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| Forschungsbericht 2004 - Projekte | |
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Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik
Large Animal Clinic for Theriogenology and Ambulatory Services
Ultrasonographische Charaktersierung des Genitaltraktes beim weiblichen Schwein
Ultrasonographic characterization of the genital tract in female swine
Dr. Johannes Kauffold (kauffold@vmf.uni-leipzig.de), Prof. Dr. Axel Sobiraj
Ziel dieser Studie ist es zu eruieren, ob sich die Ultrasonographie zur Untersuchung des Genitaltraktes der ingraviden Zuchtsau eignet. Es soll geprüft werden, ob sich die Ultrasonographie zur gynäkologischen Untersuchung, vor allem zur Detektion von Ursachen für Fruchtbarkeitsstörungen eignet. Ovarien und Uteri ingravider fertiler und fertilitätsgestörter Jung- und Altsauen werden sonographisch examiniert und die Ergebnisse durch endokrinologische sowie postmortal durchgeführte morphologische Untersuchungen verifiziert. Es wird angestrebt, die Ultrasonographie als Verfahren zur gynäkologischen Untersuchung der Zuchtsau in die Ferkelerzeugung zu implementieren.
Weiterführung: ?
Finanzierung: TG51 und Drittmittel (Wirtschaft)
Gonadotropin-Releasing-Hormone beim Schwein: Ihre Bedeutung und mögliche Anwendungsgebiete
Gonadotropin releasing hormones in the female swine: significance and possible applications
Dr. Johannes Kauffold (kauffold@vmf.uni-leipzig.de), Prof. Dr. Axel Sobiraj
Bisher wurde angenommen, dass das Schwein nur ein GnRH, das GnRH-I (LH-RH) besitzt. Seine Bedeutung für die Steuerung der Gonadotropinsekretion ist hinlänglich bekannt. GnRH-I-Analoga werden beim weiblichen Schwein zur Steuerung von Fortpflanzungsprozessen genutzt. Unlängst wurde beim Schwein wie auch bei anderen Säugetieren eine zweite GnRH-Variante (GnRH-II) nachgewiesen. Dessen Funktion ist wie die einer womöglich dritten GnRH-Variante weitestgehend, beim Schwein jedoch gänzlich unbekannt. Inhalt dieser Studie ist es, biologische Funktionen verschiedener GnRH-Varianten beim weiblichen Schwein zu untersuchen. Es soll geprüft werden, ob sich Analoga dieser Varianten zur Steuerung von Fortpflanzungsprozessen beim Schwein eignen.
Weiterführung: ja
Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)
Etablierung Telomerase-immortalisierter endometrialer Epithelzellen (hTERT-EEC) des Schweines: Ein neuartiges in-vitro Bioassay zur molekularen Analyse der Wirkung von Mykotoxinen
Establisment of telomerase immortilazied porcine endometrial epithelial cells (hTERT-EEC): A novel in-vitro bioassay for molecular analysis of the effect of mycotoxines
Dr. Johannes Kauffold, Prof. Dr. T. Klonisch (Department of Human Anatomy and Cell Science, Faculty of Medicine,University of Manitoba)
Schimmelpilze beeinträchtigen die Qualität von Nahrungs- und Futtermitteln. Fusariumtoxine, vor allem die von Fusaruim graminearum und Fusarium culmorum gebildeten Toxine der Zearalenon (ZON)-Toxingruppe haben weltweit die größte Bedeutung. Schweine sind gegenüber ZON besonders exponiert. ZON wird im Organismus u.a. zu alpha-Zearanenol metabolisiert. Beide, ZON und alpha-Zearalenol, sind endokrine Disruptoren, die eine Estrogen-ähnliche Struktur aufweisen und nach Bindung an Estrogenrezeptoren zelluläre Reaktionen induzieren, die denen endogener Estrogene ähneln. ZON verursacht bei weiblichen Schweine Fruchtbarkeitsstörungen, die in ihrer Ausprägung vielfälltig und z.T. gegensätzlich, in ihren molekularen Mechanismen jedoch nur unzureichend verstanden sind. Das Ziel dieser Studie ist die Etablierung eines neuartigen in-vitro Bioassays, das auf Telomerase-immortalisierten, phänotypisch unverändertenuteriner uterinen endometrialen Epithelzellen des Schweines basiert. Dieses neuartige und innovative in-vitro Bioassay soll genutzt werden, um die molekularen Wirkmechanismen der Fusarientoxine ZON und alpha-Zearalenol auf endometriale Zellen des Schweines zu charakterisieren und zum Verständnis der akuten sowie der klinisch indifferenten, chronischen primären ZON-vermittelten Mykotoxikosen beizutragen.
