Der Umschwung von der Nutzung von Volumenmaterial, oft schon in der Form von Mikrostrukturen, zu nanoskopischen Strukturen und Materialien geschieht in vielen Gebieten und Disziplinen. Daher wird Nanotechnologie auch eine Konvergenztechnologie genannt. Internationale Spitzenforschung in diesem Bereich wird an der Universität Leipzig in der Physik, Chemie und Physikalischen Chemie auf mehreren interdisziplinären Gebieten geleistet: Nano- und mikrodimensionale Verbindungshalbleiter, Moleküle in Flüssigkeiten und in Wechselwirkung mit Grenzflächen, polymere Nanostrukturen und molekulare Precursoren. Ein Schwerpunkt liegt auf Selbstorganisationsmechanismen für organische und anorganische Strukturen. Anwendungen für die betreffenden Systeme liegen in der Elektronik, Photonik, Katalyse und in den Lebenswissenschaften. Der Profilbildende Forschungsbereich betrachtet auch Umweltaspekte und Nachhaltigkeit von Nanostrukturen und führt wichtige Untersuchungen bezüglich der medizinischen Wirksamkeit und der Verbreitung und Alterung von Nanostrukturen in Wasser- und Luftkreisläufen durch. Die beteiligten Einrichtungen der Universität zeichnen sich durch eine hervorragende Drittmitteleinwerbung aus und arbeiten eng mit Leipziger Forschungsinstituten zusammen. Die Nachwuchsförderung erfolgt u. a. im Rahmen der Graduiertenschule BuildMoNa (www.buildmona.de). The paradigm shift from uniform bulk materials, in recent cases even based on nanostructures, to multifunctional materials that emerge from smart combinations of molecules, proteins, and nanoparticles is quintessential for the future knowledge transfer from fundamental to applied sciences. Thus, nanotechnology, which has to manage the step to complex materials and processes, is considered a future key technology. Cutting edge research in this area is interdisciplinarily performed at the Universität Leipzig in physics, chemistry, and physical chemistry. In several innovative, synergistically linked fields we are at the forefront of science, explicitly mentioned should be nano- and microscale ZnO semiconductor devices, molecules in fluids and interacting with solid interfaces, polymeric nanostructures, molecular precursors, and active polymeric films inspired by biological cells. There is a particular focus on self-organisation of inorganic, organic, and biomimetic structures. Such research is targeted in its applied aspects towards electronics, photonics, catalysis, and life sciences. The Top-Level Research Area also regards environmental aspects and sustainability of this research as highly important. Consequently, the biomedical and environmental impact of these new materials on humans and eco-systems will be investigated. The participating academic institutions have an impressive funding track record and university research is closely connected with research at external research institutions based in Leipzig. Interdisciplinary education is organized within the Graduate School BuildMoNa (www.buildmona.de).
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| Sprecher: | Prof. Dr. Stephan Luckhaus Prof. Dr. Klaus Sibold (bis 10.2005) Fakultät für Mathematik und Informatik, Mathematisches Institut |
| Anschrift: | Augustusplatz 10 - 11, 04109 Leipzig Telefon (0341) 97 32 142 Telefax (0341) 97 32 199 luckhaus@mathematik.uni-leipzig.de |
| URL: | http://www.uni-leipzig.de/profil |
Der Profilbildende Forschungsbereich Mathematik und ihre Anwendung in den Naturwissenschaften umfasst die mathematischen Wissenschaften in einem breiten Sinn: Mathematik, Theoretische Physik und Angewandte Informatik. Die verbindende Klammer für die in diesem Bereich mitarbeitenden Wissenschaftler ist die Mathematik.
Das Institut für Mathematik, das vor 125 Jahren von Felix Klein gegründet wurde und das Institut für Theoretische Physik haben eine lange Geschichte der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit dem 1996 gegründeten Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften wird schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der strukturellen Fragen geforscht, die direkt aus physikalischen, inzwischen auch immer mehr biologischen Fragestellungen erwachsen. Zugleich ist es gerade auf dem zuletzt erwähnten Gebiet, dass die Zusammenarbeit mit dem Institut für Informatik stattfindet. Die Angewandte Informatik mit Schwerpunkt Life Sciences bildet eins von seinen drei Hauptforschungsbereichen.
