Das Archiv enthält alle Beiträge der Uncover-Lehrredaktionen seit dem Sommersemester 2006. Die Artikel sind nach dem Zeitpunkt ihres Ersterscheinens bei Uncover sortiert.
„Kann mir vielleicht jemand ein Diktiergerät leihen? Mit diesem Ding kann ich nicht zu meinem Interviewtermin auftauchen“, fragt eine der Exkursionsteilnehmerinnen in die morgendliche Runde Leipziger Journalistikstudenten, die sich gerade im ICE nach Berlin-Südkreuz - ihrer ersten Reiseetappe in die inoffizielle EU-Hauptstadt - befindet. Die Gesichter sind angespannt und zeugen von Ungewissheit. Was mag wohl auf sie zukommen?
Obwohl man sie meist nicht wahrnimmt, gibt es auch in Leipzig Kinder und Jugendliche, die von zu Hause ausgerissen sind und jetzt massive Probleme mit Drogen, Kriminalität und manchmal auch Prostitution haben. In Leipzig unterhält das Jugendamt elf Streetworker mit verschiedenen Aufgabenbereichen, die versuchen, den jungen Menschen eine Perspektive für die Zukunft zu ermöglichen.
Der frühere Kommissionspräsident Delors hat das Dilemma Europas süffisant formuliert: Niemand verliebt sich in einen Binnenmarkt. Nun ist die EU zwar weit mehr als ein Wirtschaftsraum. Aber die allgemeine Begeisterung für Mutter Europa hält sich bei ihren Kindern in Grenzen. Die Medienschaffenden sind mitschuldig, was Häufigkeit und Art ihrer Beiträge angeht. Sie selbst klagen über einen Berg von Problemen: Strukturen und Themen sind komplex, richtige Promis fehlen, Bilder von Tagungen sind keine Reißer. Unsexy, sagt man dazu in Redaktionen. Und verhüllt damit zugleich, dass viele Journalisten zu wenig Ahnung haben von EU-Politik.
Was für Studenten ein alter Hut ist, bleibt auch weiterhin ein Dauerbrenner: Die Hochschulen werden reformiert. Ein Wust von Reformen mit unklarem Ausgang, der unter Studierenden wie Lehrenden Unmutsäußerungen provoziert. Zu Recht?
Kameras in Seminarräumen, Akten im Prüfungsamt, Protokolle im Rechenzentrum: Eine Bestandsaufnahme der wichtigsten Baustellen des Datenschutzes an der Universität Leipzig.
Die Tage der traditionellen Diplom-Journalistik an der Uni Leipzig sind endgültig gezählt – die Globalisierung hat auch Sachsens Universitätslandschaft eingeholt. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften beugt sich dem internationalen Trend und bietet seit dem vergangenen Semester einen Masterstudiengang Journalistik an. Wer hat den neuen Weg gewagt, wie wurden die neuen Studenten ausgewählt und was wird sich am Eignungsprüfungsprocedere zukünftig ändern?
Ein vor sich hin faulendes Gründerzeithaus, ein paar leipzigverliebte Stadtplaner und ein ganzer Pulk kreativer und engagierter Studenten, die ihrer Stadt etwas Gutes tun wollen: Durch diese Grundzutaten erwuchs vor über drei Jahren aus dem Verein „HausHalten“ das Prinzip Wächterhaus.