Forschungsbericht 2005 - Projekte

 

Institut für Immunologie

Institute of Immunology


Expression von Mitgliedern der Interleukin-12-Familie während der Immunreaktion gegen Salmonella Enteritidis

Expression of interleukin-12 family members in immunity against Salmonella Enteritidis


Dipl.-Biol. Nicole Schütze, Dipl.-Biochem. Sabine Schöneberger, Dr. Uwe Müller, Prof. Dr. Gottfried Alber und PD Dr. Reinhard K. Straubinger (straubinger@vetmed.uni-leipzig.de)

Zur Klärung der entscheidenden Mechanismen in der Immunität gegen Salmonellen untersuchen wir die Expression der Mitglieder der IL-12-Familie in Mäusen bzw. primären Makrophagen, die mit Salmonella Enteritidis infiziert wurden. Unsere Daten zeigen, dass die einzelnen Mitglieder zu unterschiedlichen Zeiten während der Infektion gebildet werden und überwiegend über Lipopolysaccharid-Toll-like receptor 4 - vermittelte Interaktion entstehen.

Weiterführung: nein

Finanzierung: DFG (AL 371/3-3)


Expression von Mitgliedern der Interleukin-12-Familie in Dendritischen Zellen nach Infektion mit Salmonella Enteritidis

Expression of interleukin-12 family members in dendritic cells following infection with Salmonella Enteritidis


Dipl.-Biochem. Sabine Schöneberger, Dipl.-Biol. Nicole Schütze, PD Dr. Reinhard K. Straubinger und Prof. Dr. Gottfried Alber (alber@vetmed.uni-leipzig.de)

Zur Klärung der entscheidenden Mechanismen in der Immunität gegen Salmonellen untersuchen wir die Expression der Mitglieder der IL-12-Familie in konventionellen dendritischen Zellen von Mäusen und vergleichen diese mit Makrophagen nach Infektion mit Salmonella Enteritidis.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Hanns-Seidel-Stiftung


Bedeutung von Interleukin-23 und Interleukin-12p40 in der Immunreaktion gegen Salmonella Enteritidis

Role of interleukin-23 und interleukin-12p40 in immunity against Salmonella Enteritidis


Dipl.-Biol. Silke Schulz, PD Dr. Reinhard K. Straubinger und Prof. Dr. Gottfried Alber (alber@rz.uni-leipzig.de)

Zur Klärung der Mechanismen in der primären und sekundären Immunität gegen Salmonellen haben wir Interleukin-12p35-, Interleukin-12p35/p40 und IL-23p19-defiziente -defiziente Mäuse experimentell infiziert. Unsere Daten zeigen, dass es bislang unbekannte, agonistische Interleukin-12p40-abhängige Mechanismen, z.B. IL-23-abhängige oder (p40)2-abhängige, gibt. Diese Mechanismen werden in aktuell laufenden Experimenten mit rekombinantem Interleukin-23 eingehend analysiert.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushalt


Bedeutung von Interleukin-23 in der Immunreaktion gegen Cryptococcus neoformans

Role of interleukin-23 in immunity against Cryptococcus neoformans


Melanie Kleinschek, Dr. Uwe Müller, PD Dr. Reinhard K. Straubinger und Prof. Dr. Gottfried Alber (alber@rz.uni-leipzig.de)

Zur Klärung der durch Interleukin-23 immunregulatorischen Mechanismen in der Abwehr von Cryptococcus neoformans haben wir Interleukin-12p35-, Interleukin-12p35/p40- und IL-23p19-defiziente Mäuse experimentell infiziert. Unsere Daten zeigen, dass Interleukin-23 für den Unterschied in der Resistenz und Entzündungsreaktion von Interleukin-12p35- und Interleukin-12p40-defiziente Mäusen verantwortlich ist. IL-23 induziert v.a. die Bildung von IL-17, IL-1beta, IL-6 und MCP-1 während der Immunantwort gegen Cryptococcus neoformans.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Friedrich-Ebert-Stiftung, DFG (AL 371/3-3)


Systemische und makrophagenspezifische Effekte von Interleukin-4 und Interleukin-13 in der Abwehr von Cryptococcus neoformans

Analysis of interleukin-4 and interleukin-13 in immunity to Cryptococcus neoformans using complete and macrophage-specific gene-deficient mice


Dr. Uwe Müller, PD Dr. Reinhard K. Straubinger , Prof. Dr. M. Blessing, Prof. Dr. Gottfried Alber (alber@rz.uni-leipzig.de)

