Home  Forschungsbericht 2006

Kooperative Forschungsförderungseinrichtungen
Co-operative forms of research

 

GRADUIERTENKOLLEGS
RESEARCH TRAINING GROUPS

 

Universalität und Diversität
Mechanistische Anwendungsaspekte nichtkonventioneller Oxidationsprozesse
Wissenpräsentation
Analysis, Geometrie und ihre Verbindung zu den Naturwissenschaften
InterNeuro
Diffusion in porösen Materialien
Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen

 

 

Graduiertenkolleg: Universalität und Diversität: Sprachliche Strukturen und Prozesse
Universality and Diversity. Linguistic Structures and Processes

Sprecher Professor Dr. Gerhild Zybatow
  Philologische Fakultät,
Institut für Slavistik
Sitz Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig
Telefon (0341) 97 37 467
Telefax (0341) 97 37 499
E-Mail zybatow@rz.uni-leipzig.de
URL www.uni-leipzig.de/~gksprach

Laufzeit

Beginn: 01.10.1997 - 09.2006

Beteiligte Einrichtungen

Philologische Fakultät
· Institut für Linguistik
· Institut für Slavistik
Fakultät für Mathematik und Informatik
· Institut für Informatik
Zentrum für Höhere Studien
· Zentrum für Kognitionswissenschaften
Max-Planck-Institut für Neuropsychologische Forschung Leipzig

Eingebundener Personenkreis 2006

Torsten Andreas, Kai Alter (Newcastle University), Petra Augurzky, Petr Biskup, Kristin Boerjesson, Ina Bornkessel, Johannes Dölling, Sonja Fleischhauer, Angela D. Friederici, Sabine Gründer, Tracy A. Hall (Indiana University), Gerhard Heyer, Matthias Irmer, Uwe Junghanns, Christiane Kaden, Sonja Kotz, Antje Lahne, Susann Lingel, Amelie Mahlstedt, Gereon Müller, Olav Mueller-Reichau, Thomas Pechmann, Anita Steube, Stefan Sudhoff, Helena Trompelt, Gerhild Zybatow.

Ziele, Programm und Struktur des Graduiertenkollegs

Das Graduiertenkolleg sieht sein Ziel in der Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung und Forschung im Bereich der theoretischen und experimentellen Grundlagen der Linguistik und legt seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf die universalen und einzelsprachlich divergierenden Aspekte der sprachlichen Strukturen sowie auf die auf diese Strukturen applizierenden psycholinguistischen Prozesse. Die Thematik des Kollegs verknüpft linguistische, sprachtypologische, psychologische, neuropsychologische und informationswissenschaftliche Aspekte der Sprachbetrachtung und bietet dieses Geflecht zum fachübergreifenden Studium an. Das besondere Profil des Kollegs besteht in der innovativen Integration der einzelsprachlichen Analysen in eine einheitlich ausgerichtete allgemein-sprachwissenschaftliche Theorienbildung, die durch Aspekte der Sprachtypologie, der Psycholinguistik, der Neuropsychologie der Sprache und der Computerlinguistik zu einer abgerundeten, kognitionswissenschaftlich orientierten Zusammenarbeit ergänzt wird.

Nach der Neugründung und dem fortschreitenden Aufbau des Instituts für Linguistik während der ersten Förderperiode kommt nun in der angestrebten Verlängerungsperiode sowohl eine Verstärkung der in der ersten Phasen vertretenen inhaltlichen Gebiete – insbesondere im Bereich der einzelnen Kerngebiete der theoretischen Linguistik, der Philologien und der Sprachtypologie – als auch neue thematische Spezialisierungen v.a. im Bereich der Phonologie und Dialektologie hinzu. Die Spezifik der zweiten Förderperiode vertieft also einerseits die Inhalte der ersten Periode und liegt andererseits in der verstärkten Integration dieser Inhalte zu einer theoretisch-einheitlichen Gesamtbetrachtung der einzelsprachlichen Analysen unter kognitionswissenschaftlichen Aspekten.

Die inhaltliche Thematik des Kollegs konzentriert sich zum einen auf die Betrachtung der universalen und einzelsprachlich variierenden Aspekte der Strukturen natürlicher Sprache und legt gleichzeitig ihren Schwerpunkt auf die psycholinguistischen Prozesse, die diese Strukturen verarbeiten.

