Nachrichten des BBZ  

Nachrichten des BBZ

Pressemitteilungen

 

Nachhaltige Geschäftsidee gewinnt beim Innovation Bootcamp 2016

14. Dezember 2016

Im erstmalig von der Universität Leipzig und der Handelshochschule Leipzig (HHL) gemeinsam veranstalteteten Innovation-Bootcamp entwickelten 17 Wissenschaftler und Studenten in interdisziplinären Teams potentielle Businessmodelle. Ziel war es, den Technologietransfer durch das Zusammenbringen von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern. Ein Wochenende lang entwarfen die Teams Business- und Produkt­ideen, welche innerhalb von fünf Wochen mit der Unterstützung von  Mitarbeitern des Life Science Transfer Office der Universität (Projekte TTLife und SMILE) und der HHL (Projekte CAIM und Gisbert) weiterentwickelt wurden. Am 12. Dezember 2016 wurde mit dem Team  Karmalicious der Gewinner des Bootcamps gekürt. Die Geschäftsidee – eine Shopping-Plattform für nachhaltig produzierte Waren – wurde von der Sparkasse Leipzig mit 1000 € dotiert.

Technologietransfer, Dr. Susanne Ebitsch

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Krebs: Störung der Genregulation aktiviert Zellentwicklungsgene

24. November 2016

Ein Konsortium unter Federführung der Universität Leipzig hat in umfangreichen Analysen tausender Tumore herausgefunden, dass unterschiedliche Krebsarten eine gemeinsame fehlerhafte Regulation bestimmter Gene aufweisen. Diese Gruppe von Genen steuert sonst den Prozess, durch den die vielen verschiedenen Zelltypen eines Menschen entstehen. Die Forscher der Bioinformatik-Arbeitsgruppen von Dr. Dr. Steve Hoffmann und Prof. Dr. Peter F. Stadler an der Universität Leipzig analysierten zusammen mit Kollegen aus Ulm, Kiel, München und Straßburg tausende Datensätze aus internationalen Krebsforschungskonsortien. Dabei konnten sie zeigen, dass bei einem Großteil der etwa 20 untersuchten Krebstypen eine bestimmte Art von epigenetischer Regulation nicht mehr funktioniert, das sogenannte bivalente Chromatin. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie jetzt im renommierten Fachjournal "Scientific Reports". Sie ermöglichen tiefere Einblicke in die Tumor-Entwicklung.

Prof. Dr. Peter F. Stadler

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Leipziger Tiermediziner erhalten Bundesförderung für Entwicklung neuer Impfstoffe

22. November 2016

Tiermediziner der Universität Leipzig arbeiten an der Entwicklung neuer Impfstoffe, die Schweine vor dem gefährlichen Erreger Streptococcus suis schützen sollen. Das kürzlich gestartete Forschungsprojekt ist Teil des Konsortiums "InfectControl 2020 - neue Antiinfektionsstrategien", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird und neue Wege zur Bekämpfung von Erregern bei Mensch und Tier als Alternative zu Antibiotika-Therapien sucht. Am 1. Dezember wollen sich alle Verbundpartner zu einem Kick-off-Symposium im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig zum Erfahrungsaustausch treffen.


Prof. Dr. Christoph Georg Baums, Prof. Dr. Gottfried Alber

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Neue Ergebnisse können Polymerforschung revolutionieren

10. November 2016

Physiker der Universität Leipzig und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie Leipzig haben innovative Materialien gefunden und charakterisiert, die die Polymerforschung revolutionieren können. Die Forscher um den Physiker Prof. Dr. Josef Käs von der Universität Leipzig und den Nachwuchsgruppenleiter für DNA-Nanosysteme Dr. David Smith vom Fraunhofer-Institut nutzten dabei künstliche DNA-Röhren, um die Mechanik von Polymernetzwerken zu untersuchen. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler im renommierten Fachjournal "Physical Review Letters" veröffentlicht.

Prof. Dr. Josef A. Käs

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Wandelbar, vielseitig und ressourcenschonend: Vielversprechende neue Kunststoffe

07. November 2016

Sie ermöglichen eine nachhaltige, sichere und umweltfreundliche Alternative zu den bisher vorherrschenden Kunststoffen: anorganische Polymere mit "smarten" Eigenschaften. Diese vielversprechenden chemischen Verbindungen werden seit drei Jahren von einem internationalen Forschungsverbund unter Leitung von Evamarie Hey-Hawkins, Chemie-Professorin der Universität Leipzig, erforscht. Eine Sonderausgabe der renommierten Fachzeitschrift Chemical Society Reviews gibt nun einen aufschlussreichen Überblick über den Wissensstand dieses Verbundes und seinen Materialien der Zukunft.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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Neue Medientechnik in den Seminarräumen des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums

