Forschungstätigkeit an der Fakultät
Die Veterinärmedizinische Fakultät ist seit 1923 an der Universität Leipzig beheimatet. Dies hat wesentlich zur Fortentwicklung des Faches sowohl in der Lehre als auch in der Forschung beigetragen. Die feste Einbindung der Fakultät in die Universität bedingt in diesen Bereichen auch ihre Ausrichtung und Zielsetzung. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Veterinärmedizin nach wie vor ein berufsorientiertes Fach ist. Umwälzungen und Neuerungen im tierärztlichen Berufsbild haben daher Eingang sowohl in Forschung als auch in Lehre zu finden. Die berufsorientierte Ausrichtung zwingt zudem der Fakultät immer wieder die Frage nach möglicher Anwendung und Nutzung der Forschungsergebnisse bzw. der Umsetzung der Lehrinhalte auf.
Schwerpunkte der Forschung an der Fakultät berühren folgende Themenbereiche:
- Gesundheitlicher Verbraucherschutz
- Präventive Veterinärmedizin
- Klinische Veterinärmedizin
Diese Bereiche sind Forschungsschwerpunkt einzelner Institute und Kliniken, jedoch besteht in vielen Fällen auch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen der Fakultät. Diese Verknüpfungen spiegeln sich in der unter Federführung des Instituts für Virologie erfolgten Antragstellung zur Einrichtung eines Graduiertenkollegs „Präventive Veterinärmedizin: Kontrolle persistierender Infektionen“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wider. Darüber hinaus werden zahlreiche Projekte im Rahmen nationaler und internationaler Forschungskooperation bearbeitet.
Grundlagenorientierte Forschung
Veterinär-Anatomisches Institut
Grundlagenorientierte Forschung erfolgt in mehreren Instituten, wobei die genannten Kooperationen eine wesentliche Rolle spielen. Am Veterinär-Anatomischen Institut wird im Schwerpunkt Anatomie das Wachstum der Haustiere erforscht, unter anderem das Skelettwachstum von Hunden, Pferden und Rindern sowie das Organwachstum von Labortieren und Vögeln. Im Schwerpunkt Histologie und Embryologie werden Untersuchungen zur Modifikation der Glia-Neuron-Interaktion in der Säugertiernetzhaut sowie zu deren Neurodegeneration und Regeneration durchgeführt. Engen Bezug zur Infektionsmedizin haben hier Untersuchungen zur Bornaschen Krankheit, in denen diese Virusinfektion als ein Modellsystem zur Untersuchung von inflammatorisch induzierten Veränderungen im ZNS verwendet wird. Disziplin- und fakultätsübergreifende Forschungsschwerpunkte haben mit der Entwicklung eines Testsystems zum Nachweis von Gehirn und Rückenmark in Fleischwaren, der Entwicklung einer technischen Verfahrenslösung zur nachhaltigen Keimreduktion und schließlich mit der Testung von monoklonalen Antikörpern gegen C-terminale Epitope des Prion-Proteins engen Bezug zum gesundheitlichen Verbraucherschutz. Beziehungen zur klinischen Forschung bestehen durch Untersuchungen zum drug-targeting mit Nanopartikeln gegen verschiedene Amyloid-Proteine sowie in der Etablierung eines Großtiermodells für die fokale zerebrale Ischämie zur Überprüfung des therapeutischen Effekts von Stammzellen.