Cryptococcus neoformans ist ein opportunistischer Pilz, der bei immunsupprimierten Individuen, insbesondere bei AIDS-Patienten, eine Enzephalomyelitis auslöst. Alveolarmakrophagen der Lunge stellen die primären Effektorzellen dar und könnten auch bei der Initiation einer protektiven Th1- bzw. einer pathologischen Th2-Immunantwort eine Rolle spielen. Es ist bekannt, dass Polysacharide aus der Kapsel von C. neoformans an der Suppression der zellvermittelten Th1-Antwort beteiligt sind. Wir untersuchen, ob IL-4 und IL-13 Mediatoren dieser Immunsuppression sind. Dabei zeigt sich, dass IL-4 sowohl nach intranasaler wie auch nach intraperitonealer Infektion immunpathologisch wirkt, IL-13 jedoch nur nach intranasaler Infektion.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: DFG AL 371/5-2


Effekte eines Immunmodulators auf die Phagozytoseaktivität von Leukozyten des Pferdes, Hundes und der Katze

Effects of an immunomodulatory compound on phagocytosis by leukocytes from horses, dogs and cats


Prof. Dr. Gottfried Alber (alber@rz.uni-leipzig.de), MTLA Juliane Richter

Es werden potentielle Effekte eines Immunmodulators auf die Phagozytose und den respiratorischen Burst von Leukozyten des Pferdes, Hundes und der Katze untersucht.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Industriepartner


Charakterisierung der humoralen Immunantwort im Hund nach Impfung mit verschiedenen Impfstoffen gegen den Erreger der Lyme-Borreliose, Borrelia burgdorferi, unter Berücksichtigung zweier verschiedener Impfstrategien.

Immune response in dogs after vaccination with different vaccines against the infectious agent of Lyme borreliosis, Borrelia burgdorferi, considering two different vaccination regimens


TÄ Katharina Töpfer, Dr. Samiya Al-Robaiy, Prof. Dr. G. Alber, PD Dr. Reinhard K. Straubinger (straubinger@vetmed.uni-leipzig.de)

Lyme-Borreliose (im englischen Sprachraum 'Lyme disease') ist eine durch Zecken übertragene und durch Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi sensu lato hervorgerufene Infektionskrankheit bei Mensch und Tier. Die humorale Immunantwort im Hund nach Impfung mit handelsüblichen Impfstoffen gegen den Erreger der Lyme-Borreliose, die in Europa und den USA vertrieben werden, soll quantitativ und qualitativ untersucht werden. Dabei soll mit Hilfe von ELISA-, Immunoblottechniken, Absorptionsstudien mit rekombinanten Antigenen und passiven Immunisierungsversuchen mit Mäusen überprüft werden, welche Unterschiede zwischen den einzelnen Impfstoffen bestehen. Im einzelnen soll geklärt werden, wie sich die ausgewählten Impfstoffe in Hinblick auf die Schutzdauer als auch auf das Antikörperprofil unterscheiden.

Weiterführung: Nein

Finanzierung: Schaumann-Stiftung


Molekulare Persistenzmechanismen von Borrelia burgdorferi

Molecular mechanisms of persistent infection in Borrelia burgdorferi


Dr. Samiya Al-Robaiy, PD Dr. Reinhard K. Straubinger (BBZ-Nachwuchsgruppe Molekulare Infektionsmedizin) (straubinger@vetmed.uni-leipzig.de)

3 Borrelia burgdorferi ist eine Gruppe von spiralförmigen, aktiv beweglichen Bakterien aus der Familie der Spirochäten. Sie sind Ursache eines Krankheitsbildes, das bei Menschen und Tieren unter den Bezeichnungen Lyme-Borreliose oder Lyme disease bekannt ist. Trotz einer ausgeprägten humoralen und zellulären Immunantwort des Wirtes und trotz antibiotischer Behandlung können Borrelien in Geweben infizierter Wirte persistieren. Vor kurzem wurde gezeigt, dass Borrelia burgdorferi nicht nur in der typischen Spiralenform vorzufinden ist, sondern dass das Bakterium unter Stressbedingungen sich in kugelförmige Gebilde ("Zysten") verwandeln kann. Untersucht wurde, wie sich diese beiden Formen im Genom als auch im Oberflächenprotein- und lipidmuster unterscheiden, ob diese Zystenform die Grundlage für persistierende Infektionen ist und welchen Einfluss der Erregerveränderung auf die Mediatorenfreistetzung aus Leukozyten hat.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Biotechnologieförderung Sachsen (BBZ - Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum Leipzig)


Die Rolle von IL-23 und IL-17 bei der Entstehung der chronischen Lyme-Arthritis

The role of IL-23 and IL-17 in the pathogenesis of the chronic Lyme arthritis


Jens Knauer und PD Dr. Reinhard K. Straubinger (BBZ-Nachwuchsgruppe Molekulare Infektionsmedizin) (straubinger@vetmed.uni-leipzig.de)

