
Kommen und Gehen am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) der Universität Leipzig. Prof. Dr. Michael Haller, Leiter des Lehrstuhls Journalistik I, wird die Einrichtung nach diesem Sommersemester verlassen. Seine Professur wird zunächst nur durch Prof. Dr. Martin Welker für ein Jahr vertreten. Nötig wurde eine solche Übergangslösung, weil eine Neuausschreibung der Professur Hallers an verschiedenen Stellen versäumt wurde. Doch damit nicht genug: Derartige Interimslösungen, die die Kontinuität in der Lehre gefährden, stehen in den nächsten Jahren erneut an.

Viele Journalisten wechseln in den Public Relations-Bereich. An Hochschulen vermehrt sich der Trend zu interdisziplinären Studiengängen. Berufsverbände und Recherche-organisationen kritisieren die Vermischung von Journalismus und PR scharf.

Journalistik-Studenten haben schon oft versucht, eine eigene Zeitung oder Zeitschrift in Leipzig zu gründen. Bisher sind fast alle gescheitert. Seit Oktober 2009 will sich die Zeitung weiter auf dem Markt etablieren. Das Satiremagazin Weiß auf Schwarz ist noch in der Konzeptphase und wird sich ab nächstem Monat behaupten müssen.

Der Campus Augustusplatz an einem Montagmorgen im Dezember: Selbst Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunkts halten zahlreiche Studierende, Lehrkräfte und Bedienstete der Universität nicht davon ab, mit dem Fahrrad zu kommen. Die Meisten stellen ihr Gefährt vor dem Neuen Seminargebäude (NSG) in der Universitätsstraße ab, die wenigen Anschließbügel sind in kürzester Zeit belegt. Der Rest parkt die Räder in chaotischen Reihen auf dem Bürgersteig, im Hofeingang oder an der Hauswand. Eine problematische Situation, denn die Mehrzahl der Räder steht in der Hauptzufahrt der Feuerwehr und im einzigen, ohnehin schon engen barrierefreien Zugang.

„Der Osten ist rassistisch!“ So lautet ein weit verbreitetes Vorurteil, das leider allzu oft durch negative Schlagzeilen bestätigt wird. Ob an der Tür zur Disco oder bei Bewerbungen – auch ausländische Studenten in Leipzig sind zuweilen mit Diskriminierung konfrontiert. Dabei sind ihre Erfahrungen so verschieden wie ihre Herkunft selbst.

Die Veranstaltungen zum 600. Geburtstag der Universität Leipzig sind vorbei, so langsam kehrt wieder Alltag ein. Rektor Franz Häuser äußert sich im UNCOVER-Interview zu dem Abschluss der Jubiläumswochen, den Studentenprotesten und der umstrittenen Werbekampagne „Studieren in Fernost“. Wir sprachen mit ihm über Protest, Asiaten in grellen Kleinbussen und die Spaßgesellschaft.

Studieren im Osten? „Niemals“, sagt Christian Schneider bestimmt. „Meinen Studienort habe ich bewusst in Westdeutschland gesucht.“ Auf die Frage nach dem ‚Warum’ kann er keine konkrete Antwort geben. Seit Oktober 2009 studiert der 20-Jährige an der Universität Köln. Wie Christian geht es vielen Abiturienten, die sich nach dem Schulabschluss für einen Studienort entscheiden müssen. Die neuen Bundesländer wirken dabei auf viele unattraktiv und werden erst gar nicht in Betracht gezogen.

Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer wird in Leipzig erinnert was das Zeug hält. Auch die Universität feiert sich und seine 600 Jahre alte Geschichte. Bei der kollektiven Erinnerung wird aber gerade ein Teil ihrer jüngsten Geschichten vernachlässigt. Mit dem Ende der DDR standen auch viele Studiengänge vor dem Aus. Viele von der Abwicklung betroffenen Studenten protestierten gegen die von ihnen als ungerechtfertigt empfundene Politik der neuen Landesregierung. Die traditionsreiche Leipziger Journalistikausbildung sollte 1990 ganz eingestellt werden.

T-Shirts, Tassen, Taschen & Co. - und das alles bedruckt mit dem Unilogo. Die Merchandising-Produkte der Universität Leipzig gibt es schon seit mehr als drei Jahren. Studenten können diese entweder online über einen Internetshop bestellen oder in Lehmanns Buchhandlung kaufen. Der Erfolg der Unikollektion ist aber noch immer verhalten. Woran liegt das? Ein Produkttest versucht aufzuklären und springt dabei nicht gerade zimperlich mit den lizensierten Produkten um. Die Fragen sind dabei unter anderen: Bleibt der Kaffee heiß und wie verzeiht das T-Shirt die feuchtfröhliche WG-Party?

Trotz BAföG-Unterstützung und Spaghetti Napolitana als Leibgericht: Viele Studenten leiden unter beständiger Ebbe im Geldbeutel. Das muss nicht sein. Denn für angehende Akademiker – die Leistungsträger von morgen – gibt es heute schon einiges günstiger. Oft dient der Studentenausweis als Rabattmarke.

Der Spätverkauf um die Ecke ist für Studenten die Rettungsinsel Nummer eins. Ob Biernachschub nach Mitternacht oder Frühstückseinkäufe am Morgen danach: Im studentischen Alltag sind Leipzigs Spätis eine feste Institution. Neben den langen Öffnungszeiten werden die kleinen Eckläden durch ein immer größeres Angebot an Lebensmitteln zu einer echten Discounter-Alternative. Tante Emma reloaded. Ein Trend, der sich in Städten wie Berlin bereits etabliert hat, wird in Leipzig per Gesetz gebremst. Sachsens strengere Ladenöffnungszeiten bringen Späti-Unternehmer in eine Zwickmühle.

Nebenjob, Studentendemos, Kind - keine Zeit zur Vorlesung zu gehen? Seit zwei Semestern haben Studenten an der Universität Leipzig die Möglichkeit, Vorlesungen bequem von zu Hause aus anzuschauen - inklusive Vor- und Rückspulfunktion. Die Veranstaltungen werden mit einer Kamera aufgenommen und im Internet als sogenannte E-Vorlesungen zur Verfügung gestellt.
Die online-journalistische Ausbildung besitzt am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft bereits Tradition. Magazine wie Scheinheit, Newwws oder auch ein Magazin zur Fußball-Europameisterschaft in Portugal sind im Laufe der Jahre erschienen. UNCOVER steht in der Tradition dieser Magazine und entsteht im Rahmen der Lehrredaktion Online am Lehrstuhl für Journalistik II. Aktuelle Berichte aus Forschung und Lehre des Lehrstuhls ergänzen den Inhalt.
UNCOVER ist ein Lehrprojekt, in dessen Rahmen unterschiedliche journalistische Darstellungsformen trainiert und Hochschulthemen im Zusammenhang mit der Universität Leipzig behandelt werden.
UNCOVER ist erstmals im September 2006 erschienen und wird ein Mal pro Semester aktualisiert. Seit Juli 2010 ist die aktuelle Ausgabe des Magazins online. Einzelne aktuelle Beiträge werden bei Bedarf eingestellt.
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