Das gemeinsame Projekt wird von der Überzeugung getragen, dass die auftretenden Probleme nicht einfach durch Anwendung existierender mathematischer Verfahren gelöst werden können, sondern neue Mathematik erfordern, dass also, wie in der Vergangenheit, die Mathematik selbst von den naturwissenschaftlichen Anwendungen entscheidende Forschungsimpulse erfährt.
Drei Hauptforschungsfelder innerhalb dieses Forschungsbereiches sind
Dahinter stehen Grundsatzfragen der modernen Naturwissenschaften: Vereinheitlichung der Feldtheorien, Grenzen der Vorhersagbarkeit und die Natur des Zufalls, sowie die Selbstorganisation lebender Materie.
Im Jahr 2007 wurden vom Forschungsbereich Mathematik und ihre Anwendungen in den Naturwissenschaften zahlreiche Workshops, Konferenzen, Kolloquia, Schulen und Seminare zum Teil allein, zum Teil in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anderer Institutionen organisiert. Vor allem ist die Beteiligung der Mitglieder des Forschungsbereiches an einer Vielzahl von DFG-Projekte (12) und an verschiedenen Europäischen Netzwerken (6) sowie deren Kooperation mit internationalen Forschungszentren (2) hervorzuheben. Zwei DFG-Forschergruppe sind in Leipzig angesiedelt. Ferner ist der wissenschaftliche Nachwuchs durch drei Graduiertenkollegs innerhalb des Profilbildenden Forschungsbereiches und Beteiligung an einem weiteren gefördert worden.
This Top-Level Research Area Mathematical Sciences comprehends the mathematical sciences in a broad sense: Mathematics, Theoretical Physics and Applied Computer Science. The common denominator for the scientists collaborating with one another within these areas is Mathematics as a method.
The Institute of Mathematics, founded 125 years ago by Felix Klein, and the Institute of Theoretical Physics both have a long history of cooperation. Together with the Max Planck Institute of Mathematics in Natural Science founded in 1996, research is focussed on structural questions, which evolve from physical- and in the mean time increasingly biological- problems. It is precisely on the last mentioned area that the cooperation with the Institute of Computer Science focuses. This Institute has as one of its three main research areas Applied Computer Science with emphasis on Life Sciences.
The joint project is being motivated by the conviction that the problems that appear cannot simply be solved by application of pre-existing mathematical procedures; rather they demand new mathematics. In other words, as in the past, mathematics itself receives significant research impulses from the applications of natural-science. Three main fields of research within this research area are:
The research in these fields is motivated by the fundamental questions of modern sciences: unification of field theory, limitations of predictability and the nature of randomness as well as the self-organization of living material.
Within the framework of the research area Mathematical Sciences, various scientific activities took place in 2007: a series of workshops, conferences, colloquia, schools and seminars were organised either on their own by the members of the research area or in collaboration with scientists from other institutions. In addition, the impressive number of participants from the research-area members who took part in a multitude of DFG projects (12) and in numerous other European networks (6) should be highlighted, so as their collaboration with international research centres. Two of the DFG-research groups even transferred their base to Leipzig. Furthermore, the Top-Level Research Area cultivates junior scientists within four scientific Graduate Colleges of which three are directly coordinated by the research area.