Die Lyme-Borreliose kann beim Menschen drei klinische Phasen durchlaufen. Tage bis Wochen nach der Infektion mit dem Erreger Borrelia burgdorferi kann sich um die Entrittspforte herum die Hautfarbe verändern, welches als ein sich kreisförmige Rötung zu erkennen ist (Erythema migrans). Wochen bis Monate später können akute Entzündungserscheinung in Gelenken, den Nervensystem und im Herzen das klinische Bild prägen. Unter Umständen entwickeln einige Patienten Jahre nach der Infektion chronische Entzündungen in den Gelenken. Die dazu beitragenden Mechanismen sind unbekannt. Eine den Prozess unterstützende oder sogar auslösende Rolle von IL-23 und IL-17 wird angenommen und im Mausmodell genauer untersucht.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Biotechnologieförderung Sachsen (BBZ - Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum Leipzig)


Die Rolle von GM-CSF und TGF-beta bei der Lyme-Arthritis

The role of GM-CSF and TGF-beta in Lyme-arthritis


Julia Schumann, Uwe Müller und Manfred Blessing (BBZ-Professur Molekulare Pathogenese: blessing@bbz.uni-leipzig.de)

Die Lyme-Borreliose kann beim Menschen und bei Haustieren zu Entzündungserscheinung in Gelenken, dem Nervensystem und im Herzen führen. Unter Umständen entwickeln einige Patienten Jahre nach der Infektion chronische Entzündungen in den Gelenken. Die dazu beitragenden Mechanismen sind unbekannt. Im Rahmen dieses Projektes werden anhand transgener Tiermodelle der Einfluß von TGF-beta und GM-CSF auf den Verlauf der Erkrankung untersucht.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Biotechnologieförderung Sachsen (BBZ, HWP)


Die Rolle von GM-CSF und TGF-beta bei der Kryptokokkose

The role of GM-CSF and TGF-beta in cryptococcosis


Uwe Müller, Julia Schumann und Manfred Blessing (BBZ-Professur Molekulare Pathogenese: blessing@bbz.uni-leipzig.de)

Cryptococcus neoformans ist ein opportunistischer Pilz, der bei immunsupprimierten Individuen, insbesondere bei AIDS-Patienten, eine Enzephalomyelitis auslöst. Alveolarmakrophagen der Lunge stellen die primären Effektorzellen dar und könnten auch bei der Initiation einer protektiven Th1- bzw. einer pathologischen Th2-Immunantwort eine Rolle spielen. Es ist bekannt, dass GM-CSF und TGF-beta die Makrophagenfunktion und letzteres auch die T-Zellfunktion modulieren. Anhand transgener Tiere mit geänderten GM-CSF Aktivitäten und Suszeptibilitäten soll der Beitrag dieser Zytokine zur Pathogenese ermittelt und die Entwicklung diagnostischer oder prognostischer Werkzeuge erfolgen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Biotechnologieförderung Sachsen (BBZ, HWP)


TGF-beta Zielgene bei Arthritismodellen

TGF-beta target genes in arthritis models


Amrit Mann, Martina Protschka und Manfred Blessing (BBZ-Professur Molekulare Pathogenese: blessing@bbz.uni-leipzig.de)

TGF-beta ist ein zentraler Regulator von T-Zellfunktionen. Wir haben transgene Tiere generiert, deren T-Zellen entweder konstitutiv TGF-beta sezernieren, oder deren T-Zellen refraktär gegenüber TGF-beta sind. Diese Tiere zeigen unterschiedliche Suszeptibilitäten gegenüber der Induktion einer autoimmunen Arthritis. In Zusammenarbeit mit dem BIOTEC-Zentrum (Dresden) werden über Proteomanalysen spezifische Zielgene für TGF-beta ermittelt, die anschließend an Patientenproben überprüft werden sollen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung


TGF-beta und GM-CSF Zielgene bei der kutanen Wundheilung

TGF-beta and GM-CSF target genes in cutaneous wound healing


Amrit Mann, Martina Protschka und Manfred Blessing (BBZ-Professur Molekulare Pathogenese: blessing@bbz.uni-leipzig.de)

TGF-beta und GM-CSF modulieren alle Aspekte der kutanen Wundheilung (Reepithelialisierung, Granulation, Neovaskularisierung, Remodellierung). An transgenen Tiermodellen mit veränderten TGF-beta und GM-CSF Aktivitäten bzw. Suszeptibilitäten konnten deutliche Änderungen im Verlauf der kutanen Wundheilung festgestellt werden. Im Rahmen des laufenden Projekts werden die Zielgene dieser Faktoren ermittelt.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: DFG BL 300/2-1