Institut für Veterinär-Pathologie
Forschungsschwerpunkte des Instituts für Veterinär-Pathologie sind tierartlich vergleichende Untersuchungen hinsichtlich Diagnose, Pathogenese, Ätiologie sowie prognostischer Bewertung fertilitätsrelevanter Erkrankungen des männlichen und weiblichen Genitale, Schwerpunkt Pferd. Es handelt sich um interdisziplinäre, in eine internationale Kooperation eingebundene Projekte, die gemeinsam mit klinischen und paraklinischen Partnern bearbeitet werden. Neben Fragen der Plazentapathologie (Pferd, Rind, Hund) werden hauptsächlich degenerative equine uterine Erkrankungen (Endometrose, Angiopathien), endokrin vermittelte Funktionsanomalien (endometriale Fehldifferenzierungen) sowie Neoplasien (Ovartumoren) bearbeitet. Neben konventionellen histologischen Verfahren gelangen immunhistologische und elektronenmikroskopische Techniken sowie in vitro-Verfahren (Zellkulturen) zur Anwendung. Darüber hinaus werden morphologisch-funktionelle Arbeiten zu den Wechselwirkungen zwischen endokrin aktiven neoplastischen und nichtneoplastischen Erkrankungen von Schilddrüse, Hypophyse, Nebennieren, Hoden und Ovar im Kontext endokriner Regelkreise und den diversen Zielorganen durchgeführt.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden kardiovaskuläre Spontanerkrankungen von Hund und Katze im klinischen Kontext sowie eine interdisziplinäre Kooperation mit dem Herzzentrum Leipzig im Rahmen der Etablierung und Evaluierung von Tiermodellen. Ziel ist die Verbesserung von Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen des Menschen; inhaltlich stehen die Transplantationsmedizin und -pathologie sowie die Stammzellforschung im Vordergrund. Darüber hinaus werden Fragen der vergleichenden Pathologie der altersassoziierten Schwerhörigkeit bei Hund, Katze und Pferd gemeinsam mit klinischen Partnern wissenschaftlich untersucht. Veterinär-Physiologisches Institut
Im Veterinär-Physiologischen Institut steht die Aufklärung von Resorptionsvorgängen im Magen-Darm-Trakt von Nutztieren im Fokus der Forschungsarbeiten. Die beteiligten epithelialen Transportprozesse werden auf funktioneller, immunhistochemischer und struktureller Ebene charakterisiert. In der Vergangenheit standen vor allen Dingen die Mechanismen im Vordergrund, die für die Resorption von kurzkettigen Fettsäuren im Pansen von Wiederkäuern verantwortlich sind. Diese Transportprozesse sind als einzigartig zu bezeichnen, da keine entsprechenden Modelle aus dem humanmedizinischen Bereich bzw. von Labortieren bestehen und übertragbar sind. Die Untersuchung der Resorptionsprozesse von kurzkettigen Fettsäuren wird flankiert durch Untersuchungen zur Resorption von Toxinen und Elektrolyten. Neben der grundsätzlichen Darstellung der Transportmechanismen steht auch die Aufklärung von regulativen und adaptiven Einflüssen auf diese Mechanismen im Blickpunkt. Hierbei sind in jüngster Zeit vor allem Einflüsse des enterischen Nervensystems untersucht worden. Die Untersuchungen am Epithel und der Innervierung des Magen-Darm-Traktes beschränken sich bislang auf die Spezies Schaf/Rind und Schwein mit geringen Anteilen vergleichender Untersuchungen an Wildwiederkäuern. Die Untersuchungen haben eine kontinuierliche Förderung durch die DFG in Form von Einzelförderungen erhalten bzw. werden durch verschiedene Stiftungen (AfT, Schaumann etc.) und industrielle Mittel unterstützt.
Internationale Forschungskooperationen bestehen vor allem mit Arbeitsgruppen in Dänemark (Research Centre Foulum, Tjele), Ungarn (University of Veterinary Sciences, Budapest), Frankreich (INSERM, Nantes), USA (Michigan State University, Anthony Hall, East Lansing) und Großbritannien (Sandwich Laboratories Pfizer Ltd., Animal Health Group VMRD Biology).
Veterinär-Physiologisch-Chemisches Institut
Am Veterinär-Physiologisch-Chemischen Institut wird im Arbeitsbereich „Physiologische Chemie“ die Rolle von Fettsäuren und Antioxidantien für die Prophylaxe und Therapie von Erkrankungen der Haustiere untersucht. Zum einen geht es um den Einfluss der Lipidzusammensetzung von Makrophagen auf deren oxidativen Stoffwechsel. Makrophagen sind wichtige Bestandteile der Immunabwehr, die in der Lage sind, mittels reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) Bakterien abzutöten. Als Beispiel hierfür gilt Rhodococcus equi als Pneumonie-Erreger beim Fohlen. Einen direkten Einfluss auf die Funktion der Makrophagen und damit der zellulären Immunität haben die Nahrungslipide, indem sie die Zusammensetzung der zellulären Membranen verändern.
Ein weiteres Thema ist die Pathobiochemie der Atopie des Hundes. Im Mittelpunkt steht der Einfluss von Fettsäuren und Vitamin E auf die Bildung und Freisetzung von Entzündungsmediatoren der Mastzellen. Untersuchungen an Leukozyten atopischer Hunde lassen darauf schließen, dass diese Freisetzung gegenüber gesunden Hunden erleichtert ist. Daraus folgernd soll der Einfluss einer durch Nahrungslipide und Vitamin E veränderten Membranzusammensetzung auf die Freisetzung und Bildung inflammatorisch wirksamer Mediatoren caniner Mastzellen ermittelt werden (Finanzierung: Gesellschaft zur Förderung kynologischer Forschung). Auch die Charakterisierung von Erythrozyten atopischer Hunde wird vorgenommen. Atopische Hunde weisen gewisse Unregelmäßigkeiten in der Lipidzusammensetzung ihrer Erythrozyten auf. Dieser Fragestellung soll durch Untersuchung erkrankter und gleich gehaltener gesunder Hunde nachgegangen werden. Die Ozonbehandlung von Bruteiern zur Bekämpfung des Salmonellenvorkommens bei Konsumeiern ist Gegenstand eines weiteren Forschungsvorhabens. Ozon soll genutzt werden, um den Keimgehalt von Bruteiern zu reduzieren. Es ist zu untersuchen, ob eine solche Behandlung auch die wichtigen Inhaltsstoffe der Eier nachteilig beeinflusst. Mit verschiedenen analytischen Verfahren (HPLC, Gaschromatographie, Fluorometrie und zweidimensionaler Elektrophorese) werden Veränderungen aufgezeigt und mögliche Bezüge zur Schlupfrate hergestellt (Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit).
