Forschungstätigkeit an der Fakultät
Die wissenschaftliche Leistungskraft der Medizinischen Fakultät zeigt sich auch im Jahr 2007 in einer Zunahme hochrangiger Publikationen, qualifizierter Drittmitteleinwerbungen und einer weiter verbesserten nationalen und internationalen Sichtbarkeit.
Bei den Drittmitteleinnahmen ergab sich eine deutliche Zunahme um rund 2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung betrifft alle Drittmittelgeber und zeigt sich auch bei den Mitteln für extern begutachtete Forschungsprojekte. Gestiegene Publikationszahlen in erstklassigen Journalen (Science, NEJM, Nature u.a.) sind ein Maß für besondere Erfolge in der Forschung. Diese Entwicklung fördert die Attraktivität der Fakultät für Spitzenforscher aus dem In- und Ausland und besitzt positive Auswirkungen auf die hohe Qualität in der Ausbildung der Medizinstudenten. So konnten 2007 durch Nachwuchswissenschaftler und etablierte Forscher 24 DFG-Sachmittelbeihilfen eingeworben werden. Auch als Partner in internationalen Projekten ist die Medizinische Fakultät gefragt. Der Einstieg der Medizinischen Fakultät in das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gestaltete sich mit z.Zt. sechs bewilligten Projekten sehr erfolgreich. Hinzu kommen zwei von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät koordinierte neue Projekte im EU-Programm Öffentliche Gesundheit. Gegenüber der Anzahl bewilligter Projekte des Jahres 2006 verdoppelten sich die stiftungsgeförderten Projektbewilligungen im Jahr 2007. Beachtenswert ist auch der Anstieg der Projektanträge aus klinischen Einrichtungen.
Im Jahr 2006 wurde die Schwerpunktbildung zwischen der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum im Sinne einer strategischen Weiterentwicklung krankheitsbezogener Behandlungszentren unter Einbezug der klinischen und grundlagenbezogenen Forschung auf die Bereiche: Transplantationsmedizin, Onkologie, die Stoffwechsel- und Gefäßmedizin, Neurologische Erkrankungen, die Medizin der Bewegungsorgane sowie Zahnheilkunde und Mundgesundheit fokussiert. In Weiterentwicklung dieser Schwerpunkte wurden 2007 eine Vielzahl an herausragenden Forschungsleistungen erbracht. Zusätzlich zur Schwerpunktbildung innerhalb der Medizinischen Fakultät erfolgte auch eine weitere Entwicklung der wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen der Profilbildenden Forschungsbereiche (PFB) „Molekulare und zelluläre Kommunikation“, „Gehirn, Kognition und Sprache“ und „Veränderte Umwelt und Krankheit“ der Universität Leipzig.
Die Antragstellung im Rahmen der Landesexzellenzinitiative, im Herbst 2007, förderte dabei den Prozess der Bündelung der Spitzenforschung, ausgerichtet auf drei Konzepte:
- Medizinisches NeuroZentrum (MedNeZ): Optimierung fokaler Therapien bei Erkrankungen des Zentralnervensystems
- LIFE – Leipzig Interdisziplinary Research Cluster of Genetic Factors, Clinical Phenotypes and Environment
- SYBIL – Interdisciplinary Centre for System Biology Leipzig – Monitoring and Modelling Cell and Tissue Formation
In diesen Konzepten werden die interfakultäre Zusammenarbeit im Bereich der Spitzenforschung zur besseren Verknüpfung von klinischer Forschung und Krankenversorgung erkennbar.
Im Folgenden werden herausragende Forschungsergebnisse und bereits geförderte Projekte kurz dargestellt:
KFO „Atherobesity: Fett und Gefäß“
(Schwerpunkt Stoffwechsel– und Gefäßmedizin)
Die von der DFG geförderte Klinische Forschergruppe „Atherobesity: Fett und Gefäß“ (Sprecher: Prof. Dr. Michael Stumvoll, Medizinische Klinik und Poliklinik III / Endokrinologie, Diabetologie und Nephrologie) ist ein hervorragendes Beispiel für die Bündelung von Spitzenforschung durch intensive Zusammenarbeit von Grundlagen- und Klinischen Forschern.
Ziele der wissenschaftlichen Arbeiten sind, die molekularen Ursachen der Endotheldysfunktion bei Patienten mit Adipositas aufzuklären und damit die Grundlagen für erfolgreiche Strategien zur Prävention und Intervention der Adipositas-assoziierten Atherosklerose zu schaffen. Hierzu wird die Expertise aus drei komplementären klinischen Fächern (pädiatrische Endokrinologie, Endokrinologie/Diabetologie, Kardiologie/Angiologie) mit einer Arbeitsgruppe aus der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie verknüpft.
