Laufende Projekte am Herder-Institut

Eine Auswahl an Projekten, die in der letzten Zeit am Herder-Institut angesiedelt worden sind.

Studierende, die an einem Projekt interessiert sind, sollten sich mit den Projektleitern in Verbindung setzen, um nähere Informationen zu erhalten. Eventuell besteht die Möglichkeit, an einem Projekt mitzuarbeiten.

 

 


Gesprochene Wissenschaftssprache: Deutsch im Vergleich zum Polnischen und Englischen (GeWiss)

Internationales Forschungsprojekt, gefördert von der Volkswagen-Stiftung.

Das Projekt setzt sich zum Ziel, eine empirische Grundlage für eine vergleichende Untersuchung der gesprochenen Wissenschaftssprache des Deutschen, des Englischen und des Polnischen zu schaffen, sowie auf dieser Basis ausgewählte sprachliche Routinen im Zusammenhang mit zentralen sprachlichen Handlungen qualitativ und kontrastiv zu analysieren. Zu diesem Zweck sollen drei Parallelkorpora erstellt werden, welche zwei zentrale Genres der gesprochenen Wissenschaftssprache erfassen: Vortrag mit Diskussion sowie Prüfungsgespräch. Die Korpora bestehen aus Video- und Audioaufnahmen, die nach einem einheitlichen System transkribiert und später auf Web-Basis auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Im Rahmen des hier beantragten Projekts wird das Kernkorpus erhoben, welches dann im Rahmen von Anschlussprojekten zu einem großen Referenzkorpus erweitert werden soll. Ein derartiges frei zugängliches Korpus zur gesprochen deutschen Wissenschaftssprache ist an sich ein dringendes Desiderat. Eine besondere Innovation - auch auf internationaler Ebene - stellt aber gerade die Vergleichsdimension dar. Vergleiche werden auf verschiedene Weise ermöglicht: Zunächst zwischen den drei Wissenschaftssprachen Deutsch, Polnisch und Englisch, daneben aber auch zwischen dem Wissenschaftsdeutschen in Deutschland, Polen und Großbritannien sowie zwischen der Wissenschaftssprache von Lehrenden und Studierenden.

Auf der Grundlage dieser empirischen Daten sollen dann solche sprachlichen Routinen qualitativ-kontrastiv untersucht werden, mithilfe derer sich Sprecher zu vorhandener Forschung positionieren (etwa: sich distanzieren, sich auf vorgängige Forschung berufen, etwas einordnen), eigene Thesen und Erkenntnisse einführen und argumentativ absichern, ihren Vortrag / das Gespräch gliedern und steuern sowie auf Hörer Bezug nehmen. Dabei liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich in den verschiedenen Wissenschaftssprachen jedenfalls teilweise unterschiedliche Routinen und Versprachlichungsformen entwickelt haben, die auch interessante Aufschlüsse hinsichtlich der Konzeptualisierung von wissenschaftlichem Arbeiten und Wissenschaftlichem Diskurs an sich geben. Gerade die sprachlichen Routinen haben in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit erfahren, sind allerdings für die gesprochene Wissenschaftssprache praktisch noch nicht untersucht worden.

Die Forschungsergebnisse werden wichtige vergleichende Einblicke in die Leistungsfähigkeit und die Ressourcen moderner Wissenschaftssprachen geben und sind von höchster Relevanz für Forschungen zur interkulturellen Wissenschaftskommunikation, für die Angewandte Linguistik und auch für die Internationalisierung der Hochschullandschaft.

Projektleitung: Prof. Dr. Christian Fandrych
Projektpartner: Universität Wroclaw, Polen (Prof. Dr. Cirko), Aston University, Großbritannien (Prof. Dr. Reershemius)
Laufzeit: 2009-2012
Finanzierung: Volkswagen-Stiftung (2009-2012)
Fördersumme: 550.800 Euro über drei Jahre
Projekt-Homepage:

https://gewiss.uni-leipzig.de/


Hochschulpartnerschaft mit der Salahaddin Universität (SUH) in Erbil (Kurdistan)

Seit September 2011 besteht die deutsch-irakische Hochschulkooperation zwischen dem Herder-Institut der Universität Leipzig und der SUH, im Zuge derer eine Deutschabteilung am College of Languages eingerichtet wird. Das Projekt wird mit einer Fördersumme von ca. 300 000 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren vom DAAD finanziell gefördert und bietet interessierten Studentinnen und Studenten erstmalig in der Region Kurdistan die Möglichkeit, Deutsch an der Universität zu studieren. Innerhalb von vier Jahren werden sie auf den Bachelorabschluss im Fach Deutsch als Fremdsprache vorbereitet. Das Curriculum des Studiengangs wird vom Herder-Institut in Zusammenarbeit mit der neuen Deutschabteilung in Erbil entwickelt.

Mehr Informationen unter Projekt BA-Studiengang in Erbil.

 

Projektleitung: Dr. Claus Altmayer (verteten durch Dr. Ursula Renate Riedner), Prof. Dr. Christian Fandrych, Prof. Dr. Erwin Tschirner
Projektteam: Albrecht Klemm (wiss. Mitarbeiter), Suzana Vezjak (wiss. Mitarbeiterin), Tabea El-Hokayem (WHK)
Kooperationspartner: Salahaddin Universität Erbil (SUH), Juliane Wicklein (DAAD-Lektorin), Nora Şevbihiv Sinemillioǧlu (DAAD-IC-Lektorin), Manuela Damzog (DAAD-Sprachassistentin)
Laufzeit:
2011 - 2013; zweite Förderphase 2014-2016
Finanzierung: DAAD
Fördersumme: ca. 300.000 Euro


Kontakt Leipzig

Telefon: +49 (0)341 / 9737446
E-Mail: erbil@uni-leipzig.de
Raum: GWZ 34.12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 31.03.14


Sprachsensibilisierung in der beruflichen Qualifizierung (SpraSiBeQ)

Projektteilnahme: Prof. Dr. Karen Schramm (Leitung Leipzig)
Projektteam: Theresa Birnbaum, Juana Kupke
Laufzeit: Mai 2013 - Dez. 2014
Finanzierung: BMAS, BMBF & Arbeitsagentur
Projekthomepage: www.deutsch-am-arbeitsplatz.de/sibeq

VISS - Verbleibspotenzial internationaler Studierender in Sachsen

Das am Herder-Institut angesiedelte Projekt „VISS – Verbleibspotential internationaler Studierender in Sachsen“ beabsichtigt die komplexen Prozesse der Bleibeentscheidung und des Arbeitsmarktzugangs internationaler Studierender am Beispiel des Freistaats Sachsen exemplarisch entlang der folgenden Fragen zu untersuchen:

  1. Welche Faktoren begünstigen die Entscheidung für den Verbleib, welche erschweren sie?
  2. Wie beeinflussen regionale Akteure internationale Studierende und ihre Karriereentscheidungen?
  3. Welche Kooperationsformen und "Arbeitsteilungen" zwischen Politik, Verwaltung, Hochschulen und Unternehmen haben sich entwickelt, um den Verbleib und die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen?

Zugleich soll damit die empirische Grundlage für die Entwicklung von praxisbezogenen Strategien geschaffen werden, die das Potenzial internationaler Studierender in regionalen Kontexten besser ausschöpfen.

Projektleitung: Prof. Dr. Karen Schramm
Projektteam: Outi ArajärviDr. Roland Drubig
Laufzeit: 2013-2014
Kontakt: karen.schramm@uni-leipzig.de
Projekthomepage:  http://www.uni-leipzig.de/~vissprojekt/

 

 

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