Die Journalistik-Forschung
Die Journalistik als Wissenschaft vom Journalismus (Kommunikator-Forschung) untersucht die Medienproduktion und -distribution sowie die für den Journalismus relevanten Entwicklungen im aktuellen Medienprozeß in systematischer Hinsicht. Die Leipziger Journalistik verfolgt vor allem das Ziel, Merkmale eines ebenso guten wie erfolgreichen Journalismus zu entwickeln und praktisch zu erproben, um so Lehre und Forschung in den Dienst der Qualitätssicherung zu stellen. Angesichts der Tatsache, daß derzeit dank entsprechender Geldmittel die Trends im Fernsehbereich intensiv erforscht werden, möchte die Leipziger Journalistik ihren forscherischen Schwerpunkt auf die Bereiche Print- und Online-Medien legen.
Seit 1993 hat sich die Leipziger Journalistik als Teil der Kommunikations- und Medienwissenschaft folgende empirische Forschungsfelder aufs Programm gesetzt:
| 1. |
Mediensystem im europäischen Kontext (Makro- und Trendanalysen, Szenario-Studien) |
| 1.1 |
Medienökonomie: Trends im Fortgang des europäischen Integrationsprozesses (insb. Binnenmarkt und Einführung der EWU) |
| 1.2 |
Nationale Mediensysteme im innereuropäischen Vergleich (Traditionen, Strukturen- und Normenvielfalt in Westeuropa) |
| 1.3 |
Medienmarkt Osteuropa: Probleme, Trends, Perspektiven |
| 2. |
Nutzerbezogene Medienanalysen (Makroanalysen) |
| 2.1 |
Intermediärer Wettbewerb und Kaufverhalten der Medienkonsumenten |
| 2.2 |
Ursachen und Umstände des Mediennutzungswandels (multivariater Forschungsansatz) |
| 2.3 |
Strukturwandel des Printmarktes, insb. im Ost-West-Vergleich |
| 3. |
Qualitätssicherung publizistischer Inhalte (Erforschung, Begleitung und Beratung redaktioneller Produktion) |
| 3.1 |
Redaktionsmanagement und redaktionelles Marketing
(Schwerpunkt Tageszeitung) |
| 3.2 |
Qualitätsmessung durch Benchmarking im Printbereich (Schwerpunkt Tageszeitungen) |
| 3.3 |
Trends in der Online-Angebotsproduktion und Folgen für die Mediennutzung im Print- wie im Onlinebereich.
|
| 4. |
Journalistische Präsentationsformen und Medienwahrnehmung (empirische Untersuchung über Informationsverhalten) |
| 4.1 |
Wissenstransfer in Abhängigkeit von der Informationspräsentation (wie: Visualisierung von Information) |
| 4.2 |
Wandel der Darstellungsformen vor allem im Printbereich. |
| 4.3 |
Anwendung (Sekundärforschung) der Neurobiologie und -physiologie auf die Wahrnehmung der Konsumenten bei der Mediennutzung. |