Im Arbeitsbereich „Endokrinologie“ werden Untersuchungen zu Physiologie und Pathologie des Endokriniums durchgeführt. Das Endokrinium ist in alle lebensnotwendigen Prozesse involviert, so nehmen z. B. Veränderungen der Umgebung direkten Einfluss auf das Individuum. Im Rahmen eines EU-geförderten Projektes wird der Einfluss von Stress während der frühen und späten Gravidität untersucht. Von Wichtigkeit ist dabei die Betrachtung endokrinologischer, verhaltensbiologischer, anthropometrischer und neurologischer Parameter des Muttertieres sowie der Nachkommen (F1- und F2-Generation). Der Einfluss von Glucocorticoiden auf die Epigenese wird somit untersucht. Wie das Endokrinium durch Kovergesellschaftungen oder Umsetzaktionen beeinflusst wird, wird im Zoo Leipzig und im Zoo Halle wissenschaftlich untersucht (Förderung durch den Freundeskreis Zoo Leipzig). Plötzliche Veränderungen der Stoffwechsellage, wie sie zum Zeitpunkt der Geburt und beginnenden Laktation der Fall sind, werden in einem Kooperationsprojekt bei der Kuh untersucht.
Der Fortbestand einer Art setzt immer eine erfolgreiche Reproduktion voraus, vielfach treten Pathologien während der Implantation der Blastozyste auf. Welche Faktoren in diesen Prozess involviert sind sowie die Charakterisierung von frühen Markern wird im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes untersucht. Bei der erfolgreichen Implantation kommt es zu einem gezielten Gewebeumbau mit Invasion, der Proliferation und der Neoangiogenese; ähnliche Mechanismen finden sich auch bei der Tumorgenese. Eine vergleichende Betrachtung beider Prozesse ist deshalb sinnvoll. In Kooperationsprojekten untersuchen wir anhand von Zelllinien und Tiermodellen (Balb-neuT-Mäusen und Hunden) die Tumorgenese und -prognose von Mammacarcinom (Finanzierung durch Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung e. V.) bei Hund und Mensch. Endometriose, das heißt die extrauterine Ansiedlung von Endometrium, bedingt Infertilität und Störungen des Allgemeinbefindens, somit besitzt diese Erkrankung des Endokriniums größte klinische Relevanz. An einem Primatenmodell wird die Ätiologie und Therapie dieser Erkrankung untersucht (Finanzierung: Firma Solvay).
Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik
Im Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik werden aktuell Forschungsprojekte an landwirtschaftlichen Nutztieren (Schwein, Geflügel), Begleittieren (Pferd, Hund) und Modelltieren (Japanische Wachtel) bearbeitet. Schwerpunkt bildet der Einsatz verschiedener Energieträger, Praebiotika und Probiotika, sowie alternativer Leistungsförderer (Kräuter, ätherische Öle). Hierzu werden neben klassischen in vivo-Experimenten auch Untersuchungen in vitro durchgeführt bzw. neu etabliert. In Ergänzung der in vivo-Studien an Pferden wird an einer Methode zur elektronischen Erfassung der Kauaktivität gearbeitet. Separate Projekte fokussieren den mikroskopischen Nachweis der Ablagerung von Huminsäurepartikeln in Darmwand und weiteren Geweben von Wachteln und Schweinen, die diätetische Intervention bei Pferden mit Polysaccharidspeichermyopathie, die Regulation der Calciumhomöostase der Stute in der frühen postpartalen Phase, Auswirkungen hoher Tyrosingaben an Pferde sowie die Antikörper- und Nährstoffkonzentration in der Kolostralmilch verschiedener Tierarten (Hund, Pferd, Ziege). Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen der Universitäten Leipzig, München, Rostock und Krakau sowie der Justus-von-Liebig-Schule Hannover und dem Institut für Getreideverarbeitung Berlin durchgeführt und durch Drittmittelgeber der öffentlichen Hand und der freien Wirtschaft finanziert.