4. Oktober 2016

Pünktlich zum Semesterbeginn konnte letzten Freitag die neue Medientechnik in den Seminarräumen des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums an die Universität übergeben werden.
In nur zehn Wochen  wurde nicht nur die veraltete  Medientechnik auf den aktuellen Stand gebracht: Zwei Segmente des Hörsaales wurden zusätzlich mit Leinwänden und Beamern ausgestattet, so dass fortan zeitgleich Vorlesungen in Räumen mit festinstallierter Präsentationstechnik stattfinden können. Auch bei der Nutzung des Hörsaales als großer Tagungsraum sind nun durch die Medienerweiterung Präsentationen ohne zusätzliche externe Technik möglich. Mit dieser Lösung wird der Mehrfachnutzung des Hörsaales als flexibler Seminarraum für die Lehre und als Konferenzraum für Tagungen Rechnung getragen.
Durch die gute Zusammenarbeit und Koordinierung zur Einhaltung der Fristen zwischen dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement und der Betriebstechnik sowie dem AVT-Service der Universität, konnten die Arbeiten zügig innerhalb des geplanten Zeitraums umgesetzt werden. „Lobend zu erwähnen sind auch die mit den Umbaumaßnahmen beauftragten Firmen. Das professionelle, engagierte und vor allem flexible Agieren der Firmen Studio-Elektroakustik GmbH (Medientechnik), Elektrolux GmbH (Elektrik) und Tischlerei Dost (Innenausbau) hat in hohem Maße dazu beigetragen, dass ab nächster Woche die Vorlesungen in der BIO CITY wieder starten können.“ sagt Jörg Laue, der als Bereichsleiter der Betriebstechnik Naturwissenschaften das Projekt bauseitig betreute.

BBZ allgemein

 

Biochemiker entwickeln Methode zur Entwicklung maßgeschneiderter Enzyme

Verfahren vereinfacht klassische chemische Synthese und spart Geld

14. September 2016

Biochemikern der Universität Leipzig ist es gelungen, eine effiziente und kostengünstige Methode zur Herstellung "maßgeschneiderter Enzyme" zu entwickeln, die für die chemische und die Waschmittelindustrie sowie andere Branchen unerlässlich sind. Prof. Dr. Andrea Robitzki, Direktorin des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ), und ihr Team forschten drei Jahre lang an einem Verfahren, bei dem speziell designte Enzyme auf einem Biochip mit 96 Elektroden entstehen. Diese können bei jeder klassischen chemischen Synthese als natürliche Katalysatoren verwendet werden. Dadurch wird der bisher bei diesem Verfahren benutzte und sehr kostenintensive sogenannte Ko-Faktor - ein künstlicher Katalysator zum Aktivieren der Enzyme - nicht mehr gebraucht. Die Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse im Fachjournal "Biosensors and Bioelectronics" veröffentlicht.

Prof. Dr. Andrea Robitzki

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Neue Erkenntnisse in der Linguistik mit Hilfe von Bioinformatikern

13. September 2016

Mit Hilfe der von Prof. Dr. Peter F. Stadler  und seinem Forscherteam entwickelten bioinformatischen Werkzeuge, konnten Forscher jetzt neue Zusammenhänge in der Linguistik aufzeigen. Die Mathematiker unterstützen mit statistischen Instrumenten ein internationales Forscherteam der Max-Planck-Institute für Mathematik in den Naturwissenschaften und für Menschheitsgeschichte. Daten von zwei Dritteln der über 6000 Sprachen, die weltweit gesprochen werden, wurden dafür analysiert. Mit ihrer Forschung widerlegten die Wissenschaftler die bislang gängige Lehrmeinung in der Lingustik, dass Laute in Wörtern größtenteils zufällig mit Bedeutungen verknüpft sind. Die Datenauswertung zeigte, dass in verschiedenen Sprachen bestimmte Laute für einen Begriff häufiger gewählt werden.

Prof. Dr. Peter F. Stadler

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Neue Spur führt zu Ursache von Juckreiz

7. September 2016

Juckreiz gehört zu den unangenehmsten Erscheinungen, die unsere Haut belasten. Er kann zahlreiche Ursachen haben, von denen viele noch nicht verstanden sind. Wenn das Jucken zusammen mit anderen Symptomen auftritt, kann das die Haut durch Kratzen stark in Mitleidenschaft ziehen. Eine der Erkrankungen, die durch Juckreiz verschlimmert wird, ist Epidermolysis bullosa simplex (EBS). Zellbiologe Prof. Dr. Thomas Magin von der Universität Leipzig hat in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universitätskliniken in Freiburg und Marburg erstmals eine mögliche Ursache für den chronischen Juckreiz bei EBS identifiziert und dies in dem renommierten "Journal of Allergology and Clinical Immunology" publiziert

Prof. Dr. Thomas Magin

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Peptidforscher aus 40 Ländern treffen sich an der Universität Leipzig

1. September 2016

Die Universität Leipzig ist Gastgeber einer internationalen Konferenz rund um das Thema Peptidforschung. Nach Sofia, Athen und Kopenhagen treffen sich vom 4. bis 9. September 2016 mehr als 700 Fachleute aus 40 Ländern sowie 38 internationale Aussteller erstmalig in Leipzig zum European Peptide Symposium (EPS), um über aktuelle Fragen der Peptidforschung zu diskutieren. Darunter wird auch der Chemie-Nobelpreisträger Stefan W. Hell sein. Das bereits 1950 ins Leben gerufene Symposium findet in diesem Jahr zusammen mit dem 8. internationalen Peptidsymposium (IPS) in Leipzig statt und wird unter der Tagungspräsidentschaft von Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger organisiert.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Wissenschaftler der Monash University zu Besuch im BBZ

31. August 2016

Wissenschaftler der australischen Monash University besuchten am 30. August 2016 die Professur für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum.
Der Vizekanzler für Forschung und Infrastruktur der Universität sowie der Direktor und der Geschäftsführer des Australian Research Council Centre of Excellence wurden von Prof. Dr. Andrea Robitzki durch das Labor ihrer Professur geführt. Besondere Interesse zeigten die Wissenschaftler an den Technologieplattformen u.a. wie mit Hilfe von  Nanoporen Molekülanalysen im Hochdurchsatz realisiert werden können.