Im Jahr 2007 konnten erste wichtige Ergebnisse auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung präsentiert werden, so waren z.B. Forscher der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit europäischen Arbeitsgruppen aus Frankreich, Island, Schweden und Deutschland an der Identifizierung des sogenannten FTO-Gens (Abkürzung für den englischen Begriff „fat mass and obesity associated“) beteiligt, das für die Entwicklung von Übergewicht bei Kindern und Erwachsenen verantwortlich gemacht wird.
Im BMBF-Förderschwerpunkt „Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Adipositas“ wurde das Verbundvorhaben „Longitudinal Childhood Adiposity Research in Germany: Translation of science into clinical management (LARGE)“ (Sprecher Prof. Dr. Wieland Kiess, Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche), zur Förderung ausgewählt.
ICCAS - Innovation Center Computer Assisted Surgery
(Schwerpunkt: Neurologische Erkrankung, Onkologie, Stoffwechsel- und Gefäßmedizin)
Das Zentrum für Innovationskompetenz für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) analysiert Operationsabläufe mit modernen IT-Werkzeugen und erstellt chirurgische Workflows und Integrationsprofile für die Konzeption, Spezifikation und Simulation medizintechnischer Prototypen im Bereich der Computerassistierten Chirurgie. Mit der Schaffung zweier Nachwuchsforschergruppen und einer Forschergruppe an der Schnittstelle von Chirurgie und Informationstechnologie strebt das Zentrum eine Schlüsselposition in der Entwicklung der Chirurgie der Zukunft im Sinne einer modellbasierten, individualisierten Chirurgie an. Das Zentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Freistaat Sachsen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit bislang zwölf Millionen Euro gefördert.
Innerhalb von nicht einmal zwei Jahren wurde das „Elektronische Phantom zur Evaluation und zum chirurgischen Training" - kurz ElePhant - entwickelt. Mit ElePhant entstand ein Simulationssystem, das sowohl für die chirurgische Aus- und Weiterbildung als auch für die patientenindividuelle Planung komplexer Operationen eingesetzt werden kann. Um das System erfolgreich zu vermarkten, wurde 2007 die Firma PHACON GmbH (3D Life Modelling And Simulation) als Ausgründung aus dem ICCAS gestartet.
KSL – Klinisches Studienzentrum Leipzig
(Schwerpunkt: Onkologie, Stoffwechsel- und Gefäßmedizin)
An der Medizinischen Fakultät hat 2007 das KSL seine Funktion aufgenommen (Leiter: Prof. Dr. Markus Löffler, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie). Das vorausgehende Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKSL) ist ein national führendes Zentrum für die Konzeption, Auswertung und Koordination klinischer Studien, das insbesondere in den Bereichen Onkologie, Kardiologie und Sepsisforschung international hervorgetreten ist. Ende 2006 erhielt die Medizinische Fakultät vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro für die Entwicklung der bereits bestehenden Forschungsstrukturen zu einem „Klinischen Studienzentrum Leipzig“. Im Verlauf von 2007 konnte die Kompetenz in der klinischen Studienforschung weiter ausgebaut und 25 neue Stellen für zumeist hochqualifizierte Fachkräfte geschaffen werden.
IZKF - Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung
(Schwerpunkt: Stoffwechsel- und Gefäßmedizin / PFB: Molekulare und zelluläre Kommunikation)
2007 begann die fünfte Förderphase des Zentrums, welches vollständig aus Mitteln der Medizinischen Fakultät finanziert wird. Die externen Fachgutachter bestätigten im September 2006 die Gesamtkonzeption des Zentrums. In allen Schwerpunkten des IZKF Leipzig und anderer Einrichtungen der Fakultät wurde insbesondere die Expertise in der zellbiologischen Forschung weiterentwickelt. Diese Kenntnisse kommen der Pathogeneseforschung zugute, dienen aber auch als Ausgangsbasis für die Entwicklung innovativer Diagnose- und Therapieverfahren. In der neu etablierten Klinischen DFG-Forschergruppe „Atherobesity", der DFG-Forschergruppe „Neuronale und gliale P2-Rezeptoren" und dem DFG-Graduiertenkolleg „InterNeuro" wird die Bearbeitung von Fragestellungen weitergeführt, die aus dem IZKF hervorgegangen sind.
BBZ - Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum
(Schwerpunkt: Transplantationsmedizin, PFB: Molekulare und zelluläre Kommunikation)
In das BBZ ist die Medizinische Fakultät durch die Professuren „Zelltechniken und angewandte Stammzellbiologie“, Prof. Dr. Augustinus Bader, und „Molekulare Zelltherapie“, Prof. Dr. Peter Seibel, eingebunden.
