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Wissens- und Technologietransfer
Knowledge and Technology Transfer

Selbst-Management Initiative Leipzig Lernt Gründen

SMILE, die Selbst Management Initiative LEipzig Lernt Gründen, ist eine Kooperation zwischen der Universität und der Handelshochschule Leipzig unter Leitung von Professor Dr. Helge Löbler, Juniorprofessor Dr. Utz Dornberger und Professor Dr. Bernhard Schwetzler. Sie wurde 2006 ins Leben gerufen. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA).

Über 1.000 Teilnehmer pro Semester aus fast allen Fakultäten der Universität und insgesamt fünf Erste Plätze beim futureSAX Businessplanwettbewerb zeigen den Erfolg des SMILE-Projektes. Die Selbst Management Initiative LEipzig bietet seinen Teilnehmern die Lernumgebung, die sie in die Lage versetzt, selbst zu entscheiden, was und wie sie lernen wollen. Dabei geht es nicht primär um Wissensvermittlung, sondern bei SMILE steht die Persönlichkeit jedes Teilnehmers und ihre Entwicklung im Mittelpunkt, diese soll gestärkt und entwickelt und für ein lebenslanges Lernen vorbereitet werden. Dafür bietet SMILE drei Module auf verschiedenen Ebenen an.

Im ersten Modul (Potenziale und Fähigkeiten erkennen) lernen die Teilnehmer im Diskurs mit Praktikern verschiedene berufliche Alternativen kennen, die für ihr jeweiliges Fachgebiet relevant sein können. Dabei steht das Erkennen und Reflektieren der eigenen Persönlichkeit (Wer bin ich und was kann ich? Und vor allem: was kann ich daraus machen?) im Mittelpunkt. Ferner lernen sie erfolgreiche Persönlichkeiten und deren Wege zum Erfolg kennen. Zu den Gastrednern zählten hier u.a. mittelständische Unternehmer aus Sachsen.

Im zweiten Modul können Teilnehmer ihre Potenziale und Fähigkeiten erweitern. In interdisziplinär zusammengesetzten Lerngemeinschaften werden Schlüsselkompetenzen entwickelt, die im Berufsleben nützlich und für eine unternehmerische Selbstständigkeit wertvoll sind. Seminare zu den Themen Projektmanagement, Rhetorik, Leadership oder Kommunikationstechniken wurden aufgrund der hohen Nachfrage mehrfach angeboten.
Im dritten Modul des SMILE-Angebotes kann gezielt auf die Karrierewünsche der Studierenden und Mitarbeiter eingegangen werden. Denn es hat sich gezeigt, dass die Teilnehmer in dieser Phase recht gut entscheiden können, ob sie unternehmerisch selbständig werden wollen oder nicht. Damit stellt SMILE eine wichtige Vorbereitungsphase gerade für Gründungsinteressierte dar. Teilnehmer mit einer interessanten Geschäftsidee werden bei der Verwirklichung ihrer Idee durch ein intensives Gründer-Coaching unterstützt.

Anerkannte Preise zeigen, dass die an der Universität Leipzig entwickelten Geschäftsideen auch von anderen als tragfähig angesehen werden. So wurde die PhaCon GmbH, eine Ausgründung des Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Universität Leipzig in allen drei Stufen des Businessplan-Wettbewerbs von futureSAX jeweils mit dem ersten Preis der Kategorie Technik ausgezeichnet. Bei der Leipziger Elevator Pitch Night 2007 gewannen sie den Jury-Preis und den Publikumspreis. Dass SMILE-Mitarbeiter bei Gründungsfragen wirklich wissen, wovon sie reden, zeigt, dass sie mit einem eigenen Projekt beim Businessplan-Wettbewerb von futureSAX in der Kategorie Service den ersten Preis für das Konzept der Ausgründung von internationalen Weiterbildungsangeboten zur Förderung und Professionalisierung von Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (SEPT GmbH) gewinnen konnten.

Aufgrund der Qualität der von SMILE betreuten Gründungskonzepte sowie der Quantität an Teilnehmern bei futureSAX erhielt die Universität Leipzig den Hochschulsonderpreis 2007.

Die Erfahrungen von SMILE belegen den Bedarf an gezielter Förderung der Eigeninitiative und (beruflichen) Selbständigkeit. Um die Qualität zu sichern, wird jede Veranstaltung evaluiert, das Ergebnis sind hochwertige Seminare und sehr zufriedene Teilnehmer. Für die Qualität und die Zielgenauigkeit des SMILE-Angebots sprechen auch die zahlreichen Mehrfachteilnehmer.

 
Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 01.09.2008