Die Australier waren auf Einladung des Fraunhofer IZI zu einer Tagung nach Leipzig gekommen.
Die Monash University ist eine der acht führenden australischen Universitäten und neben der Universität Melbourne eine der beiden großen Universitäten in Melbourne.

Prof. Dr. Andrea Robitzki

3D-Modell eines Pferdehufs als mobile Version erhältlich

23. August 2016

Der "Hoof Explorer", ein detailgetreues 3D-Modell der unteren Gliedmaße des Pferdes, ist seit Kurzem auch als mobile Version fürs iPad erhältlich. Die interaktive Lern- und Präsentationssoftware für Hufschmiede, Veterinärmediziner und Pferdeliebhaber wurde von Dr. Jenny Hagen und Prof. Dr. Christoph Mülling sowie seiner Arbeitsgruppe am Veterinär-Anatomischen Institut der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Leipziger Unternehmen Effigos AG entwickelt. Im Jahr 2014 wurde sie mit dem Innovationspreis für Tiermedizin ausgezeichnet. "Hoof Explorer" ist in einer Basisversion für jeden kostenfrei nutzbar und nach Angaben des Herstellers das weltweit genaueste 3D-Modell der unteren Gliedmaße des Pferdes.
Die Effigos AG wurde 2011 aus der universitären Forschungsgruppe um Prof. Dr. Andreas Reichenbach heraus gegründet.

Prof. Dr. Christoph Mülling, Effigos AG, Prof. Dr. Andreas Reichenbach

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Degenerierende Nervenzellen auf Biochips

Neuentwickeltes System mit 384 Mikroelektroden ermöglicht Wirkstofftests in bisher ungekanntem Ausmaß

19. August 2016

Wie reagieren lebende, genetisch veränderte Nervenzellen mit einer krankhaften Degeneration auf Wirkstoffe, die für Medikamente gegen die Alzheimer-Krankheit getestet werden? Wie viel von diesem Therapeutikum ist nötig, um das Absterben der Nervenzelle hinauszuzögern? - Mit diesen Fragen haben sich Biochemiker unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Robitzki, Direktorin des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ) der Universität Leipzig, intensiv beschäftigt.

Prof. Dr. Andrea Robitzki

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Indonesische Gastwissenschaftlerinnen zu Gast im BBZ

27. Juli 2016

Drei indonesische Wissenschaftlerinnen der pharmazeutischen Fakultät der Gadjah Mada University in Jogjakarta, Indonesien, besuchten in der vergangenen Woche das BBZ. Die Pharmazeutinnen sind auf Einladung von Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins vom 19. bis 29 Juli 2016 zu Gast in Leipzig. Gefördert wird der Gastaufenthalt vom Erasmus-Programm der Europäischen Union.

Zum Auftakt führte Geschäftsführerin Dr. Svenne Eichler am 21. Juli die drei Postdoktorandinnen durch die BIO CITY und gab einen Überblick über Forschung und Infrastruktur am Standort. Im Anschluss  informierten Prof. Dr. Augustinus Bader und Dr. Shibashish Giri aus der Professur Zelltechniken und angewandte Stammzellbiologie über ihre Forschungsarbeiten im Bereich der personalisierten Medizin mit Stammzelltechnologien. Abschließend besuchten die indonesischen Gäste heute die Arbeitsgruppe für Molekulare Pathogenese. Bei einer Laborführung stellte Dr. Uwe Müller die infektionsimmunologische Forschung der Professur vor.
Besonderes Interesse zeigten die Wissenschaftlerinnen auch am Doktorandenaustausch und wissenschaftlichen Kooperationen. Konkret geplant ist derzeit ein Webinar, in welchem Prof. Bader indonesischen Studenten seine Forschungsarbeiten zur Wundbehandlung mit Stammzellen vorstellen möchte.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Prof. Dr. Augustinus Bader, Dr. Uwe Müller

Auszeichnung für exzellente Forschungskooperation in der Informatik

25. Juli 2016

Microsoft Research, eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen in der Informatik, hat Informatikprofessor Erhard Rahm mit einem „Outstanding Collaborator Award“ für exzellente Forschungskooperation geehrt. Er ist einer von weltweit 32 Wissenschaftlern, die mit dieser Auszeichnung für ihre Beiträge zur Ausrichtung, Sichtbarkeit und Bedeutung der Forschung und Produktentwicklung von Microsoft geehrt wurden. Die Auszeichnung bekam er anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Microsoft Research im Juli 2016 in der Firmenzentrale in Redmond, Washington.

Erhard Rahm ist Professor für Datenbanken am Institut der Informatik unserer Universität. Die gewürdigten Beiträge entstanden während längerer Forschungsaufenthalte in der Datenbankgruppe von Microsoft Research in den Jahren 2000 bis 2005. Gemäß Microsoft definierte er dabei zusammen mit Wissenschaftler Phil Bernstein das Gebiet des sogenannten „Schema Matching“, das zum Austausch sowie zur Integration von Daten von grundlegender Bedeutung ist. Der dazu im VLDB Journal (The international Journal on Very Large Databases) veröffentlichte Übersichtsartikel regte zu zahlreichen weiteren Forschungsanstrengungen an, die in bisher über 3.700 Zitierungen der Publikation resultierten. Ein darauf basierender Forschungsbeitrag in der Konferenz VLDB 2001 gewann im Jahr 2011 aufgrund seiner großen Bedeutung den „VLDB Ten Year Best Paper Award“.