Der Gegenstand der Linguistik geht seit geraumer Zeit über das Studium der Einzelsprachen hinaus und umfasst auch die universalen Eigenschaften aller natürlichen Sprachen. Am Kolleg besteht ein ausgeprägtes Interesse in diesem Sinne für den Sprachvergleich und folglich auch für seine Verankerung in einem einheitlichen theoretischen Rahmen, der die Basis für eine klare Deutung der erzielten Ergebnisse in ihren sprachtypologischen Aspekten gewährleisten kann. Dem Studium von Sprachuniversalen wird am Kolleg eine zentrale Bedeutung beigemessen – nicht nur, weil ihr Verständnis unsere Einsichten in den Phänomenbereich Sprache vertieft, sondern auch weil die universalen Aspekte von Sprache uns einen ersten aber essentiellen Einblick in das Wesen der menschlichen Kognition bescheren. Die Linguistik ist neben der Psychologie, der Neurologie und der Informatik zu einem integralen Bestandteil der Kognitionswissenschaften geworden. Eines der Hauptziele der Grammatiktheorie ist in diesem Zusammenhang die Aufdeckung und Modellierung des Wissenssystems Sprache. Die Weiterführung dieser Forschungsstrategie stellt nachwievor eines der Hauptziele des Kollegs dar. Durch die weitgehend einheitliche theoretische Ausrichtung der Lehrenden am Kolleg besteht das Potential, die Methodik und die neueren Einsichten der theoretischen Linguistik, insbesondere die Grammatiktheorie Chomskyscher Prägung, für die Beschreibung der einzelnen Philologien nutzbar zu machen. So können zum einen vergleichbare Phänomene eher erkannt und auf einen gemeinsamen strukturellen Nenner gebracht werden. Zum anderen können traditionelle Themen der sprachtypologischen Forschung unter ganz neuem Blickwinkel berücksichtigt werden. Neben der Betrachtung der bekannten europäischen Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und der weniger bearbeiteten indoeuropäischen Sprache Malayam in der ersten Laufphase kommt nun in der zweiten Förderungsphase v.a. die Betrachtung einzelner germanischer Dialekte hinzu sowie das Studium indigener nordamerikanischer Sprachen, die teilweise völlig andere (ergative/ polysynthetische) Sprachtypen als die indoeuropäischen darstellen.

Die thematischen Schwerpunkte, die sich als konkrete Fragestellungen aus dem Rahmenthema des Kollegs anhand der Interessen und Spezialisierungen der Lehrenden ergeben, gruppieren sich um die folgenden Schwerpunkte:

A: Psycholinguistische Prozesse: Sprachverarbeitung an den Schnittstellen Lexikon-Syntax und Prosodie-Syntax,

B: Sprachvergleich bezogen auf die verschiedenen Ebenen der Grammatik (Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik) und

C: Prozesse der Umdeutung, Inferenz, und Fokussierung unter Negation an der Schnittstelle zwischen semantischer und konzeptueller Struktur.

Diese Forschungsschwerpunkte stellen aktuelle Themenkomplexe dar, die interaktiv anzugehen sind und eine Reihe möglicher Dissertationsvorhaben definieren. Die Erfahrung mit diesen exemplarischen Themen soll den Kollegiaten einerseits Wissen und Fertigkeiten in den Ausgangdisziplinen vermitteln, sie andererseits sowohl für eine wissenschaftliche als auch für eine berufspraktische Arbeit qualifizieren und ihnen gleichzeitig aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung eine breite Methodik sichern. Von Bedeutung ist außerdem die grenzüberschreitende Begegnung von Natur- und Geisteswissenschaften in Form der Zusammenarbeit der verschiedenen linguistischen Zweige mit den neuropsychologischen Forschungsrichtungen und Experimentiermethoden des Max-Planck-Instituts für neuropsychologische Forschung.

Ereignisse 2006

Workshops und Gastvorträge:

Klaus Abels (University of Tromsoe): „Minimalist Syntax“ [Institut für Linguistik; 14.-16. Juni; 23 Teilnehmer]

Kleanthes Grohmann (University of Cyprus): „The Grammar of the Left Periphery” [Institut für Linguistik; 19.-20. Juli; 27 Teilnehmer]

Dirk Janssen (University of Kent at Canterbury): „Reaction time statistics (for linguists)” [Seminarraum Johannisgasse; 3.-5. April; 22 Teilnehmer]

Christoph Scheepers (University of Glasgow): „Eye-movements in reading and auditory language processing” [Institut für Linguistik; 19. Januar; 25 Teilnehmer]

Hinzu kommen insgesamt 19 wissenschaftliche Gastvorträge im Rahmen des Mittwochskolloquiums (nähere Informationen unter www.uni-leipzig.de/~gksprach).

Konferenzen:

Abschlussklausurtagung [Tagungsstätte der Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte, Großbothen; 21.-23. Juli; ca. 50 Teilnehmer]. Gastredner: Ina Bornkessel (MPI-CBS, Leipzig), Kleanthes Grohmann (University of Cyprus).

Fertiggestellte Dissertationen:

Andreas, Torsten: „Perzeption gesungener Sprache“, Dissertation, eingereicht am 27. September.
Mueller-Reichau, Olav: „Sorting the world - on the relevance of the kind-level/object-level distinction to referential semantics”, Dissertation, verteidigt am 8. November.

