Nachrichten des BBZ  

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  • Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen

Chemische Synthese direkt beobachtet


14. Juni 2017

Heterocyclen sind wichtige chemische Bausteine vieler Natur- sowie medizinisch aktiver Wirkstoffe. Sie werden in der Medizin zum Beispiel als Antibiotika und Antikrebsmittel verwendet. Chemikern der Universität Leipzig ist es nun erstmals gelungen, eine spezielle Heterocyclen-Klasse aus mehreren Ausgangsstoffen aufzubauen und das Verfahren mit Hilfe der "Lab on a Chip"-Technologie direkt analytisch zu verfolgen. Das jetzt in der renommierten Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" beschriebene Ergebnis geht auf die Zusammenarbeit innerhalb der Forschergruppe "Integrierte chemische Mikrolaboratorien" (FOR 2177) zurück, die seit 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Prof. Dr. C. Schneider, Prof. Dr. D. Belder

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Russische Endokrinologen und Diabetologen besuchen das BBZ

 

31. Mai 2017

Eine Delegation von 19 führenden Endokrinologen und Diabetologen der russischen Förderation besuchte am 31. Mai 2017 das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum der Universität Leipzig.
Bei dem von der russisschen Akademie der Wissenschaften organisierten dreitägigen Reise besuchten die russischen Wissenschaftler verschiedene Wissenschaftsstandorte in Dresden und Leipzig. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Thomas Hofsäss, Prorektor für Bildung und Internationales an der Universität Leipzig, informierte Prof. Dr. Augustinus Bader aus der Professur Zelltechniken und angewandte Stammzellbiologie die russischen Gäste  über die Forschungsarbeiten im Bereich der personalisierten Medizin mit Stammzelltechnologien.

Prof. Dr. Augustinus Bader

Sonderforschungsbereich zu Wundheilung erneut verlängert

DFG fördert Kooperationsprojekt von Leipzig und Dresden mit über 10 Millionen Euro

26. Mai 2017

Der Sonderforschungsbereich Transregio 67 "Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungs¬prozessen in Knochen- und Hautgewebe" (TRR 67) der Universitäten Leipzig und Dresden wird seine Arbeit in einer dritten Förderperiode fortsetzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt dafür Fördermittel in Höhe von über zehn Millionen Euro. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Transregio 67 suchen nach neuartigen Materialien, die die Wundheilung nach Knochen- und Hautverletzungen beschleunigen und verbessern. Neben dem Sprecher des TRR67, Prof. Dr. Jan Simon, sind mit Prof. Dr. A. Beck-Sickinger, Prof. Dr. Tilo Pompe und Prof. Dr. Michaela Schulz-Siegmund auch weitere Mitglieder des BBZ an dem Sonderforschungsbereich beteiligt.

Prof. Dr. J. Simon, Prof. Dr. A. Beck-Sickinger, Prof. Dr. T. Pompe, Prof. Dr. M. Schulz-Siegmund

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Sächsischer Verdienstorden für Annette Beck-Sickinger und Evamarie Hey-Hawkins

24. Mai 2017

Zwei Forscherinnen der Universität Leipzig bekommen am kommenden Montag (29. Mai) in Dresden den Verdienstorden des Freistaates Sachsen: Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins vom Institut für Anorganische Chemie und Biochemikerin Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger erhalten die Auszeichnung von Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
Prof. Dr. Beck-Sickinger wird damit für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Peptid-Protein-Interaktionsforschung geehrt, insbesondere bei der Bekämpfung der Adipositas.
Prof. Dr. Hey-Hawkins, die zweite Preisträgerin, habe durch ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der anorganischen Chemie mit dem Schwerpunkt der Phosphorchemie maßgeblich zum hohen Ansehen der Universität Leipzig und des Wissenschaftsstandortes Sachsen beigetragen, hieß es.