| Sprecherin: | Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Institut für Biochemie |
| Anschrift: | Brüderstrasse 34, 04103 Leipzig Telefon (0341) 97 36 900 Telefax (0341) 97 36 909 E-Mail beck-sickinger@uni-leipzig.de |
| URL: | http://www.uni-leipzig.de/profil |
Der 2006 entstandene Profilbildende Forschungsbereich 3: Molekulare und zelluläre Kommunikation: Biotechnologie, Bioinformatik und Biomedizin in Therapie und Diagnostik (PbF 3) ist der Zusammenschluss mehrerer international konkurrenzfähiger Arbeitsgruppen, die an der Universität Leipzig und in Kooperation mit anderen Universitäten weltweit über biomolekulare Kommunikation forschen. Der Schwerpunkt der Universität Leipzig liegt hierbei im Bereich zellulärer Kommunikation, Wachstum, Differenzierung und Geweberegeneration. Die Weiterentwicklung grundlegender Erkenntnisse über zelluläre Kommunikation und ihre Steuerung, ihre Bedeutung für Wachstum und Differenzierung, insbesondere auf der Ebene der Proteininteraktionen ist das Ziel unserer Aktivitäten in der Forschung und der Förderung und Ausbildung junger Wissenschaftler. In verschiedenen Projekten werden zell- und molekularbiologische sowie proteinchemische und proteinanalytische Grundlagen in Hinblick auf eine klinische und biotechnologische Nutzung erarbeitet. Angestrebt wird die reibungslose Überführung von klinisch relevanten Resultaten aus der Grundlagenforschung in klinische Studien sowie eine verbesserte Diagnostik, Therapie und Prävention aufgrund der Ergebnisse klinischer Studien und biochemischer Forschungsergebnisse. Im Jahr 2007 hat sich der PbF 3 maßgeblich an der erfolgreichen Einwerbung der Graduiertenschule BuildMoNa im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligt. Des Weiteren wurden Projekte in den Bereichen Neuartige Proteintherapeutika sowie Systembiologie von Geweben konzipiert, mit denen sich der PbF 3 an aktuellen Ausschreibungen beteiligen wird.
Founded in 2006 the Top-Level Research Area 3: Molecular and Cellular Communication: Biotechnology, Bioinformatics and Biomedical Science in Therapy and Diagnostics is a collaboration of several internationally competitive working groups, doing research about biomolecular communication at the Universität Leipzig and in cooperation with other universities worldwide. The focus of the Universität Leipzig in this area lies in molecular communication on the cellular level for the investigation of evolution, growth, differentiation and tissue regeneration. Our activities in research and education of graduate students aims to progress further the constitutive results about cellular communication and its control and significance for growth and differenciation, especially in the context of protein interactions. In different projects we study cell- and molecular-biological as well as protein-chemical and protein-analytical principles with a particular focus on clinical and biotechnological applications. The intentions are to effect a smooth transition of clinically relevant results from basic research to clinical trials and the improvement of diagnosis, therapy and prevention based on the results of clinical trials and the results of biochemical analysis. In 2007 the Top-Level Research Area 3 participated significantly in securing funds for the graduate school BuildMoNa during the application process of the German Excellence Initiative. Furthermore we developed several projects in the field of novel protein therapeutic agents and the field of systems biology of tissues with these we want to participate in ongoing calls.
| Sprecher: | Prof. Dr. Rudolf Rübsamen Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Institut für Biologie II |
| Anschrift: | Talstraße 33, 04103 Leipzig Telefon (0341) 97 36 723 Telefax (0341) 97 36 848 E-Mail rueb@rz.uni-leipzig.de |
| URL: | http://www.uni-leipzig.de/profil |
Der Profilbildende Forschungsbereich untersucht höhere geistige Funktionen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Motorik und Sprache. Ziel ist es, die hirnorganischen Grundlagen dieser kognitiven Prozesse aufzuklären, zu einem vertieften Verständnis assoziierter Hirnerkrankungen beizutragen und innovative Therapieansätze zu entwickeln. Hierzu vereint der Profilbildende Forschungsbereich die Aktivitäten zahlreicher universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen der Natur- und Geisteswissenschaften, sowie der Medizin: Die beteiligten Wissenschaftler widmen sich fachübergreifend den vielfältigen Aspekten des Themenkomplexes „Sprache, Gehirn und Kognition“. Im Vordergrund stehen dabei interdisziplinäre Forschungsprojekte, in denen ein breites Methodenspektrum zur Anwendung kommt. Es erstreckt sich von genetischen Untersuchungen, der Erfassung von Zell-Zell-Interaktionen und Beschreibung neuronaler Netzwerke über die Verhaltensanalyse bis hin zur Untersuchung der Sprachverarbeitung und der Analyse des formalen Aufbaus von Sprache. Dabei werden sowohl ontogenetische als auch phylogenetische Aspekte der Hirnentwicklung und Hirndifferenzierung betrachtet. Dieser multidimensionale Forschungsansatz bietet die Möglichkeit, nachhaltige Fortschritte im Verständnis der hochkomplexen Arbeitsweise des Gehirns zu erzielen.
