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Wissens- und Technologietransfer
Knowledge and Technology Transfer

Wirtschaft trifft Wissenschaft

Die Universität erwirtschaftete im Jahre 2007 im Rahmen der vertraglich vereinbarten Forschung mit Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen in 525 Aufträgen 10,8 Mio. Euro. Drei Beispiele, die das Bemühen der Universität zeigen, Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit neuen Ideen noch effizienter zu gestalten, werden nachfolgend ausführtlicher dargestellt.

Neue Ansätze für einen verbesserten Transfer wissenschaftlicher und technischer Innovationen in wirtschaftliche Anwendungen zu identifizieren und zu fördern, ist das Anliegen des BMVBS-Innovationswettbewerbs „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ als Bestandteil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, die Position der Hochschulen in den neuen Ländern als „regionale Anker“ in Innovationsprozessen durch neue Kommunikations- und Kooperationsformen zu stärken. Hier war die Universität mit dem folgenden Projektantrag erfolgreich:

  • Sys-Inno – Systematische Erschließung von Bottom-up-Innovationen
    Prof. Dr. K.-P. Fähnrich (Fakultät für Mathematik und Informatik, Institut für Informatik)

Mit dem Förderprogramm ForMaT „Forschung für den Markt im Team“ will das BMBF Ergebnisse aus der öffentlichen Forschung besser und schneller für die Wirtschaft nutzbar machen, indem es Anstoß gibt, die Trennung zwischen marktgetriebener industrieller Forschung und erkenntnisgetriebener öffentlicher Forschung zu überwinden. Schon frühzeitig sollen Forscher analysieren, inwieweit ihre Untersuchungen sich für eine Verwertung am Markt eignen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit sollen Teams mit technisch-naturwissenschaftlichen Forschung ergänzt durch wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz Verwertungskonzepte entwickeln und diese gemeinsam umsetzen. In der 1. Förderrunde war die Universität gleich mit vier Anträgen erfolgreich:

  • Innovationslabor für Moving Ambient Services (IMAS)
    Prof. Dr. B. Franczyk (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Institut für Wirtschaftsinformatik)
  • Topic Maps-Technologien
    Prof. Dr. G. Heyer (Fakultät für Mathematik und Informatik, Institut für Informatik)
  • Ubiquitäres breitbandiges Internet mittels Mesh-Netze und Peer-to-Peer Anwendungen
    Prof. Dr. Chr. Lindemann (Fakultät für Mathematik und Informatik, Institut für Informatik)
  • Theranostik – Therapie und Diagnostik der Zukunft mit Spezilaisierung, Visualisierung und Miniaturisierung: Wirkstoffe und Zellen als Produkte und Instrumente
    Prof. Dr. A. Robitzki (Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum)

Gemeinsam veranstalteten die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig und die Leipziger Hochschulen zum fünften Mal seit 2003 die Veranstaltung „Wirtschaft trifft Wissenschaft“. Am 20.11.2007 diskutierten sie in der Deutsche Telekom Hochschule für Telekommunikation Leipzig unter anderem, wie wirtschaftsnahe Förderung von Forschung und Lehre sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Hochschulen in Sachsen weiter gestaltet werden können. Die begleitende Ausstellung nutzte die Universität Leipzig, um an ausgewählten Beispielen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen aufzuzeigen. Interessenten konnten sich dann vor Ort und in Einzelgesprächen gezielt informieren, wie gemeinsam Aufgabenstellungen effektiv gelöst werden können. Während der Veranstaltung unterzeichneten die IHK zu Leipzig und die Universität Leipzig eine Vereinbarung, die die Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der Universität und regionalen Unternehmen mit dem Ziel der Entwicklung verbesserter Produkte und Technologien durch finanzielle Zuwendungen der IHK vorsieht. Aus den an der Universität eingegangenen 15 Anträgen wurden vier Anträge ausgewählt, die durch die IHK zu Leipzig gefördert werden.

 
Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 01.09.2008