Informationen für Studienbewerber/innen

Hier finden Sie Informationen zu den Perspektiven des Studienganges sowie Kurzvorstellungen der Studienorte Leipzig und Guadalajara. Außerdem erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, zum Bewerbungsverfahren und der Bewerbungsfrist.

Perspektiven

Leben und Studieren in Leipzig

Leben und Studieren in Guadalajara

Bewerbung

Perspektiven

Der Studiengang bereitet auf Tätigkeiten in allen Praxis- und Berufsfeldern des Deutsch als Fremdsprache-Lehrens und -Lernens sowie auf Tätigkeiten in angrenzenden Bereichen wie Kulturmittlung, (Auswärtige) Kulturpolitik, Medien- und Verlagswesen, auswärtige Beziehungen der Wirtschaft usw. vor. Für den Kernbereich des Lernens und Lehrens von Deutsch als Fremdsprache heißt dies beispielsweise, dass die Absolventen des Masterstudiengangs weltweit als Führungskräfte eingesetzt werden können, also bei Curriculumplanung, Organisation von Sprachkursen, Lernmaterialentwicklung usw. Darüber hinaus befähigt der Masterstudiengang zu selbstständiger Forschung im Fach Deutsch als Fremdsprache unter Inlands- wie unter Auslandsbedingungen. Insbesondere erwerben die Master-Studierenden Fach- und Führungskompetenzen in den zentralen Fragen des sprachlich-kulturellen Kontakts und Austauschs zwischen der deutsch- und spanischsprachigen Welt.

Leben und Studieren in Leipzig

Leipzig ist als wichtiger Messestandort mit eigener Flughafenanbindung (Ziele sind u.a. Madrid und Barcelona) einer der wirtschaftlich erfolgreichen „Leuchttürme” in Ostdeutschland. Die Stadt verfügt über eine historisch und kulturell reiche Vergangenheit: Leibniz, Lessing, Goethe, Fichte und Wagner haben hier gelebt und studiert; Christian Thomasius, einer der ersten Aufklärer Deutschlands, hat hier gelehrt; Johann Sebastian Bach war von 1723 – 1750 als Kantor an der Thomaskirche tätig. Besondere Bedeutung hatte Leipzig in der Zeit der „Wende” in der DDR 1989: Von hier ging die Friedliche Revolution aus, die die SED-Herrschaft zum Einsturz brachte. Herausragendes kulturelles Ereignis der Gegenwart ist die jährlich im Frühjahr stattfindende Leipziger Buchmesse , die mit ihren vielen Lesungen im Unterschied zur Frankfurter Bücherschau als „Publikumsmesse” gilt. Neben der Oper, dem Theater, dem Museum der bildenden Künste, der Konzerthalle („Gewandhaus”) und dem Zeitgeschichtlichen Forum (ZFL) , in dem die Geschichte der DDR museal aufgearbeitet wird, verfügt die Stadt über eine immens lebendige künstlerische Szene, die besonders auf dem Gebiet der Malerei in den letzten Jahren große internationale Anerkennung gewonnen hat („Neue Leipziger Schule”). Stadt und Umland bieten viele Freizeitmöglichkeiten, Berlin ist mit den Zügen der Deutschen Bahn oder dem Interconnex nur etwas mehr als eine Stunde entfernt. Berühmt ist schließlich das rege studentische Nachtleben rund um Szenekneipen und Kulturzentren wie die „Moritzbastei”. 

An der Leipziger Universität sind ca. 31000 Studierende eingeschrieben, davon 2600 ausländische Studierende aus über 140 Ländern. Germanistik und Romanistik sind sehr gut ausgebaut (letztere mit einem Ibero-Amerikanischen Forschungsseminar: Zentrum für transdisziplinäre Studien Spaniens - Portugals - Lateinamerikas [IAFSL] ), zudem ist an die Universität das Deutsche Literaturinstitut Leipzig (DLL) angegliedert, eine in Deutschland einzigartige Ausbildungsstätte für den literarischen Nachwuchs. Die gegenüber dem Herder-Institut gelegene Universitätsbibliothek (Biblioteca Albertina) ist mit großzügigen Öffnungszeiten, 780 (laptop-tauglichen) Arbeitsplätzen, 3,8 Millionen Büchern, 4000 Print- und 17000 elektronischen Periodika ausgestattet. Leipzig ist überdies Sitz einer der drei Zweigstellen der Deutschen Nationalbibliothek .

Das 1951 gegründete Herder-Institut ist eine der angesehensten und traditionsreichsten Einrichtungen in den deutschsprachigen Ländern im Bereich der Forschung und der Lehre von Deutsch als Fremdsprache. Seit 1964 gibt das Institut mit der Zeitschrift Deutsch als Fremdsprache ein national und international renommiertes DaF-Periodikum heraus; 1968 wurde am Institut der weltweit erste Lehrstuhl für Deutsch als Fremdsprache eingerichtet, den Prof. Gerhard Helbig über lange Jahre innehatte. Zur Zeit studieren am Herder-Institut etwa 800 DaFler/innen, davon ungefähr 300 aus dem Ausland.

