Forschungstätigkeit an der Fakultät
Bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung hat die Medizinische Fakultät im Jahr 2005 mit einer Summe von 20,4 Mio. € ein Rekordergebnis erzielt. Die Steigerung fiel mit fast 2 Mio. € Mehreinnahmen gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich aus. Der prozentuale Anteil an Drittmitteln für begutachtete Projekte änderte sich nicht, die höheren absoluten Mehreinnahmen sind vor allem auf einen Anstieg der SMWK-Mittel, auf die gestiegenen Fördergelder der Deutschen Krebshilfe (IMISE, Medizinische Klinik und Poliklinik I, II und III, IZKF, Universitätsfrauenklinik) und der Deutschen Jose Carreras Leukämie-Stiftung (Selbständige Abteilung Sozialmedizin, Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche) sowie auf die EU-Förderung zurückzuführen. An der Medizinischen Fakultät wurden 2005 ca. 600 Projekte und 305 Mitarbeiter – das ist eine Steigerung um ca. 10 % – mit eingeworbenen Drittmitteln finanziert. Die Medizinische Fakultät hat sich in den Prozess der Antragstellung im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zum Ausbau von Forschung mit internationalem Spitzenniveau im Universitäts- und Wissenschaftsbereich im Jahr 2005 auf vielen Ebenen eingebracht. In ihrem in diesem Zusammenhang ausgearbeiteten Entwurf eines Zukunftskonzeptes konzentriert sich die Universität Leipzig auf die weitere Entwicklung und Stärkung von sechs profilbildenden Forschungsbereichen. Für die Medizinische Fakultät ergibt sich die Chance, mit dem Blickwinkel auf ihr Rahmenthema „Prävention und Regeneration“ und Ausrichtung insbesondere auf die Klinische Forschung die drei folgenden Profillinien mitzugestalten und weiterzuentwickeln:
1. Molekulare und zelluläre Kommunikation, Wachstum und Differenzierung: Biotechnologie, Biomedizin, Bioinformatik
Wissenschaftliches Potential zu dieser Profillinie existiert an den Universitäten Leipzig, Halle und Jena. Den Schwerpunkt an der Universität Leipzig bilden zelluläre Kommunikation, Wachstum, Differenzierung und Geweberegeneration. Aus Sicht der Medizinischen Fakultät ist besonders auf das beachtlich gewachsene Forschungspotential auf dem Gebiet der Geweberegeneration zu verweisen. Im Jahr 2005 hatte sich die Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg um ein DFG-Forschungszentrum „Regenerative Therapien“ beworben und war bis in die Endrunde gelangt, letztendlich aber dann nicht erfolgreich. In jüngster Zeit haben sich für die Universität Leipzig neuen Chancen auf eine Förderung der Regenerativen Medizin ergeben. Sie bewirbt sich beim BMBF in einem aktuellen Antragsverfahren um ein „Translationszentrum“. Grundlage für diesen Antrag ist das in Vorbereitung auf die Beantragung des DFG-Forschungszentrums entstandene Netzwerk Regenerative Medizin (RegMedNet), das sich im Raum Leipzig-Halle etablierte und weiter ausgebaut wird. Neben den beiden Universitäten Leipzig und Halle sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen – hervorzuheben ist hier das neu gegründete Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie – Firmen und Vereine in das RegMedNet eingebunden. Ein wichtiges Vorhaben auf dem Gebiet der Geweberegeneration ist auch das BMBF-Verbundprojekt Sysbio „Systembiologie der Hepatozyten – Plattform Zellbiologie (HepatoSys)“, in dem drei Projekte an der Medizinischen Fakultät bearbeitet werden. Nach einer sehr guten Zwischenbegutachtung wird HepatoSys 2006 noch einmal finanziell aufgestockt und das Interdisziplinäre Zentrum für Bioinformatik in das Projekt eingebunden. Im Jahr 2005 fand zum zweiten Mal der Weltkongress für Regenerative Medizin an der Universität Leipzig statt.
Der Sonderforschungsbereich 610 „Proteinzustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz“, getragen von den Universitäten Leipzig und Halle, ist eine weitere Säule der Profillinie „Molekulare und zelluläre Kommunikation, Wachstum und Differenzierung“. Die Medizinische Fakultät ist in der aktuellen Förderphase mit vier Projekten beteiligt. Mit den interfakultären Zentren Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum sowie Interdisziplinäres Zentrum für Bioinformatik an der Universität Leipzig und den an der Medizinischen Fakultät bestehenden Zentren (Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung – IZKF, Koordinierungszentrum für Klinische Studien Leipzig - KKSL, Zentrum für Toxikologie), die alle wiederum über gemeinsame Projekte verbunden sind, besitzt diese Profillinie ein starkes und zukünftig noch ausbaubares Forschungspotential. Der Antrag auf Einrichtung einer Klinischen Forschergruppe der DFG „Atherobesity: Fett und Gefäß“ (Medizinische Klinik III) befindet sich in der zweiten Begutachtungsphase.
