Laufzeit Beginn: 2001 Beteiligte Einrichtungen
Der Studiengang ist interdisziplinär und bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Wissenschaftskulturen kennen zu lernen, u.a. durch Lehrveranstaltungen ausländischer Lehrkräfte sowie durch Forschungsaufenthalte an Partnerinstitutionen. Zentraler Bestandteil des Promotionsprogrammes ist ein thematisches Lehrangebot, das aus multidisziplinären Forschungsseminaren und Kolloquien besteht, ergänzt um eine jährliche Klausurtagung im Frühjahr und eine Sommerschule zu übergreifenden Fragestellungen des Studienganges. Die Doktoranden können Erfahrungen in der Lehre und der Wissenschaftsorganisation sammeln und ihre Forschungsergebnisse innerhalb der Doktorandengruppe sowie in den Forschungsseminaren des Studienganges zur Diskussion stellen. Jeder Absolvent des Studienganges erhält bei Nachweis des Besuchs von mindestens sechs Lehrveranstaltungen in drei Jahren das Zertifikat des Zentrums für Höhere Studien. Für die Doktoranden des Studienganges werden Arbeitsmöglichkeiten am Zentrum für Höhere Studien bereitgestellt. Seit der Einrichtung des Promotionsstudienganges „Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ ist die Zahl ausländischer Doktoranden steigend. Die Dissertationen werden in den folgenden Fachgebieten verfasst: Anglistik, Arabistik, Entwicklungsökonomie, Ethnologie, Geschichte, Geographie, iberoamerikanische Geschichte, Kommunikations- und Medienwissenschaft, vergleichende Kultur- und Gesellschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Osteuropäische Geschichte und Kultur, Politikwissenschaft, Religionswissenschaft, Slavistik, Soziolinguistik und Soziologie. Im Programm sind vor allem die folgenden Weltregionen und spezifischen methodischen Zugriffe vertreten:
Forschung an den Grenzen der Chemie
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| Sprecherin | Professor Dr. E. Hey-Hawkins |
| Fakultät für Chemie und Mineralogie,
Institut für Anorganische Chemie |
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| Sitz | Johannisallee 29, 04103 Leipzig |
| Telefon | (0341) 97 35 151 |
| Telefax | (0341) 97 39 319 |
| hey@rz.uni-leipzig.de | |
| URL | www.uni-leipzig.de/chemie/phd |
Laufzeit
01.10.2002 – 30.06.2007 (DAAD- und DFG-Förderung)
01.07.2007 – 2012 (Weiterführung als Klasse an der RAL)
Beteiligte Einrichtungen
Universität Leipzig
Institut für Nichtklassische Chemie an der Universität Leipzig (INC)
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH Leipzig (UFZ)
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT)
Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung (IIF)
Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM)
Der Promotionsstudiengang richtet sich an Hochschulabsolventen aus dem In- und dem Ausland. Das Ziel des Programms besteht darin, die Attraktivität der Promotion an der Fakultät zu steigern und insbesondere einer zunehmenden Internationalisierung Rechnung zu tragen.
Das fachliche Profil des Promotionsprogramms konzentriert sich neben grundlagenbezogener Forschung und umweltrelevanten Themen auf die Schwerpunkte Chemie/ Biowissenschaften, Materialforschung und Grenzflächen unter interdisziplinärer Beteiligung aller Arbeitskreise der Fakultät für Chemie und Mineralogie und kooperierender Forschungsinstitutionen.
Ausgehend von diesen Schwerpunkten werden dabei folgende Themenbereiche bearbeitet:
Chemie/Biowissenschaften:
Materialwissenschaften:
Grenzflächen:
The doctorate programme is aimed at both German and foreign university graduates. The major objectives of the programme are making the doctorate studies more attractive to doctorate students and internationalising the doctoral studies.