Prof. Dr. Erhard Rahm

 

Erfolgreicher Auftakt für multidisziplinäres Netzwerk

16. Juli 2016

Mit postiver Resonanz endete gestern der Auftakt-Workshop des multidisziplinären Netzwerkes  MASSTRPLAN (MASS spectrometry TRaining network for Protein Lipid adduct ANalysis).
Das Netzwerk besteht aus akademischen, klinischen und Industrie-Vertretern, welche eng zusammenarbeiten. Der Fokus liegt auf "Lipoxidation", der Modifikation von Proteinen durch reaktive Lipidoxidationsprodukte.
Mit dem MASSTRPLAN erhalten 14 Nachwuchsforscher (Early Stage Researchers (ESRs)) die Möglichkeit sich in erweiterten Analysetechniken zum Detektieren von Phospholipiden und Proteinen biologischer und klinischer Proben zu schulen. Ziel ist es, deren biochemischen Rollen zu bewerten und neue Diagnose-Tools für die Vermarktung zu entwickeln.

Dr. Maria Fedorova

Kommunizierende Nervenzellen auf dem Biochip

Forscher analysieren in Echtzeit die komplexe Entwicklung von Stamm- zu Nervenzellen außerhalb des Körpers

12. Juli 2016

Biowissenschaftler der Universität Leipzig haben menschliche Stammzellen auf einem Biochip zu einem Netzwerk von Nervenzellen heranreifen lassen und dadurch die komplizierten Kommunikationsprozesse im Gehirn erstmals außerhalb des menschlichen Körpers analysiert.
Die Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Robitzki, Direktorin des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ) der Universität Leipzig, hat dafür genetisch reprogrammierte Körperzellen, die sich zu Stammzellen entwickelten, eingesetzt. Diese wurden dann auf einem Biochip platziert und über mehrere Wochen so beeinflusst, dass sie zu einem Netzwerk von Nervenzellen reiften, die miteinander korrespondieren. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler kürzlich in dem Fachjournal "Biosensors & Bioelectronics" veröffentlicht.

Prof. Dr. Andrea Robitzki

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Rumänische Chemische Gesellschaft ehrt Professorin Evamarie Hey-Hawkins

6. Juli 2016

Vor wenigen Tagen hat die Rumänische Chemische Gesellschaft (Societatea de Chimie din România, SChR) der renommierten Chemie-Professorin unserer Universität, Evamarie Hey-Hawkins, die Neniţescu Medaille verliehen. Damit werden ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, aber auch ihr umfangreiches Engagement in Kooperationen mit rumänischen Wissenschaftlern gewürdigt. Die Medaille wurde vom Präsidenten der SChR, Sorin Rosca, in der Aula der Rumänischen Akademie der Wissenschaften in Bukarest überreicht.

Die Leipziger Chemikerin, deren Forschungsinteressen eine interdisziplinäre Kombination aus synthetischer anorganischer, metallorganischer und bioanorganischer Chemie bilden, verbindet seit mehr als zehn Jahren eine intensive Kooperation, speziell mit dem Department of Chemistry der Babeş-Bolyai Universität in der rumänischen Stadt Cluj-Napoca.
Daraus sind bereits sechs gemeinsame Promotionen, mehr als 20 gemeinsame Publikationen in hochrangigen Journalen sowie zahlreiche gemeinsame Forschungsprojekte hervorgegangen. Ein Beispiel dafür ist das seit 2005 von Hey-Hawkins koordinierte und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Netzwerk „Materials Science and Catalysis Network” (MatCatNet), in dem die Fakultät für Chemie und Mineralogie unserer Universität und das Department of Chemistry der Babeş-Bolyai Universität mit fünf weiteren Universitäten aus Mazedonien, Serbien und Kosovo kooperieren.

Die seit 1919 bestehende Rumänische Chemische Gesellschaft, zu deren Ehrenmitgliedern die Nobelpreisträger Jean-Marie Lehn und Richard Ernst gehören, vergibt die Neniţescu Medaille als eine von vier Medaillen im zweijährigen Turnus an exzellente nationale und internationale Wissenschaftler.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

Prof. Dr. Andrea Robitzki präsentiert Staatsminister Martin Dulig die vom Team CE‐Sense entwickelte bioelektronische Analyseplattform. Copyright: SMWA

Staatsminister Martin Dulig zu Besuch bei der Gründerinitiative SMILE und im BBZ

1. Juli 2016

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, besuchte am 30. Juni die Leipziger Gründerinitiative SMILE und das BBZ. Nach einer Begrüßung und Einführung in die Arbeit von SMILE durch die Hochschulprofessoren Prof. Dr. Utz Dornberger sowie Prof. Dr. Helge Löbler standen Treffen mit aktuellen Gründungsvorhaben an der Universität Leipzig im Zentrum des Besuches. In diesem Rahmen stellte sich das Team CE‐Sense aus der Forschungsabteilung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Andrea Robitzki am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig vor. Des Weiteren präsentierte sich das Team HyaloCart um Dr. Ronny Schulz, ebenfalls von der Universität Leipzig.


SMILE, Prof. Dr. Andrea Robitzki, Dr. Ronny Schulz

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Ehrung für Prof. Dr. Andrea Robitzki

24. Juni 2016

Im Rahmen der 16. Internationalen Konferenz für elektrische Bio-Impedanz (ICEBI), die vom 19. bis 23. Juni 2016 in Stockholm stattfand, wurde Prof. Dr. Andrea Robitzki für ihre auf der Konferenz vorgetragenen Forschungsergebnisse geehrt. Die Übergabe des Preises erfolgte in der Prinzen-Galerie des berühmten Stockholmer Rathauses. Ihr Mitarbeiter Dr. Heinz-Georg Jahnke wurde von allen eingereichten Beiträgen für den besten Vortrag ausgezeichnet.