Prof. Dr. A. Beck-Sickinger, Prof. Dr. E. Hey-Hawkins

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Alternative zu Tierversuchen

17. Mai 2017

Ihre Alternative zu Tierversuchen am Beispiel von organotypischen Gewebekulturen stellte Dr. Mareike Zink, Forschungsgruppenleiterin am Peter-Debye-Institut für Physik der weichen Materie auf dem LSR Spotlight Forum anlässlich der Labvolution 2017 in Hannover vor. Das „EYECULTURE“ Forscherteam um Dr.Mareike Zink, Prof. Dr. Stefan Mayr und Dr. Mike Francke hat zum Erhalt von Gewebeexplantaten im Labor Metallblättchen, bestehend auf TiO2 Nanoröhrchen entwickelt, die optimale Kulturbedingungen für den Erhalt von adultem Gewebe wie der Retina darstellen. Mit diesen organotypischen Gewebekulturen kann die Forschung und Aufklärung von Krankheitsbildern wie Augenerkrankungen oder auch Alzheimer, sowie die Testung von Wirkstoffen und anderen Reagenzien durch Reduktion von Tierversuchen betrieben werden.
Frau Dr. Zink berichtet, dass nicht nur neuronale Gewebe mit diesem Verfahren außerhalb des Körpers erforscht werden können, sondern auch Gewebeproben der Milz und Rachenmandeln von Menschen. Schließlich gibt sie einen Ausblick zur organotypischen Kultivierung von Schweinenetzhäuten aus Schlachthöfen – ein weiteres Ziel zur Reduktion von Tierversuchen.
An der Forschung des EYECULTURE-Teams sind Mitarbeiter der Universität Leipzig, des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums und des Leibniz Instituts für Oberflächenmodifizierung beteiligt.

Dr. Mareike Zink, Prof. Dr. Stefan Mayr

Leipziger Forscher kreieren borhaltiges künstliches Vitamin

27. April 2017

Chemiker der Universität Leipzig haben ein künstliches, borhaltiges Vitamin B 1 kreiert, das zum besseren Verständnis der komplexen Stoffwechselvorgänge in allen Lebewesen beitragen kann.Wie die Zahnräder eines Uhrwerks greifen beim Stoffwechsel unzählig viele Prozesse ineinander. Um diese komplexen Zusammenhänge greifbar zu machen, haben sich die Leipziger Forschergruppen um Prof. Dr. Kirsten Zeitler vom Institut für Organische Chemie und Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins vom Institut für Anorganische Chemie zusammengeschlossen. Sie ersetzten das natürliche, kohlenstoffhaltige Vitamin B 1 (Thiamin), das an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, durch ein borhaltiges, künstlich hergestelltes Vitamin B 1 und testeten, wie es bei verschiedenen chemischen Reaktionen wirkt. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in dem Fachmagazin "Chemistry - A European Journal", für das sie auch das Titelbild gestalteten.

Prof. Dr. E. Hey-Hawkins, Prof. Dr. Kirsten Zeitler

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Neues Hydrogel verbessert die Wundheilung

25. April 2017

Damit chronische Wunden heilen können, haben Forscher aus Leipzig und Dresden eine neue Hydrogel-Wundauflage entwickelt. Die Inhaltsstoffe des Hydrogels bekämpfen die Ursache: Durch spezielle Zuckermoleküle werden Botenstoffe gebunden, sodass sich die Wunde wieder schließen kann.
Die Forschungsergebnisse wurden nun im renommierten Journal Science Translational Medicine publiziert.

Prof. Dr. J. C. Simon, Transregio-Sonderforschungsbereich 67

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Girls' Day und Boys' Day 2017: Universität Leipzig beteiligt sich wieder am Zukunftstag

25. April 2017

Was ist das Spannende am Beruf eines Biotechnologen? Was hat Medizin mit Informatik zu tun? Wie wird man Grundschullehrer? Und was für Experimente finden in der chemischen Forschung statt? Auf diese Fragen bekommen Leipziger Schülerinnen und Schüler Antworten, wenn sie am Girls' Day beziehungsweise Boys' Day am Donnerstag (27. April) ihre Tagespraktika an der Universität Leipzig absolvieren. Die vier verschiedenen Angebote für den Mädchen- beziehungsweise Jungen-Zukunftstag stoßen auf großes Interesse.