Apart from fundamental research projects and environmentally relevant topics, the research profile of the doctorate programme focuses on Materials Science, Interfaces, and Life Science. The research within the individual above-mentioned areas of study is interdisciplinary and includes the cooperation of all the research groups from within the Faculty of Chemistry and Mineralogy as well as collaboration with other German and international institutes and faculties.
| Sprecher | Professor Dr. Martin Schlegel |
| Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie
und Psychologie, Institut für Biologie II (Molekulare Evolution & Systematik der Tiere) |
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| Sprecher | Professor Dr. Rudolf Rübsamen |
| Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie
und Psychologie Institut für Biologie II (Neurobiologie) |
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| Sitz | Emil-Fuch-Str. 1 04105 Leipzig |
| Telefon | 0341-97 30 286 |
| Telefax | 0341-96 05 261 |
| ipp@uni-leipzig.de | |
| URL | www.uni-leipzig.de/zhs/ipp |
Laufzeit:
11/2004 – 10/2007
Beteiligte Einrichtungen
Universität Leipzig
MPI für evolutionäre Anthropologie, Leipzig
Internationale Max Planck Research School “Human Origins”, Leipzig
MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig
In dem IPP „Von der Signalverarbeitung zum Verhalten“ stehen die Kognitionswissenschaften in einer vermittelnden Rolle gegenüber den Neurowissenschaften, der biologischen Verhaltensforschung und der Untersuchung von Lebensstilen. Durch Kombination der verschiedenen Betrachtungsebenen entsteht eine gesamtheitliche Perspektive, die für die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern verschiedener Fächer der Lebenswissenschaften bedeutsam ist.
In jüngerer Zeit haben sich die modernen Kognitionswissenschaften zu einem Schnittpunkt der Untersuchung molekularer und zellulärer Grundlagen der Hirnfunktionen durch Neurowissenschaften einerseits und der darauf beruhenden mentalen Funktionen andererseits entwickelt. Dieser Ansatz wird in Richtung der Verhaltensforschung weitergeführt durch eine Konzentration der medizinischen, sozial- und sportwissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation. Schließlich ist mit der evolutionären Anthropologie ein von der Zoologie bis zur Sprachwissenschaft reichender interdisziplinärer evolutionstheoretischer Erklärungsansatz hinzugetreten. Das Thema der 'neuronalen Interaktionen' verbindet die Neuro- mit den Kognitionswissenschaften, diese wiederum sind durch Fragen der 'behavioralen und neuronalen Plastizität' mit der Lebensstilforschung in den Medizinischen, Sozial- und Sportwissenschaften verknüpft, während sich die Zusammenarbeit zwischen Kognitionswissenschaften und Anthropologie auf das Feld 'imaging Genomics' konzentriert. Insgesamt sind derzeit 80 Studenten im IPP eingeschrieben.
Angesichts des interdisziplinären Profils des IPP liegt in den Veranstaltungen der Schwerpunkt nicht auf einer einzelnen Wissenschaft oder auf Spezialthemen, sondern auf Aspekten, die für alle beteiligten Fachrichtungen gleichermaßen relevant sind. Das besondere für die Graduiertenausbildung dieses IPP ist die Beteiligung der Graduiertenkollegs „Interneuro“ (seit April 2005) und „Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen“ (seit Oktober 2005) und der Internationalen Max-Planck Research School „Human Origins“ (seit September 2005) am Lehr- und Veranstaltungsprogramm. Das IPP setzt sich aus vier interdisziplinären Forschungsgruppen zusammen, die im Folgenden beschrieben werden.
