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Die Restaurierung des Heideck-
Epitaphs
aus
der
Universitätskirche St. Pauli
Spenden für die Restaurierung
Zwischen dem Beschluss der Sprengung der Universitätskirche
St. Pauli und der Durchführung am 30. Mai 1968 lagen
nur vier Tage. Trotzdem konnten zahlreiche Kunstwerke –
Gemälde, Plastiken sowie großformatige Epitaphien
– geborgen werden. Manches ist in der Studiensammlung
der Universität bereits zu besichtigen, anderes harrt
noch der Restaurierung – eine Aufgabe, die besonders
im Hinblick auf die Integration der Kunstwerke in den Neubau
am Augustusplatz vorangetrieben werden muss.
In Kooperation mit der Hochschule der Bildenden Künste
in Dresden, Fachklasse Restaurierung, wird nun mit der Restaurierung
des kunst- und universitätsgeschichtlich bedeutenden
Epitaphs für Heinrich Heideck aus der Zeit um 1600 begonnen.
Das aus Holz gefertigte und Weiß/Gold gefasste Werk
besteht aus drei ovalen Medaillons und einer repräsentativen
Rahmenstruktur. Die als Figurenreliefs gestalteten Medaillons
zeigen das Jüngste Gericht, die Erweckung der Tochter
des Jaires (?) sowie die Vision des Ezechiel.
Heinrich Heideck (1570 – 1603) hatte in Leipzig, Helmstedt,
Altdorf, Ingolstadt und Jena Jura und Geisteswissenschaften
studiert und in der Folge einen kometenhaften beruflichen
Aufstieg genommen. Zum Zeit-punkt seines Todes im Alter von
nur 33 Jahren war er Konsiliarius und Kanonikus am Domkapitel
in Magdeburg. Das für ihn errichtete Epitaph in der Universitätskirche
orientiert sich am Florentiner Manierismus des 16. Jahrhunderts
und ist von außerordentlicher Qualität.
Überblick
über die Epitaphien der Paulinerkirche (PDF)
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