Prof. Dr. Andrea Robitzki

Universität Leipzig bei Wissenschaftsnacht stark vertreten

17. Juni 2016

Die Universität Leipzig ist bei der 5. Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Juni mit insgesamt 120 Veranstaltungen an 16 verschiedenen Standorten überall in der Stadt vertreten. Von 18:00 bis 24:00 Uhr öffnen Wissenschaftler und Studierende Labore, Hörsäle, Magazine und Archive, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Sie bieten interessante und unerwartete Einblicke in ganz unterschiedliche Forschungsbereiche der Alma mater.
Mit einem umfangreichen Programm ist auch wieder die BIO CITY am Deutschen Platz vertreten. Hier präsentiert sich nicht nur das ortsansässige Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum, um zu klären, ob Tomaten auch Gene haben oder wie hoch der Eiweiß und Fettanteil in unserer Milch ist. Ein Blick durch die 3D-Brille enthüllt die Raumstruktur von Proteinen. Ebenfalls am Deutschen Platz zeigt das Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) mit Hilfe einer Infrarotkamera, wie die Haut an verschiedenen Stellen im Gesicht unterschiedlich durchblutet ist. Beim IFB AdipositasErkrankungen wird nicht nur rund um den Kampf gegen die Kilos informiert. Auch den Body-Mass-Index und das Stoffwechselalter können Nachtschwärmer sich hier bestimmen lassen. Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) zeigen, wie mit unbemannten Flugsystemen Landschaften abgebildet und Tiere beobachtet werden können. Das Life Science Transfer Office lässt den Leipziger Erfindergeist fühlen und erläutert, wie aus einer Idee ein Produkt entsteht.

BBZ allgemein

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Körpertemperatur macht Bakterien angriffslustig

15. Juni 2016

Bakterien der Gattung Yersinia lösen beim Menschen unter anderem Entzündungen der Darmwand und schwere Durchfallerkrankungen aus. Auch der Erreger der Pest gehört zu dieser Gattung. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Leipzig gemeinsam mit Kollegen der Ruhr-Universität Bochum und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) verschiedene molekulare Schalter in Yersinia pseudotuberculosis entdeckt, die bei einer Temperatur von 37 Grad Celsius ihre dreidimensionale Struktur verändern. Erst dann können sich die Bakterien im Wirt ausbreiten und eine Erkrankung auslösen. Die identifizierten Strukturen bieten Angriffspunkte für künftige Medikamente, die die temperaturabhängige Veränderung blockieren und so die Bakterien unschädlich machen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im angesehenen Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)".

Prof. Dr. Peter F. Stadler

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Auszeichnung für Dr. Ronny Schulz und sein Team auf der Leipziger Gründernacht

10. Juni 2016

Viele unterschiedliche und spannende Ideen von Existenzgründern aus Leipzig und der Region wurden am 9. Juni 2016 auf der ersten Leipziger Gründernacht der Öffentlichkeit präsentiert und prämiert. Die Selbstmanagementinitiative Leipzig (SMILE) feierte erstmalig zusammen mit der Sparkasse Leipzig die Gründernacht. Veranstaltungsort war der Mediencampus Villa Ida.Insgesamt 45 Ideenskizzen und 43 Businesspläne wurden von Existenzgründern eingereicht. Der Publikumspreis "Idee" ging in diesem Jahr an das Team HyaloCart um Dr. Ronny Schulz und Dr. Bastian Marquaß , das die Behandlung von Knorpelschäden durch ein patienten-individuelles, stammzell-basiertes Transplantat erforscht.

Dr. Ronny Schulz, Dr. Bastian Marquaß

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Stipendium für geflüchteten Wissenschaftler: Syrischer Veterinärmediziner forscht für zwei Jahre an Universität Leipzig

1. Juni 2016

Die Universität Leipzig hat ein Philipp Schwartz-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für geflüchtete Wissenschaftler eingeworben. Sie ist eine von 18 gastgebenden Einrichtungen in der ersten Runde des Programms. Mit dem Stipendium wird ab Juli für zwei Jahre die Forschung eines Veterinärmediziners aus Syrien am Institut für Immunologie der Veterinärmedizinischen Fakultät gefördert. "Er hat Postdoc-Erfahrung auf dem Gebiet der Immunologie in Japan gesammelt, hat mehrjährige Lehrerfahrung in Syrien und passt sehr gut in die Forschungsausrichtung meines Instituts", sagt der Leiter des Instituts für Immunologie, Prof. Dr. Gottfried Alber.

Prof. Dr. Gottfried Alber

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Bessere Heilungschancen: Internationale Tagung befasst sich mit Biomaterialien

31. Mai 2016

Bei einem internationalen Symposium am 24. und 25. Juni an der Universität Leipzig tauschen sich Experten aus verschiedenen Regionen der Welt über Fortschritte bei der Entwicklung von Biomaterialen aus, die Heilungsprozesse in Haut- und Knochengewebe unterstützen sollen. Die Forscher diskutieren, wie die Wirkung dieser funktionellen Biomaterialien in Anlehnung an die natürliche Gewebeentwicklung und -heilung verbessert werden kann. Veranstaltet wird die Konferenz "Frontiers in Biomaterials Science" von Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs (SFB) Transregio 67 "Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen in Knochen- und Hautgewebe - vom Material zur Klinik". Es werden etwa 150 Teilnehmer aus den USA, Singapur, Australien, Frankreich, der Schweiz, England und Deutschland erwartet.