Infektionsmedizin Im Bereich Infektionsmedizin haben sich im Jahre 2004 das Institut für Bakteriologie und Mykologie, das Institut für Virologie, das Institut für Parasitologie und das Institut für Immunologie zu einem Joint-venture Infektionsmedizin zusammengeschlossen. Dadurch soll (i) in Lehre, Forschung und Dienstleistung eine optimale Qualität gewährleistet sein, (ii) die Zusammenarbeit untereinander und mit den anderen Einrichtungen der Fakultät weiter intensiviert sowie (iii) die Wettbewerbsfähigkeit sowohl der in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeführten Einrichtungen als auch der Fakultät erhöht werden.
Institut für Bakteriologie und Mykologie
Schwerpunkte der Forschung im Institut für Bakteriologie und Mykologie sind die Analytik der Magen-Darm-Flora mit konventionellen und molekularbiologischen Methoden, Untersuchungen zu ihrer Interaktion mit dem Immunsystem und ihrer Bedeutung für den Stoffwechsel bei Nutz- und Haustieren sowie bei Fischen. Der Magen-Darm-Trakt ist die größte Kontaktfläche des Körpers zur Außenwelt. Sie wird durch mikrobielle, zelluläre, immunologische und nervale Barrieren begrenzt. Ihre Stabilität ist Voraussetzung für Gesundheit und Leistung. Die Charakterisierung und Beeinflussung der mikrobiellen und immunologischen Barrieren in Gesundheit und Krankheit sind Schwerpunkte der Untersuchungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die durch Clostridium botulinum bedingten akuten und chronischen Intoxikationen bei Hochleistungsrindern.
Auf der Basis von bakteriologischen und immunologischen Untersuchungen zum Vorkommen von Clostridium botulinum und seinen Toxinen im Tierkörper sollen Aussagen zur Interaktion von Kommensalflora, unspezifischem und spezifischem Immunsystem im Erkrankungsgeschehen erarbeitet werden. Zur Charakterisierung der Mikrobiota werden konventionelle und molekularbiologische Methoden (FISH-Technik) angewendet. Die Quantifizierung von Clostridium botulinum erfolgt über Toxinanreicherungen und den immunologischen Nachweis der Toxine mit spezifischen antitoxischen Antikörpern. Zur Ermittlung der immunologischen Reaktivität der Tiere auf die Magen-Darm-Flora werden unspezifische (CRP, Haptoglobin, Laktoferrin) und spezifische Parameter (Anti-LPS-, Anti-PLC-, Anti-C. botulinum-Kulturüberstandsprotein-Antikörper) herangezogen. Die C. botulinum-Isolate werden mit konventionellen Methoden (Biochemie, Gaschromatographie) und MALDI-TOF charakterisiert. Durch die Untersuchungen von Substraten der Tiere und ihres Umfelds (Gülle, Mist, Boden, Gärreste) aus mehreren Tierbeständen sollen sowohl Aussagen zum Kreislauf von toxinbildendem C. botulinum als auch zur Quantität im Umfeld und zu potenziellen Quellen gemacht werden. Das C. botulinum-Projekt wird von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft gefördert.
Institut für Virologie
Das Institut für Virologie betreibt Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Forschung im Bereich der Diagnostik bei Viren und Viruskrankheiten von Mensch und Tier. Unter Anwendung moderner molekularbiologischer Methoden werden Aspekte der Pathogenese von Viruskrankheiten untersucht. Dabei dienen verschiedene DNA- und RNA-Viren als Modelle. Einerseits weisen diese Viren (u. a. Polyomaviren, Circoviren, das Virus der infektiösen Bursitis, das Virus der Bornaschen Krankheit) ungewöhnliche strukturelle und biologische Eigenschaften auf, andererseits verursachen sie wirtschaftlich bedeutsame Erkrankungen, vor allem des Geflügels oder auch von Säugern einschließlich des Menschen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, die molekularen Grundlagen ihres ungewöhnlichen Zell- und Wirtstropismus aufzuklären und Virulenzfaktoren zu identifizieren. Erhaltene Ergebnisse werden zur Entwicklung diagnostischer Methoden und zur Herstellung geeigneter Reagenzien sowie wirksamer und unschädlicher Impfstoffe verwendet. Eine enge Zusammenarbeit besteht hier mit der Klinik für Kleintiere (Poliklinik für Vögel und Reptilien). In der Diagnostik werden molekularbiologische Untersuchungsmethoden angewandt oder selbst entwickelt und mit herkömmlichen Verfahren verglichen. Forschungsförderung erfolgt u. a. durch die DFG und die Industrie. Im Rahmen mehrerer EU-Projekte wurden die Grundlagen zu internationaler Zusammenarbeit gelegt. Das Institut ist Teil des Joint-venture Infektionsmedizin an der Veterinärmedizinischen Fakultät. Einige Arbeitsgruppen sind Mitglied des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums an der Universität Leipzig.