2. Sprache, Gehirn und Kognition: Vom Molekül zum Verhalten
In diese Profillinie sind viele Fakultäten der Universität Leipzig und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (z.B. Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften) integriert. Auch die Medizinische Fakultät mit ihrem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung – der Schwerpunkt Neurowissenschaften zeichnet sich besonders in der Grundlagenforschung (Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Rudolf-Boehm-Institut für Pharmakologie und Toxikologie) seit Jahren durch ein hohes Forschungspotential aus – ist an zahlreichen, diese Profillinie tragenden Drittmittelprojekten beteiligt. Aus Fakultätssicht ist besonders das DFG-Graduiertenkolleg „Interneuro – Interdisziplinäre Ansätze in den zellulären Neurowissenschaften“, das seine Arbeit im Frühjahr 2005 aufnahm, hervorzuheben. An ihm sind neben der Medizinischen Fakultät die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, die Fakultät für Physik und Geowissenschaften sowie das Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften beteiligt. Das Graduiertenkolleg ordnet sich ein in die strukturierte Doktorandenförderung (PHD-Programm von DAAD und DFG) an der Universität Leipzig mit dem seit 2004 etablierten Internationalen Promotionsstudiengang „Von der Signalentstehung zum Verhalten“. Zu seinem Forschungsprofil gehören neben der Vernetzung von Neuro- und Kognitionswissenschaften die Verhaltensforschung und die evolutionäre Anthropologie. Einbezogen in den Promotionsstudiengang sind vier Fakultäten der Universität – die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, die Medizinische Fakultät, die Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie und die Sportwissenschaftliche Fakultät – sowie die in Leipzig beheimateten Max-Planck-Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften und für evolutionäre Anthropologie. Dieser Promotionsstudiengang wird außerdem seit 2005 durch ein weiteres Graduiertenkolleg der DFG „Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen“ und durch die Internationale Max Planck Research School „Human Origins“ getragen. Vom Rudolf-Boehm-Institut für Pharmakologie und Toxikologie wurde eine Projektskizze zum Antrag auf eine DFG-Forschergruppe mit dem Titel „Ortsverteilte Forschergruppe: Neuronale und gliale P2-Rezeptoren“ erfolgreich auf den Weg gebracht. Die Wissenschaftler wurden zur ausführlichen Antragstellung aufgefordert.
3. Veränderte Umwelt und Krankheit
Die in diese Profillinie integrierten Wissenschaftler der Universität Leipzig, vor allem der Medizinischen Fakultät, haben sich, auch mit Blickwinkel auf das Rahmenthema „Prävention“, das sich die Medizinische Fakultät neben der Regeneration als übergreifenden Schwerpunkt gesetzt hat, die Untersuchung von Umweltveränderungen und ihres Einflusses auf die Entstehung degenerativer, entzündlicher, metabolischer und neoplastischer Erkrankungen von hoher gesundheitspolitischer und -ökonomischer Bedeutung zum Ziel gesetzt. Hier kann insbesondere auf Erfahrungen und Forschungspotential der Schwerpunkte „Immunologie und Rheumatologie“, „Endokrinologie“ und „Molekulare Onkologie“ des IZKF sowie die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umweltmedizin und Umweltepidemiologie und dem Zentrum für Prävention und Rehabilitation an der Universität Leipzig aufgebaut werden. Außeruniversitärer Partner ist insbesondere das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH. An der Medizinischen Fakultät wird intensiv an einer SFB-Antragstellung (Arbeitsthema: „Molekulare Mechanismen der Krankheitsentstehung durch Lebensstilfaktoren und Umweltnoxen“) gearbeitet. Auf den Antrag auf eine Klinische Forschergruppe aus der Medizinischen Klinik III wurde schon hingewiesen. An der Medizinischen Klinik II fördert das BMBF seit 2005 eine umfangreiche Klinische Studie zur Behandlung der akuten Hepatitis B. Am Studienmanagement arbeitet auch das KKSL mit. Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie erhält von der Deutschen Kinderkrebsstiftung seit 01.07.2005 eine zweite Förderung als Referenzzentrum Strahlentherapie für Hirntumoren im Kindesalter.