BBZ allgemein, Dr. R. Weiße, Dr. U. Müller

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Chemiker erforschen neue Ansätze für die Tumortherapie

19. April 2017

Chemiker der Universität Leipzig haben einen hochwirksamen Hemmstoff eines neuartigen Zielproteins für die Tumortherapie entwickelt. Die als "Stafib-2" bezeichnete Substanz hemmt das Protein STAT5b. Dieser Prozess könnte die Bekämpfung bestimmter nicht mehr therapierbarer Tumore ermöglichen. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichte die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Thorsten Berg vom Institut für Organische Chemie jetzt in der renommierten Fachzeitschrift "Scientific Reports".

Prof. Dr. Thorsten Berg

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Besuch aus Belgrad

11. April 2017

Zwei Wissenschaftlerinnen aus Belgrad besuchten während eines Gastaufenthaltes im Rahmen eines Erasmusprogrammes das BBZ. Die Biologin und die Biochemikerin kooperieren schon seit einiger Zeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins und hielten während ihrer Zeit in Leipzig auch Vorlesungen an der Professur für Anorganische Chemie.
 
Die serbischen Wissenschaftlerinnen nutzen ihren Aufenthalt, um sich im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum in den Arbeitsgruppen Bioanalytik (Prof. Dr. Ralf Hoffmann) und Molekulare Pathogenese/Immunolgie (Dr. Uwe Müller) bei Laborführungen über die Arbeit der deutschen Kollegen zu informieren.
Die Geschäftsführerin des BBZ, Dr. Svenne Eichler, stellte das Zentrum und die BIO CITY vor. Abschließend  informierte  die Transferbeauftragte Dr. Susanne Ebitsch über die Transferaktivitäten im Life Science Bereich an der Universität Leipzig.

Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Prof. Dr. Ralf Hoffmann, Dr. Uwe Müller, Dr. Svenne Eichler, Dr. Susanne Ebitsch

ERC-Advanced-Grant für Prof. Dr. Josef Alfons Käs

10. April 2017

Die Frage, welche Eigenschaften eine Krebszelle haben muss, damit sie im Körper metastieren kann,  bewegt Prof. Dr. Josef Alfons Käs bereits seit Jahren. Der Biophysiker der Universität Leipzig war einer der ersten Wissenschaftler weltweit, die sich mit den physikalischen Eigenschaften von Krebszellen beschäftigt haben. In dieser Zeit hat er - in Zusammenarbeit mit Kollegen aus aller Welt - der oft todbringenden Krebszelle schon zahlreiche Geheimnisse entrungen. Seit sieben Jahren tauschen sich darüber Experten aus aller Welt in Leipzig zur Konferenz "Physics of Cancer" aus, die von Käs initiiert wurde. Jetzt wurde der 55-Jährige mit dem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) in Höhe von 2,3 Millionen Euro ausgezeichnet.

Prof. Dr. J. Käs

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BuildMoNa vergibt BuildMoNa-Awards 2017 und zeichnet Doktoranden-Vorträge aus

8. März 2017

Anläßlich der Jahrestagung der Graduiertenschule Building with Molecules and Nano-objects (BuildMoNa) am 6. und  7. März 2017 wurden die BuildMoNa-Awards 2017 für herausragende wissenschaftliche Leistungen im vergangenen Jahr vergeben.
Dr. Ria Schönauer (ehemals Arbeitsgruppe Prof. Dr.  Prof. Dr. A. Beck-Sickinger) erhielt den ersten Preis für ihre Publikation in der Zeitschrift Journal of Medicinal Chemistry. In dieser veröffentlichte sie ihre Ergebnisse zur Modifizierung des Proteins Adrenomedullin, welches eine wichtige Rolle bei der Therapie von Lungenerkrankungen spielen könnte. Der Chemiker Anup Kumar Adhikari, Doktorand bei Prof. Dr. E. Hey-Hawkins vom Institut für Anorganische Chemie,  erhielt den zweiten Preis für seine Forschung zum Reaktionsverlauf der Synthese von drei neuen phosphorreichen Verbindungen. Seine Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Chemistry – A European Journal publiziert. Der Physiker Martin Glaser aus der Aurbeitsgruppe von Prof. Dr. J. Käs (Physik der weichen Materie) bekam den dritten Preis für seine Publikation im New Journal of Physics zu Untersuchungen der Strukturbildung von DNA-Nanoröhren in molekular dicht gepackten Umgebungen.