Publikationen der Studierenden (u.a.):

Augurzky, Petra: „Attaching Relative Clauses in German – The Role of Implicit and Explicit Prosody in Sentence Processing.” MPI Series in Human Cognitive and Brain Sciences, 77, Leipzig.

Augurzky, Petra, Bornkessel, I., Pechmann, T., & Schlesewsky, M. (2006): „The temporal availability of distinct prosodic cues during sentence comprehension – ERP evidence from German RC attachment.” CUNY 2006, New York, NY, USA, March 2006.

Augurzky, Petra, Denisa Lenertová, Roland Meyer, Ina Mleinek, Sandra Pappert, Nicole Richter, Johannes Schließer & Stefan Sudhoff, (Hgg.): „Methods in Empirical Prosody Research”. Berlin, New York: de Gruyter

Irmer, Matthias: „Discourse Linking by Bridging Anaphora”. To appear in: Proceedings to IWCS-7, Tilburg, The Netherlands.

Lahne, Antje: „Book Notice for Hegarty (2005), A Feature-Based Syntax of Functional Categories, Berlin [etc.]: Mouton de Gruyter. 2006”. To appear in Language.
Lahne, Antje: „Contextual Allomorphy and Morpho-Phonological Processes in Sanskrit”. In: Linguistische Arbeitsberichte, 84/2006.

Mueller-Reichau, Olav: „Die Topik-NP eines spezifizierenden Satzes als Artterm“. To appear in: Geist, L. & B. Rothstein (Hgg.), Kopulaverben und Kopulasätze: Intersprachliche und Intrasprachliche Aspekte. Linguistische Arbeiten, Tübingen: Niemeyer.

Sudhoff, Stefan & Denisa Lenertová: „Prosodic Properties of Constituents Associated with Stressed auch in German”. In: Hoffmann, Rüdiger & Hansjörg Mixdorff (Hgg.): Proceedings of Speech Prosody 2006, Dresden, Bd. 1. Dresden: TUDpress, 390 – 393.

Goals, Structure and Programme

The aim of this Postgraduate Research Unit is to support academic training and research in the area of theoretical and experimental basics of linguistics. Its emphasis lies on universal aspects of language structures as well as on those aspects that are specific to each language, and on the psycholinguistic processes applying to those aspects. The Group collects linguistic, typological, psychological, neuropsychological, and computational aspects of language analysis in an interdisciplinary course of study. The special profile of the Group lies in its innovative integration of the analysis of individual languages into a unified general linguistic theory formation, which is complemented by aspects of language typology, psycholinguistics, neuropsychology of language and computational linguistics in order to achieve a cognitive science-oriented collaboration. After the new formation and the continuing development of the Institute of Linguistics during the first period of funding, in the projected second phase, the Group will strengthen those fields which were emphasized during the first phase - especially its core areas of theoretical linguistics, philology, and language typology - as well as add new specialisations, especially in the areas of phonology and dialectology. The second period of funding will thus on the one hand reinforce the fields established in the first period, and on the other hand further consolidate those fields into a unified theoretical examination of the analysis of individual languages from the angle of cognitive science. The Group thus not only specifically concentrates on the examination of universal aspects of language structures, as well as on those aspects which are specific to each language, but also emphasizes the psycholinguistic processes that use those structures.

For quite some time now, linguistics has developed into more than just the study of individual languages to encompass also the universal characteristics of natural languages. The Group is especially interested in comparative aspects and in a unified theoretical framework for such comparison, which can provide a basis for a structured interpretation of the achieved results in its language-typological aspects. The Group attaches a central importance to the study of language universals, not only because their understanding deepens our insights into language, but also because they enable us to have a first essential look at the nature of human cognition. Next to psychology, neurology, and computer sciences, linguistics has become an integral part of cognitive science. One of the main goals of grammar theory in this context is the exposition and modelling of language as a system of knowledge. To follow this research strategy continues to be a major goal of the Group. The high degree of theoretical alignment of its teachers enables the Group to use both the methodology and newer insights of theoretical linguistics, especially of Chomskyan grammar theory, for the description of the various philologies. Thus, comparable phenomena can be recognized and brought to a common denominator sooner. In addition, traditional topics in language-typological research can be taken into account from completely new points of view. Next to the examination of the familiar European languages English, German, French, Spanish and Russian and the less well-researched Indo-European language Malayam in the first phase, in the second phase of funding the Group will turn especially toward the study of individual Germanic dialects as well as indigenous North American languages, some of which represent entirely different language types (ergative/polysynthetic) from the Indo-European languages.

The thematic concentrations, which derive as concrete topics from the interests and specialisation of the Group's teachers, can be clustered around the following emphases:

A: Psycholinguistic processes: language processing on the lexicon-syntax-interface and the prosody-syntax-interface,

B: Language comparison referring to the different levels of grammar (phonology, morphology, syntax, semantics) and

C: Processes of reinterpretation, inference, and focussing under negation on the interface of semantic and conceptual structure.

