Unter welchen Rahmenbedingungen, mit welchen Akteuren und mit welchen Maßnahmen können gewünschte bzw. unerwünschte Effekte auf den Raum ausgehen und wie können diese ggf. modifiziert werden?
Workshops dienen der Erarbeitung von Strategien zum nachhaltigen Flächenmanagement. Unterschiedliche Akteure sollen hier gemeinsam zu einem Konsens bzw. einer möglichen Planungsstrategie finden. Mit Nutzungs- und Interessenskonflikten kann konstruktiv umgegangen werden, die Zusammenarbeit mit den kommunalen, überkommunalen und regionalen Akteuren wird durch den Planspielcharakter forciert.
Ein wesentlicher Vorteil liegt im Simulations- bzw. „Spiel-Charakter“: Modellhaft erprobte Strategien und Instrumente können in der Praxis aufgegriffen werden. In der Planspielsituation kommen Sachverhalte zur Sprache, die in der „Realität“ kontraproduktiv wären. Dies führt zu neuen, produktiven und innovativen Ansätze für ein umsetzbares kooperatives Flächenmanagement.
Im Projektverlauf sind insgesamt zwei Akteursworkshops geplant und durchgeführt worden, die sich mit der Regionalentwicklung in der Kernregion Mitteldeutschland auseinandersetzen:
| Akteursworkshop 1: | Akteursgeleitete Ziele, Entwicklungschancen und -hemmnisse im Untersuchungsgebiet |
| Akteursworkshop 2: | Kooperationsansätze in der Kernregion Mitteldeutschland |
1. Akteursworkshop am 08.07.08 in Leipzig
„Aussagen der Landes- und Regionalplanung zur Entwicklung der Kernregion Mitteldeutschland im Spiegel kommunaler Wahrnehmung“
In diesem Workshop wurden mögliche Divergenzen bei den Zielvorstellungen der Gemeinden und der übergeordneten Stellen bei der Landes-, Regional- und Kommunalplanung herausgestellt. Es wurde u. a. diskutiert, wie die Umsetzung der kommunalen Interessen mit den Erfordernissen einer interkommunalen Kooperation in Übereinstimmung gebracht werden kann.
2. Akteursworkshop am 29.04.09 in Leipzig
Der 2. Akteursworkshop zum Thema „Kooperation in der Kernregion Mitteldeutschland - Erfahrungen, Akteurskonstellationen, Möglichkeiten und Hemmnisse“ fand am 29.04.2009 in Leipzig statt.
Auf dieser Veranstaltung wurde konkretisiert, wie sich die Akteure in der Kernregion Mitteldeutschland zu Themen der interkommunalen Kooperation positionieren. Ziel war es, aus den Erfahrungen der kommunalen und regionalen Vertreter Rückschlüsse auf charakteristische Akteurskonstellationen bei interkommunalen Kooperationen zu ziehen, aber auch Möglichkeiten und Hemmnisse bei der Zusammenarbeit zu identifizieren. Nach Präsentation der wissenschaftlichen Erkenntnisse des Forschungsverbundes KoReMi wurde jeweils im Anschluss mit den Vertretern der Planungspraxis diskutiert und auf diese Weise ein Erfahrungsaustausch mit den maßgeblichen Akteuren und Institutionen durchgeführt.