Über das NBL 3-Programm des BMBF „Verbesserung der Leistungsfähigkeit der klinischen Forschung an den medizinischen Fakultäten der Neuen Bundesländer einschl. Berlin (Charité)“, an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig insbesondere in den Schwerpunkten „Zelluläre Signalnetzwerke“ und „Psychosoziale Versorgungsformen“ werden in der 2. Förderphase die drei Teilmodule C4-Professur Biochemie II (Endokrinologie) „Neue Aspekte der Physiologie und Pathophysiologie von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren und anderer membranärer Signaltransduktionskomponenten“ (Projektleiter Prof. Dr. T. Schöneberg, Institut für Biochemie), C4-Professur Physiologie II (Neurowissenschaften) „Mechanismen GABAerger Erregung im zentralen Nervensystem: Entwicklung und Einsatz eines fluoreszenzmikroskopischen Verfahrens zur simultanen Quantifizierung der intrazellulären Chlorid- und Bicarbonat-Homöostase“ (Projektleiter Prof. Dr. J. Eilers, Carl-Ludwig-Institut für Physiologie) und C3-Stiftungsprofessur Gesundheitsökonomie „Ökonomische Evaluation von Gesundheitsleistungen im psychosozialen Versorgungsbereich“ (Projektleiter Prof. Dr. H.H. König, Klinik für Psychiatrie) finanziert. Das formel.1-Programm (2005 Förderung von 18 Projekten) ist in das Forschungsförderprogramm der Medizinischen Fakultät übernommen und im Jahr 2005 vollständig aus dem Landeszuschuss finanziert worden. Es wird zukünftig weiterhin eine jährliche Ausschreibung von formel.1-Projekten für Nachwuchswissenschaftler geben, ergänzt durch die Ausschreibung von max. 2 Rotationsstellen (um Erfahrungen zu sammeln und Forschungsarbeiten durchführen zu können, arbeitet ein junger Mediziner ein volles Jahr an einem theoretischen Institut), Stipendien für Medizinstudenten zur Anfertigung ihrer Doktorarbeit (max. 7.000 € für zwei Freisemester und Sachmittel in Höhe von max. 3.000 €). Neben der Bewertung von Forschungsleistungen unter Einbeziehung von Publikationen, Buchbeiträgen, Drittmitteleinnahmen, Dissertationen und Diplomarbeiten, Habilitationen und Patenten und der damit verbundenen jährlichen leistungsorientierten Mittelverteilung (LOM) eines Teils des Landeszuschusses für Forschung und Lehre vergab die Medizinische Fakultät außerdem einen Forschungsbonus in Höhe von 10 % auf im Vorjahr eingeworbene Mittel für DFG-Projekte.
Das ICCAS – Innovation Center of Computer Assisted Surgery – ist bzgl. neuer Strukturform und Finanzierung durch öffentliche Geldgeber das umfangreichste Drittmittelprojekt der Medizinischen Fakultät 2005 und vereinigt in sich innovative und klinische Forschung. Die Idee eines solchen Zentrums wurde zunächst von Wissenschaftlern der Kliniken für Neurochirurgie, für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde/Plastische Operationen und des Herzzentrums Leipzig GmbH getragen. Nach der Förderung der Antragsphase eines Zentrums für Innovationskompetenz im Jahr 2003 (BMBF) und der Geräteausstattung im Jahr 2004 (ca. 2 Mio. €, BMBF und SMWK) erhielt das Zentrum im Jahr 2005 vom BMBF die finanzielle Grundlage für die personelle Ausstattung in Form von zwei Nachwuchsgruppen mit jeweils 6 Nachwuchswissenschaftlerstellen, darunter Techniker und Ingenieure, ergänzt durch einen finanziellen Zuschuss des SMWK. Im Dezember 2005 wurde das ICCAS an der Medizinischen Fakultät offiziell eröffnet. Sprecher des Vorstandes ist Professor Meixensberger, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie. Schon Ende 2005 wurden dem ICCAS weitere Drittmittel in Form von zwei DFG-Sachbeihilfen bewilligt. Auf dem CeBit-Stand des BMBF Anfang 2006 präsentierte das ICCAS die Innovationsinitiative „Unternehmen Region“, der auch die BMBF-geförderten Zentren für Innovationskompetenz zuzuordnen sind. Vorgestellt wurde u. a. ein neues Computersystem für operative Eingriffe im Nasenbereich. Es dient der Verhinderung der Verletzung gesunden Gewebes während der Operation. Die Besetzung der von der Medizinischen Fakultät getragenen W2-Innovationsprofessur „Computerassistierte Chirurgie“ wird im Wintersemester 2006/07 erfolgen.
Am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum sind zwei C4-Professuren („Zelltechniken und angewandte Stammzellbiologie“ bzw. „Molekulare Zelltherapie“) und zwei Nachwuchsgruppen („Molekulare Diagnostik – Mikroarray-Techniken“ und „Strukturaufklärung membranassoziierter Proteine mittels NMR“) der Medizinischen Fakultät zugeordnet. Die Wissenschaftler des BBZ beteiligten sich sehr erfolgreich an dem Wettbewerb um die Einwerbung von Drittmitteln (u.a. BMBF, DFG, SMWA). Hervorgehoben werden soll an dieser Stelle das EU-Forschungsprojekt LIVEBIOMAT, dessen Koordination Professor Bader übernommen hat. Es läuft seit dem 1. April 2005.
