Master-Studiengang Journalistik

 

Journalistikstudium in Leipzig ‚Äď das steht f√ľr einen Masterstudiengang mit einem einzigartigen Konzept in Deutschland. Das sechs Semester dauernde Studium verkn√ľpft akademische Lehre mit praxisnaher Ausbildung. So bekommen die Leipziger Journalistik-Studenten neben dem wissenschaftlichen Studium im Bereich der Journalismus-Forschung auch eine zielgerichtete Berufsorientierung geboten. Absolventen erwerben eine hohe Fach- und Vermittlungskompetenz in allen journalistischen T√§tigkeitsfeldern.

Die Leipziger Journalistik blickt auf eine fast hundertj√§hrige Geschichte der Journalistenausbildung und Forschung zur√ľck. Leipziger Journalistik-Absolventen arbeiten in Redaktionen im gesamten Bundesgebiet, teils in leitenden Positionen. Seit der Neugr√ľndung der Abteilung Journalistik nach der friedlichen Revolution haben rund 1000 Studenten den Hauptstudiengang erfolgreich absolviert.

Auf dem Lehrplan stehen Seminare und Vorlesungen, die Studenten auf das journalistische Berufsleben vorbereiten. Grundlagen der Recherche, der Stilistik und der Berufsethik werden durch die Abteilungs-Mitarbeiter vermittelt, die oft selbst f√ľr renommierte Medien gearbeitet haben. Zus√§tzlich bringen externe Lehrbeauftragte ihre herausragende Erfahrung aus der Praxis ein.

In Leipzig lernen Studenten das journalistische Handwerk in Print, Hörfunk, Fernsehen und im Onlinebereich, beschäftigen sich mit den klassischen Ressorts und wenden dieses Wissen in der Lehrredaktion "Campus" an. Das integrierte Volontariat steht am Ende der berufspraktischen Ausbildung.

Gleichrangig mit der beruflichen Orientierung ist die Einf√ľhrung in die Forschung. Die Studenten setzen sich mit den aktuellen Themen und Methoden der Journalismusforschung auseinander. Im Rahmen eines Forschungsprojektes erarbeiten sie eigene Fragestellungen und passende L√∂sungsans√§tze. Die gewonnenen Erkenntnisse flie√üen in die Masterarbeiten ein. Das Studium ist in elf Module unterteilt.