PET-Zentrum - Positronen-Emissions-Tomographie Zentrum
(Schwerpunkt: Neurologische Erkrankungen, PFB: Gehirn, Kognition und Sprache)
Mit einer Fachveranstaltung nahm die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig 2007 offiziell ein PET/CT in Betrieb. Dieses hoch moderne medizinische Großgerät kombiniert die Funktionalität einer PET-Kamera und eines Computertomographen und ermöglicht damit eine völlig neue Qualität in der bildgebenden Tumordiagnostik, der psychiatrischen und neurologischen Routine-Diagnostik und der nuklearmedizinischen Forschung. Auch in der Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer, Depression und Schizophrenie eröffnet das PET/CT den Wissenschaftlern unter Umständen neue Möglichkeiten. Mit nuklearmedizinischen Methoden wollen die Forscher um Professor Sabri u. a. Methoden zur Früherkennung und Therapiekontrolle dieser und weiterer neurologischer und psychischer Erkrankungen entwickeln. Im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Molekulare Bildgebung in der Medizin – MoBiMed“ wurde das Verbundvorhaben „NorChloro-Fluoro-HomoEpiBatidin (NCFHEB) – a potential positron emission tomography (PET) marker of early Alzheimer’s disease“ (Sprecher: Prof. Dr. Osama Sabri, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin) zur Förderung empfohlen.
Paul-Flechsig-Zentrum für Innovative Diagnose- und Therapieverfahren Neurodegenerativer Erkrankungen
(Schwerpunkt: Neurologische Erkrankungen, PFB: Gehirn, Kognition und Sprache)
Seit Juli 2007 wird unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Arendt, PFI für Hirnforschung, das Paul-Flechsig-Zentrum vom SMWK gefördert. Forscher des Paul-Flechsig-Instituts fanden u.a. heraus, dass erwachsene Nervenzellen unter bestimmten Bedingungen ihr genetisches Erbmaterial verdoppeln können, obwohl sich diese Zellen eigentlich nicht teilen. Während Tumorzellen sich auf Grund der Störung ungebremst vermehren und dadurch eine Krebserkrankung auslösen, führt die Verdoppelung der DNA in einer Nervenzelle langfristig zu deren Tod.
Weitere herausragende Forschungsergebnisse und Neueinwerbungen von Drittmittelprojekten an der Medizinischen Fakultät im Jahr 2007
Einem internationalen Forscherteam um Prof. Dr. Torsten Schöneberg und Dr. Holger Römpler, Institut für Biochemie der Medizinischen Fakultät, ist es in Zusammenarbeit mit dem MPI für evolutionäre Anthropologie gelungen, einen Genabschnitt des Neandertalers zu sequenzieren, der den Namen Melanocortin-Typ 1-Rezeptor-Gen trägt. Analog zu entsprechenden Mutationen beim Menschen zogen die Wissenschaftler die Schlussfolgerung, dass auch ein Teil der Neandertaler möglicherweise rote oder hellere Haare und auch hellere Haut hatten. Die in der Studie benutze Methode könnte künftig neue Einblicke geben, wie ausgestorbene Hominiden, Tiere und Pflanzen lebten. Aber auch die forensische Genetik, eine Disziplin der Gerichtsmedizin, wird von dem Verfahren diesen Studien profitieren. Die Ergebnisse konnten Ende 2007 in dem hochrangigen wissenschaftlichen Journal „Science“ veröffentlicht werden.
Seit dem Jahr 2001 untersucht die Studiengruppe „Psychoonkologie in der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde“ an der Abteilung für Sozialmedizin der Universität Leipzig die psychosoziale Lebenssituation laryngektomierter Karzinompatienten in einer Längsschnittstudie. Die Ergebnisse zeigen, dass Kehlkopflose sehr oft seelisch belastet sind, aber selten entsprechende Hilfsangebote, wie z. B. psychosoziale Beratung, nutzen.
Das von der Deutschen Krebshilfe seit 2007 geförderte Forschungsprojekt „Psychische Komorbidität und psychosoziale Versorgung nach Kehlkopfteilresektion" ermöglicht nun eine prospektive Datenerhebung. In dem dreijährigen Projekt sollen Faktoren aufgedeckt werden, die das Risiko für das Auftreten einer psychischen Erkrankung bei Patienten nach Kehlkopfteilresektionen beeinflussen. Des Weiteren interessiert der Umfang der Inanspruchnahme psychoonkologischer Versorgungsangebote.
Die zweite Projektphase des Mentoring-Projektes „EliMed“ zur Förderung und Vernetzung weiblicher Eliten des Studienganges Medizin an der Universität Leipzig startete im November 2007. Mit dieser Förderung können sich leistungsstarke Medizinstudentinnen einen Weg in Führungspositionen bahnen. „EliMed" wird 2007 und 2008 von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gefördert, die Koordination und wissenschaftliche Begleitung erfolgt in der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie unter der Leitung von Prof. Dr. Elmar Brähler in Kooperation mit Prof. Dr. Dorothee Alfermann vom Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig.