IZKF und KKSL sind als eigenständige Einrichtungen der Medizinischen Fakultät seit 1996 bzw. 1999 fest etabliert. Beide haben zum Ziel, die Qualität der patientenorientierten klinischen Forschung zu erhöhen. Das IZKF wird nunmehr weitestgehend aus dem Landeszuschuss für Forschung und Lehre finanziert, während das KKSL sich zukünftig vorwiegend durch Drittmitteleinwerbungen und Forschungsaufträge tragen soll. Seine Grundförderung durch das BMBF, die im September 2005 planmäßig auslaufen sollte, wurde um das Pädiatrische Modul aufgestockt und in der Höhe dieser Zusatzfinanzierung bis 2008 verlängert. Das KKSL als eines von insgesamt 12 Koordinierungszentren für Klinische Studien der Bundesrepublik konnte die Kooperation mit universitären Forschungseinrichtungen, klinischen Einrichtungen der Region und darüber hinaus sowie mit der pharmazeutischen bzw. medizintechnischen Industrie weiter ausbauen und seine Kompetenz bei der Umsetzung von medizinischer Grundlagenforschung in die Klinische Forschung bis hin zu Klinischen Studien nachweisen. Die Ziele des IZKF Leipzig (Aufbau effizienter und leistungsstarker Strukturen für die klinische Forschung auf fachübergreifender Ebene, Entwicklung eines hochschulspezifischen Forschungsprofils mit internationaler Ausstrahlung sowie Nachwuchsförderung), von Anfang an unter das Rahmenthema „Zell-Zell- und Zell-Matrix-Interaktionen für diagnostische und therapeutische Strategien“ gestellt und mit den Schwerpunkten Immunologie, Endokrinologie, Neurowissenschaften und Molekulare Onkologie unterlegt, wurden auch im Jahr 2005 im Sinne von Exzellenzförderung umgesetzt und aus dem Landeszuschuss der Medizinischen Fakultät mit 3,6 Mio. € finanziert. Hervorzuheben ist 2005 insbesondere die Förderung von über 60 Wissenschaftlern in 35 Projekten und die Einrichtung einer neuen Nachwuchsgruppe „Zellmigration“. Der Zentrale Bereich des IZKF mit den in den Core Units vorhandenen Methoden und Technologien steht allen Wissenschaftlern der Fakultät und darüber hinaus zur Verfügung. Im IZKF Leipzig wurde Ende 2005 außerdem die Geschäftsstelle der „Association of Clinical Research Centres (ACRC)“, der die Zentren in Aachen, Erlangen, Jena, Köln, Münster, Tübingen, Würzburg und Ulm angehören, angesiedelt.
Das SMWA fördert innovative Forschungsprojekte an einer Forschungseinrichtung, wenn es sich um Verbundprojekte in Kooperation mit der sächsischen Wirtschaft handelt. Seit 2005 laufen an der Medizinischen Fakultät mehrere Projekte auf dem Gebiet der Geweberegeneration (Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin, Klinik und Poliklinik für Neurologie). Am IZKF und in der Medizinischen Klinik III werden seit 2005 junge Wissenschaftler mit dem Ziel einer Existenzgründung aus einer Hochschule heraus gefördert (BMBF und SMWK). Ca. 300 Projekte werden an der Medizinischen Fakultät durch die Wirtschaft finanziert.
Ende vergangenen Jahres erhielt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Professor Osama Sabri, den mit einer Preissumme von 105.000 US-Dollar dotierten Preis der Kuwait Foundation for the Advancement of Sciences (KFAS). Mit diesem weltweit höchstdotierten Preis im Fachgebiet Nuklearmedizin wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema „Anwendungen von Neuro-PET und Neuro-SPECT in der neuropsychiatrischen Bildgebung von Demenz und Schizophrenie“ honoriert. Für das in Leipzig neu entstandene PET-Zentrum ist diese Ehrung Ansporn und Motivation für die Forschung und die Weiterentwicklung der Positronen-Emissions-Tomografie. Den European Psychiatry Award erhielt PD Dr. Ulrich Müller, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie für die Entwicklung eines neuropsychologischen Testverfahrens (Zahlen-Ordnungs-Spanne zum Nachweis kognitiver Defizite bei Patienten mit Schizophrenie). Z.Zt. arbeitet Dr. Müller – er erhielt ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung – in London. Seine ersten Forschungsarbeiten wurden zunächst als formel.1-Projekt der Medizinischen Fakultät gefördert.
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