Those clusters are current themes to be regarded interactively. They define a number of dissertation projects. Working with those clusters should on the one hand provide the Group's students with knowledge and skills associated with the basic disciplines, and on the other hand qualify students for both academic and practical work. Because of its interdisciplinary direction, it should also ensure a comprehensive grasp of methodology. Another aspect of note is the interdisciplinary meeting of natural sciences and the humanities in the form of collaborations between the different linguistic branches and the neuropsychological research and experimental methods of the Max-Planck-Institute for Human Cognitive and Neurosciences.

 

Graduiertenkolleg: Mechanistische und Anwendungsaspekte nichtkonventioneller Oxidationsreaktionen
Mechanisms and Applications of Non-Conventional Oxidation Reactions

Sprecherin Professor Dr. Evamarie Hey-Hawkins
  Fakultät für Chemie und Mineralogie,
Institut für Anorganische Chemie
Sitz Johannisallee 29, 04103 Leipzig
Telefon (0341) 97 36 151
Telefax (0341) 97 39 319
E-Mail hey@rz.uni?leipzig.de
URL www.uni-leipzig.de/chemie/oxi

Laufzeit

01.10.1997 – 09.2007

Beteiligte Einrichtungen

Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie

  • Institut für Biochemie
  • Institut für Pharmazie

Fakultät für Chemie und Mineralogie

  • Institut für Anorganische Chemie
  • Institut für Organische Chemie
  • Institut für Technische Chemie
  • Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Zeitaufgelöste Spektroskopie

Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum

Medizinische Fakultät

  • Institut für Medizinische Physik und Biophysik

Eingebundener Personenkreis

Am Graduiertenkolleg sind in der 3. Förderperiode 14 Hochschullehrer, Dozenten und Habilitanden, 13 Stipendiaten, ein Postdoktorand und 5 Kollegiaten beteiligt.

Ziele, Programm und Struktur des Graduiertenkollegs

Nichtkonventionelle Aspekte einer zentralen chemischen Reaktion, der Oxidation, werden in einem fach- und disziplinenübergreifenden Forschungsverbund bearbeitet und bilden das Rückgrat einer modernen und stimulierenden Doktorandenausbildung.
Zentrale Punkte des Forschungsprogramms sind

  • die Entwicklung neuer Oxidationsmittel
  • ihre Anwendung in Synthesen
  • enzymatische Oxidationsreaktionen, einschließlich der Charakterisierung und Strukturbestimmung der Enzyme
  • die Untersuchung reaktiver Sauerstoffspezies in Lebewesen.

Goals, structure and programme

Non-conventional aspects of a central chemical reaction – the oxidation reaction - are studied within an interdisciplinary research programme which forms the backbone of modern training for a doctoral degree (Dr. rer. nat.).
The main targets of the research programme of the Research Training Group are

  • the development of new oxidizing agents
  • their application in syntheses
  • enzymatic oxidation reactions, including characterization and structure determination of the enzymes
  • investigation of reactive oxygen species in living organisms

Graduiertenkolleg: Analysis, Geometrie und ihre Verbindung zu den Naturwissenschaften
Analysis, Geometry and Interaction with Natural Sciences

Sprecher Professor Dr. Hans-Bert Rademacher
  Fakultät für Mathematik und Informatik,
Mathematisches Institut
Sitz Augustusplatz 10/11, 04109 Leipzig
Telefon (0341) 97 32 191
Telefax (0341) 97 32 198
E-Mail rademacher@mathematik.uni-leipzig.de
URL www.mathematik.uni-leipzig.de/GK

Laufzeiten

01.05.2000 – 30.04.2009

Beteiligte Einrichtungen

Fakultät für Mathematik und Informatik

  • Mathematisches Institut
  • Institut für Informatik

Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften

Fakultät für Physik und Geowissenschaften

  • Institut für Theoretische Physik

Eingebundener Personenkreis

Kollegiaten: 16 Doktoranden, darunter 10 Stipendiaten, und 5 Postdoktoranden

Ziele, Programm und Struktur

Es ist das zentrale Anliegen des Graduiertenkollegs, die Wechselwirkungen zwischen Mathematik und Naturwissenschaften herauszustellen und in der Ausbildung von Doktoranden der Mathematik nutzbar zu machen. Dieses Anliegen soll zum einen durch das breit angelegte Forschungsprogramm verwirklicht werden. Zum anderen soll das Ausbildungsprogramm die Doktoranden mit den Anwendungen verschiedener analytischer und geometrischer Methoden auf Fragen der Naturwissenschaften vertraut machen.