Eine neue Methode in der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie ermöglicht jetzt die Messung der zerebralen Autoregulation nach Hirnblutung. Damit konnte nachgewiesen werden, dass 1. Störungen der Autoregulation zu weiteren Schlaganfällen führen können und 2. Patienten mit entsprechendem Risiko zu erkennen sind. Ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, wies jetzt nach, dass die sogenannte zerebrale Autoregulation ein wesentlicher Risikofaktor für Patienten mit einer besonderen Form der Hirnblutung, der sog. Subarachnoidalblutung, ist, weitere Schlaganfälle zu bekommen.
Die ersten EU-Projekte im 7. Rahmenprogramm wurden der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, dem IMISE und der Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie bewilligt.
Im EU-Programm „Öffentliche Gesundheit“ stellt die Medizinische Fakultät zwei Koordinatoren von Verbundprojekten: Prof. Dr. Regina Kluge, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, koordiniert das Projekt „European network for pediatric Hodgkin’s lymphoma“, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, das Projekt: „European Alliance Against Depression”/2. Förderphase.
Prof. Dr. Jan-Christoph Simon, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, reichte 2007 eine Projektskizze für einen Transregio-SFB Antrag gemeinsam mit der TU Dresden zum Thema: „Matrixengineering zur Steuerung von Heilungsprozessen im Knochen- und Hautgewebe. Vom Material zur Klinik“ ein und wurde aufgefordert, einen Vollantrag nachzureichen.
Im Rahmen Gesamtentwicklungsplanung von Klinikum und Fakultät, die eine nahezu vollständige Erneuerung der Infrastruktur im Medizinischen Viertel bis Ende 2012 vorsieht, ist für 2007 besonders die Einweihung des neuen Zentrums für Frauen- und Kindermedizin hervorzuheben.
Neben den Klinikneubauten gehen auch der Umbau der alten Hautklinik zum zentralen Forschungsgebäude und die Sanierung des Carl-Ludwig-Instituts als zentrales Studiengebäude mit großen Schritten voran.
Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Existenzgründungen
In der Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft ProInno II werden gemeinsame Vorhaben von Forschungseinrichtungen mit der Wirtschaft gefördert. Die Medizinische Fakultät war im Jahr 2007 mit drei Anträgen erfolgreich:
- Prof. Dr. Steffen Leinung – Chirurgische Klinik und Poliklinik II: „Erhebung, Analyse und Klassifizierung von Monitoringdaten, Modellbildung, Standardisierung der Operationstechnik“
- Prof. Dr. Attila Tarnok – Herzzentrum, Klinik für Kinderkardiologie: „Entwicklung einer hochkompakten Gerätetechnik für die Point-of Care Zelldiagnostik (Zytometrie), Kurzbezeichnung: Methodenentwicklung und diagnostische Evaluierung“
- Prof. Dr. Ulrich Sack – Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin: „Entwicklung eines Verfahrens für die quantifizierbare Immunfluoreszenzanalytik zur Objektivierung der medizinischen Labordiagnostik“
Förderprogramme der Medizinischen Fakultät (aus dem Landeszuschuss finanziert) und Leistungsorientierte Mittelverteilung (LOM) Das formel.1-Programm (2007 Förderung von 18 Projekten nach externer Begutachtung) wurde in das Forschungsförderprogramm der Medizinischen Fakultät übernommen und wird vollständig aus dem Landeszuschuss finanziert.
Das Programm zur Förderung medizinischer Doktorarbeiten – Promotionsförderung – wird zunehmend positiv durch die Studierenden angenommen. 2007 wurden acht Medizinstudenten (Freisemester und Sachmittel) gefördert.
Auch 2007 vergab die Medizinische Fakultät einen leistungsbezogenen Forschungsbonus in Höhe von 10 % auf die im vergangenen Jahr eingeworbenen DFG-Mittel an die verantwortlichen Wissenschaftler. Die Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) wurde unter Berücksichtigung der gleichen Bewertungskriterien wie in den vergangenen Jahren durchgeführt.
Ende 2007 fand unter sehr großer Beteiligung junger Nachwuchswissenschaftler das 6. Research Festival, ausgerichtet von der Medizinischen Fakultät, der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie und dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF), statt. Gefördert wurde der fach- und fakultätsübergreifende Austausch junger Wissenschaftler. Es wurden mehr als 320 Posterpräsentationen begutachtet und insgesamt 18 Posterpreise vergeben. Erstmals fand 2007 ein, künftig jährlich stattfindendes, „Therapiekolleg der Leipziger Hochschulmedizin“ statt. Ziel ist es, die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät über die Fächergrenzen hinaus zu präsentieren und gemeinsame Projekte zu diskutieren. Den Auftakt machten die Schwerpunkte „Gesundheitswissenschaften und Psychosoziale Medizin“.
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