, Yersinia, Campylobacter) aus dem porcinen Gastrointestinaltrakt in die inneren Organe während des Schlachtungsprozesses [Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
  • Mathematische Modelle zur Vorhersage des Lebensmittelverderbs (food spoilage modelling) [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Neue Strategien zur Zoonosebekämpfung durch orale Antikörpergabe an lebensmittelliefernde Tiere [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Entwicklung und Validierung diagnostischer Methoden und Verfahren für epidemiologische Untersuchungen bedeutsamer Zoonoseerreger - ein Beitrag zur Zurückdrängung der häufigsten Ursachen von Lebensmittelvergiftungen aus der Kette der Schweinefleischerzeugung [Institut für Lebensmittelhygiene],
  • Expressionsanalytische Studien an Campylobacter-Stämmen [Institut für Lebensmittelhygiene]
  • Ökoprodukte und Verbraucherschutz [Institut für Lebensmittelhygiene].

Im Rahmen der Forschungsarbeit zur "Präventiven Veterinärmedizin" stehen nicht nur paraklinische, sondern auch grundlagenorientierte Studien im Mittelpunkt des Interesses. Neben anderen werden folgende Projekte bearbeitet:

  • Zusammenhänge zwischen Wachstum, Leistung und Gesundheit bei Haustieren [Veterinär-Anatomisches Institut],
  • Die Rolle von Fettsäuren und Antioxidantien, Prophylaxe und Therapie von Erkrankungen der Haustiere [Veterinär-Physiologisch-Chemisches Institut],
  • Adaptation der Transportprozesse im Vormagen auf funktioneller und molekularer Ebene [Veterinär-Physiologisches Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut für Veterinär-Physiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Zentrum für Physiologie der Universität Göttingen und dem Forskningscentre Foulum (Dänemark)],
  • Physiologie und Pathophysiologie des Enterischen Nervensystems [Veterinär-Physiologisches Institut in Zusammenarbeit mit dem Veterinär-Anatomischen Institut, dem Physiologischen Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem National Animal Disease Center Ames, IA (USA)],
  • Bedeutung von endogenen und exogenen Mediatoren für das Durchfallgeschehen des Schweins [Veterinär-Physiologisches Institut],
  • Molekulare Persistenzmechanismen von Borrelia burgdorferi [BBZ-Nachwuchsgruppe Molekulare Infektionsmedizin am Institut für Immunologie in Zusammenarbeit mit dem College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, USA, und mit Koret School of Veterinary Medicine, The Hebrew University of Jerusalem, Israel],
  • Bedeutung der neueren Mitglieder der Interleukin-12-Zytokinfamilie in der Immunität gegen Salmonella Enteritidis und Cryptococcus neoformans [Institut für Immunologie in Zusammenarbeit mit veterinär- und humanmedizinischen Instituten und Kliniken der Universität Leipzig, der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster, der University of Cape Town (Südafrika) und dem DNAX Research Institute Shering Plough, CA (USA)],
  • Systemische und makrophagenspezifische Effekte von Interleukin-4 und Interleukin-13 in der Abwehr von Cryptococcus neoformans [Institut für Immunologie in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster, der University of Cape Town (Südafrika) und Albert Einstein College of Medicine, New York (USA)],
  • Alternative Leistungsförderer (Kräuter und Gewürze) unter besonderer Berücksichtigung tiergesundheitlicher Aspekte [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft],
  • Untersuchungen zum Infektionsverlauf, zur Epidemiologie, Prophylaxe und Bekämpfung sowie in-vitro-Tests an Protozoen (Kokzidien, Cryptosporidien, Sarcosporidien, Toxoplasmen) mittels klassischer parasitologischer Untersuchungsverfahren und serologischer und molekularbiologischer Methoden [Institut für Parasitologie],
  • Abluft-Hygiene der Kompostieranlagen und Biofilter [Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen],
  • Entwicklung und Anwendung moderner Impfstrategien zur Bekämpfung von Viruskrankheiten bei Pferden [Institut für Virologie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (Angewandte Tumorvirologie) und der Universität Heidelberg],
  • Epidemiologie und Bekämpfung immunsuppressiver Virusinfektionen des Wirtschaftsgeflügels [Institut für Virologie in Zusammenarbeit mit Veterinary and Agricultural Research Centre, Brüssel (Belgien), National Veterinary and Food Research Agency (AFFSA), Ploufragan (Frankreich), Department of Agriculture of Northern Ireland, Belfast (Northern Ireland), Bangladesh Agricultural University, Mymensingh (Bangladesh) und anderen],
  • Epidemiologie und Bekämpfung des Aviären Polyomavirus (APV) und des Psittacine Beak and Feather Disease Virus (PBFDV) [Institut für Virologie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geflügelkrankheiten der Universität Giessen, der Universität Hohenheim, dem Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, Berlin, dem Institut de Biologie Structurale, Grenoble (Frankreich) und anderen],
  • Mechanismen der Neutralisation beim Virus der infektiösen Bursitis (IBDV) [Institut für Virologie im Rahmen des SFB 610: Proteinzustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz, Leipzig und Halle],
  • Untersuchungen zu Epidemiologie, Klinik und Pathogenese der natürlichen Bornavirus-Infektion [Institut für Virologie in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Tierklinik],
  • Pathomorphologie und Pathophysiologie der Borna-Disease-Virus-induzierten Netzhautdegeneration,
  • Pathophysiologische Bedeutung der Regulation von adrenergen und muskarinergen Rezeptoren [Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig, Institut für Pharmakologie Toxikologie, Universität Halle-Wittenberg],
  • Charakterisierung des Methotrexat-Carriers der Niere (RK-MTX) [Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie].