  • La Universidad de Leipzig en la red (en español)
  • Artikel „Leipzig" in der deutschsprachigen Wikipedia
  • Artikel „Leipzig" in der spanischsprachigen Wikipedia

Leben und Studieren in Guadalajara (Mexiko)

Die Universität Guadalajara wurde 1792 als vierte Universität in Mexiko im Zuge der spanischen Kolonisation gegründet. Heute besteht die Universität aus sechs Fakultäten, (Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaft), die in sechs verschiedenen Bezirken der Fünf-Millionenstadt Guadalajara liegen; die meisten befinden sich jedoch in Zentrumsnähe. Die Geisteswissenschaftliche Fakultät (CUCSH / Centro Universitario de Ciencias Sociales y Humanidades) und das ihr zugeordnete Institut für Neuere Sprachen stehen im Austausch mit einer Reihe von deutschsprachigen Universitäten, wie u.a. Stuttgart, Köln, Tübingen, Freiburg, Bielefeld und Leipzig.

Entwicklung des akademischen DaF-Bereichs:
Bis 1994 wurde Deutsch als Fremdsprache an der UdG nur als zusätzlich und freiwillig zu belegendes Studienfach und ohne international anerkannten Abschluss von der Abteilung für Neuere Sprachen angeboten. Seit 1994 entwickelte die Abteilung der Neueren Sprachen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut (GI) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein Pilotprogramm, das einen postgraduierten, international anerkannten Lehrgang in DaF vorsah. Dieser lief unter dem Titel Especialidad en la Enseñanza del Alemán como Lengua Extranjera (EALE). Nach einer Standort- und Ressourcenanalyse, einer Reihe von akademischen Recherchen, vor allem im curricularen Bereich, und der Unterstützung des GI, Mexiko-Stadt, und verschiedenen Universitäten des Landes (UANL, UMSNdH, UAC) wurde das erfolgreiche Pilotprogramm 2003 in den Status eines regulären Studiengangs erhoben. Die zuständige Abteilung innerhalb des Instituts Neuerer Sprachen war die „Seccion Aleman". Die Koordinatorin Dr. Olivia Diaz, seit 2008 Leiterin des Spracheninstituts, bemühte sich um die Zusammenarbeit mit der Universität Kassel, dem Goethe-Institut und seit 2006 auch mit der Universität Leipzig. In Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut der Universität Leipzig startet ab 2009 ein viersemestriger, binationaler Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache: Estudios Interculturales de Lengua, Literatura y Cultura alemanas

Die Stadt: Trotz der Größe und Lebendigkeit einer lateinamerikanischen Stadt findet man an vielen verschiedenen Orten ein gemütliches, ruhiges Ambiente, das viele Studierende in ihrer Freizeit genieβen. Die Verschmelzung von kolonialem Erbe mit indianischer Tradition, von hektischer moderner Groβstadtkultur mit mexikanischem Dorfleben in den Seitenstraßen, gibt der Stadt einen besonderen Erlebniswert. Niedrige Lebenshaltungskosten und ein günstiger Wohnungmarkt kommen den Studierenden sehr entgegen. Viele kulturelle Veranstaltungen bereichern das Freizeitangebot. Ein gut ausgebautes Bussystem verbindet Guadalajara mit anderen interessanten Städten Mexikos, wie das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Guanajuato oder Mexiko-Stadt. Grünen Erholungsraum bieten Parks oder der landschaftlich imposante Canyon außerhalb der Stadt. Der nächstgelegene Pazifikstreifen ist 3 bis 4 Autostunden entfernt.

  • Die Homepage der Universidad de Guadalajara
  • Die Homepage der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universidad de Guadalajara

Bewerbung

1. Zugangsvoraussetzungen

  • Ein erster berufsqualifizierender Studienabschluss in den Fächern Deutsch als Fremdsprache (Bachelor, Magister Artium), Germanistik (Bachelor, Magister Artium, 1. Staatsexamen), ihren internationalen Entsprechungen (Filología Alemana, German Studies usw.) und verwandter Fächer (beispielsweise Traducción e Interpretación).
  • Die Abschlussnote muss mindestens 2.0 sein. (Für Bewerber/innen, die ihren ersten Abschluss an einer Hochschule in einem nicht-deutschsprachigen Land erworben haben, gilt die in ihrem System äquivalente Note.)
  • Kenntnisse des Deutschen auf dem Niveau B 2 (alle Bereiche) und des Spanischen auf dem Niveau B 2 (Leseverständnis) und B 1 (sonstige Fertigkeiten), entsprechend der Niveaufestlegungen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

2. Bewerbungsverfahren

Bewerber, die

a) ein deutsches Abitur in Deutschland oder international erworben haben,

b) kein deutsches Abitur erworben haben, aber über einen ersten Studienabschluss an einer deutschen Hochschule verfügen bzw. aktuell anstreben,

erfolgt online über das AlmaWeb-Portal . Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung der einzelnen Bewerbungsschritte.