This Top-Level Research Area is devoted to the investigation of cognitive functions like attention, apperception, learning, memory, motor function and language. The goal is to increase our understanding of the interdependence between these cognitive functions and the underlying brain-specific structural and functional characteristics, which than will be a solid basis for the development of innovative concepts for therapies of brain-related diseases.
A consortium of University Departments at the Faculty of Medicine, Faculty of Biology, Pharmacy and Psychology, Faculty of Philology, and Faculty of Physics and Earth Sciences, and Departments at the MPI of Evolutionary Anthropology, MPI of Cognitive Brain Sciences, and MPI of Mathematics in Sciences agree on numerous interlinked interdisciplinary collaborations focusing on highly topical themes related to “Language, Brain and Cognition”. The research projects cover a wide methodological area ranging from genetic analyses, acquisition of cell-cell-interactions and analysis of neuronal networks, and reaching as far as to analysis and assessment of behavior, studies of speech production and speech comprehension, and analysis of the formal structure of language. A specific focus in all these studies is on ontogenetic and phylogenetic aspects of the development and differentiation of the brain. Such a multidimensional approach opens up new realistic chances for a sustainable progress in our endeavour for a better understanding of the methods of operation of the brain.
| Sprecher: | Prof. Dr. Wolfgang Fach Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, Institut für Politikwissenschaften |
| Anschrift: | Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig Telefon (0341) 97 35 622 Telefax (0341) 97 3 E-Mail wfach@rz.uni-leipzig.de |
| URL: | http://www.uni-leipzig.de/profil |
Einige Katastrophen der jüngeren Vergangenheit – 9/11, der Tsunami, Vogelgrippe, Hurrikan „Katrina“ – scheinen eine fundamentale Sicherheit erschüttert zu haben: jene nämlich, „dass wir selbst zwar untergehen mögen, die Gemeinschaft, in die wir hineingeboren worden sind, samt ihrer Lebensform aber irgendwie weiter existiert“ (Clifford Geertz). Anzeichen einer globalen Fragilität gibt es zuhauf; sie unterminieren jene „transzendentale“ Selbstsicherheit, die uns seit der Aufklärung das Gefühl vermittelt, dass, wo Gefahr ist, das Rettende nicht lange auf sich warten ließe (Friedrich Hölderlin). Als bevorzugtes Allheilmittel hat sich der bedingte Machttransfer vom Staat auf andere Instanzen erwiesen: outsourcing oder upscaling von Kompetenzen oder beides. Dabei behält sich der Souverän die Option vor, eine Sache wieder an sich zu ziehen, falls seine „Agenten“ ihrer Aufgabe nicht gewachsen sein sollten. Wir halten diese Revisionsmacht – ein Hobbes'sches Vermächtnis – aufs Ganze gesehen für illusionär.
Das Paradigma, dem die Projekte dieses Profilbereichs stattdessen folgen, unterstreicht die Bedeutung der Selbstregulierung – mit dem Staat in der bescheidenen Moderatorenrolle eines „sanften Zivilisators“ (Martti Koskenniemi). Auf globaler Ebene existieren derartige Regime bereits; sie regeln zum Beispiel Handels- und Religionsbeziehungen, das Internet und die Eigentumsverhältnisse. In allen diesen Fällen ist der Souverän nicht mehr souverän – und das Regieren wird zu einer kontroversen Angelegenheit. Denn Politik umfasst dann auch unkonventionelle Aktivitäten, wie stillschweigende Abmachungen und informelle Verträge, die eine Mitverantwortung für Recht und Ordnung an Akteure übertragen, von denen man bisher gesagt hätte, sie taugten dafür nicht. Schlimmstenfalls läuft das auf einen Handel hinaus: Illegalität darf praktizieren, wer versprechen kann, sie zu kontrollieren. Oder anders gesagt: Regierungen sind zusehends gezwungen, Risiken einzugehen, um Risiken zu reduzieren.