Doktorandenzahlen insgesamt 2007: 127
Forschungsgruppe „Kognitive Prozesse im menschlichen Gehirn“ und das Graduiertenkolleg „Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen“
Research Group “Cognitive processes in the human brain” and the the Research Training Group “The Function of Attention in Cognition”
Eingebundener Personenkreis
Wissenschaftler: 10
Die Aufmerksamkeit ist ein Grundprinzip der menschlichen Kognition. In dieser Forschungsgruppe werden höhere kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns und deren attentionale Modulationen mit den Methoden der modernen kognitiven Neurowissenschaften untersucht. Elektrophysiologische (EEG) und magnetoenzephalographische (MEG) Ableitungen erlauben die Untersuchung neuronaler Informationsverarbeitungsprozesse und kortikaler Dynamiken der Integration von Information mit hoher zeitlicher Auflösung. Funktionale Magnetoresonanztomographie (fMRI) bietet die Möglichkeit kortikale und subkortikale Strukturen, die an diesen Prozessen beteiligt sind, zu identifizieren. Mithilfe der transmagnetischen Stimulation (TMS) können in der Zwischenzeit spezifische kortikale Areale punktgenau durch das Anlegen eines magnetischen Feldes entweder stimuliert (etwa spezifische Motorareale) oder kurzfristig in ihrer Funktion blockiert werden (etwa spezifische visuelle Areale). Die Kombination dieser Methoden erlaubt eine detaillierte Untersuchung neuronaler Prozesse bei höheren kognitiven Funktionen im intakten menschlichen Gehirn. Die in dieser Forschungsgruppe zusammengefassten Projekte untersuchen die basalen neuronalen Mechanismen (a) der selektiven Informationsverarbeitung in der visuellen, auditiven und somatosensorischen Modalität und deren Integration, (b) von Lernen und Gedächtnis, (c) der Sprachproduktion und des Sprachverstehens sowie (d) der Handlungskontrolle. Das Verständnis der grundlegenden neuronalen Mechanismen dieser Prozesse erlaubt die hypothesengeleitete Untersuchung spezifischer Störungen, wie dies bei einer Reihe von psychopathologischen Erkrankungen der Fall ist, und die Entwicklung von experimentell überprüfbaren Interventionsmethoden in den Anwendungsfächern.
Forschungsgruppe „Neurone und interneuronale Kommunikation“ und das Graduiertenkolleg INTERNEURO
Research Group "Neuron and interneuronal communication" and the the Research Training Group InterNeuro
Eingebundener Personenkreis
Wissenschaftler: 11
Zu dieser Forschungsgruppe zählen die Doktoranden des GK Funktion von Aufmerksamkeit bei kognitiven Prozessen und die Kollegiaten des GKs InterNeuro.
Die Themen dieser Forschungsgruppe umfassen Untersuchungen von Neuron-Neuron- bzw. Neuron-Glia-Interaktionen, wobei sowohl auf synaptische (Neurotransmitter-vermittelte) als auch auf nicht-synaptische Wechselwirkungen (Membrantransporter, Ionen- und Wasserkanäle) fokussiert werden soll. Darüber hinaus sollen auch Aspekte der „Neuro-Mechanik“ berücksichtigt werden. Diese sind bei Wachstums-, Migrations- und Reparatur-Prozessen im neuronalen Zellverband von großer Bedeutung; die Mechanismen und die hierbei greifenden Steuerungsvorgänge sind aber bisher kaum verstanden. Die in dieser Forschungsgruppe zusammengefassten Vorhaben schlagen die Brücke von innovativer, basaler Grundlagenforschung (Neurophysiologie, Patch-Clamp-Techniken, Calcium Imaging, Multiphoton-Mikroskopie, Mikromechanik, molekulare Biochemie, molekulare Genetik) zu unmittelbar anwendungsorientierten Projekten (Netzhaut-Tissue-Engineering, Netzhautchirurgie, Lichtleitereigenschaften der Retina, Gewebeveränderungen bei neurodegenerativen Erkrankungen [Alzheimer]).