Prof. Dr. Jan C. Simon

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Forscher entdecken neue chemische Verbindung

Dreidimensionale Struktur mit Fähigkeit zur Doppelbrechung von Licht

25. Mai 2016

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und der Staatlichen Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik (ITMO) in St. Petersburg eine ganz neue Eigenschaft einer chemischen Verbindungsklasse entdeckt. "Neben interessanten magnetischen Eigenschaften zeichnen sich Kristalle dieser Verbindung auch durch sogenannte Doppelbrechung aus", erklärt Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Chemikerin der Universität Leipzig und Leiterin der Arbeitsgruppe, die die neue Verbindung synthetisiert und strukturell charakterisiert hat. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "Dalton Transactions" als Titelbeitrag veröffentlicht.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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Ehrendoktorwürde für Evamarie Hey-Hawkins. Foto: Dime Dimovski

Ehrendoktorwürde für Chemie-Professorin Evamarie Hey-Hawkins

20. Mai 2016

Am 19. Mai wurde Evamarie Hey-Hawkins die Ehrendoktorwürde als höchste Auszeichnung der Ss. Cyril and Methodius Universität in Skopje, Mazedonien, verliehen. Damit werden ihre herausragendenwissenschaftlichen Leistungen, aber auch ihr umfangreiches Engagement in internationalen Kooperationen, speziell mit der Ss. Cyril and Methodius Universität, gewürdigt.

Die Leipziger Chemikerin, deren Forschungsinteressen eine interdisziplinäre Kombination aus synthetischeranorganischer, metallorganischer und bioanorganischer Chemie mit Anwendungen in Bereichen der Katalyse, aber auch – in Kooperation mit Biochemikern – der Medizin bilden, verbindet seit mehr als zehn Jahren eine intensive Kooperation mit der Faculty of Natural Sciences and Mathematics der Ss.Cyril and Methodius Universität. Daraus sind bereits mehrere EU- und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Forschungsprojekte hervorgegangen. Stellvertretend sei hier nur das seit 2005 von Hey-Hawkins koordinierte DAAD-finanzierte Netzwerk „Materials Scienceand Catalysis Network” (MatCatNet) genannt, in dem die Fakultät für Chemie und Mineralogie unserer Universität und die Faculty of Natural Sciences and Mathematics der Ss. Cyril and Methodius Universität mit fünf weiteren Universitäten aus Rumänien, Mazedonien, Serbien und Kosovo zusammenarbeiten. Gegenwärtig promovieren zwei mazedonische Doktoranden im Arbeitskreis Hey-Hawkins. Ein gemeinsam betreuter Doktorand, Miha Bukleski, hat seine Promotion im vergangenen Jahrsehr erfolgreich in Skopje abgeschlossen.

Die 1949 gegründete Ss. Cyril and Methodius Universität ist mit mehr als 40.000 Studierenden die größte und bedeutendste Universität in Mazedonien. Zu ihren Ehrendoktoren zählen unter anderemder spanische Dichter Justo Jorge Padrón und der indische Dirigent Zubin Mehta.

Evamarie Hey-Hawkins wurde außerdem im Mai dieses Jahres in den wissenschaftlichen Beirat des      NAWI Graz berufen – einem Kooperationsprojekt der Karl-Franzens-Universität und der Technischen Universität Graz. Das Gremium berät beide Grazer Universitäten im Bereich Naturwissenschaften. Hey-Hawkins arbeitet im Fachbereich Chemistry and Chemical Technologies mit. Sie folgt Jens Weitkampnach, der seinen Sitz nach mehrjähriger NAWI-Graz-Tätigkeit zur Verfügung gestellt hat.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

Gründerteam erhält Millionenförderung

LSI Sachsen und Universität Leipzig unterstützen Start-ups im Bereich Lebenswissenschaften

9. Mai 2016

Die seit September 2015 laufende strategische Kooperation zwischen dem Life Science Inkubator (LSI) Sachsen und der Selbstmanagementinitiative Leipzig (SMILE) trägt erste Früchte. Das Gründerteam Pro-Detekt konnte am 1. Mai in die Inkubationsphase am LSI Sachsen starten und wird für die nächsten 2,5 Jahre mit knapp 1,39 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Team ist hervorgegangen aus einem Projekt am Institut für Bioanalytische Chemie (Fakultät für Chemie und Mineralogie) im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig.

LSI Sachsen, SMILE, Prof. Dr. Hoffmann, Prof. Dr Sträter

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MSC-MACT und Effigos mit SMILE-Gründerteams auf Orthopädietechnik-Messe

LSI Sachsen und Universität Leipzig unterstützen Start-ups im Bereich Lebenswissenschaften

4. Mai 2016

Auf der noch bis Freitag, 6. Mai 2016, in Leipzig stattfindenden Messe "OT World", dem wichtigsten Branchenereignis im Bereich der Orthopädietechnik, ist auch das regionale Gründernetzwerk SMILE (Selbstmanagementinitiative Leipzig) vertreten. Drei Gründerteams stellen ihre Projekte vor. SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ).