Der Profilbereich vereinigt ein breites Spektrum von Disziplinen, die bisher praktisch keine Rolle gespielt haben, wenn es um „die Kunst des Regierens“ gegangen ist. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, aus der Rechts- und der Wirtschaftswissenschaft, aus der Geografie und der Metereologie.
Im Berichtsjahr wurden konnte eine Reihe von Drittmitteln für Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen eingeworben werden, darunter: „Right-wing youth violence prevention projects“ (EU Daphne), „Entwicklung des territorialen Rahmens sozialpolitisch relevanter Solidarität“ (Schumpeter-Fellowship – VW) und „Wege der Rechtsfindung in ethnisch-religiös gemischten Gesellschaften“.
Zentral für die Profilierung und die inhaltliche Integration der beteiligten Projekte sind die Vortragsreihe „Riskante Ordnungen“, regelmäßige Status-Workshops sowie das dreimal im Jahr erscheinende e-Journal „Behemoth“, dessen erste Nummer im April 2008 herausgegeben wird.
Some disasters that have recently occurred - 9/11, the tsunami, the avian flu, hurricane “Katrina” – seem to have shattered the conviction that perhaps most comforts us: “that, though we ourselves may perish, the community into which we were born, and the sort of life it supports, will somehow live on” (Clifford Geertz). The panacea of choice against the demise of the state as we know it was to allow for a conditional transfer of competences by out-sourcing or up-scaling or both. In all these cases, the Sovereign is assumed to have the option of stepping in again whenever an “agent” is not up to task. We consider this power of revision, a Hobbesian legacy, illusionary on the whole.
The paradigm proposed here stresses the importance of self-regulation, with states limited to the moderating and modest role of “gentle civilizers” (Martti Koskenniemi). On a global scale, regimes of this kind already exist, covering trade, religion, the internet, and transnational property relations, for instance. Then the Sovereign is no longer sovereign and governance becomes contested because politics will include such unconventional patterns as tacit arrangements or informal contracts, delegating co-responsibility for law and order to private, even dubious agents. At worst, this turn comes down to permitting power-seekers to practice illegality for the promise to contain it. In other words, governments are increasingly forced to take risks in order to reduce them.
A wide range of disciplines hitherto neglected where “the art of governing” has been at stake participates in the project; notably the social sciences and humanities, members of the Law and Economics Faculties, academics from Geography and Meteorology.
In the year 2007, a range of third-party funding was acquired for research projects and public events, including: “Right-wing youth violence prevention projects” (funded by EU-DAPHNE); “The Development of a territorial frame for the solidarity required for a welfare state” (Schumpeter Fellowship – VW); and “Finding Legality in ethnically and religiously diverse Societies).
In addition, a series of presentations “Contested Orders”, regular workshops and the trice-yearly e-Journal Behemoth (published with the Akademie Verlag) have become central for improving the profile of the Contested Orders.
| Sprecher | kommissarisch: Prof. Dr. med. Jürgen Meixensberger Prof. Dr. med. Joachim Thiery Prof. Dr. med. Markus Löffler Medizinische Fakultät |
| Anschrift: | Referat Forschung |
| Telefon | (0341) 97 15 998 |
| Telefax | (0341) 97 15 999 |
| Forschung@medizin.uni-leipzig.de | |
| URL | http://www.uni-leipzig.de/profil |
Bei der Entstehung von Zivilisationskrankheiten (Atherosklerose, Demenzerkrankungen, Depression, Stoffwechselkrankheiten, Pankreaserkrankungen, Kopf-Hals-Tumoren, Allergien u.a.m.) spielen Umweltbelastungen und Lebensstile sowie die individuelle genetische Disposition eine entscheidende Rolle. Der Einfluss geno-mischer und molekularer Faktoren zusammen mit Umwelt und Lebensstil auf Entstehung, Variabilität und Verlauf häufiger Zivilisationskrankheiten ist medizinisch von sehr hoher Relevanz und bisher nur unzureichend geklärt.