Die Module des Studiengangs

Das Modul f√ľhrt grundlegend in die Journalistik ein. Zum einen stellt es das Fach als wissenschaftliche, auf empirischer Forschung basierende Disziplin vor und f√ľhrt in die theoretischen Grundlagen der Journalismusforschung ein. Zum anderen werden grundlegende Spezifika journalistischer Arbeit er√∂rtert: Wann ist eine Nachricht berichtenswert? Wie l√§uft eine Recherche erfolgreich ab? Zudem werden erste Einblicke gegeben von der Organisation einer Medienredaktion, den Kriterien der Informationsselektion, √ľber die sprachliche Umsetzung bis zu den Formen der Aussagenpr√§sentation in Text und Bild.
In diesem Modul geht es um grunds√§tzliches Wissen √ľber das deutsche Mediensystem. Welche strukturellen Rahmenbedingungen gibt es f√ľr Journalisten? Welche Rolle spielen Medienpolitik, Medien√∂konomie und Medientechnik f√ľr die t√§gliche Arbeit? Auf dem Fundament dieser √úberlegungen bauen wir weiter auf. Welche Besonderheiten gelten f√ľr die einzelnen Mediengattungen, also zum Beispiel gedruckte oder elektronische Medien? Diese Fragen werden aus theoretischer und aus praktischer Perspektive behandelt.
Ziel dieses Moduls ist es, die kritische Reflexion √ľber die Beeinflussung des journalistischen Handelns zu f√∂rdern. Es wird eine √úbersicht √ľber Recherchemethoden gegeben und erlernt, wie Materialien beschafft und deren Aussagecharakter √ľberpr√ľft, wie Personen befragt und Recherche-Ergebnisse ausgewertet werden. Die Studenten lernen, analoge und digitale Quellen zu erschlie√üen und zu evaluieren. Mit Hilfe praktischer Aufgaben werden Fallstricke des journalistischen Interviews analysiert und Fragetechniken einge√ľbt.
Nachricht oder Bericht, Reportage oder Feature, Kommentar oder Glosse ‚Äď welche Darstellungsform ist wann die richtige? In diesem Modul werden die journalistischen Darstellungsformen trainiert und ihre funktionsgerechte Anwendung unter die Lupe genommen. Die Veranstaltungen behandeln Theorien, Klassifizierungssysteme und Schulen der Darstellungsformen und sch√§rfen gleichzeitig den Blick f√ľr den Praxiseinsatz. Behandelt werden tatsachenbetonte Formen (z. B. Nachricht, Bericht), narrative Formen (z. B. Reportage, Feature) und meinungs√§u√üernde Formen (z. B. Kommentar, Leitartikel und Glosse).
Das Modul bereitet Studenten auf die Herausforderungen der globalisierten Medienwelt vor. Internationale Mediensysteme, Medienökonomie und Auslandskorrespondenten stehen im Mittelpunkt. Die Studenten lernen strukturelle Besonderheiten und Arbeitsweisen anderer journalistischer Kulturen kennen. Diese betrachten sie vor allem aus dem Blickwinkel der Medienregulierung und Medienpolitik. Der praktische Teil des Moduls behandelt die Herausforderungen, denen deutsche Auslandskorrespondenten in der täglichen Berichterstattung ausgesetzt sind.
Fakten sind das A und O. Doch im Qualitätsjournalismus zählt auch eine herausragende journalistische Präsentation. Das Modul soll die sprachlich-stilistischen Fähigkeiten schulen und die Studenten zu einem bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort befähigen.Es werden Techniken des Redigierens, kreatives Schreiben und Rhetorik, aber auch Fotojournalismus und Layoutgestaltung vermittelt. Außerdem haben Studenten die Möglichkeit, ihr Können im Umgang mit der Kamera, Videoschnitt und im Moderierenzu verbessern.
Die crossmediale Lehrredaktion ist das Herzst√ľck der journalistischen Praxisausbildung an der Universit√§t. In der Lehrredaktion wenden die Studenten das erworbene journalistische Wissen an. Unter professioneller Anleitung betreuen sie ein Medienangebot und produzieren aktuelle Beitr√§ge. Sie schlagen Themen vor und setzen diese um. Das Modul dient vor allem als praxisnahe Vorbereitung des Volontariats.
Das Modul behandelt juristische, historische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die den Journalismus beeinflussen. Zum einen werden rechtliche Aspekte des Journalismus wie Pressefreiheit, Urheberrecht und Pers√∂nlichkeitsrecht besprochen. Zum anderen werden verschiedene ethische Konfliktfelder er√∂rtert, die das redaktionelle Entscheidungshandeln beeinflussen. So sollen Studenten f√ľr ein verantwortungsbewusstes Entscheidungshandeln im Redaktionsalltag sensibilisiert werden.
Politik, Kultur, Wirtschaft, Lokales, Sport oder Wissenschaft: In dem sich spezialisierenden Journalismus- Betrieb werden detaillierte Sachkenntnisse erwartet. Dieses Modul dient dem Training von Fertigkeiten in den klassischen Journalismusressorts und speziellen Medienfeldern. Anhand praktischer √úbungen lernen die Studenten spezifische Merkmale der verschiedenen Gattungen kennen, erleben den redaktionellen Arbeitsablauf und bekommen Einblick in den Bereich des Medien- und Kommunikationsmanagements.
Das Modul vertieft das Wissen √ľber empirische Methoden der angewandten Journalismusforschung. Die Studenten lernen, selbst Instrumente der empirischen Datenerhebung zu entwickeln und einzusetzen. Auf dieser Theoriebasis werden in einem integrierten Forschungsprojekt eigene Forschungsfragen zu aktuellen Themen der Journalismusforschung entwickelt. Die eigenen Untersuchungsergebnisse m√ľnden dann in die abschlie√üendenMasterarbeiten der Studenten.
Im Rahmen des integrierten Volontariats sammeln die Studenten mindestens neun Monate Praxiserfahrung in einer journalistischen Redaktion. Bewerbungen sind bei den renommierten Medienpartnern m√∂glich, externe Bewerbungen ‚Äď auch im Ausland ‚Äď werden ebenfalls unterst√ľtzt. Im Laufe des Volontariats durchlaufen die angehenden Journalisten verschiedene T√§tigkeitsfelder, insbesondere die Nachrichtenproduktion und verschiedene Fachressorts.

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