Institut für Parasitologie
Im Institut für Parasitologie werden Forschungsprojekte aus allen drei großen Teilgebieten der Parasitologie (Protozoologie, Helminthologie, Arachno-Entomologie) aktuell bearbeitet. Hierzu werden neben den klassisch-parasitologischen Methoden zellbiologische, computergestützt bildgebende und molekulare Techniken eingesetzt, weiterentwickelt oder neu etabliert. Projekte in Kooperation mit Drittmittelgebern der öffentlichen Hand und aus der freien Wirtschaft widmen sich der Analyse der aktuellen epidemiologischen Situation und der Entwicklung strategischer Bekämpfungsmaßnahmen unter Einbeziehung der Inaktivierung von Parasitendauerstadien sowie der biologischen Bekämpfung. Der Schwerpunkt liegt mit den Kokzidien (Gattungen Eimeria, Isospora, Cryptosporidium, Sarcocystis) im Bereich der Protozoologie. Intestinale Kokzidien können schwere Erkrankungen und wirtschaftliche Einbußen in der Nutztierhaltung verursachen, Kryptosporidien besitzen zudem ein zoonotisches Potenzial. Für Letztere wird ein quantitativer Vitalitätsassay auf der Basis der real time-PCR entwickelt sowie eine Genotypisierung aufgebaut. Sarcocystis miescheriana dient in einem DFG-geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit Forschergruppen an den Universitäten Gießen und Hohenheim als Modell zur Erstellung einer QTL-Genkartierung zur Krankheitsresistenz bei verschiedenen Schweinerassen.
Institut für Immunologie
Im Mittelpunkt der Forschung im Institut für Immunologie stehen infektions-immunologische Fragen. In den Mausmodellen der Infektion mit Salmonella Enteritidis und Cryptococcus neoformans wird die Bedeutung der neueren Mitglieder der Interleukin-12-Zytokinfamilie untersucht. Diese Untersuchungen laufen im Rahmen eines DFG-Projektes in Zusammenarbeit mit veterinär- und humanmedizinischen Instituten und Kliniken der Universität Leipzig, der Westfälischen Wilhelms-Universität, der University of Cape Town, Südafrika und dem DNAX Research Institute, Schering Plough, USA. In einem weiteren DFG-geförderten Projekt geht es um systemische und makrophagenspezifische Effekte von Interleukin-4 und Interleukin-13 in der Abwehr von Cryptococcus neoformans. Des Weiteren befasst sich die am Institut für Immunologie angesiedelte BBZ-Nachwuchsgruppe „Molekulare Infektionsmedizin“ mit der Charakterisierung der molekularen Persistenzmechanismen und immunmodulierenden Eigenschaften von Borrelia-Spezies. Dieses hauptsächlich durch die Biotechnologieförderung Sachsens geförderte Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, USA, mit der Koret School of Veterinary Medicine, The Hebrew University of Jerusalem, Israel, sowie den Firmen Merial GmbH und IDEXX Laboratories, Inc., USA bearbeitet. Zusammen mit der Klinik für Kleintiere wird darüber hinaus die humorale Immunantwort im Hund nach Impfung mit verschiedenen Impfstoffen gegen den Erreger der Lyme-Borreliose untersucht.
Die BBZ-Professur „Molekulare Pathogenese“ befasst sich mit der Etablierung und Charakterisierung transgener Mausmodelle zur Untersuchung der Wirkung von Transforming Growth Factor-beta (TGF-beta) und Granulocyte/Macrophage-Colony Stimulating Factor (GM-CSF) bei Infektionen mit Cryptococcus neoformans und Borrelia burgdorferi. In einem DFG-geförderten Projekt werden Zielgene für TGF-beta und GM-CSF in der kutanen Wundheilung identifiziert und Targets für die Entwicklung diagnostischer oder therapeutischer Werkzeuge charakterisiert. In einem weiteren Projekt, das von der EU und dem Freistaat Sachsen gefördert wird, werden phosphorylierte Zielproteine von TGF-beta in einem Arthritismodell bestimmt.