Nach Einschätzung der Bundesregierung und den aktuellen Strategiepapieren des NIH/USA wird sorgfältig charakterisierten epidemiologischen und krankheitsbezogenen Populationen für die Untersuchung der Wechselwirkung von Genen mit Umweltexposition und Lebensstil zur Aufklärung von Zivilisationskrankheiten heute höchste Priorität eingeräumt.
Die wissenschaftlichen Arbeiten des Forschungsbereiches konzentrieren sich auf die Untersuchung von Einflüssen und Auswirkungen von Umweltveränderungen und Lebensstil auf die Entstehung führender umweltassoziierter Zivilisationskrankheiten. Wesentlicher Bestandteil dabei ist die Identifizierung und funktionelle Charakterisierung molekularer Schlüsselfaktoren. Ein besonderer Schwerpunkt der Forschungsentwicklung ist dabei die Wechselwirkung von Biodiversität mit Umwelt, Lebensstil und Krankheit.
Die Untersuchungen dienen im Ergebnis (1) dem Verständnis der Krankheitsbelas-tung und -dynamik in der allgemeinen Bevölkerung, (2) der Aufklärung der genetischen Beiträge bei komplexen (polygenetischen) Zivilisationserkrankungen, (3) der Aufklärung von Krankheitsdiversität infolge Umwelt- und Lebensstiländerung, (4) der Entwicklung und Überprüfung von Früherkennungs- bzw. Screeningverfahren, (5) der Vorbereitung von interventionellen Studien z.B. zur Prävention von Erkrankungen. Dies schließt auch Fragen der Gesundheitsökonomie und die Prävention lebensstil-bedingter Erkrankungen im medizinisch-soziologischen Umfeld ein.
Der Forschungsbereich basiert auf der herausragenden fachlichen Kompetenz be-reits erfolgreich kooperierender Arbeitsgruppen aus Grundlagenwissenschaften, klinisch-theoretischen Fachbereichen und klinischen Disziplinen aus mehreren Fakultäten der Universität (z.B. Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Fakultät für Chemie und Mineralogie, Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Fakultät für Mathematik und Informatik) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z.B. Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung -UFZ, MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften)
Der Forschungsbereich ist mit der Graduiertenschule LIGHT und der Research Aka-demie Leipzig (RAL) eng verbunden und ist komplementär zu dem Profilbildenden Forschungsbereich „Molekulare und zelluläre Kommunikation: Biotechnologie, Bioin-formatik und Biomedizin in Therapie und Diagnostik“.
Der Profilbildende Forschungsbereich VI bietet eine Plattform für ein interdisziplinäres Netzwerk für Leipziger Wissenschaftler, die an umwelt- und lebensstilbezogenen Forschungsthematiken arbeiten.
So wurden im Rahmen des Profilbildenden Forschungsbereichs VI bis 2007 folgende Drittmittel-geförderte Forschungsverbünde erfolgreich eingeworben: u. a. die Klini-sche Forschergruppe der DFG: „Atherobesity – Fett und Gefäß“, das Klinische Stu-dienzentrum Leipzig (KSL), die Hochschul/Helmholtz Nachwuchsgruppe LIPAD, so-wie die Helmholtz-Allianzinitiative „Vom Schadstoffmolekül zum Schicksal der Zelle – Vorhersage toxischer Effekte von Chemikalien“.
Auf internationaler Ebene wirkt der Profilbildende Forschungsbereich VI in dem Netzwerk GA2LEN, dem Global Allergy and Asthma European Network und der EAA (European Academy of Andrology) mit.