Das Forschungsprogramm ist grob unterteilt in einen analytischen und einen geometrischen Bereich. In die Forschungsprojekte finden Fragestellungen aus sehr verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften Eingang, so der Materialwissenschaften, des Mikromagnetismus, der Neuronalen Netze, der Allgemeinen Relativitätstheorie, der Quantenfeldtheorie, der Kapillarität und der Stringtheorie. Darüber hinaus beschäftigt sich ein Projekt auch mit Anwendungen analytischer Methoden in der Finanzmathematik. Ein Charakteristikum unseres Kollegs ist das weite Spektrum der Projekte. Das Forschungsprogramm ist ein mathematisches Programm, geprägt wird es durch Methoden der Variationsrechnung, der partiellen Differentialgleichungen, der Riemannschen und Symplektischen Geometrie sowie der Algebraischen, Arithmetischen und Komplexen Geometrie und durch den Zusammenhang von Numerik und Analysis.
Das Studienprogramm soll die Doktoranden mit den Wechselwirkungen von Naturwissenschaften und Mathematik von der mathematischen Seite aus vertraut machen. Deshalb sieht das Studienprogramm eine Fülle von Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften zu sehr verschiedenen Aspekten dieser Zusammenhänge vor. Durch die Einbeziehung der Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPI) und das umfangreiche Gästeprogramm des MPI ergeben sich besondere Möglichkeiten für die Ausbildung der Doktoranden. Eine wichtige Rolle spielen auch die Arbeitsgemeinschaften von Mitarbeitern der Universität und des MPI sowie von Gästen zu Fragestellungen des Forschungsprogramms. Darüber hinaus werden regelmäßig Winterschulen und Vortragsreihen veranstaltet.

Zentrale Punkte des Forschungsprogramms mit den verantwortlichen Wissenschaftlern sind:

I. Analysis
I.1 Mikrostrukturen und Phasenübergänge (Der, Luckhaus, Müller)
I.2 Neuronale Netze und komplexe Systeme (Der, Jost)
I.3 Effiziente Berechnung der Magnetisierungsenergie (Hackbusch)
I.4 Mathematische Theorie der Kapillarität (Miersemann)
I.5 Stochastische und analytische Methoden der Finanzmathematik (Frey, Schmidt)

II. Geometrie
II.1 Symplektische Geometrie (Schwarz)
II.2 Motive und L-Funktionen (Huber-Klawitter)
II.3 Quantisierung, Spiegelsymmetrie und Motive (Huber-Klawitter, Schwarz)
II.4 Geometrische Analysis, insbesondere Variationsprobleme der Quantenfeldtheorie (Jost)
II.5 Konforme Symmetrien, Spinoren und Twistoren (Prüfer, Rademacher)
II.6 Vergleichskonstruktionen der Finsler-Geometrie (Rademacher)
II.7 Komplexe geometrische Analysis (Brinkschulte)
II.8 Castelnuovo-Mumford-Regularität (Gräbe, Stückrad)

Goals, structure and programme

The main aim of the graduate college is to point out the interplay between mathematics and the natural sciences and to make use of this interplay in the education of doctor students. This aim shall be achieved on the one hand by a broad scientific program. By the study program on the other hand the doctor students shall become familiar with the applications of various analytic and geometric methods to problems of the natural sciences.

The research program is roughly devided into an analytic and a geometric part. The research projects deal with problems arising in many different fields of the natural sciences such as material sciences, micromagnetism, neural networks, general relativity, quantum field theory, capillarity and string theory. Moreover, one project is devoted to the applications of analytic methods in mathematics of finance. A characteristic feature of our college is the diversity of the projects. The research program is a mathematical program, coined by the methods of the calculus of variations, partial differential equations, Riemannian and symplectic geometry, algebraic, arithmetic and complex geometry and by the connection between numerics and analysis.

The study program shall lead the doctor students to a mathematical understanding of the interplay between the natural sciences and mathematics. Therefore lectures and seminars covering various aspects of this interplay are provided. The participation of researchers of the Max-Planck-Institute for Mathematics in the Sciences (MPI) and the vast guest program of the MPI enhance the options for scientific education. An important role is played by seminars focussing on the fields of the research program. These seminars are held by members of the university, the MPI and guests. Moreover, winter schools and lecture series take place regularly.

Graduiertenkolleg: InterNeuro (Interdisziplinäre Ansätze in den zellulären Neurowissenschaften)
InterNeuro (Interdisciplinary Approaches in Cellular Neuroscience)

Sprecher Professor Dr. Andreas Reichenbach
  Medizinische Fakultät,
Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
Sitz Jahnallee 59, 04109 Leipzig
Telefon (0341) 97 25 731
Telefax (0341) 97 25 739
E-Mail reia@medizin.uni-leipzig.de
URL www.interneuro.de

Laufzeit

01.04.2005 – 31.10.2009

Beteiligte Einrichtungen

Medizinische Fakultät

  • Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (PFI)
  • Carl-Ludwig-Institut für Physiologie (CLI)
  • Institut für Biochemie
  • Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Ophthalmologie)

Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie

  • Institut für Biologie II
  • Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum (BBZ)

Fakultät für Physik und Geowissenschaften

  • Institut für Experimentelle Physik I (IEP I)
  • Institut für Experimentelle Physik II (IEP II)

Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPI)

Eingebundener Personenkreis

14 Stipendiaten, 1 Postdoktorand, 11 Hochschullehrer

Ziele, Programm und Struktur

In diesem Kolleg haben sich Mediziner, Biologen, Physiker und Mathematiker zusammengeschlossen, um aktuelle Fragen der zellulären Neurowissenschaften mit neuartigen Methoden- und Ideenkombinationen zu verfolgen. Insgesamt elf Arbeitsgruppen aus verschiedenen Instituten und Kliniken der Universität Leipzig sowie aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften halten eine Reihe von hochspezialisierten Forschungstechnologien bereit, um die folgenden interdisziplinären Fragestellungen zu beantworten:

  • Pathophysiologie des Makula-Ödems
  • Entwicklungsmechanik der Fovea centralis
  • Retinale Angiogenese: Diabetische Retinopathie
  • Räumlich-zeitliche Strukturbildung retinaler Sphäroide
  • Lichtleitereigenschaften von Netzhautzellen
  • GNDF-abhängige Photorezeptor-Reifung
  • Aktive Biomechanik der Growth Cone-Bewegung
  • Ortsaufgelöster Spurenelement-Nachweis im ZNS
  • Passive und aktive Mechanik der Neurodegeneration
  • Molekulare Pathophysiologie der zentralen Osmoregulation
  • Regulation der IP3-Signalkaskade durch Calbindin D28k
  • Neuronale Ca2+-Signale in vitro und in silico
  • GABAerge und glycinerge Inhibition im auditorischen Hirnstamm
  • Exzitation und Inhibition im auditorischen Hirnstamm

Moderne Lasertechnologien wie 'Optical Stretcher' und konfokale sowie Multiphoton-Lasermikroskopie, biophysikalische Methoden wie Fluoreszenzlebenszeit (FLIM) und Fluoreszenzerholungszeitmessungen (FRAP), Nanosonde, Bioreaktoren und Atomic Force Microscopy (AFM), biochemische Methoden wie Microarray-Analyse und AlphaScreen-Technologie, aber auch hochtechnologisierte medizinische Verfahren wie die Netzhaut-Mikrochirurgie und die optische Kohärenztomographie (OCT) sowie mathematische Methoden zur Beschreibung komplexer biologischer Phänomene kommen dabei zum Einsatz.

Für die Doktoranden und den Postdoktoranden wird damit eine Ausbildung in der zukunftsorientierten neurowissenschaftlichen Forschung sowie in der zunehmend wichtiger werdenden interdisziplinären Kommunikation und Kooperation angeboten. Dieses Angebot ist Chance und Herausforderung zugleich - immerhin ist die Arbeit in Grenzbereichen zwischen den etablierten Wissenschaftsdisziplinen für die meisten Absolventen ungewohnt. Um den Einstieg zu erleichtern, wird jeder Stipendiat von zwei Hochschullehrern gemeinsam angeleitet. Diese Tandem-Betreuung (in der Regel durch einen Lebens- und einen Naturwissenschaftler) garantiert die Anwendung der zur Beantwortung der jeweiligen Frage erforderlichen spezialisierten Methodik und schafft zugleich ein Umfeld, in dem die Stipendiaten sich schnell zurechtfinden und etablieren können. Ein interdisziplinäres Vorlesungs- und Kursprogramm unterstützt zusätzlich den Integrationsprozess.

Goals, structure and programme

The neurosciences are a long-standing distinct research topic of the involved faculties which has been further strenghtened by several recent appointments. This basis will be used to offer the fellows an internationally appreciated training in method-oriented neuroscientific research. Moreover, the fellows will be enabled to perform an efficient interdisciplinary communication and co-operation, as a crucial precondition for their future research activities. This will be guaranteed by establishing co-operative research projects in which each fellow will be jointly supervised by two principal investigators. As a rule, this 'tandem supervision' will involve one life and one natural scientist, and will guarantee the appropriate use of the specialized methods necessary to solve a given scientific problem.
It is an advantage of Leipzig as a research location that several highly advanced research technologies are established which are not available (at least, in this combination) at other places. Among these are laser technologies such as the 'Optical Stretcher' and confocal and multiphoton laser microscopy, biophysical methods such as fluorescence life time (FLIM) and fluorescence recovery measurements (FRAP), ion nanoprobe, bioreactors, and atomic force microscopy (AFM), biochemical methods such as microarray analysis and AlphaScreen technology, as well as high-tech medical methods such as retina microsurgery and optical coherence tomography (OCT) and mathematical methods for modeling and analysis of complex phenomena in biology.

The specialized combination of methods and models will be supplemented by a systematic course of study which consists of lectures, seminars, colloquia, and technical courses, and will involve internationally leading guest scientists. In particular, the lecture series - representing the entire field of neurosciences on selected topics - is aimed at a comprehensive systematic training of the fellows. Special emphasis will be put on the training of scientific communication (winter school, instructions, exercises).

