Forschungstätigkeit am Zentrum
Das ZIW wurde 1987 als zentrale Einrichtung der Universität Leipzig mit der Aufgabe geschaffen, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere die Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen zu erforschen. In den Jahren 1992/1993 erfolgte eine inhaltliche und personelle Erneuerung des Zentrums. Ziel des ZIW ist die Förderung der interdisziplinären Forschung an der Universität Leipzig zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Ländern Mittel-, Ost und Südosteuropas im Rahmen des Europäischen Integrationsprozesses und der Globalisierung. Forschungsschwerpunkte sind: Der wirtschaftliche Aufholprozess der Region und seine gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die EU-Strukturpolitik und die soziale Kohäsion, monetäre und finanzpolitische Fragestellungen der EU-Osterweiterung, die Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union sowie die Beziehungen der MOE-Länder zu ihren östlichen Nachbarn. Das ZIW untersucht außerdem die wirtschaftliche Kooperation von Unternehmen aus Deutschland, insbesondere der Region Leipzig bzw. des Landes Sachsen, mit Unternehmen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.
Die Forschungen basieren auf der multi- und interdisziplinären Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der verschiedenen Fakultäten der Universität Leipzig und anderer auf Mittel- und Osteuropa ausgerichteter Einrichtungen in Projektgruppen, die vom ZIW organisiert und koordiniert werden. Es besteht außerdem eine enge Forschungskooperation mit Wissenschaftlern und Institutionen aus mittel- und osteuropäischen Ländern, insbesondere aus Polen, Tschechien, Ungarn und Estland. In die Forschung einbezogen werden auch Studenten in der Graduiertenausbildung. Ein besonderes Anliegen ist darüber hinaus die enge projektbezogene Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Praktikern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Das Zentrum ist Träger und Veranstalter des Leipziger Weltwirtschaftsseminars, einer jährlich stattfindenden internationalen Tagung zu Fragen der Integration der MOE-Volkswirtschaften in die Europäische Union.
Das ZIW gibt eine Schriftenreihe mit dem Titel „Transformation. Leipziger Beiträge zu Wirtschaft und Gesellschaft“ heraus, in der die Forschungsergebnisse und die Ergebnisse der Leipziger Weltwirtschaftsseminare veröffentlicht werden.
Forschungsprojekte im Jahr 2007:
- Mittelständische Dienstleister in der sächsisch-tschechischen Grenzregion: Wettbewerbssituation und Entwicklungspotenziale – Eine Weiterbildungsinitiative für den mittelständischen Dienstleistungssektor (gefördert durch das Interreg III A-Programm der EU)
- Die erweiterte Europäische Union zwischen Kohärenz und Divergenz II
- Arbeitsmärkte in der erweiterten EU
- Die europäische Währungsintegration und die internationale Rolle des Euro
- Globale Ungleichgewichte
- Strukturreformen in Deutschland und Europa
- Ziele und übertragbare Handlungsstrategien für ein kooperatives Flächenmanagement unter Schrumpfungstendenzen in der Kernregion Mitteldeutschland (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung)
- Großstädte im Transformationsprozess vor dem Hintergrund europäischer Integration und internationalen Strukturwandels. Ökonomische Entwicklung und soziale Prozesse der Städte Leipzig und Wroclaw 2000 bis 2004 im Vergleich
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