Außerdem hatten Doktoranden wieder einmal die Möglichkeit ihre wissenschaftlichen Leistungen in Form von Vorträgen und Postern zu präsentieren. Die drei besten Vorträge wurden mit Preisen honoriert. Den ersten Preis erhielt Jan-Patrick Fischer, ebenfalls aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. A. Beck-Sickinger vom Institut für Biochemie. In seinem Vortrag sprach er über den Ersatz von Disulfidbrücken in Adrenomedullin (ADM) zur Erhöhung der metabolischen Stabilität des vasoaktiven Peptids.

BuildMoNa, Prof. Dr. A. Beck-Sickinger, Prof. Dr. E. Hey-Hawkins,
Prof. Dr. J. Käs

Leipziger Forscher erklären wichtigen Prozess bei biologischer Methanbildung

23. Februar 2017

Methan ist das Hauptprodukt der Biogasherstellung in Biogasanlagen, in denen es zur Energiegewinnung erzeugt wird. Zugleich gilt Methan auch als effektives Treibhausgas, denn es hat eine 25-mal stärkere Wirkung als Kohlendioxid. Die in der Natur für die Methanproduktion verantwortlichen Mikroorganismen produzieren jährlich ca. 1 Milliarde Tonnen Methan, wovon etwa ein Drittel in die Atmosphäre entweicht. Für die Bildung des Methans ist ein sehr spezielles Molekül als Katalysator notwendig. Forscher der Universität Leipzig haben nun in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Kent in England entdeckt, wie dieser essentielle "Methankatalysator" gebildet wird. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.

Prof. Dr. Gunhild Layer

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Spitzenforschung in drei Minuten - Universität Leipzig beim "Science Match" vertreten

23. Januar 2017

Am 26. Januar 2017 treffen sich etwa 100 Spitzenforscher aus den Technikwissenschaften auf dem Dresdner Messegelände zum "Science-Match". Sie stellen in jeweils drei Minuten ihre neuesten Ergebnisse vor. Auch drei Wissenschaftler der Universität Leipzig werden Vertretern aus sächsischen Unternehmen, Schulen und Hochschulen sowie interessierten Bürgern ihr Forschungsthema kurz und verständlich präsentieren - der Physiker Prof. Dr. Josef Käs, der Biologe Prof. Dr. Christian Wilhelm sowie Prof. Dr. Andreas Melzer vom Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Medizinischen Fakultät.

Wissens- und Technologietransfer, Prof. Dr. Josef Käs, Prof. Dr. Christian Wilhelm

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Chemiker verstehen, wie die Natur große Stärkemoleküle abbaut

16. Januar 2017

Menschen, Tiere und Pflanzen speichern Energie in Kohlenhydraten, zu denen zum Beispiel die pflanzliche Stärke zählt. Diese langkettigen Moleküle weisen eine komplexe, helixartige Struktur auf, die zum Abbau und zur Verwertung dieses energiereichen Stoffes entwunden werden muss. An der Universität Leipzig haben die Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Norbert Sträter vom Institut für Bioanalytische Chemie und Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann vom Institut für Biochemie zusammen mit Wissenschaftlern in der Schweiz und England nun verstanden, wie Proteine die Stärkestruktur erkennen und entwinden - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur "grünen Chemie".

Prof. Dr. Norbert Sträter

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letzte Änderung: 15.06.2017 

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