Internationales Graduiertenkolleg: Diffusion in porösen Materialien
Diffusion in Porous Materials

Sprecher Professor Dr. Jörg Kärger
  Fakultät für Physik und Geowissenschaften,
Institut für Experimentelle Physik I
Sprecher Professor Dr. Freek Kapteijn
  Delft University of Technology
Sitz Linnéstr. 5, 04103 Leipzig
Telefon (0341) 97 32 502
Telefax (0341) 97 32 549
E-Mail kaerger@physik.uni-leipzig.de
URL http://www.pore-diffusion.org

Laufzeit

01.04.2004 – 09.2008

Beteiligte Fachgebiete

  • Physik
  • Chemie
  • Technische Chemie
  • Physikalische Chemie
  • Geophysik
  • Biophysik

Beteiligte Einrichtungen

  • Technische Universiteit Delft
  • Technische Universiteit Eindhoven
  • Universiteit van Amsterdam
  • Universität Leipzig (Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Fakultät für Chemie und Mineralogie)

Eingebundener Personenkreis an der Universität Leipzig

9 Stipendiaten
2 Postdoktoranden
6 assoziierte Kollegiaten
3 studentische Hilfskräfte
6 antragstellende Hochschullehrer
2 assoziierte Hochschullehrer

Ziele, Programm und Struktur

Mit diesem Internationalen Graduiertenkolleg werden international renommierte Wissenschaftler des Niederländischen Instituts für Katalyseforschung (NIOK) und der Universität Leipzig ein Konsortium einrichten, das einzigartige Perspektiven in der Forschung und Lehre auf dem Gebiet des molekularen Stofftransports in porösen Materialien bietet, und von dem ein beträchtlicher Fortschritt in der Theorie und Praxis dieses Themengebietes zu erwarten ist. Das Konsortium hat Erfahrungen in allen wichtigen Gebieten des Forschungsthemas, einschließlich der erforderlichen theoretischen Grundlagen und hochentwickelten Messtechniken, des Know-how der Herstellung von Hochtechnologie-Materialien und ihrer Anwendung in modernen technologischen Prozessen.

Diffusion in porösen Stoffen, d. h. die ungeordnete Bewegung von Teilchen aufgrund ihrer thermischen Energie, ist ein grundlegendes Phänomen in der Natur. Sie kommt in allen Aggregatzuständen vor und ist von interdisziplinärer Bedeutung, da sie Gesichtspunkte der theoretischen Beschreibung, experimentellen Beobachtung und technischen Anwendung einschließt. In porösen Stoffen ist die Diffusion einer der entscheidenden Prozesse für den praktischen Nutzen dieser Materialien.

Brennpunkte der Forschungsaktivitäten des Konsortiums sind

(A) die intrakristalline zeolithische Diffusion,
(B) die diffusionskontrollierte Katalyse und
(C) der Zusammenhang zwischen Diffusion und Massentransport in porösen Medien als gegenwärtig die wohl spannendsten Problemkreise bei der Betrachtung der „Diffusion in porösen Medien“.

Das Konsortium wird von den Lehrerfahrungen des gut etablierten niederländischen Doktoranden-Ausbildungs-Programmes profitieren, wobei insbesondere die Lehrgänge in „Rechnergestützter Molekularer Modellierung“ (organisiert durch das NIOK) sowie für die Gebiete „Stofftransport“ und „Adsorption“ (organisiert durch das OSPT) eine wichtige Rolle spielen. Die Leipziger Gruppe trägt zum Konsortium mit ihren Forschungs- und Lehrerfahrungen, die in den Graduiertenkollegs „Physikalische Chemie der Grenzflächen“ und „Quantenfeldtheorie“ sowie im Sonderforschungsbereich „Moleküle in Wechselwirkung mit Grenzflächen“ gewonnen wurden, bei.

Goals, structure and programme

Bringing together the expertise of world leading scientists from the Netherlands Institute for Catalysis Research and the Leipzig University a consortium will be established, which offers unique prospects in the research and education in the field of molecular mass transfer in porous media, and is expected to lead to substantial advancement of theory and practice on this topic. The consortium involves expertise in all major areas of the field, including the theoretical fundamentals, sophisticated measuring techniques, the fabrication know-how of high-tech materials and their application in advanced technologies.

Diffusion in Porous Materials, i.e. the irregular movement of particles induced by their thermal energy, is one of the fundamental phenomena in nature. It occurs in all states of matter. Involving aspects of theoretical description, experimental observation and technical application, it is a subject of really interdisciplinary relevance. In porous materials, diffusion is one of the decisive processes, which may control the rate of their practical use.
The activities of the consortium will concentrate on three focal subjects viz.

(A) intracrystalline zeolitic diffusion,
(B) diffusion-controlled catalysis and
(C) diffusion-transport correlation in porous media,
being presently the probably “hottest” topics in this field.