Institut für Lebensmittelhygiene
Aktuelle Schwerpunkte der Forschung im Institut für Lebensmittelhygiene liegen im Bereich der Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Im Bereich der Professur für Lebensmittelhygiene und Verbraucherschutz werden insbesondere Themen, die sich mit Möglichkeiten der Zurückdrängung, der Prävalenz oder Überlebensstrategien verschiedener über Lebensmittel verbreiteter Zoonoseerreger beschäftigen, bearbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Salmonella Enteritidis, Campylobacter jejunii und Toxoplasma gondii. Hierbei ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderte Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Verfahrens zur Keimreduzierung insbesondere von Salmonella Enteritidis bei Hühnereiern mittels Ozon besonders hervorzuheben. In der Milchhygiene sind vor allem die durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützten Untersuchungen von ökologisch erzeugten Milch- und Milchprodukten hinsichtlich ihrer Qualität und des Vorkommens von Zoonoseerregern herauszustellen. Im Bereich der Professur für Fleischhygiene stehen Themen zum Nachweis von spezifischen Risikomaterialien (SRM) in Lebens- und Futtermitteln mit Bezug auf Transmissible Spongiforme Encephalopathien im Mittelpunkt der zum Teil vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Forschungsprojekte.
Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen
Im Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen werden Forschungsprojekte aus allen drei Teilbereichen des Instituts, Mikrobiologie/Virologie, Tierschutz/ Ethologie und Chemische Analytik, bearbeitet. Hierzu werden neben den klassischen mikrobiologisch/virologischen und ethologischen Methoden auch molekulare Techniken sowie GC-MS-Analyse-Verfahren eingesetzt, weiterentwickelt oder neu etabliert. Schwerpunkte aktueller Forschung liegen in der vergleichenden infektionskinetischen Untersuchung verschiedener Feldstämme und Vakzinekandidaten des porzinen Parvovirus und in der Funktionsanalyse von Virulenzfaktoren von Salmonellen. Hinzu kommt die Analyse verschiedener immunprophylaktischer Maßnahmen bei der Salmonellen-Infektion des Schweins und die ethologische Beurteilung neuer Legehennenhaltungssysteme. Ein vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördertes Gemeinschaftsprojekt mit dem Institut für Lebensmittelhygiene widmet sich der Etablierung einer GC-MS-Analytik zum Nachweis von spezifiziertem Risikomaterial in Lebensmitteln. Darüber hinaus sind Untersuchungen zur aktuellen epidemiologischen Situation der Infektion mit dem caninen Herpesvirus und dem Minute virus of canines, der epidemiologischen und taxonomischen Verhältnisse bei der Protothekenmastitis des Rindes sowie die Untersuchung von alternativen Prüfmethoden für die Zulassung von Desinfektionsmitteln Forschungsgegenstand des Instituts.
Klinischen Veterinärmedizin
Forschung im Bereich der Klinischen Veterinärmedizin ist an verschiedenen Kliniken und Instituten der Fakultät etabliert. Eine intensive Kooperation mit humanmedizinischen und anderen veterinärmedizinischen Einrichtungen im In- und Ausland ermöglicht es, neue Erkenntnisse bei spezifischen Erkrankungen zu gewinnen, die sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin von Interesse sind. Es werden neue Diagnostik- und Therapieverfahren entwickelt und evaluiert.
Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie
Im Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie wird in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig und dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Halle-Wittenberg die pathophysiologische Bedeutung der adrenergen und muskarinergen Rezeptoren bei COPD des Pferdes untersucht. Hiervon werden grundlegende Erkenntnisse über die Pathogenese der COPD sowie spezifische Ansatzpunkte zu Therapiemöglichkeiten für die reverse Rezeptoränderung dieser Krankheitsbilder erwartet. Ziel der Forschungstätigkeit der Professur für Toxikologie ist die Entwicklung effektiverer Behandlungsstrategien im Rahmen der Chemotherapie von Tumoren. Weiter sollen als Ersatz von Tierversuchen in vitro-Zellkultursysteme entwickelt werden, die leberspezifische Eigenschaften besitzen. Hierzu werden verschiedene Transportsysteme für Pharmaka an Leber und Niere charakterisiert und deren Regulation durch Fremdstoffe untersucht, um so Arzneimittelinteraktionen zu identifizieren (Förderung durch die DFG). Durch Fusion von primären Rattenhepatozyten mit Tumorzellen bzw. durch virale Immortalisierung von humanen Leberzellen werden permanente Zelllinien geschaffen, die leberspezifische Eigenschaften weiterhin exprimieren und somit in vivo-Modelle ersetzen können (gefördert vom Bundesinstitut für Risikoforschung).