Als ein weiteres wichtiges Ziel sehen wir die Förderung und Anwerbung von Nach-wuchswissenschaftlern an. So gelang es dem Profilbildenden Forschungsbereich VI die Hochschul/Helmholtz Nachwuchsgruppe „Leipzig Study on the Role of Indoor Pollutants in Allergy Development (LIPAD)” einzuwerben.
Eine der öffentlichen Aktivitäten aus dem PbF VI ist beispielsweise das XV. Lipid-meeting im September 2007.
In light of the emergence of diseases of civilisation (arteriosclerosis, dementia-disorders, depression, metabolic disorders, pancreas disorders, head-throat tumours, allergies, among many others), environmental stresses, lifestyles and the individual genetic disposition play a significant role. The influence of genomic and molecular factors together with environment and lifestyle upon the emergence, variability and development of frequent diseases of civilisation is of very high medical relevance and has been insufficiently clarified to date.
According to estimations made by the Federal government and the current strategy papers of the NIH/USA, the highest level of priority has been granted today for me-thodically characterised epidemiological and disease-related populations for an ex-amination of interplay between genes with environmental exposure and lifestyle for a clarification of diseases of civilisation.
The scientific studies of this research area are focused on the examination of influ-ences and repercussions from environmental changes and lifestyles on the emer-gence of the leading environmentally-associated diseases of civilisation. An essential component in this context is the identification and functional characterisation of mo-lecular key factors. A special emphasis of the research development here is the in-terplay between biodiversity with environment, lifestyle and disease.
These examinations serve in the final result to promote (1) an understanding of en-cumbrances and dynamics related to diseases in the general population, (2) a clarifi-cation for the genetic contributions to complex (polygenetic) diseases of civilisation, (3) a clarification for disease diversity as a result of environmental and lifestyle changes, (4) the development and assessment of procedures for early-recognition and/or screening, (5) the preparation of intervention studies for, for example, preven-tion of diseases. This also includes issues regarding health-economy and prevention of lifestyle-related diseases in the medical-sociological surroundings.
This area of research is based on the outstanding technical competence of previously successful and collaborative work-groups from the general sciences, clinical-theoretical subject areas and clinical disciplines from numerous faculties of the Uni-versity (e.g. Faculties for Bio-Sciences, Pharmacy and Psychology, Faculty for Chemistry and Mineralogy, Faculty for Physics and Geo-Sciences, Faculty for Mathematics and Computer-Sciences) and non-university research facilities (e.g. Helmholtz-Center for Environmental Research-UFZ, MPI for Cognition and Neuro-sciences).
This area of research is closely connected to the (Post-) Graduate School LIGHT and the Research Academy of Leipzig (RAL), and is complementary with the top-level profile of the research area “Molecular and cellular communication; bio-technology, bio-informatics and bio-medicine in therapy and diagnostics”.
The top-level Research Area VI offers a platform for an interdisciplinary network for Leipzig scientists, who are working on environmental and life-style related research topics.
In the context of this top-level Research Area VI up to the year 2007, funds were thus raised from the following third-party-promoted research associations: among others, the Clinical Research Group of the DFG “Atherobesity – fat and vessels”, the Klinische Studienzentrum Leipzig (KSL), the Hochschul/Helmholtz Junior Research Group LIPAD, as well as the Helmholtz-Allianz Initiative ”From pollutant molecules to the fate of the cell – prediction for the toxic effects of chemicals”.
The top-level Research Area VI is collaborating at an international level in the Net-work GA2LEN, the Global Allergy and Asthma European Network and the EAA (European Academy of Andrology).
We view the promotion and raising of funds for junior researchers as a further impor-tant goal. The Research Area VI was thus successful in procuring the Hochschul/Helmholtz Junior Research Group “Leipzig Study on the Role of Indoor Pollutants in Allergy Development (LIPAD)”.
One of the public activities from the top-level Research Area VI is, for example, the 15th annual Lipid-Meeting in September of 2007.
| Home | Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 05.11.2008 | ||