SMILE,  Dr. Ronny Schulz, Effigos AG

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Biochemie am Tatort

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger spricht auf der Kinderuni, wie man mit biochemischen Methoden dem Verbrechen auf die Spur kommt

26. April 2016

Vom 17. Mai bis 17. Juni 2016 lädt die Universität Leipzig wieder wissbegierige Kinder zu Vorlesungen ein, in denen sie auf spielerisch-leichte Art für Wissenschaft begeistert werden sollen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 16:30 Uhr im Audimax am Campus Augustusplatz (Augustusplatz 10). Eltern und andere Begleitpersonen können bei freien Kapazitäten im Hörsaal Platz nehmen.
Am 3. Juni ist Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig dem Verbrechen auf der Spur. Sie spricht über "Biochemie am Tatort" - die zahlreichen Spuren, die ein Mensch am Tatort eines Verbrechens hinterlässt: Blut, Haare, Speichel, Fingerabdrücke oder abgebrochene Fingernägel. Deshalb nimmt die Spurensicherung einen Tatort erst einmal "haargenau" unter die Lupe. Anschließend werden die Beweismittel im Labor aufwändig und mit verschiedensten Techniken biochemisch durchleuchtet, um sie analysieren und einordnen zu können. Prof. Beck-Sickinger erklärt in dieser Vorlesung, wie biologische Spuren untersucht werden und mit welchen Methoden die Biochemie einen Täter oder eine Täterin überführen kann.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Life Science Transferbeauftragte Dr. Susanne Ebitsch am Stand des auf den Deutschen Biotechnologietagen

Deutsche Biotechnologietage in Leipzig

26. April 2016

Gemeinsam mit dem Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) präsentiert sich das Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum auf den Deutschen Biotechnologietagen in der Kongresshalle am Zoo.
Dr. Susanne Ebitsch, Transferbeauftrage für den Life Science Bereich an der Universität Leipzig/am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum informiert hier am Stand der Universität Leipzig an beiden Tagen über Wege der wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen in der Biotechnologie und Biomedizin. In Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Forschungs- und Transferservice der Universität Leipzig und der Gründerinititive Smile hilft Dr. Ebitsch bei der Implementierung von Transferprojekten und berät bei der Entwicklung von Verwertungsstrategien.
Die Deutschen Biotechnologietage sind Treffpunkt für über 800 Unternehmerinnen und Unternehmer, Forscher sowie Partner aus Politik, Förderinstitutionen und Verwaltung.

Dr. Susanne Ebitsch

Per Designerdroge die Zelle durchschauen

22. April 2016

Das Stichwort "Designerdrogen" könnte Assoziationen zu Partydrogen hervorrufen, die einen wilden Cocktail von Neurotransmittern freisetzen. In der Biochemie beschreibt es jedoch vor allem eines: ein Molekül, das gezielt entwickelt wird, um eine ganz bestimmte chemische Reaktion hervorzurufen und darüber beispielsweise zu verstehen, wie diese Reaktion genau abläuft. Das gestaltete sich jedoch schwierig, denn bisher setzte ein solches Molekül nicht nur die anvisierte Reaktion in Gang, sondern auch störende andere Prozesse. Biochemikern der Universität Leipzig ist es nun gemeinsam mit amerikanischen und japanischen Wissenschaftlern erstmals gelungen, ein System nachzubauen, in dem nicht nur das Molekül selbst, sondern auch seine Andockstelle in der Zelle entworfen wurde - und zwar so präzise, dass lediglich die eine Wunschreaktion abläuft. Dadurch könnte es möglich werden, die Wirkung von Medikamenten und ihren Nebenwirkungen besser zu verstehen. Ihre Forschungsergebnisse haben sie kürzlich im "Journal of Biological Chemistry" veröffentlicht. Ihre Publikation wurde in dieser Ausgabe zum "Paper of the week" ausgewählt.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Von der Miesmuschel gelernt: Wie Knochenimplantate schneller im Körper andocken

19. April 2016

Ob nach Unfällen oder Krebstumoren - häufig müssen Knochenteile durch Implantate ersetzt werden. Oft stößt der Körper diese jedoch ab. Abhilfe könnte bald eine neuartige Beschichtung der Implantate schaffen, die das Anwachsen von Knochenzellen erleichtern soll, entwickelt von Biochemikern der Universität Leipzig. Die Inspiration dafür lieferte ihnen der Feind eines jeden Seefahrers: Die Miesmuschel. Ihre Ergebnisse haben sie nun in der Fachpublikation "Angewandte Chemie" veröffentlicht, einem der renommiertesten Magazine der Chemie.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Leipziger Wissenschaftspreis 2016 an Prof. Dr. Annette G. Beck-Sickinger vergeben

8. April 2016

Prof. Dr. Annette G. Beck-Sickinger wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Manfred Rudersdorf, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit, mit dem Leipziger Wissenschaftspreis geehrt. Beide Preisträger sind Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Manfred Rudersdorf leitet mehrere Forschungsprojekte an der Akademie. Mit einem Festakt am 8. April im Alten Rathaus zu Leipzig wurde der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Leipziger Wissenschaftspreis verliehen.
Der Leipziger Wissenschaftspreis wird von der Stadt Leipzig, der Universität Leipzig und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig vergeben.

Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Chemie-Gesellschaften vergeben Preis an Evamarie Hey-Hawkins

7. April 2016

Chemie-Professorin Evamarie Hey-Hawkins wird für ihre herausragenden wissenschaftlichen Beiträge und ihr umfangreiches Engagement in Kooperationen mit rumänischen Wissenschaftlern mit der Nenitzescu-Criegee-Vorlesung 2015/2016 ausgezeichnet. Diese wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der rumänischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam vergeben. Ende Mai reist sie ins rumänische Cluj-Napoca, um dort die Auszeichnung entgegenzunehmen. Mit der Auszeichnung ist auch eine Vortragsreise im Mai/Juni dieses Jahres zu vier rumänischen Universitäten in Cluj-Napoca, Iași, Bukarest und Timișoara verbunden.