The complementary specialization of the involved groups guarantees a comprehensive education programme and provides best conditions for exploring the synergism of collaboration. The consortium will substantially benefit from the teaching experience with the well-established Dutch PhD training programmes, in particular in the courses on Computational Molecular Modelling (organized through NIOK), and on Mass Transfer and on Adsorption (organized through OSPT). The Leipzig groups contribute to the consortium with their research and teaching expertise from the Graduate Colleges “Physical Chemistry of Interfaces” and “Quantum Field Theory”, and from the Collaborative Research Centre “Molecules in Interaction with Interfaces”.

Graduiertenkolleg: Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen
Function of Attention in Cognition

Sprecher Professor Dr. Matthias M. Müller
  Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie,
Institut für Psychologie I
Sitz Seeburgstraße 14-20, 04103 Leipzig
Telefon (0341) 97 35 962
Telefax (0341) 97 35 969
E-Mail m.mueller@uni-leipzig.de
URL www.uni-leipzig.de/~gkattent/

Laufzeit

01.10.2005 – 31.03.2010

Beteiligte Einrichtungen

Universität Leipzig

  • Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie
  • Medizinische Fakultät
  • Zentrum für Kognitionswissenschaften im Zentrum für Höhere Studien
  • Research Academy Leipzig/ Forschungsakademie

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
ür Evolutionäre Anthropologie

Eingebundener Personenkreis an der Universität Leipzig

16 Kollegiaten
12 Betreuer

Ziele, Programm und Struktur

Ziel des Graduiertenkollegs ist die interdisziplinäre Erforschung der Funktion von Aufmerksamkeit und perzeptuellen Prozessen bei höheren kognitiven Verarbeitungsprozessen. Im Laufe des Forschungsprojektes soll die Frage weiter geklärt werden, wie die limitierte Anzahl von Aufmerksamkeitsressourcen bei kognitiven Prozessen wie Spracherwerb und Sprachverständnis, Gedächtnis und Handlungskontrolle verteilt werden und somit andere Prozesse eventuell beeinträchtigen. Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. Um diese komplexe Fragestellung zu bearbeiten, sollen alle Methoden der modernen kognitiven Neurowissenschaften, wie z.B. EEG/MEG, Bildgebung (fMRI), Patientenstudien und Studien mit Kindern genutzt werden.
Das wissenschaftliche Umfeld wird von drei Institutionen in Leipzig zur Verfügung gestellt. Acht Arbeitsgruppen aus der Universität Leipzig (Psychologie und Biologie), den Max-Planck-Instituten für Kognitions- und Neurowissenschaften und Evolutionärer Anthropologie bilden die Kerngruppe, um den Kollegiaten interdisziplinäre, innovative Forschung zu dieser Fragestellung zu ermöglichen.

Das GK ist Bestandteil eines Internationalen Promotionsprogramms (IPP) „Von der Signalverarbeitung zum Verhalten“, in dem die Universität Leipzig und die am Ort ansässigen außeruniversitären Forschungsinstitute ihre Kompetenzen in einer strukturierten Ausbildung von Promovenden bündeln. Es baut hierfür auf Erfahrungen in einem Promotionsstudiengang „Kognitionswissenschaften“ seit 1997 auf, die eine Unterscheidung in Allgemein- und Spezialwissen auf dem Niveau einer exzellenten Promotionsausbildung unterstützen.

Goals, structure and programme

The present Graduiertenkolleg (GK) aims to investigate the role of attention in higher cognitive function, beyond perception. In an interdisciplinary approach, we intend to investigate the allocation of attentional resources in higher cognitive operations such as language acquisition and comprehension, memory and action control. Despite the pure functional role of attention in these processes, our aim is to find answers to the question whether such processes interact with perceptual processes and might impair or mediate perceptual processes such as selective stimulus processing. Very little is known as of today with regard to these interactions. To answer these highly complex questions, all methods of contemporary cognitive neuroscience will be employed, such as EEG/MEG, imaging (fMRI), patient studies and studies with children all of which are available here in Leipzig, combined with excellent expertise in these methods.

The scientific environment is provided by 8 groups from three institutions, namely the University of Leipzig (Psychology and Biology) and the Max Planck Institutes of Human Cognitive and Brain Sciences and Evolutionary Anthropology. These groups offer students enrolled in the degree program innovative and interdisciplinary research with regard to the theme of the GK.

Besides teaching the scientific background of the proposed theme, the program intends to communicate basic knowledge in the management of science. The major aim of the program, however, is to guide students to independent scientific work. International research exchange is as important as inviting experts to colloquia, workshops and summer schools. This allows students to achieve the international highest standards in the field. The program intends to attract the best students in the world in the fields on psychology, biology, linguistics and to some extend physics. Leipzig offers a unique environment to guarantee scientific exchange with all facilities and participating institutions within a radius of one kilometer.


 

Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 22.08.2007