Gleichzeitig müssen Sie ihre schriftliche Bewerbung mit den erforderlichen Unterlagen bis zum 31.5. des Jahres beim Herder-Institut der Universität Leipzig einreichen, und zwar per Post an:

Prof. Erwin Tschirner
Universität Leipzig
Herder-Institut
Beethovenstr. 15
04107 Leipzig

Bewerber, die

c) einen ausländischen Schulabschluss (Hochschulzugangsberechtigung) haben und im Ausland studieren / ihren Studienabschluss im Ausland gemacht haben,

erfolgt über uni-assist e.V. Die Bewerbungsunterlagen müssen dort sowohl online hochgeladen als auch postalisch an uni-assist e.V. gesendet werden.

3. Liste der für das Auswahlverfahren einzureichenden Unterlagen

Alle Bewerber:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnis der Hochschulzugangsberechtigung oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis (Abiturzeugnis)
  • Zeugnis über einen ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss im Fach Deutsch als Fremdsprache oder einem vergleichbaren Studiengang bzw. ein Nachweis darüber, dass bei geordnetem Studienverlauf dieser Abschluss bis zum Beginn des Masterstudiums erreicht werden kann
  • Fächer- und Notenübersicht („Transcript of Records") über alle bereits erbrachten Abschlüsse bzw. Prüfungsleistungen (Hochschulzugangsberechtigung, Studiengänge)
  • gegebenenfalls vorhandene Nachweise über eine studiengangsspezifische Berufsausbildung, freiwillige Praktika oder ähnliche, einen Bezug zum beabsichtigten Studium aufweisende Aktivitäten
  • Thema bzw. Titel der BA-Arbeit
  • schriftliche Begründung für den Studienwunsch (Motivationsschreiben)
  • Spanisch-Kenntnisse auf dem Niveau B 2 (Leseverständnis) und B 1 (sonstige Fertigkeiten), entsprechend der Niveaufestlegungen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens

Studierende mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung zusätzlich:

  • Nachweis über Sprachkenntnisse im Deutschen auf dem Niveau C1 oder Nachweis über vierjährigen Bachelor in Germanistik bzw. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (oder verwandte Fächer)

Bitte reichen Sie die folgenden Unterlagen vollständig ein. Sind die Unterlagen nicht vollständig, kann keine Bearbeitung garantiert werden.

3. Regelungen zum Auswahlverfahren in den Masterstudiengängen am Herder-Institut

Da es sich um einen konsekutiven Studiengang handelt, gilt als Zugangsvoraussetzung in der Regel der Abschluss eines Bachelor-Studienganges mit Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache oder eines vergleichbaren Studiengangs.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig:

 

  1. Prüfung der eingereichten Bewerbungsunterlagen auf fachliche Eignung;
  2. ein Auswahlgespräch (persönlich oder per Skype/telefonisch).

Die Zulassung zu den Masterstudiengängen am Herder-Institut erfolgt gemäß der Auswahlordnung der Philologischen Fakultät vom 8. April 2011. Hiernach sind für die Zulassung folgende Auswahlkriterien vorgesehen, für die jeweils separat Beurteilungen vorgenommen werden:

  • die zum Zeitpunkt der Eignungsfeststellungsprüfung vorliegenden Noten des zugrunde liegenden ersten Hochschulabschlusses (Wichtung mit einem Anteil von 60%);
  • zusätzliche Qualifikation für einen wissenschaftsorientierten Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache (Praktika, Auslandsstudium, weitere Fächer, Berufstätigkeit, weitere Erfahrungen) (Wichtung mit einem Anteil von 20%);
  • Motivationsschreiben (Wichtung mit einem Anteil von 20%);
  • zusätzlich: Auswahlgespräch

Die Gesamtbeurteilung ergibt sich aus den jeweils gewichteten Einzelbeurteilungen.

Weitere Informationen

Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen durch die Auswahlkommission des Herder-Instituts erhalten Sie im Erfolgsfall eine Einladung zu einem 20-minütigen Auswahlgespräch. Das Gespräch findet am Herder-Institut der Universität Leipzig am 2.7.2014 statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor, da keine Ausweichtermine vorgesehen sind. Dieses Gespräch kann für BewerberInnen, die sich noch im Ausland befinden, auf Wunsch auch telefonisch durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

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Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig

Hauptbibliothek

Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig, aufgenommen von Nicole Mackus im Januar 2009.