Weiterführung: ja
Finanzierung: Landesmittel
Spezies der Gattungen Chlamydia und Chlamydphila in menschlichem Genitaltrakt
Species of the genus Chlamydia and Chlamydophila in the human genital tract
Dr. Johannes Kauffold (kauffold@vmf.uni-leipzig.de), Prof. Dr. A. Sobiraj, Dipl.-Biol. Wolfgang Weber, Prof. Dr. Henry Alexander (Universitätsfrauenklinik, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig)
Chlamydia trachomatis Infektionen gelten als die am weitesten verbreitete bakteriell verursachte sexuell übertragbare Krankheit der Welt und sind Ursache bedeutender medizinischer, sozialer und ökonomischer Probleme. Anderen Spezies der neueren Chlamydien-Nomenklatur wurde bislang kaum Beachtung geschenkt. Erste Studien weisen auf eine geringe Artspezifität dieser Arten hin. In dieser Studie werden Ejakulate und Vaginalabstriche mittels PCR und Sequenzierung auf das Vorkommen von Chlamydien-Spezies untersucht.
Weiterführung: ja
Finanzierung: TG 51
Chlamydieninfektionen des Genitaltraktes beim männlichen und weiblichen Schwein
Chlamydial infections of the genital tract in male and female swine
Dr. Johannes Kauffold (kauffold@vmf.uni-leipzig.de), Falk Melzer, Konrad Sachse, Helmut Hotzel, Angela Bernd (Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, Jena), Klaus Henning (Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere, Wusterhausen), Johannes Kacza (Veterinär-Anatomisches Institut, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig), Claus Leiding (Besamungsverein Neusadt/Aisch)
Chlamydien werden beim Schwein mit einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen assoziiert. Ihre Bedeutung als kausales Agens von Fruchtbarkeitsstörungen ist ambivalent, die Rolle von Sperma als Infektionsquelle für die Sau ungeklärt. Ziel dieser Studie ist es, Uteri und Eileiter sowie Sperma vom Schwein molekularbiologisch auf Chlamydien zu untersuchen und diese immunhistochemisch im männlichen und weiblichen Genitaltrakt zu lokalisieren. Begleitende serologische, histologische und rasterelektronenmirkoskopische Untersuchungen sollen zum pathogenetischen Verständnis von Chlamydieninfektionen beim Schwein beitragen.
Weiterführung: ja
Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)
Vergleichende Untersuchungen zum Einsatz von PMSG und PMSG/hCG-Kombinationspräparaten zur Pubertätsinduktion im Rahmen des Verfahrens der kombinierten Pubertätsinduktion und Ovulationssynchronisation unter Verwendung von PGF2( bei Jungsauen
Comparative investigations to application of PMSG and PMSG/hCG-combinations for induction of puberty in the biotechnical procedure of combined induction of puberty and synchronization of ovulation using PGF2( in gilts
Prof. Dr. Ute Schnurrbusch, Frau Dr. Ahlers (Sächsische Tierseuchenkasse)
Die kombinierte Pubertätsinduktion und Ovulationssynchronisation mit Einsatz von PGF2(-Präparaten ist eine neue biotechnische Methode, bei der Jungsauen mit spätem Pubertätseintritt zeitgerecht zur Zuchtbenutzung bereitgestellt werden können. Da durch verschiedene züchterische Maßnahmen der Eintritt der Geschlechtsreife verschoben wurde, gewinnt die neue Methode zunehmend an Bedeutung. Das Forschungsprojekt dient der Optimierung des Behandlungsschemas. Es wird geprüft, ob zur Pubertätsinduktion, dem ersten Behandlungsschritt in diesem Verfahren, PMSG oder eine Kombination von PMSG und hCG eine bessere Wirkung erbringt. Die Versuche werden in Praxisbetrieben durchgeführt, wobei das Brunstverhalten, der Ovulationsverlauf per Ultraschall sowie die Abferkelleistung erfasst werden.