Der Forschungsschwerpunkt "Klinische Veterinärmedizin" ist an verschiedenen Kliniken und Instituten der Fakultät etabliert. Eine intensive Kooperation mit humanmedizinischen und anderen veterinärmedizinischen Einrichtungen im In- und Ausland ermöglicht es, neue Erkenntnisse bei spezifischen Erkrankungen zu gewinnen, die sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin von Interesse sind. Es werden neue Diagnostik- und Therapieverfahren entwickelt und evaluiert. Unter anderem sind dies folgende Projekte:

  • Pathomorphologie und Pathophysiologie der Borna-Disease-Virus (BDV)-induzierten Netzhautdegeneration [Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit dem Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung sowie der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig],
  • Testung von DNA-Vaccinen zur Aufhebung der Persistenz des Equinen Arteriitis Virus beim Hengst [Medizinische Tierklinik],
  • Diagnostik und Therapie kardiopulmonaler und vaskulärer Erkrankungen bei Hunden, Katzen, Vögeln und Reptilien [Klinik für Kleintiere in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig, der Abteilung Kinderkardiologie des Herzzentrums Leipzig und dem Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Landwirtschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg],
  • Kernspintomographische und andere bildgebende Verfahren in der Diagnostik neurologischer und onkologischer Erkrankungen [Klinik für Kleintiere in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig],
  • Rekonstruktive Chirurgie des Knie- und Hüftgelenkes [Klinik für Kleintiere in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kleintierchirurgie der Chirurgischen Tierklinik der Universität Zürich],
  • Moderne radioonkologische und chemotherapeutische Konzepte der Tumortherapie [Klinik für Kleintiere, in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie dem Department of Clinical Sciences of Companion Animals of the University of Utrecht (NL)],
  • Untersuchungen zum Mechanismus der Tumorrückbildung bei der caninen oralen Papillomatose [Institut für Virologie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kleintiere],
  • Beurteilung von Haltung und Zucht von Vögeln unter tierschutzrelevanten Gesichtspunkten [Klinik für Kleintiere - Poliklinik für Vögel und Reptilien in Zusammenarbeit mit dem Veterinär-Anatomischen Institut],
  • Nichtinvasive diagnostische Verfahren bei Geflügel und Reptilien [Klinik für Kleintiere - Poliklinik für Vögel und Reptilien],
  • Diagnose, Ätiologie, Pathogenese, Therapie, Prognose und Prophylaxe von equinen Reproduktionsstörungen [Institut für Veterinär-Pathologie],
  • Minimalinvasive Chirurgie am Großtier [Chirurgische Tierklinik],
  • Epidemiologie, Metaphylaxe und Therapie von Mastitiden beim Rind unter Mitberücksichtigung von Verbraucherschutzaspekten [Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen],
  • Transfer von Embryonen präpubertaler Rinder: Untersuchungen zum Einfluss des Follikeldurchmessers auf die Embryonenrate sowie das Transferergebnis [Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen],
  • Entwicklung und Optimierung von Verfahren zur Fortpflanzungssteuerung bei präpubertalen und pubertalen Jungsauen sowie bei Altsauen [Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen],
  • Mykotoxine als Ursache von Fortpflanzungsstörungen von Jung- und Altsauen [Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik in Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen],
  • Veränderungen des autonomen Nervensystems bei pulmonalen Erkrankungen beim Pferd [Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie].

Dem Tierarzt fällt nicht nur die Aufgabe zu, für die Gesunderhaltung des Tieres zu sorgen, sondern er ist vom Gesetzgeber auch dazu verpflichtet, sich mit den Folgen der Tierhaltung auseinander zu setzen. Dieser Aufgabe wird an der Fakultät dadurch Rechnung getragen, dass ein besonderer Forschungsschwerpunkt in Studien zur "Umweltgerechten Tierhaltung" besteht. Es werden folgende Problemkreise bearbeitet:

  • N-reduzierte, Aminosäuren-ergänzte Futtermischung für Schweine [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik],
  • Verarbeitung von Rapskuchen aus der Rapsdieselproduktion [Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik].

Neben diesen auf die Tiermedizin konzentrierten Forschungsrichtungen werden auch Thematiken behandelt, die in die Humanmedizin ausstrahlen. Hierbei handelt es sich insbesondere um folgende Projekte:

  • Modifikation der Glia-Neuron-Interaktion in der Säugetiernetzhaut [Veterinär-Anatomischen Institut in Zusammenarbeit mit dem IZKF und anderer Einrichtungen der Universität Leipzig],
  • Hypoxie und (Neo) Vaskularisierung der Retina als Modell des ZNS [Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit dem IZKF und anderen Einrichtungen der Universität Leipzig],
  • Ischämische Myokarderkrankungen des Menschen: Neue therapeutische Ansätze am Tiermodell Schwein [Institut für Veterinär-Pathologie in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig],
  • Drug-Targeting mit Nanopartikeln gegen experimentell induzierte ß-Amyloid-Plaques und abnorm phosphoryliertes Protein Tau im Gehirn von Kaninchen und transgenen Mäusen mit humanem ß-Amyloid-Präkursorprotein [Veterinär-Anatomisches Institut in Zusammenarbeit mit dem Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig].

 

 

Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 05.07.2004