Klinik für Kleintiere
Die Klinik für Kleintiere vertritt als Tierartenklinik die klassischen klinischen Teilgebiete Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie. Forschungsprojekte aus allen drei Gebieten werden aktuell bearbeitet. Die vorwiegend klinischen Forschungsprojekte und Studien werden in Teilgebieten durch Grundlagenforschung untermauert. In der chirurgischen Forschung steht die Biomechanik der großen Gelenke im Mittelpunkt. In Kooperation mit den Universitäten Zürich und München, dem Academic Medical Center, Amsterdam und dem Center of Orthopaedic & Biomechanics Research, Boise State University, USA werden Fragen der Korrelation von subchondraler Knochendichte und Knorpeldicke, der Bestimmung der dreidimensionalen Lagebeziehung von Endoprothesen im Knochen sowie der Bestimmung der 3D-Kinematik des Knie- und Ellbogengelenkes des Hundes unter simulierten Bewegungsabläufen bzw. Operationsbedingungen bearbeitet. Parallel wird der Komplex der Brachyzephalie bei Hund und Katze untersucht: Mit der in den letzten Jahren wieder stark zunehmenden Verbreitung brachyzephaler Rassen erlangt das Atemnotsyndrom dieser Tiere eine große, tierschutzrelevante Bedeutung. Die Ätiologie des brachyzephalen Syndroms ist noch weitgehend unbekannt. In Zusammenarbeit mit den Universitäten Berlin und Zürich werden grundlegende Fragen zur Morphologie der Brachyzephalie, zu Behandlungskonzepten stark betroffener Tiere und zur Wertigkeit von morphometrischen und funktionellen Screeningverfahren bearbeitet. Ziel der Forschung in der Anästhesie ist es, die Ursachen für das bei Hund und Katze hohe Narkoserisiko zu ermitteln und Konzepte zu seiner Reduktion zu entwickeln. Aktuell wird die Wertigkeit unterschiedlicher präoperativer Screeningverfahren untersucht. Schwerpunkte der medizinischen Bildgebung sind unter anderem die Evaluierung neuer, computergestützter Bildgebung und Bildanalysen (digitale Projektionsradiografie, Hochgeschwindigkeits-CT, digitale Sonografie) für ausgewählte tiermedizinische Fragestellungen sowie die Evaluierung neuer Kontrastmittel-Protokolle für Röntgen-, MRT- und Sonografie-Untersuchungen. In Verbindung mit chirurgischen und neurochirurgischen Fragestellungen wird an dem Einsatz von dreidimensionaler Bild- und Navigationstechnik in der Kleintiermedizin gearbeitet. In enger Kooperation mit Einrichtungen des Universitätsklinikums Leipzig und privaten Spezialkliniken werden Projekte zur fraktionierten intrakavitären High-Dose-Rate Brachytherapie und die postoperative Bestrahlung von Neoplasien im Rahmen einer Multimodalitätstherapie untersucht. In Verbindung mit gynäkologischen Themen werden Fragen der Diagnostik und Prognose von Mammatumoren bei der Hündin unter Einbeziehung von tumorassoziierten Pathogenitätsmechanismen und der Prüfung sonografischer Dignitätskriterien bearbeitet. Die neurologische Forschung konzentriert sich auf die Diagnostik und Therapie intrakranieller Läsionen, dabei bestehen enge Vernetzungen zur Forschung in der Bildgebenden Diagnostik, der Onkologie und der Chirurgie (z. B. stereotaktisch geführte Gehirnbiopsien). In der Opthalmologie stehen Fragen zur Augengesundheit und der Vererblichkeit von Augenerkrankungen bei Zootieren im Mittelpunkt. Im Rahmen der Arterhaltung haben die Zuchtprogramme der zoologischen Gärten für bedrohte Tierarten eine wachsende Bedeutung. Hier besteht eine Kooperation mit verschiedenen Zoos sowie der Koret School of Veterinary Medicine, Hebrew University of Jerusalem.
Poliklinik für Vögel und Reptilien
In der Poliklinik für Vögel und Reptilien liegt ein Forschungsschwerpunkt in Untersuchungen zur Einsetzbarkeit moderner bildgebender Diagnoseverfahren wie der Ultraschalldiagnostik, der Magnetresonanz- sowie der Computertomografie bei Zier- und Wildvögeln und Reptilien. Ziel ist es, geeignete Untersuchungsprotokolle und Referenzparameter an gesunden Tieren aufzustellen und Erfahrungen über den Einsatz bei kranken Tieren zu sammeln. Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt hat die Erforschung von Herzerkrankungen bei Vögeln zum Inhalt. Im Bereich Wirtschaftsgeflügel werden drittmittelgeförderte Untersuchungen zum Vorkommen von Mykoplasmen und, in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie, von Metapneumoviren bei Legehennen in Abhängigkeit der Haltungsform durchgeführt. Weitere Schwerpunkte der Institution sind Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit verschiedener Antiinfektiva beim Geflügel und bei Ziervögeln. Außerdem wird, wiederum in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Virologie, der Krankheitskomplex „Jungtaubenkrankheiten“ untersucht. Schließlich finden bei Ziervögeln und beim Geflügel Studien zum Einfluss von Haltung und Zucht auf die Tiergesundheit statt.