Die Chemikerin unserer Universität verbindet seit mehr als zehn Jahren eine intensive Kooperation mit dem Department of Chemistry der Babeş-Bolyai Universität, aus der bereits sechs gemeinsame Promotionen, mehr als 20 gemeinsame Publikationen in hochrangigen Journalen sowie zahlreiche EU- und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Forschungsprojekte hervorgegangen sind, wie beispielsweise das seit 2005 von Hey-Hawkins koordinierte DAAD-finanzierte Netzwerk „Materials Science and Catalysis Network” (MatCatNet) genannt, in dem die Fakultät für Chemie und Mineralogie unserer Universität und das Department of Chemistry der Babeş-Bolyai Universität mit fünf weiteren Universitäten aus Mazedonien, Serbien und Kosovo kooperieren.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

Doktorandin der Medizinischen Fakultät Leipzig mit Stipendium der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung ausgezeichnet

10. März 2016

Die Biologin Sigrid Uxa wird mit einem Stipendium der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung ausgezeichnet. Nach einem mehrstufigen Vergabeprozess sind kürzlich deutschlandweit nur sieben der renommierten Doktorandenstipendien vergeben worden. Sigrid Uxa arbeitet seit August 2015 in der Abteilung für Molekulare Onkologie unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Engeland an ihrer Dissertation, für welche sie an der Entschlüsselung molekularer Vorgänge der Zellteilung forscht. Ihre Forschung hat zum Ziel, die Entstehung von Tumoren besser zu verstehen.

Prof. Dr. Kurt Engeland

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Moleküle und Nano-Objekte: Graduiertenschule präsentiert Forschung zu neuen Materialien

10. März 2016

Aktuelle Forschungsthemen zur Entwicklung und zum Studium neuer Materialien sowie zu Prozessen der Selbstorganisation von Molekülen und Nano-Objekten werden bei der Jahrestagung der Graduiertenschule "Leipzig School of Natural Sciences - Building with Molecules and Nano-objects" (BuildMoNa) der Universität Leipzig präsentiert. Sie findet am 14. und 15. März 2016 im Arthur-Hantzsch-Hörsaal der Fakultät für Chemie und Mineralogie (Johannisallee 29) statt und gilt als wichtige Plattform des interdisziplinären wissenschaftlichen Austauschs von Doktoranden und renommierten Wissenschaftlern.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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Das Chip-Bakterium bei der Katalyse beobachten

10. Februar 2016

Chemiker der Universität Leipzig haben in Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Marburg und des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr eine neue Methode entwickelt, um die Biokatalyse im Mikromaßstab untersuchen zu können. Bei der Herstellung von Feinchemikalien und Medikamenten wird zunehmend die sanfte Biokatalyse statt klassischer Chemie eingesetzt. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Detlev Belder (Leipzig) und Prof. Dr. Dr. Manfred Reetz (Marburg/Mülheim) haben ein Verfahren entwickelt, in dem dieser Prozess statt in großen Kolben in einem integrierten Mikrochip stattfinden und genau verfolgt werden kann. Damit konnten erstmals selektive chemische Umwandlungen, an denen nur wenige Zellen beteiligt sind, untersucht werden. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler gerade in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Journal of the American Chemical Society" veröffentlicht.

Prof. Dr. Detlev Belder

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Chemiker verändern Schmerzwirkstoff - Hoffnung auf weniger Nebenwirkungen durch Borcluster

3. Februar 2016

Wissenschaftler der Universität Leipzig und der Vanderbilt University in Nashville (USA) haben ein häufig verwendetes Schmerzmittel so verändert, dass die Nebenwirkungen dieses Medikaments deutlich reduziert werden könnten. Die Forschergruppe unter der Federführung von Prof. Dr. Dr. Evamarie Hey-Hawkins und Dr. Wilma Neumann vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig modifizierte den kommerziellen, entzündungshemmenden Wirkstoff Indomethacin - ein Schmerzmittel, das insbesondere bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt wird. Der Wirkstoff bewirkt die Hemmung (Inhibierung) des Enzyms Cyclooxygenase, das eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen und der Entstehung von Schmerz spielt. Indomethacin führt allerdings auch zu starken Nebenwirkungen.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins

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Studie läutet neues Kapitel der Infektionsforschung ein

21. Januar 2016

Eine Studie an der Universität Würzburg, die in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig entstand, könnte die Infektionsforschung einen großen Schritt voranbringen. Die Wissenschaftler konnten erstmals detailliert zeigen, welche Gene im Verlauf einer Infektion in Erreger und Wirtszelle aktiv werden. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der renommierten Zeitschrift "Nature" veröffentlicht.

Prof. Dr. Peter F. Stadler

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Schalter entdeckt - Forscher erklären Regulierung der Hormonproduktion in der Schilddrüse

8. Januar 2016

Obwohl Schilddrüsenerkrankungen in der Bevölkerung sehr häufig vorkommen, konnte die Wissenschaft bisher eine grundlegende Frage dazu nicht ausreichend beantworten: Wie wird die Produktion von Hormonen in der Schilddrüse eigentlich molekular reguliert? Wissenschaftler der Universität Leipzig haben nun unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Schöneberg in einer Studie wichtige Erkenntnisse über diesen Prozess gewonnen und sie in dieser Woche im Fachblatt "The Journal of Biological Chemistry" veröffentlicht. Die Resultate ihrer Arbeit liefern auch neue Ansätze, wie Erkrankungen der Schilddrüse und auch anderer, ähnlich funktionierender Drüsen therapiert werden könnten.

Prof. Dr. Torsten Schöneberg

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letzte Änderung: 30.05.2017 

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