Von Gregor Schoenecker
Seit einem Jahr dominieren die Bachelor-Studiengänge an der Uni Leipzig. Nach anfänglich schwerem Start mit technischen Problemen und daraus folgenden personalen Konsequenzen hat sich der neue Studiengang eingelebt. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Denn nicht nur der Uni-Umbau hat so seine Tücken ...
In einer aktuellen Umfrage zum Thema Studienbedingungen, durchgeführt von der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie, waren die Ergebnisse eher ernüchternd zu bewerten. Vor allem die Studienberatung wurde von den Studenten als noch nicht zureichend empfunden. Außerdem mangelt es laut Studenten an ausreichend Lehrveranstaltungen, sodass sich alte und neue Studiengänge in Veranstaltungen die Plätze streitig machen müssen. Grund hierfür sind sicherlich auch die vom Rektorat der Uni beschlossenen verschiedenen Modelle für die Übergangsphase zu den neuen modularisierten Studiengängen.
Ähnlich problematisch gestaltete sich schon die Organisation zur Ersteinschreibung im vergangenen Jahr. Technischen Problemen bei der Konstruierung der elektronischen Einschreibung folgten Versäumnisse, den sich für die neuen Studiengänge beworbenen Studenten ihre Zulassungsbescheide zukommen zu lassen. So waren weniger Erstsemestler zu Studienbeginn eingeschrieben als erwartet. Es folgte die Absetzung der verantwortlichen Mitarbeiterin und mehrere Wahlgänge zur Bestimmung eines Nachfolgers. Seitdem bemühen sich die Verantwortlichen um eine erfolgreiche Strukturierung und geloben Besserung.
An der aktuellen Situation hat sich dadurch jedoch nichts verändert. Es folgte auch im zweiten Semester Chaos bei den Einschreibungen für die diversen Veranstaltungen. So mussten sich zur Einschreibung für die Seminare an der sportwissenschafltichen Fakultät Studenten der alten und neuen Studiengänge um die wenigen verfügbaren Plätze streiten. Man kann dies nur symbolisch für den jetzigen Stand sehen.
Dennoch muss und wird sich der neue Studiengang durchsetzen. Und bis zum endgültigen Aussterben der alten Studiengänge im Jubiläumsjahr 2009 oder später bleibt den Verantwortlichen genügend Zeit, um die Mängel zu beseitigen und den Bachelor zu einem angenehmen zu machen.
In dieser Hinsicht sollte nicht allzu sehr Schwarzmalerei betrieben werden, denn »aller Anfang ist schwer«.