Weiterführung: ja
Finanzierung: TG 51 und Drittmittel (Wirtschaft)
Einfluss des Leptins auf die Fruchtbarkeitsleistung von Jung- und Altsauen
Influence of leptin on reproductive performance of gilts and sows
Prof. Dr. Ute Schnurrbusch, Karl-Heinz Schulz (Tierseuchenkasse Mecklenburg-Vorpommern)
Das Fettgewebshormon Leptin wirkt in Abhängigkeit von den Umweltbedingun gen regulierend auf die Nahrungsaufnahme und die Fortpflanzung. Infolge der Züchtung des Schweines auf einen hohen Magerfleischanteil wurde der Fettgehalt des Schweines kontinuierlich reduziert. Es soll untersucht werden, welche Körperkondition bei Jung- und Altsauen (Lebenstagszunahmen, Gewicht, Rückenspeckdicke) erforderlich sind, um eine hohe und stabile Fruchtbarkeitsleistung zu sichern. Um die Wirkungsmechanismen zu klären, werden die Konzentration von Leptin, FSH, Östrogene, Progesteron und Prolaktin im Blut in unterschiedlichen Reproduktionsphasen untersucht.
Weiterführung: ja
Finanzierung: TG 51 und Landesmittel
Untersuchungen zu Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen von Sauen unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses von Mykotoxinen
Investigation of causes of infertility in gilts and sows with especially consideration of mycotoxins
Prof. Dr. Ute Schnurrbusch
Fruchtbarkeitsstörungen bei Sauen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie die Wirtschaftlichkeit sauenhaltender Betrieb stark beeinträchtigen. Die Ursachen der Infertilität des Sauen sind vielschichtig. Neben infektiösen Ursachen spielen zunehmend in Futtermitteln enthaltene Mykotoxine eine Rolle. Insbesondere wird durch die Fusarientoxine Zearalenon und Deoxynivalenol die Fruchtbarkeitsleistung von Sauen stark vermindert. Anhand von Organmaterial von selektierten, unfruchtbaren Sauen aus Landwirtschaftsbetrieben werden durch pathologisch-anatomische, histologische, bakteriologische und mykotoxikologische Untersuchungen die Ursachen von Fortpflanzungsstörungen sowie der Einfluss der beiden Mykotoxine auf die Entwicklung und den Funktionszustand der Genitalorgane überprüft.
Weiterführung: ja
Finanzierung: TG 51
Epidemiologische Untersuchungen zu klinischen, vor allem zu klinisch inapparenten Mastitiden des Rindes als Bestandsproblem
Epidemiologic studies on clinical and subclinical mastitis in dairy cow herds with high infection rates
Prof. Dr. Axel Sobiraj (sobiraj@vmf.uni-leipzig.de)
Es werden Untersuchungen zur Verbreitung euterpathogener Bakterien auf Bestandsebene durchgeführt. Nach Kenntnis des Infektionsgeschehens werden verschiedene Behandlungsregimes getestet. Die Untersuchungen haben zum Ziel, die Eutergesundheit in den Großbeständen der neuen Bundesländer mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln einerseits zu verbessern, gleichzeitig den Einsatz von Antibiotika im Sinne des gesundheitlichen Verbraucherschutzes auf das Notwendigste zu beschränken bzw. Alternativen hierzu zu finden.
Weiterführung: ja
Finanzierung: Drittmittel (Wirtschaft)