Forschungsgruppe Gesundheits-, Krankheitsverhalten und Lebensstile
Research Group “Health and illness behaviour and life-styles”
Eingebundener Personenkreis
Wissenschaftler: 7
Ziel dieser interdisziplinären Forschungsgruppe ist die Identifikation von Merkmalskonfigurationen (im Sinne eines Lebensstils) als Vulnerabilitätsfaktor für bestimmte Krankheiten. Hierzu soll auf empirischer Ebene die Verbindung zwischen dem gesundheitsrelevanten Verhalten und anderen Alltagsbereichen, bzw. Einstellungen und Präferenzen, psychischer Strukturen sowie ökonomisch-kultureller Randbedingungen geprüft werden. Die kognitiven Neurowissenschaften können hier biologische Prädiktoren liefern, z. B. Daten über die Effektivität neuronaler sprachlicher Verarbeitungsmechanismen. Dabei wird geprüft, welche typischen Lebensstile und kognitiven Leistungsniveaus sich finden lassen und wie deren Präferenzmuster bezüglich der Gesunderhaltung beschaffen sind. Ein Vergleich sollte ergeben, ob bei diversen Gesundheitsgefährdungen oder z.B. Risikogruppen, typische problematische Verhaltensweisen und hinsichtlich grundsätzlicher Einstellungen oder Werte, andere Lebensstilkonzepte existieren, als z.B. bei der „gesunden“ Bevölkerung. Aufbauend auf diesen Daten sollen Interventionsmaßnahmen entwickelt werden, welche neben den pathogenen Dispositionen der Individuen auch deren „Fehl“-Verhalten sowie die „Verhältnisse“ aufgreift. Die Identität von Individuen (Patienten und potentiellen Patienten) ist mit dem Lebensstil und den diesem zugrunde liegenden psychischen Dispositionen, Einstellungen und Präferenzen - sich wechselseitig stabilisierend - verknüpft. Hieraus ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten zur Änderung des Lebensstils oder wesentlichen Elemente daraus, wenn Präventions- oder Rehabilitationsmaßnahmen dies verlangen, da die Gefährdung der Identität als ernsthaft empfunden wird. Angesichts der kollektiven Verankerung von Identifikationsprozessen erweist sich ein Ansatz, der Änderungen des Lebensstils allein auf der individuellen Ebenen verfolgt, als unzureichend und bedarf der Ergänzung durch Analysen der Genese und Stabilität kollektiver Lern-, Aneignungs- und Identifikationsprozesse.
Forschungsgruppe „Human Origins“
Research Group “Human Origins” and the Leipzig International Max Planck Research School Human Origins
Eingebundener Personenkreis
Wissenschaftler: 4
In dieser Forschungsgruppe sind drei verschiedene Wissenschaftsdisziplinen beteiligt, die gemeinsam die evolutionären Kräfte erforschen, die die Entwicklung des Menschen bestimmt haben: die Evolutionsgenetik, die vergleichende Primatologie und die Paläontologie. Um eine strukturierte und international konkurrenzfähige Doktorandenausbildung zu erreichen, hat das Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie zusammen mit der Universität Leipzig eine „International Max Planck Research School in Human Origins“ konzipiert. Diese Doktorandenschule ist in ihrer Konzeption einmalig, da an ihr drei verschiedene Wissenschaftsdisziplinen beteiligt sind, die gemeinsam die evolutionären Kräfte erforschen, die die Geschichte des Menschen bestimmt haben: Evolutionsgenetik, vergleichende Primatologie und Paläontologie. Studierende werden in einem der drei Studienfächer vertieft studieren und ihre Dissertation anfertigen. Das Lehrprogramm der IMPRS wird ergänzt durch die Lehrveranstaltungen der anderen am IPP beteiligten Forschungsgruppen. In einem eigenen Modul „Imaging Genomics“ werden Kompetenzen zur Bearbeitung von Schnittflächen zwischen Kognitionswissenschaften und Evolutionärer Anthropologie vermittelt.
Weitere Informationen im Internet:
Homepage IPP Signal: www.uni-leipzig.de/zhs/ipp
Homepage GK Attention: www.uni-leipzig.de/~gkattent/
Homepage GK Internuero: www.uni-leipzig.de/~ineuro/
Homepage IMPRS: www.leipzig-school.eva.mpg.de/
| Home | Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 28.08.2008 | ||