Klinische Forschung im Bereich der Nutztiere und Pferde
Klinische Forschung im Bereich der Nutztiere und Pferde wird durch die klassischen klinischen Teilgebiete Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie vertreten. Dort durchgeführte Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit den anderen Einrichtungen der Fakultät, aber auch gemeinsam mit weiteren entsprechenden nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen durchgeführt.
Medizinische Tierklinik
In der Medizinischen Tierklinik ist ein Forschungsziel die Aufklärung der Ätiopathogenese der Kolik beim Pferd. Die Salzsäuresekretion des Magens ist abhängig vom aufgenommenen Futtermittel. Die länger und vermehrt einwirkende Salzsäure verursacht Magenschleimhautveränderungen. Die daraus entstehende erosive und ulzerative Veränderung der Drüsenschleimhaut wird endoskopisch erfasst und die Entzündungsform mikroskopisch charakterisiert. Eine 24-stündige pH-Wertmessung während der Fütterung unterschiedlicher Futtermittel erfolgt mit Hilfe einer intragastralen pH-Elektrode. Die Bioptate der Drüsenschleimhaut, entnommen am Ende der Fütterungsperiode, erlauben den Umfang und die Form der Entzündung der Drüsenschleimhaut (Gastritis) zu charakterisieren. Die Forschung bei Wiederkäuern hat folgende Schwerpunkte: Gesundheits- und Leistungsstabilisierung im peripartalen Zeitraum, antioxidativer Status/Reperfusionsstörungen, ökologische Tierhaltung und Tiergesundheit. Beim Schwein wird der antioxidative Status untersucht. Diese und eine Reihe weiterer Projekte werden auch im Rahmen drittmittelgeförderter und interdisziplinärer Forschung durchgeführt.
Gerichtliche Veterinärmedizin: Das Viehkaufrecht des BGB, speziell das Pferdekaufrecht, wurde seit 01.01.2002 neu geregelt. Das Viehkaufrecht der BGB §§ 482 bis 492 und im Besonderen die Hauptmängel des § 482, beschrieben in der Kaiserlichen Verordnung von 1899, wurde aufgrund der Schuldrechtsänderung vom 01.01.2002 neu geregelt. Auch das Pferdekaufrecht und damit die tierärztliche Kaufuntersuchung sind Bestandteil der Beschaffenheitsvereinbarung nach § 434 Abs1 S 1 BGB. Die rechtlichen Grundlagen des § 434 BGB sind für den Pferdekauf relevant. Der Tierarzt macht eine unverzichtbare Aussage zum Gesundheitsstatus eines Verbrauchsgutes, des Pferdes. Die Untersuchung des Pferdes erfolgt nach standardisierbaren Regeln, wobei der Auftraggeber den Umfang der Untersuchung bestimmt. Chirurgische Tierklinik
Forschungsschwerpunkte in der Chirurgischen Tierklinik sind die laparoskopische Chirurgie bei Pferd, Rind und Schwein, die Anwendung von minimal invasivem und transkutanem Ultraschall in der Diagnostik sowie die Thoraskopie bei Pferd und Rind. Weiter werden vergleichende Untersuchungen zur Anästhesie bei Pferd und Kalb bei konventioneller und minimalinvasiver Chirurgie durchgeführt.
Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik
Forschungsschwerpunkte der Ambulatorischen und Geburtshilflichen Tierklinik sind die laparoskopische Gewinnung von Eizellen präpubertaler Rinder, deren in vitro-Reifung, Befruchtung und Kultivierung sowie der Transfer so erzeugter Embryonen auf Empfängertiere. Andere Forschungsgebiete betreffen Untersuchungen zur differentiellen Genexpression in Rindereizellen und die Entwicklung und Optimierung von Verfahren zur Fortpflanzungssteuerung bei präpubertalen und pubertalen Jungsauen sowie bei Altsauen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Bakteriologie und Mykologie werden Untersuchungen zu Mykotoxinen und Chlamydieninfektionen als Ursache von Fortpflanzungsstörungen bei Zuchtschweinen durchgeführt. Engen Bezug zum gesundheitlichen Verbraucherschutz haben Untersuchungen zu Epidemiologie, Therapie und Metaphylaxe von Mastitiden beim Rind.
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